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Putin oder Weselsky (GDL) oder Assad

Gießen | Wer ist Staatsfeind Nr. 1 ? Putin und Assad sind klar. Weselsky ist für den Streik der Lokführer verantwortlich.

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Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 10:52 Uhr
Würde der DGB offensiver die Interessen der Arbeiter und insgesamt der Lohnabhängigen vertreten, (wie in Frankreich) gäbe es möglicherweise keine Spartengewerkschaften wie die GDL.
(ich bin seit beinahe 50 Jahren im DGB organisiert und bleibe dort)
Kurt Wirth
3.080
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 11:23 Uhr
Ich verstehe nun Herrn Schmitt und Michael nicht ganz:
Gerade in Frankreich sind traditionell mehrere verschiedene Gewerkschaften in jeweils einem Betrieb aktiv. Einen der Einheitsgewerkschaft DGB vergleichbaren Zusammenschluß gibt es nicht. Weiterhin ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad insgesamt in Frankreich sehr viel niedriger. Es gibt auch kein "Streikgeld". Trotzdem solidarisieren sich die Werktätigen bei den dann eher spontanen Aktionen sehr viel stärker gegen den gemeinsamen Gegner. Das ist dann wohl eher eine Frage der Mentalität und der Tradition.

Ansonsten halte ich die Zusammenstellung im Beitrag auch etwas weit hergeholt. Richtig ist, daß die Mainstreammedien die GDL und ihren Streik inzwischen zu einer nationalen Katastrophe hochstilisieren. Zur weitergehenden Betrachtung darf ich auf meine und viele andere Kommentare zu dem früheren Beitrag zum gleichen Thema von Peter Herold verweisen.
Kurt Wirth
3.080
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 11:42 Uhr
Und wie ich gerade lese, hat die Bahn heute beim Arbeitsgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen den Streik beantragt, über die das Gericht heute noch entscheiden wird. Gegebenenfalls wird sich dem auch Weselsky und die GDL fügen (in Frankreich wäre so etwas weniger zu erwarten).
Kurt Wirth
3.080
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 12:14 Uhr
Und noch was aktuelles aus meiner soeben erfolgten Presseschau:
Die Treibjagd gegen Weselsky erreicht inzwischen ungewöhnliche Ausmaße: BILD veröffentlichte die Telefonnummer seines Frankfurter Büros und rief dazu auf, "ihm die Meinung zu geigen". Der FOCUS veröffentlichte Bilder von seinem Wohnhaus.
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 14:11 Uhr
Warum wird hier eigentlich nie die bahn, vertreten durch den Personalchef H. Weber als Böser zitiert. Der legt sich doch genauso quer, wie die GDL. Oder sehe ich da was falsch?

