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Das Demokratieverständnis des Dr. h.c. Gauck . . .

Gießen | Einem Bundespräsidenten steht es zu, sich politisch – auch parteipolitisch zu äußern.
Er kann sogar im Zweifelsfall Gesetze bzw. Gesetzesentwürfe einkassieren, in dem er die Unterschrift verweigert. Soweit so gut . . .
In Thüringen wird voraussichtlich demnächst ein Politiker der LINKEN ( PdL ) den
Ministerpräsidenten stellen. Das führte vor ein paar Tagen dazu, dass sich „unser“ Bundespräsident
Gauck bemüßigt fühlte, einen Kommentar ganz im Stile von Moral und Demokratiewertigkeit
abzugeben, in dem er offen fragte, ob die PdL überhaupt schon so weit sei, dass sie einen
Ministerpräsident in einem Ostdeutschen Bundesland stellen kann. Die Antwort gab er im guten
Ton des sich selbst sehenden Obermoralisten gleich hinterher und gab der Öffentlichkeit zur
Kenntnis, dass er sich da nicht sicher sei . . .
Laut einer Emnid Umfrage, gaben 64 % der Ostdeutschen an, dass sie kein Problem damit haben,
wenn ein Politiker der PdL den Posten des Ministerpräsidenten stellt bzw. stellen wird.

Über die Rolle Gaucks in der DDR wird von den hiesigen Medien in der BRD bis dato der Mantel
des Schweigens gelegt. Aus guten Grund. Gauck fiel vor 1989 nie dadurch auf, dass er
öffentlich und direkt in Opposition zur DDR stand. Das gilt im übrigen auch für Frau Merkel. Im Gegenteil, denn er ( Gauck ) heimste eine Reihe von privaten und beruflichen Annehmlichkeiten
und Zugeständnissen ein, die dem Otto Normalbürger in der DDR nicht zustanden.
Was manche vielleicht in dem Fall als mangelnde Selbstreflexion bezeichnen würden, kann man
durchaus auch als ekelhaft – schleimigen Opportunismus bezeichnen, denn Gauck hat im Gegensatz
zu tatsächlichen Oppositionellen in der DDR nach 1989 eine Karriere par excellence hingelegt.
Die Frage lautet also nicht ob die PdL reif ist, einen Ministerpräsident zu stellen, sondern ob Gauck
überhaupt reif ist, die Deutschen nach innen und außen als Bundespräsident zu repräsentieren. . .

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.973
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 02.11.2014 um 11:24 Uhr
Ich muss leider zugeben, mir wird unser Bundespräsi mittlerweile nicht weniger unsymphatisch wie die beiden Geigen vor ihm.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 02.11.2014 um 11:29 Uhr
Jaja, der Gauck, so kennen wir ihn.
Wie sagt Volker Pispers so treffend: "Der Präsident der Herzen - also ich hätte ja gern mal einen fürs Hirn!"

Und rein formal demokratisch gesehen repräsentiert er auch die Deutschen nicht - oder hat ihn etwa das deutsche Volk (direkt) gewählt? Nein, er ist lediglich eine von der Bundesregierung eingesetzte Marionette.
Wer sich mit den Grundprinzipien echter (direkter) Demokratie auseinandersetzen möchte, dem sei "Die Deutschlandakte" von Hans Herbert von Arnim empfohlen.
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 02.11.2014 um 22:49 Uhr
Mir wird er auch immer unsympathischer - schon allein wegen seiner Kriegsäußerungen.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 03.11.2014 um 11:06 Uhr
Was seine Kriegsäußerungen angeht, reiht es sich nahtlos an diejenigen ein,
die das imperialistische Dogma der "Sicherung von Rohstoffquellen und
Absatzmärkten" vertreten und darüber hinaus das Fass des kalten Krieges neu aufmachen. Die Konsequenzen sehen wir ja z.Z. täglich in den Nachrichten. Das er der Meinung über Friedenspolitik seiner Kollegin Margot Kässmann auf das schärfste widerspricht, macht ihn schlicht und ergreifend zum Feldgeistlichen. In seinem persönlichen Fall nimmt er es mit der Moral ja nicht so genau . . . ! Für mich persönlich ist der eitele Fatzke Gauck, weder Repräsentant, noch Respektsperson!
Christoph Schäfer
807
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 12:33 Uhr
Für das Amt des Bundespräsidenten gilt wohl das Gleiche wie für das Amt des amerikanischen Präsidenten. Die Erreichung geht mit der fehlenden moralischen Eignung konform.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 10:44 Uhr
Jetzt regt er sich auf, weil ein westdeutscher Gewerkschafter Ministerpräsident werden will. Warum Ramelow unbedingt diesen Posten anstrebt, erschließt sich mir nicht. Die PDL wird Zugeständnisse an kapitalistische Standards machen müssen, Ramelow ist bereits aus Oppotunitätsgründen in die Kirche eingetreten, bezeichnet die DDR mit dem unsinnigen Begriff Unrechtsstaat und wird sich sozialdemokratisieren lassen.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 10:48 Uhr
Die Frage, ob Gauck reif ist, halte ich für falsch. Natürlich ist er "reif", deutsche Kapitalinteressen zu vertreten und in diesem Sinne auch dafür einzutreten, dass Deutschland mehr Vernatwortung in der Welt übernehmen muss: also mal hin und wieder einen Krieg führen.
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Mirko Düsterdieck
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