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Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck feierte 70. Geburtstag - Viel politische Prominenz gratulierte dem Jubilar

Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck: Ein ergrauter Siebzigjähriger, noch voller Tatendrang
Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck: Ein ergrauter Siebzigjähriger, noch voller Tatendrang
Gießen | Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck hatte zur Feier seines 70. Geburtstags auf seine Kosten in die Kreisverwaltung eingeladen und viel politische Prominenz folgte seiner Einladung. Die ehemaligen Landräte und Bürgermeister Ernst Klingelhöfer, Willi Marx und Siegbert Damaschke, Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, die Stadträtin Astrid Eibelshäuser, die hauptamtlichen Kreisdezernenten Dr. Christiane Schmahl und Dirk Oßwald, der ehemalige Kreisbeigeordnete Günter Feußner, Fernwalds Bürgermeister Stefan Bechthold, MdEP Dr. Udo Bullmann, der OVAG Vorstandsvorsitzender und IHK-Chef Rainer Schwarz, Regierungspräsident a.D. Wilfried Schmied um einige zu erwähnen und weitere mittelhessische Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker reihten sich in die Schar der Gratulanten ein. Die Landrätin Anita Schneider weilte im Urlaub und hatte sich entschuldigen lassen.
In seiner Begrüßungsansprache markierte Funck zahlreiche Stationen seines beruflichen und politischen Wirkens, in denen er jeweils von besonderen Weggefährten immer kritisch, konstruktiv und wohlwollend begleitet wurde. Dafür bedankte er sich bei den Anwesenden sehr herzlich. Dass so viele Gäste und politische Weggefährten seiner Einladung gefolgt seien, bezeichnete er als eine besondere Ehre.

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Viel Prominenz bei der Feier zum 70. Geburtstag vom Kreistagsvor (1)
Der frühere hessische Finanzminister, Kreistags- und SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Starzacher skizzierte als Festredner den persönlichen, beruflichen und politischen Werdegang Funcks teils aus eigenem Erleben und teils mit eingeholten Statements von MdB Rüdiger Veit, Dietlinde Elies etc. sowie mit gelegentlichen humorvollen Details äußerst zutreffend. Karl-Heinz Funck sei neben anderem ein engagierter Streiter für mehr soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz gewesen. Vor allem bei der Einführung der Getrenntsammlung, die er mit großer Überzeugungskraft auf allen politischen Ebenen vertrat, habe sich der Jubilar als Pionier einer fortschrittlichen Abfallwirtschaft bleibende Verdienste erworben. Starzacher erwähnte auch die klare und streitbare politische Haltung, die Funck in Fraktion und Partei stets verfochten habe, was den Umgang mit ihm gelegentlich nicht leicht gemacht habe. Seine humorwolle Bemerkung, dass Funck eine Karriere im diplomatischen Dienst ja nie angestrebt habe, trug zur allgemeinen Erheiterung bei. Ebenso die überraschende und zugleich erfreuliche Begebenheit,
Karl-Heinz Funck bei seiner Begrüßungsansprache, im Hintergrund der Leiter des Kreistagsbüros Thomas Euler
Karl-Heinz Funck bei seiner Begrüßungsansprache, im Hintergrund der Leiter des Kreistagsbüros Thomas Euler
dass sich Funck (SPD) und Damaschke (CDU), beide als streitbare und profilierte Kommunalpolitiker bekannt, von einem bestimmten Zeitpunkt an geduzt hätten. Stets war Funck in der Sache konsequent, aber im Umgang mit den Andersdenkenden menschlich fair und letztlich kompromissbereit. In der neutralen und vermittelnden Rolle als Kreistagsvorsitzender habe er sich allgemeine Achtung und Respekt erworben.

Prof. Dr. Heinrich Brinkmann würdigte den Studentenführer und Hochschulpolitiker Karl-Heinz Funck. Er habe als Vorsitzender des Gießener Asta bundesweite Impulse gesetzt. Einen bekannten Gießener Rechtswissenschaftler zitierend meinte er: "Es sind nicht die Schlechtesten, die ein Jurastudium abgebrochen haben." Zahlreiche weitere Redner, unter anderem der Gießener Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz, Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Dr. Bernd Hündersen vom Suchthilfezentrum Gießen, CDU-Fraktionsvorsitzender Claus Spandau, der Funcks umsichtige Leitung des Kreistags besonders lobte, gratulierten zum runden Geburtstag und wünschten weiterhin erfolgreiches Wirken zum Wohl der Menschen im Landkreis Gießen.