Und zum DGB. Hat dwer nicht der Nahles Munition geliefert für das Verbot der MInigwerkschaften und schreit nun am lautesten gegen das kommende Gesetz?
Mathias von Kutzleben
5.327
Mathias von Kutzleben aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 21:19 Uhr
Herr Beltz, geben Sie mir Bescheid, wenn Herr Weselsky anfängt mit Giftgas zu hantieren.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 07:42 Uhr
Michael B. - über Schreibstil ist sicher wie über Kunst nicht zu diskutieren. Den hat Jeder halt. Für mich sind so völlig an den Haaren herbei gezogene (wohl provokativ gemeinte) Sätze eher kontraproduktiv. So zu versuchen eine (sicher sinnvolle Kommentarkolonne) "anzuleiern" finde ich daneben.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 11:29 Uhr
Herr Engelhart, wenn die US-Administration dem Herrn Weselsky genau wie Saddam Hussein Giftgas unterschiebt, werde ich Sie informieren (sobald die Beweise vorliegen).
Martin W. - ich habe die z.Z. von den Meinugsmachern am meisten gehassten Personen aneinandergereiht. Diese Liste sollte wohl ergänzt werden.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.11.2014 um 12:30 Uhr
Was ein Unsinn wieder. Das sehe ich wie Herr Arnheiter.
Sie sind doch auch eine Meinungsmacher Herr Beltz nur das Sie die Geschichten gerne verdrehen oder die Gechichte vergessen haben bzw. ihren Gedanken zu Grunde legen als die wahre Geschichte.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 19:09 Uhr
Jeder interpretiert die Geschichte nach seinen Vorstellungen.
Ebert, Noske usw sehe ich als Feinde der Arbeiterklasse. Das mögen Sie als Rettung der bürgerlichen Gesellschaft betrachten.
Sie verurteilen wahrscheinlich der Verbrechen der Nazis genau wie ich. Die Differenz unserer Meinung liegt dann in der Einschätzung des Faschismus. Ich sehe den F. als eine kapitlistische Herrschaftsform, die dann nötig wird, wenn die bürgerliche Demokratie im Interesse des Kapitals versagt. -
Was also ist die "wahre Geschichte"? Lassen Sie uns obejktiv versuchen heranzugehen und nicht die andere Meinung als Unsinn abzuqualifizieren.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.11.2014 um 19:26 Uhr
Mit Unsinn meinte ich den Vergleich und nicht die Geschichte.
Ja ich verurteile die Verbrechen der Nazis, sicherlich mit einer anderen Betrachtungsweise als Sie.
Ich rede auch nicht von den Nazis sondern von den Kommunisten nach dem zweiten Weltkrieg. Da habe ich den Eindruck dieses Geschichte fällt Ihnen schwer.
Heute im Bundestag ist es auch einigen schwer gefallen mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden.
Kurt Wirth
3.080
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 08.11.2014 um 10:58 Uhr
Was soll man auch für ein Gesicht machen, wenn der Bundestag "entwürdigt" wird und man kein Hausrecht hat?

Wer entscheidet nun darüber, wann und wer künftig seine zustimmende oder abweichende Meinung da kundtun darf, aber nicht Mitglied des Bundestags ist und auch kein geladenes ausländisches Staatsoberhaupt?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.11.2014 um 12:19 Uhr
Es war eine der würdigsten Reden im Deutschen Bundestag seit langem. Genau passend zum 25 jährigen und zeigt wie eine freie Demokratie funktionert. Ein besseres Beispiel für den Unterschied konnte man nicht finden.
Klar sehen das die Linken anders, es ist ja auch hart mit der eigenen Gschichte konfrontiert zu werden. Da darf man dann auch einen versteinerten oder harten Gesichtsausdruck bekommen.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.11.2014 um 18:13 Uhr
Der Bundestagspräsident hat noch versucht gegenüber Biermann das Hausrecht zu wahren und ihm deutlich zusagen, dass er entsprechend der Einadung nur singen solle. Biermann konnte reden, weil er den medial beherrschten mainstream mitmachte, gegen die SED zu hetzen. Hätte ein anderer Sänger, der natürlich nicht eingeladen worden wäre und auch in nächster Zukunft nicht eingeladen wird, die SED gelobt, hätte man ihn rausgeschnissen.

Man muss eingestehen, Biermann kann sich gut verkaufen. Dass ihm in der DDR die Staatsbürgerschaft aberkannt wurde, war ein Fehler. Ich hätte ihn weiterhin singen lassen, in der DDR war er lange nicht so angesehen wie Frank Schöbel oder auch der Wessi Udo Lindenberg.
Warum wurde er im Westen nicht ein Star, obwohl alles werbemäßig für ihn getan wurde?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 09.11.2014 um 11:31 Uhr
Weil er nicht singen kann Herr Beltz und die Texte für eine große Fangemeinde zu anstrengend sind. Ich habe ihn mir auch nie angehört.
Kurt Wirth
3.080
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 09.11.2014 um 15:44 Uhr
Biermann kam ja während der besagten von der IG Metall organisierten Tournee 1976 auch nach Gießen. Das Konzert fand im Audimax oder einem anderen großen Saal im Philosophikum statt. Gehört habe ich ihn da allerdings auch nicht. Die Buchhandlung "Wissen und Fortschritt", in der ich tätig war, und deren Schwerpunkt linke und DDR-Literatur und -Schallplatten war, hatte zuerst die Genehmigung, beim Konzert einen Verkaufsstand einzurichten. Nach dem Kölner Konzert und der Ausbürgerung wurde diese jedoch vom Veranstalter zurückgezogen. Dennoch waren wir in den Vorräumen zu Gange, in der Hoffnung, daß sich doch noch eine Möglichkeit ergäbe.

