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Prostitution tötet - Mira Sigel bringt es auf den Punkt

Gießen | Ladies´ Team e. V. hat sich dazu entschlossen, das Rad nicht unbedingt neu zu erfinden, wenn es bereits brillante Artikel und Bücher zu einem Thema gibt, sondern in dem Falle die vorhandenen Artikel zu veröffentlichen sowie diese Bücher/Literatur/Berichte zu empfehlen . Mira Sigel hat es uns angetan, wenn es um die Themen geht, mit denen sich auch Ladies´ Team e. V. befasst. Hier ist noch ein genialer Artikel von ihr zu o. g. Thema:

Zitat:

"Die unsichtbaren Frauen – Prostitution tötet!

"Immer wieder wird von den VerteidigerInnen der legalen Prostitution behauptet, Prostitution habe eine Art kanalisierende Funktion für die Gesellschaft – all die angeblich unbeherrschbaren Triebkräfte der Männer könnten hier ausgelebt werden, und so Frauen vor Vergewaltigungen beschützt werden. Mal davon abgesehen, dass diese Einstellung aus den Männern triebgesteuerte Idioten macht, die unter dem gern erfundenen “Triebstau” dann Verbrechen begehen – wer will wirklich mit solchen Männern zusammenleben? – entwürdigt dieses Argument Prostituierte zutiefst, sie werden zu “Mülleimern” für das, was Männer eben daheim nicht ausleben können, weil, wir wissen ja, in den Augen der ProstitutionsbefürworterInnen sind alle Ehefrauen per se prüde und frigide und treiben ihre Männer geradezu in die Arme der Prostitution. Wie aber schützen sich Prostituierte vor dieser “Triebauslebung” der Männer, die schon immer mit einer potenziellen Gewaltandrohung daher kommt? Die Sexarbeiter-Lobby gibt vor, es gehöre zur Professionalität von Prostituierten, gefährliche Freier zu erkennen und sie von der Gewalttat abzubringen. Gelingt dies nicht, hat die Prostituierte eben unprofessionell gearbeitet – den Mann, in all seinem “Triebstau” trifft natürlich keine Schuld."