In seiner Einladungskarte mit Fotos als Marineoffizier, Studentenführer, Abfallberater der Stadt Gießen und Kreispolitiker bittet Karl-Heinz Funck statt angedachter Geschenke um eine Spende an das SuchtHilfe-Zentrum Gießen, das ihm schon immer am Herzen lag (IBAN: DE11 5139 0000 0051 1955 07; BIC VBMHDESF) unter Angabe des Verwendungszweckes "Geburtstag Funck".

Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck: Ein ergrauter Siebzigjähriger, noch voller Tatendrang
Kreistagsvorsitzender... 
Karl-Heinz Funck bei seiner Begrüßungsansprache, im Hintergrund der Leiter des Kreistagsbüros Thomas Euler
Karl-Heinz Funck bei... 
Karl Starzacher bei seiner Laudatio
Karl Starzacher bei... 
 
Links Landrat a.D. Ernst Klingelhöfer, vorne Dr. Gernot Seyfert (Parlamentsvorsitzender in Reiskirchen) und rechts GA-Berichterstatter i.R. Erhard Goltze
Links Landrat a.D. Ernst... 
Viel Prominenz lauschte den Laudatoren, in der Mitte des Tisches Ilse Schrape, die Lebenspartnerin des Jubilars
Viel Prominenz lauschte... 
Karl-Heinz Funck: In der Uniform eines Marineoffiziers nicht ohne weiteres erkennbar.
Karl-Heinz Funck: In der... 

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.11.2014 um 09:21 Uhr
Ich hatte mit Karl-Heinz Funck in den 70er-Jahren ab und an was zu tun.

Er war gratlinig und hat so manchen Exponent des politischen Gegners (auch gerade aus den Reihen der Partei, der er heute angehört ....) im politischen Kampf "in den Senkel gestellt".

Ich hoffe er hat sich noch eine Spur davon erhalten (obwohl das wahrscheinlich in seiner jetzigen Funktion sehr schwer geht).

Herzlichen Glückwunsch und noch viele Jahre der Schaffenskraft.
Bruno W. Reimann
424
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 03.11.2014 um 09:11 Uhr
Es ist schon unglaublich, mit welcher Schamlosigkeit lokale Politiker wie Karl-Heinz Funck auf Kosten des Steuerzahlers ihre runden Geburtstage feiern können. Ich kannte Funck als großmäuligen und verbalradikalen AStA-Vorsitzenden in den 70er Jahren. In der SPD ist er schnell in kritischen Fragen zum kleinlauten und angepaßten Parteisoldaten mutiert. Nur so lassen sich politische Parteikarrieren machen. Zu all den politischen Schweinereien seiner Partei hat er stets geschwiegen! Als 1989/90 rechte SPD-Mitglieder, u. a. auch Albert Osswald, Hermann Walldorf, Siemer Oppermann u.a. einen Weimarer Rechtsradikalen und Hitler-Mitgänger, Karl Jakob Zimmer, politisch salvierten, hat er geschwiegen, obwohl er mehrfach von mir angesprochen wurde. Zur Causa Otto Eger hat er geschwiegen, die bekanntlich auch auf das Giessener SPD-Konto geht. Funck verkörpert in diesem Sinne die rechte Gießener SPD; er ist nichts als ein angepasster Opportunist, ein SPD-Apparatschick!
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 03.11.2014 um 09:50 Uhr
Danke Herr Professor Reimann für ihren Kommentar. Er ist für mich sehr informativ. Ich lebte halt nur bis Anfang der 80er-Jahre in Giessen und habe dann Karl-heinz Funck aus den Augen verloren.

Ihre Einschätzung seiner Person bezieht sich ja hauptsächlich auf die 80er- und 90er- Jahre. Mit einer kleinen Ausnahme. Sie schrieben von Funck als "(...) verbalradikalen Asta-Vorsitzender in den 70er Jahren. (...)".

Zumindest attestieren sie Karl-Heinz, dass er radikal war. Ob er das lediglich aus opportunistischen Gründen (also verbalradikal) war, kann ich nicht so einschätzen. So großen Umgang hatte ich nicht mit ihm. Aber ich entsinne mich sehr gut an den Prozess dem ihm damals wegen Jürgen Dietz gemacht wurde. Da (zumindest) hat er sich tapfer gegen die Klassenjustiz gewehrt. Lustigerweise waren Staatsanwalt, hauptamtlicher Richter und Verteidiger alle in der gleichen Partei wie er .... also hätten da die Verhandlungen auch in einer Parteiversammlung stattfinden können.