Aus den Reihen der DKP Marburg gab es übrigens eine Solidaritätserklärung für Biermann.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.11.2014 um 23:09 Uhr
Warum wurde Biermann kein Star? Weil er für die BRD genauso wenig akzeptabel war(!) wie für die DDR. Ich habe sogar sein Köln-Konzert noch als LP ... einige Lieder finde ich auch heute noch gar nicht so verkehrt.
Die Entwicklung Biermann`s ( aus persönlichem Frust und Hass? ) vom kleinbürgerlichen "linken" Kritiker zum "Umarmer" bürgerlicher Politiker ist aber nur noch abstossend und fast schon ekelhaft....
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.11.2014 um 13:09 Uhr
Biermann hat sich nicht nicht in die von Dir dargestellte Richtung entwickelt, Stefan. Meiner Ansicht nach war er mit seiner leicht weinerlichen Stimme seit jeher darauf aus, als "Opfer des SED-Regimes" anerkannt im Westen bezahlt zu werden. Es gab andere wirklkiche Künstler, die "rübergemacht" und hier zu Recht anerkannt waren wie Manfred Krug, Katharina Sass und viele mehr.
Und es gab Menschen, die in der DDR zu Unrecht verurteilt wurden. So etwas kann es in einer freiheitlichen demokratischen Republik natürlich nicht geben.
Kurt Wirth
3.080
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 11.11.2014 um 13:59 Uhr
Nun sind wir mit Biermann zwar weit vom Thema des Beitrags abgekommen (es sei denn man betrachtet ihn als medientaktischen Antipoden zu den genannte drei Personen). Wenn man jedoch betrachtet, daß er aus einer kommunistischen Kinderstube kommt und in Hamburg bei den "Jungen Pionieren" aktiv war und in dieser Eigenschaft auch die DDR schon vor seiner Übersiedlung bei verschiedenen Aktionen kennengelernt hatte, vermute ich mal, daß er mit den besten Absichten in die DDR ging. Ein mir bekannter, schon länger verstorbener Hamburger Lehrer, der Biermann aus seiner Pionierzeit kannte und ihn "anzuleiten" hatte, lernte allerdings schon damals Disziplinlosigkeit, Geltungsbedürfnis und Selbstüberschätzung bei ihm kennen.
122
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 11.11.2014 um 15:34 Uhr
So viele Aussagen über Biermann, keine ist sympathisch. Die Ausbürgerung sei von Biermann gewollt und vorher bekannt gewesen z. B. - mir drängt sich der Gedanke auf, daß da vielleicht einer zu einem bestimmten Zweck in die DDR geschickt wurde. Ohne Beweise zu haben, würde ich einfach mal gerne in den Verfassungsschutzbericht über Biermann schauen.....Das Rohrspatzgeschimpfe in Richtung Linke - wie unwürdig und niveaulos. Das "fast" vor ekelhaft, Stefan kannst Du weglassen, ich konnte das nicht zu Ende anschauen, ich wollte mich hier nicht auf den Teppich übergeben, um es mal gesittet auszudrücken.
122
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 14.11.2014 um 07:57 Uhr
Auch sehr schön - Foto Erika Steinbach mit Wolf Biermann - sie natürlich voll des Lobes.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Interessensgebiet: Gießen
Michael Beltz
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