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 19:46 Uhr
Nehmen sie eigentlich ernst was sie da schreiben? Man kann auch intelligent an dieses Thema gehen. Vielleicht versuchen sie es bei Gelegenheit.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 19:51 Uhr
Herr Schmidt, Sie kennen den Verhaltenskodex, nehmen wir an. Entsprechend erwarten wir für diesen Kommentar eine Entschuldigung.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 19:55 Uhr
Erwarten sie nicht zu viel. Aber ich frage mich wirklich wie ein Verbot der Prostitution aussehen soll und ob es dann keine Prostituierten mehr geben wird. Wer das kontrollieren will und was mit den Frauen passiert, die dann keinen Wert mehr für ihre Zuhälter/innen haben. Verbote haben immer etwas von "Aus den Augen, aus dem Sinn".
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:05 Uhr
Herr Schmidt, Ihr Satz "...was mit den Frauen passiert, die dann keinen Wert mehr für ihre Zuhälter/innen haben..." zeigt uns sehr deutlich, welchen Wert Sie Frauen sowie Mädchen zuschreiben- ja auch die Prostituierten sind Frauen, auch sie sind Mädchen. In Schweden, wo das nordische Modell (also Freierbestrafung sowie Zuhälterbestrafung) hat sich herausgestellt, dass dieses Land für die Menschenhändler kein interessantes Pflaster mehr ist. Diese bringen ihre "Beute" lieber in Länder wie Deutschland, wo sich heute die letzten Zuhälter mittlerweise "Geschäftsmann" nennen dürfen. Dazu hat die Legalisierung der Prostitution nämlich geführt. Sie hat also im Großen und Ganzen den Profiteuren der Prostitution - Kunden sowie Zuhälter - in die Hände gespielt und Flatrate-Bordelle dürfen hierzulande Frauen ganz legal zerstören.
Jenny Burger
1.777
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 30.10.2014 um 20:09 Uhr
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, was der oder die Schreiberin mit diesem Beitrag übermitteln will.
Verstehe nicht, was "man" gegen die freiwillige Prostitution hat ??? Völlig absurd. Die illegale Prost. und der Menschenhandel, der dahinter steht, das muss bekämpft werden. Aber die Prost. an sich nicht, wie ich finde. Das ist eine Berufsgruppe wie jede andere auch (doch meist ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Studium ausübbar) und gehört schon immer ins Gesellschaftsleben.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 20:15 Uhr
Das Verbot der Prostitution wird toeten ! Was glauben sie was mit den illegalen Frauen und Maennern geschehen wird ? Meinen sie das die Zuhaelter oder auch Zuhaelterinnen diese Frauen und Maenner einfach gehen lassen ? Es gibt nur einen Weg. Den Prostituierten den Weg in die Legalitaet und damit die Moeglichkeit zum Ausstieg zu geben sobald sie bereit sind. Ein Verbot schliesst genau diese Tuer . Ist das wirklich euer ernst ? Eine Zeit ohne Prostitution gibt es nicht. Wenn es offiziell dieses Gewerbe nicht mehr gibt wird alles in den dunklen Ecken der Illegalitaet ablaufen. Warum sprechen sie nur von Maennern die die Dienste eines Prostituierten nutzen ? Es gibt genuegend Frauen die genauso diese Dienste nutzen. Wer sagt das nur Paarweise Prostituiert wird ? Wissen sie eigendlich welche Dienste Prostituierte anbieten? Welche Leidenschaften Prostituierte bedienen die eventuell der Partner in der ,,normalen Beziehung ,, nicht bedienen wollen oder koennen. Schon bei dem letzten Bericht wurd von Ladies Team keine Antwort geschrieben. Schade aber ein Thema einstellen und dann keinen Bezug auf die Kommentare zu nehmen ist eine Sache. Dann zum ,, Gleichen Thema ,, einfach einen neuen Bericht einstellen und hoffen das einem kein Gegenwind kommt ist leicht ...... genau wie die Vorderung alle Prostituierten Verbieten wuerde das Problem des Menschenhandels beseitigen. Menschenhandel ist bereits verboten !
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 20:15 Uhr
Das Verbot der Prostitution wird toeten ! Was glauben sie was mit den illegalen Frauen und Maennern geschehen wird ? Meinen sie das die Zuhaelter oder auch Zuhaelterinnen diese Frauen und Maenner einfach gehen lassen ? Es gibt nur einen Weg. Den Prostituierten den Weg in die Legalitaet und damit die Moeglichkeit zum Ausstieg zu geben sobald sie bereit sind. Ein Verbot schliesst genau diese Tuer . Ist das wirklich euer ernst ? Eine Zeit ohne Prostitution gibt es nicht. Wenn es offiziell dieses Gewerbe nicht mehr gibt wird alles in den dunklen Ecken der Illegalitaet ablaufen. Warum sprechen sie nur von Maennern die die Dienste eines Prostituierten nutzen ? Es gibt genuegend Frauen die genauso diese Dienste nutzen. Wer sagt das nur Paarweise Prostituiert wird ? Wissen sie eigendlich welche Dienste Prostituierte anbieten? Welche Leidenschaften Prostituierte bedienen die eventuell der Partner in der ,,normalen Beziehung ,, nicht bedienen wollen oder koennen. Schon bei dem letzten Bericht wurd von Ladies Team keine Antwort geschrieben. Schade aber ein Thema einstellen und dann keinen Bezug auf die Kommentare zu nehmen ist eine Sache. Dann zum ,, Gleichen Thema ,, einfach einen neuen Bericht einstellen und hoffen das einem kein Gegenwind kommt ist leicht ...... genau wie die Vorderung alle Prostituierten Verbieten wuerde das Problem des Menschenhandels beseitigen.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:16 Uhr
Sehr geehrte Frau Burger,

für Ihren Beitrag bedanke ich mich. Natürlich gebe ich Ihnen recht: Es ist wichtig, dass der Menschenhandel ausgelöscht wird. Nur ist es in der Prostitution so, dass man nie erkennen kann, ob eine Frau in die Prostitution gezwungen wird oder nicht. Aus Angst vor Gewalt werden diese Frauen noch nicht einmal dann aussagen, wenn sie von der Polizei befreit werden. Viel einfacher ist es also für Menschenhändler in einem Land zu agieren, in dem Prostitution legal ist, also gar nicht geahndet wird, als in einem Land, in dem Prostitution per se verboten ist.