Herr Professor; ich denke Menschen sind nicht absolut nur schwarz oder weiss. Ich jedenfalls halte Karl-Heinz Funcke's Verhalten nach den Diez-Prozess für ehrenhaft. Er hat gekämpft - er hätte es sich einfacher machen und abschwören können.

Kurz ein Querverweis für Mitbürger, welche da noch nicht gelebt oder es vergessen haben (entnommen einer Erklärung warum das Haus des örtlichen Astas Jürgen-Dietz-Haus heisst)

„(....) Lediglich zwei Lichtblicke, die meiner Frage souverän „Jürgen-Dietz-
Haus“ entgegneten, gab es unter den zwanzig insgesamt interviewten Sudierenden und Universitätsangestellten. (.....) „Jürgen Dietz – nie gehört“,(.....), „Oh wirklich – aber das steht ja nirgends!“, wurde mir entgegnet als ich das Rätsel dann auflöste. Und wirklich wahr, von außen wie von innen gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass dieses Haus nach dem ehemaligen Gießener Studenten und AStA- Chef 1971/72 Jürgen Dietz benannt wurde – (...) Bei der Benennung des Hauses D der Otto-Behagel-Straße 25, in dem der Gießener AStA sitzt, wird auch eine Gedenktafel dort angebracht. Sie soll zum zwanzigsten Todestag am 1. August 1994 an den gebürtigen
Hessen erinnern. Doch schon kurze Zeit später ist das Schild verschwunden. (...) ((ein Kampfgefährte berichtet)) Es sei ihm schon immer ein Anliegen gewesen ihm öffentlich zu gedenken. Er sei schließlich der einzige AStA- Vorsitzende gewesen, der seinen politischen Aktivitäten zum Opfer fiel. 1968 beginnt der damals 18-jährige Jürgen Dietz das Studium der Psychologie an der JLU, welches er jedoch 1970 abbricht und zu Politikwissenschaften und Soziologie wechselt. Kurz darauf tritt er dem Sozialistischen Hochschulbund (SHB) bei und wird schließlich im Juli 1971 AStA-Chef. Sein politisches Engagement für die Rechte der Studierenden an der JLU findet seinen Höhepunkt Ende dieses Jahres. Zusammen mit anderen Studierenden stellt er die Öffentlichkeit in einer Sitzung des Senats, gegen dessen Willen, her. Aufgrund dieser so genannten Senatssprengung wird Jürgen Dietz angeklagt wegen Hausfriedensbruchs. Der aus AStA- Sicht „zermürbende Schauprozess“ endete zwei Jahre später mit dem Schuldspruch gegen Jürgen Dietz und
einer Geldstrafe von 500 Mark. Wiederum ein paar Monate später wird ein Ermittlungsverfahren wegen Meineids gegen zwei Entlastungszeugen von Jürgen Dietz eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung drohte den beiden Lehramtstudentinnen das Ende ihrer beruflichen Karriere. Jürgen Dietz
soll diese Hiobsbotschaft am Morgen des 1. August 1974 erhalten haben, der Tag, an dem er sich zwischen Gießen und Marburg vor den Eilzug warf.
Für den damaligen AStA-Chef und Freund von Jürgen Dietz, Karl-Heinz Funck, war es ein Schock, als er von dem Selbstmord erfuhr. „Ich saß am Abend vorher noch bei ihm in der Ebelstraße und er hat mir aus seinen Gedichten vorgelesen. Er hat Gedichte geschrieben und Märchen. Das war unheimlich schön!“, erzählt er betroffen. Auch Heinrich Brinkmann traf Jürgen Dietz noch ein paar Tage vor seinem Freitod. „Er macht einen frohen und munteren Eindruck und er hatte vor nach Irland zu fahren“. Umso verblüffter sei er gewesen, als er abends die Botschaft des Selbstmordes bekam. Noch am gleichen Tag beschlossen die beiden eine öffentliche Stellungsnahme zu dem tragischen Ereignis abzugeben. So heißt es am Anfang dieser AStA- Presseerklärung: „ Der Tod unseres Kommilitonen Jürgen Dietz setzt einen vorläufigen Schlusspunkt hinter eine Kampagne der Zermürbung mit dem Ziel der Einschüchterung der Gruppen und Personen an der Universität, die sich gemeinsam mit ihrer
Studien- und Lebenssituation auseinandersetzen und diese verändern wollen ,auch gegen ständige Verschärfung ihrer Situation durch bestimmte herrschende Gruppen.“ Und wiederum folgte dieser Erklärung ein jahrelanger Rechtsstreit wegen Verleumdung, zwischen dem Staatsanwalt des Senatssprengungsprozesses Heinrich Klös sowie dem damaligen Universitäts-Präsidenten Meimberg und dem AStA. Der Prozess endete mit einem Schuldspruch des damaligen AStA-Chefs Karl-Heinz Funck und einem Strafbefehl gegen diesen. Trotz alldem bereue er nichts und unterstreicht: „Bei mir ist von Jürgen Dietz geblieben, mich immer gegen strukturelle Gewaltverhältnisse zu wehren.“ Es gäbe viele Faktoren, die für diese Verzweiflungstat verantwortlich sein mögen: die strukturelle Gewalt, die Härte des Prozesses, die raue Berichterstattung der damaligen Lokalpresse oder die Tatsache, dass Jürgen Dietz zusammen mit seiner WG den Sisyphos Mythos von Albert Camus, ein Selbstmordspiel, gelesen habe. Doch der Auslöser sei offensichtlich gewesen. „Er hat das in dem Moment nicht mehr ausgehalten“, so Karl-Heinz Funck. Und auch Heinrich
Brinkmann erinnert sich: „Er war letztlich ein Weicher. Ein lieber Kerl der irgendwie da rein gekommen ist und jetzt den harten Mann markieren
musste. Manchmal werden Leute in Situationen rein geschoben, wo sie einfach nicht hineinpassen.“

