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Sprachexperten schauen Kita-Kindern auch weiterhin genau auf die Lippen: Sprachscreening-Programm „KiSS“ im Landkreis Gießen für 3 Jahre verlängert

Ein KiSS-Siegel, wie es an teilnehmenden Kindertagesstätten zu finden ist.
Ein KiSS-Siegel, wie es an teilnehmenden Kindertagesstätten zu finden ist.
Gießen | Seit 2008 wird im Landkreis Gießen in einigen Kindertagesstätten das Kinder-Sprachscreening-Programm „KiSS“ umgesetzt. Dessen Ziel ist es, den Sprachstand von Vier- bis Viereinhalbjährigen flächendeckend zu ermitteln, um bei Defiziten gegebenenfalls frühzeitig professionelle Hilfe durch Logopäden oder Ärzte vermitteln zu können. Nun hat das Land Hessen eine Verlängerung des Programms beschlossen und mit dem Landkreis Gießen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. „Ich freue mich, dass wir KiSS im Landkreis Gießen drei weitere Jahre umsetzen können“, sagt Sozialdezernent Dirk Oßwald und lobt das präventive Angebot.

Bislang wurden im Landkreis Gießen 1426 Kinder gescreent – das heißt, eine Erzieherin hat auf spielerische Weise mit vorgegebenen Aufgaben getestet, wie gut sich die Kinder sprachlich ausdrücken können. Die Teilnahme am KiSS ist freiwillig und für die Eltern kostenlos. Durch die standardisierte Sprachstandserhebung können Schwierigkeiten beim Spracherwerb der Kinder frühzeitig erkannt werden, so dass gegebenenfalls Fördermaßnahmen eingeleitet werden können.

„Die teilnehmenden Kindergärten
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sind dankbar, dass es dieses Angebot gibt“, weiß Dirk Oßwald. 27 Einrichtungen machen mit und haben mindestens eine Erzieherin für KiSS schulen lassen. Denn bei KiSS beschäftigen sich die Erzieherinnen mit den Kindern und führen das Screening in der heimischen Kita durch. Im gewohnten Umfeld und im Gespräch mit den vertrauten Personen zeigen die Mädchen und Jungen ihre tatsächlichen sprachlichen Fähigkeiten – anders als möglicherweise in einer Praxissituation bei einem Arzt.

Im Fokus von KiSS stehen alle Kinder zwischen vier und viereinhalb Jahren. Ganz egal, welches ihre Muttersprache ist und ob ein Migrationshintergrund vorliegt. Dirk Oßwald dazu: „Sprache ist eine fundamentale Basis für eine gute Entwicklung aller Kinder. Sie ist der Türöffner für fast alle Lebensbereiche. Deswegen ist es wichtig, Mädchen und Jungen rechtzeitig zu unterstützen, falls es Förderbedarf geben sollte.“ Möglicherweise beobachtete Auffälligkeiten werden in einem Elternbrief aufgeführt, der auch ein wichtiger Beitrag für eine ärztliche Diagnose sein kann. Zudem geben die KiSS-Experten den Eltern eine Empfehlung mit auf den Weg.

Allein in diesem Jahr haben bislang im Landkreis Gießen über 300 Kinder an KiSS teilgenommen. Bei diesen Mädchen und Jungen kann man sich sicher sein, dass die sprachlichen Fähigkeiten der Vierjährigen entweder dem Alter entsprechend ausgeprägt sind, oder Defizite erkannt, benannt und an fachliche Hilfe angeregt wurden. „Mit KiSS setzt der Landkreis Gießen ein anerkanntes Konzept um, das einen präventiven Ansatz verfolgt. Gestärkte Kinder, die sich gut ausdrücken können, werden selbstsicher durchs Leben gehen“, ist sich Dirk Oßwald sicher und freut sich daher, dass das etablierte und anerkannte Programm für drei weitere Jahre gesichert ist.

Ein KiSS-Siegel, wie es an teilnehmenden Kindertagesstätten zu finden ist.
Ein KiSS-Siegel, wie es... 
Marita Keller, Leiterin der Kita Am Rondell in Grünberg und Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald schrauben ein KiSS-Siegel an die Außenwand der Kindertagesstätte. Mit dabei: Carla Sack, die das Projekt im Landkreis Gießen aus fachlicher Sicht begleitet.
Marita Keller, Leiterin... 

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