Darüber hinaus vertreten wir die Auffassung, dass Prostitution ein Symbol für patriarchale Strukturen und Praktiken sind. Diese gehören unseres Erachtens abgeschafft. Wir wollen nicht, dass so etwas Intimes wie die Sexualität gekauft / verkauft wird.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:20 Uhr
"Herr Schmidt, Ihr Satz "...was mit den Frauen passiert, die dann keinen Wert mehr für ihre Zuhälter/innen haben..." zeigt uns sehr deutlich, welchen Wert Sie Frauen sowie Mädchen zuschreiben- ja auch die Prostituierten sind Frauen, auch sie sind Mädchen."
Ei ei ei, da haben sie aber einen Satz richtig missverstehen wollen. Vielleicht arbeiten sie an ihrem Text und Leseverständnis.
Und sie glauben also wirklich das es so einfach wird? Nicht nur das Gewerbe sondern auch die Freier zu kriminalisieren. Flatrate Puffs und Massenbumshöhlen sind eh schon weitgehend verboten. Aber was ist mit der Wohnungsprostitution, den Damen in den Hotelbars, den "Begleitservice" Mitarbeiterinnen? Das Feld ist so weit. Wenn sie Länder wie Schweden ansprechen. Ist denn die Prostitution da ausgerottet oder nur ins stille Kämmerlein gewandert? Wissen sie es wirklich?
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:23 Uhr
Frau Freeman, danke für Ihren Artikel. Menschenhandel ist verboten. Das ist richtig. Jedoch ist es bisher noch nicht gelungen, Menschenhandel angemessen zu bekämpfen, ganz besonders da nicht, wo die Prostitution legalisiert ist. Übrigens finden wir, dass man Sex nicht kaufen oder verkaufen darf, ganz egal, ob es sich um einen Kunden oder eine Kundin handelt. Also verurteilen wir auch das Gebaren der Sexkäuferinnen in z. B. Dritt-Welt-Ländern, wobei wir schon darauf hinweisen, dass die Anzahl dieser Frauen in gar keinem Verhältnis zu den Millionen Männern steht, die täglich hier in Deutschland zu Prostituierten gehen.