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8968/pdf/ZeitungStudierendenschaft_2011_2.pdf
Werner Döring
2.425
Werner Döring aus Gießen schrieb am 03.11.2014 um 12:28 Uhr
"Es ist unglaublich, mit welcher Schamlosigkeit" Herr Reimann aus Biebertal behauptet, Karl-Heinz Funck hätte "auf Kosten des Steuerzahlers seinen runden Geburtstag gefeiert".
Essen und Getränke hat Funck privat bezahlt, lediglich die Räume wurden vom Landkreis zur Verfügung gestellt. In der Regel überlasse ich als Berichterstatter Kommentare anderen Personen. Aber hier war eine Richtigstellung durch mich dringend notwendig. Nachträglich habe ich im Bericht noch "auf seine Kosten" eingefügt, um weiteren Irritationen vorzubeugen.
Als Ehrenmann wird sich Herr Reimann sicherlich entschuldigen?
Bruno W. Reimann
424
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 03.11.2014 um 13:39 Uhr
Ich nehme zur Kenntnis, daß Herr Funck Essen und Getränke selbst bezahlt hat. Wenn ich in Räumen einer Gemeinde meine Bilder ausstelle, bezahle ich pro Tag ca. 150 €.
Warum gehen Sie Herr Döring nicht auf die unerträglichen politischen Zustände der rechten Gießener SPD ein, die es z.B. jahrelang ohne ein Wort der Kritik hingenommen hat, daß ein Rechtsausleger und Nazi geehrt wurde (Otto Eger). Schweigt da des Sängers Höflichkeit??
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 11:18 Uhr
Herr Döring - Sie erstaunen mich. Sie sagen in aller Offenheit: "(...) in der Regel überlasse ich als Berichterstatter Kommentare anderen Personen (...)".

Warum stellen Sie dann hier in der Onlineausgabe der GZ überhaupt ein Artikel ein? Wollen Sie nur ein bischen Werbung machen? Oder warum machen Sie sich denn überhaupt die Arbeit?

