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„Lupenreine Karriere“ endet nach 33 Jahren: Dr. Barbara Breitbach wird im Ruhestand eines nicht vermissen: Abkürzungen und trockene Verwaltungsprozesse

Dr. Barbara Breitbach bekommt von Dirk Oßwald die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand auf Antrag.
Dr. Barbara Breitbach bekommt von Dirk Oßwald die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand auf Antrag.
Gießen | 340 Seiten haben sich in 33 Jahren in der Personalakte von Dr. Barbara Breitbach angesammelt – angefangen mit einer handschriftlichen Bewerbung. Die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand auf Antrag ist das vorerst letzte Dokument der zweibändigen Sammlung. Vergangene Woche hat Erster Kreisbeigeordnete Dirk Oßwald die Leitende Medizinaldirektorin in den Ruhestand verabschiedet. An der Feier nahmen Mitarbeiter, ehemalige Kollegen, Freunde und Familienangehörige teil, ebenso Partner aus den zahlreichen Netzwerken, die sie sich durch ihre emsige Arbeit als Leiterin des Gesundheitsamts geschaffen hat.

Am 1. September 1981 hatte Barbara Breitbach ihren ersten Arbeitstag bei der Kreisverwaltung – als Ärztin in Teilzeit und auf Honorarbasis. Es folgte „eine lupenreine Karriere“, wie Dirk Oßwald sagte: Vollzeitstelle, Amtsarztlehrgang, 1989 Bestellung zur stellvertretenden Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, 2005 Bestellung zur Leiterin des Fachbereichs, mittendrin ein mehrjähriger Lehrauftrag im Fachbereich Humanmedizin der Justus-Liebig-Universität und stets verschiedene Projekte, die sie auf den Weg brachte. An der Spitze des Gesundheitsamt bleib sie bis zum letzten Tag und ließ ihre Gäste wissen: Besonders in den letzten Jahren, unter der Verantwortung von Dirk Oßwald, habe ihr die Arbeit besonders viel Spaß gemacht.

Die Neu-Ruheständlerin blickte auf positive und kritische Meilensteine zurück, lobte die gute Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen der Kreisverwaltung und hob die exzellente Kooperation mit der Gießener Universität hervor: „Die Uni ist für unsere Arbeit ein unverzichtbarer Partner. Das klappt so hervorragend und deswegen wollte ich auch nie hier weg!“ Während ihrer Rede wurde deutlich, dass Barbara Breitbach es nicht leicht fällt, diesen Lebensabschnitt zu beenden. „Eines aber werde ich ganz sicher nicht vermissen: All die Dinge wie IKS, HSK, BSC oder ILV“, sagte sie mit zerknirscht-lächelndem Gesicht und winkte gleichzeitig ab. Was hinter diesen Abkürzungen steht, sind Internes Kontrollsystem, Haushaltssicherungskonzept, Balance-Score-Card, Innerbetriebliche Leistungsverrechnung – Themen, mit denen die Medizinerin sich Wohl oder Übel auseinandersetzen musste.

Ihre Leidenschaft aber lag woanders. Nämlich beim Menschen, der Kinder- und Jugendmedizin und der Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens. Dirk Oßwald brachte es auf den Punkt: „Sie sind eine Sozialmedizinerin mit Leibe und Seele – und Herz!“ Er lobte ihre Zuverlässigkeit und Loyalität, ebenso wie ihre direkte und unmissverständliche Art. Außerdem habe Barbara Breitbach stets weitsichtig gehandelt, zum Beispiel auch als es um die Nachfolgeregelung ging. So ist schon seit einigen Monaten klar, dass Dr. Jörg Bremer die Amtsleitung übernehmen wird. Er war bislang der Stellvertreter von Barbara Breitbach.

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