Ich empfinde es als (um es höflich zu schreiben) ungeheuerliche Arroganz einen Artikel einzustellen und dann in der Kommentarkolonne nicht präsent zu sein.
Werner Döring
2.425
Werner Döring aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 13:27 Uhr
Sehr geehrter Herr Wagner.
Ich habe einmal gelernt, dass solide Pressearbeit zwischen objektiver Berichterstattung und subjektiven Kommentaren unterscheidet. Das mögen einige Leser anders sehen. Ist ihr gutes Recht. Ich fühle mich als Hobby primär der Berichterstattung verpflichtet. Nur wenn zu meinen Berichten ehrverletzende Unwahrheiten verbreitet werden, nehme ich dazu zum Schutz betroffener Personen korrigierend (siehe oben) Stellung. Was das mit Arroganz zu tun haben soll, entzieht sich meiner Kenntnis. In dem besagten Bericht werden Vertreter aller Parteien berücksichtigt. Deshalb kann von Werbung, etwa für eine Partei, keine Rede sein.
Bruno W. Reimann
424
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 14:29 Uhr
Herr Döring, bevor ich voreilige Schlußfolgerungen ziehe, möchte ich Sie fragen, ob Sie der Werner Döring sind, der 2005 für seine 40jährige Mitgliedschaft in der SPD auf der Jahreshauptversammlung der SPD Rödgen geehrt wurde?
Bruno W. Reimann
424
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 15:10 Uhr
Es ist durchaus gängige Praxis, daß Politiker, auch SPD-Politiker, ihre Geburtstage auf Kosten der Steuerzahler feiern. 1990 wurde der damalige Frankfurter SPD-Oberbürgermeister Volker Hauff 50 und feierte seinen Geburtstag groß. Der Frankfurter Rundschau war seinerzeit zu entnehmen, daß die Feier 80.000 DM kostete. Mit Sicherheit hat Hauff diese Kosten nicht bezahlt. Wenn es anders ist, werden Sie, Herr Döring, es sicher hier mitteilen!?
Werner Döring
2.425
Werner Döring aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 15:20 Uhr
Zu Herrn Wagner möchte ich noch nachtragen, dass Berichterstattung u n d Kommentierung zu einer lebendigen Pressearbeit gehören, ja gut recherchierte Kommentare, dazu zähle ich seine, oft das Salz in der Suppe sind. Zur allzu durchsichtigen Frage aus Biebertal: Wer mit falschen Behauptungen rund 50 angesehenen Personen aus Mittelhessen unterstellt, auf Kosten der Steuerzahler Geburtstag zu feiern, die Richtigstellung nur "zur Kenntnis" nimmt, statt sich zu entschuldigen, ist nicht mein Diskussionspartner.
Bruno W. Reimann
424
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 15:34 Uhr
Herr Döring, da Sie sich nicht erklären wollen, gehe ich davon aus, daß Sie ein SPD-Mitglied sind, insofern kein 'objektiver' Berichterstatter, sondern das, was man einen Hofschranzen, einen parteipolitisch agierenden Lobhudler nennen darf und muß! Wenn Sie sich jetzt als Oberlehrer aufspielen, dann sage ich Ihnen: Nehmen Sie erst einmal Stellung zu den ehrenrührigen und dummen Urteilen des SPD-Patrons Schäfer-Gümbel über meine Forschungen, die in meinem Artikel "Warum in Gießen die Aufarbeitung der NS-Geschichte blockiert wird" nachzulesen sind. Aber dazu reicht's bei Ihnen nicht!
Bruno W. Reimann
424
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 20:25 Uhr
Nur mal ein Beispiel wie die korrupte Politik- und Industrieschickeria auf Kosten des Steuerzahlers prasst; die Beispiele finden sich auf allen Seiten. Der Beitrag ist aus SPIEGEL-ONLINE:

"Josef Ackermann: Geburtstagsessen auf Kosten der Steuerzahler

Berlin - Party in Merkels Regierungsgebäude: Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat zu seinem 60. Geburtstag Gäste auf Kosten der Steuerzahler ins Bundeskanzleramt eingeladen, berichtet das ARD-Magazin "Report Mainz". Für die Veranstaltung fielen Kosten für zusätzliches externes Servicepersonal in Höhe von 2100 Euro an, berichtet das Magazin unter Berufung auf einen Bericht des Bundeskanzleramts vom Mai 2009. Die Kosten für das Abendessen konnten dem Bericht zufolge nicht errechnet werden.
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Die Aufwendungen seien aus den "etatisierten Haushaltsansätzen für Personal- und Sachkosten - Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt - finanziert" worden, heißt es dem ARD-Magazin zufolge in dem Bericht des Kanzleramts. Ackermann hatte demnach in einem Fernsehinterview von einem Angebot von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berichtet, etwa 30 Freunde ins Bundeskanzleramt einzuladen. Am Mittwoch muss die Bundesregierung den Haushaltsausschuss über die Kosten des Abendessens informieren. Die Deutsche Bank verweigerte laut "Report Mainz" eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Das Bundeskanzleramt habe nicht reagiert.
Das Kanzleramt hatte bereits im April auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Gesine Lötzsch zu dem Vorgang Stellung genommen, die Antwort fand zu dem Zeitpunkt jedoch kaum Beachtung. In der Antwort hieß es laut "Report Mainz", Merkel habe den Geburtstag des Bank-Chefs "zum Anlass genommen", ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft auszurichten.
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, kritisierte den Vorgang. "Man kann als Kanzlerin nicht jemandem anbieten, auf Kosten des Steuerzahlers seinen 60. Geburtstag mit freier Entscheidung über 30 Gäste exklusiv mit gutem Wein und Essen im Kanzleramt zu feiern", sagte Künast "Report Mainz".
Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, nannte die Einladung "nicht akzeptabel". Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, kritisierte dem Bericht zufolge: "Wenn aus einem privaten Anlass dort eingeladen wird, dann ist das nicht in Ordnung, das kann nicht auf Steuerkosten dann bezahlt werden."
Bruno W. Reimann
424
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 21:48 Uhr
P.S. Herr Döring als Berichteschreiber kann viel über die Finanzierung der Veranstaltung erzählen! Woher wissen wir denn, ob das überhaupt stimmt??? Solange sich keiner, der die Veranstaltung organisiert hat und legitimiert ist für diese zu sprechen, dazu äußert, glaube ich dem Herrn Döring nichts! Gar nichts!
Werner Döring
2.425
Werner Döring aus Gießen schrieb am 05.11.2014 um 08:42 Uhr
Habe vor meiner Richtigstellung ihrer Falschbehauptung, im Gegensatz zu ihnen, beim Kreistagsbüro angerufen. Herr Euler kann ihnen das bestätigen. Da Sie nun erneut ein Eigentor geschossen haben, stelle ich die Diskussion zu ihrem Schutz ein.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 05.11.2014 um 19:15 Uhr
Herr Döring, es ist ihnen sicher unbenommen nach dem Motto zu verfahren: Da haue ich einen Hammer raus und dann verdünnisiere ich mich ..... aber das ist nicht mein Stil. Ich wage sogar zu behaupten, dass das nicht der Stil der meisten hier aktive Bürgerreporter ist.

Ich empfinde die meisten Kommentarkolonnen viel interessanter als der diesen zugrunde liegenden Artikel. Ich habe daraus schon viel gelernt. (Vielleicht haben auch andere Bürgerreporter von meinen Kommentaren gelernt.)

Natürlich sind Menschen verschieden und sie, Herr Döring, sehen das eben anders. Zu bedenken geben möchte ich aber, dass viele Menschen keinerlei Gefallen an Presseerklärungen von irgendwelchen Vereinen, Verbänden, Zusammenschlüssen etc. finden. Für mich völlig nachvollziehbar, denn sie sind in der Regel so steril, da möchten nur wenige Mitbürger "einsteigen".
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.11.2014 um 19:42 Uhr
Gerade die Berichterstattung von den Vereinen, Verbänden usw. macht doch dieses Forum aus. Dafür ist es ja auch Gedacht.
Aus Ihren Kommentaren habe ich aber auch was gelernt...ich bin meinen Eltern dankbar ,dass sie mir meinen Weg gewiesen haben.

Herr Döring alles gut. Genau diese Berichte werden hier gesucht. das sich nicht jeder dafür interessiert ist auch klar. So ist das aber mit allem. Hier wird so viel Müll von sich gegeben und Kommentare zelebriert, dass einem der Kreislauf beim Lesen zusammenbricht. Da ist es nicht verwunderlich, dass man einen einfachen gut lesbaren Beitrag (und das mit der Finanzierung ist ja auch klar gestellt) zum Anlass nimmt um die Welt zu erklären. Meist ist es ja eine ganz eigene Welt die erklärt wird.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 06.11.2014 um 07:28 Uhr
Herr Büttel - ja dann werde ich mich (etwas) zurück halten damit ihnen "(....) der Kreislauf beim Lesen (nicht) zusammenbricht (....)"! ;-)

((bitte Smiley beachten))
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 06.11.2014 um 08:04 Uhr
Ha ha ....gut reagiert Herr Wagner....danke.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Werner Döring

von:  Werner Döring

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Werner Döring
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