Wenn übrigens die eigenen Partner bestimmte Bedürfnisse nicht befriedigen wollen, dann hat das mit Sicherheit triftige Gründe. Wir finden es menschenverachtend, sich für diese Bedürfnisse, einfach einer Frau oder eines Mädchens zu bedienen, die oft keine andere Wahl hat, als diese oft perversen Bedürfnisse, die in noch perverseren und menschenverachtenden Pornos vom Kunden gesehen und an der Prostituierten "nachgespielt" werden, zu bedienen.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 20:24 Uhr
Was ein Unsinn. Legale Prostituierte sind entweder Angestellte in einem Bordell oder Selbstaendig und angemeldet als Gewerbetreibende Dienstleisterin !
Weil man nicht faehig ist zu unterscheiden sollen dan die legalen angemeldeten Selbstaendigen Steuerzahlenden Dienstleisterinnen und Dienstleister zu Menschenhaendlern gemacht werden oder wie soll ich das verstehen ! Kann es sein das sie einfach nicht war haben wollen das es ein Beruf ist Sex oder auch Hilfestellung zum Sex zu betreiben ? Die Frauen und Maenner dieses Gewerbes wurden schon immer mit dem Boesen in Verbindung gebracht. Jetzt sind sie endlich legale Selbstaendige und sollen ploetzlich wieder die mit Gloeckchen gekennzeichnetten Ehebrecherinnen die ja sowieso keine Rechte haben werden ? Das Mittelalter ist vorbei!!!!
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:26 Uhr
Vielleicht ist es einer Ehefrau zu wider ihren Gatten mit Tiernamen zu belegen und durch die Kante zu prügeln. Eine Prostituierte/Domina mit dominanter Veranlagung dagegen steht dem offen gegenüber. Wo soll da ein Problem sein. Ich habe schon ein bis 2 Damen aus dem Gewerbe kennen gelernt und da haben keinen unterdrückten sondern recht selbstbewussten Eindruck gemacht.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 20:26 Uhr
Schon mal darueber nachgedacht das es bestimmten personen eventuell koerperlich nicht moeglich ist den Partner sexuell zu befriedigen ?
Dann soll er oder sie loeber einen one night stand machen oder wie soll ich ihre Ansicht verstehen ?
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 20:29 Uhr
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht Herr Schmidt. Keine veraengstigte kleine Maedchenseelen sondern gestandene Frauen die wissen was sie tun und tun wollen !
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 30.10.2014 um 20:29 Uhr
Es ist ein sehr schwieriges Thema. Meine Erfahrung vom Streework spricht sich gegen ein offizielles Verbot aus. Das heißt nicht, dass man deshalb den Beruf der Sexarbeiterin oder des Sexarbeiters befürwortet. Das Ziel das wir verfolgen und die Absicht die Ladies`Team verfolgt sind sicherlich nahe beieinander.
Das größere Problem ist zum Beispiel die Sexarbeiter der Minderheiten die als Straßenstricher arbeiten. Da ist Verboten und die armen Männer und Jungs sind illegal in Deutschland. Auch die Freier werden hier bestraft, da es sich um Handlungen an Minderjährigen handelt. Durch das Verbot haben wir bzw. die Streetworker in diesem Bereich nur sehr schwer Zugang. Hilfe für die Betroffen ist dadurch kaum möglich. In geregelten Verhältnissen ist dies einfacher. Durch weitere Verbote wird die täglich erlebte Problematik nur verschlimmert.
Ähnliches konnte man vor Jahren beobachten als in Frankfurt die Drogenpolitik geändert wurde.
Herr Walther ich bin was die Ausnutzung/Anhängigkeit...Menschenhandel usw. ganz bei Ihnen. Wissen Sie wie oft wir schon geholfen haben und die Mädchen sind einfach in ein anders Land weiter verschleppt worden.
Theoretische Ansätze sind schnell gemacht. Auch sehe ich hie keine Welle der Entrüstung sondern ganz vernünftige Argument für das für und wider eines solchen Verbotes. Auch wir haben über Verbote schon mit den verschiedensten Hilfsorganisationen geredet. Die Nordländer wie hier als Beispiel angefügt werden, kann man ersten nicht vergleichen und zweitens empfehle ich mal ein Gespräch mit Sexarbeiterinnen die von dort kommen und hören sich mal deren Erfahrung an.
In den Heimatländer der Betroffen und Ausgebeuteten muss man Ansätzen. Die Menschenhändler muss man bestrafen….den Zuhälter ihre Grundlage entziehen. Das geht nur mit einer legalen Form der Sexarbeit neben der viel größeren und menschlich abscheulichen illegalen Prostitution.
Ein rein persönliche Meinung nach 16 Jahren im Frankfurter Bahnhofsviertel und drum herum.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:29 Uhr
Übrigens, empfehle ich zum Thema Prostitution die folgende Seite zu lesen. Aber Triggerwarnung. Es sind sehr drastische Darstellungen der Erlebnisse einer ehemaligen Prostituierten. www.rebeccamott.net. Die Seite ist auf Englisch. Eine ganz tolle Frau, die sehr offen schreibt. Ich hoffe, dass Sie lange genug lebt, damit sie weiterhin gegen Prostitution kämpfen und ihre Erfahrungen teilen kann. Es ist nicht leicht, gegen Mythen, die von der Freier- sowie Zuhälterlobby fleißig verbreitet werden ("glückliche Hure", "Freiwilligkeit" etc.), anzugehen. Sie versucht es. Wir wünschen Ihr allen Erfolg dabei.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:31 Uhr
Es gab auch eine Seite in Deutschland die ein schweres Schicksal geschildert hat und das sich nachweislich als frei erfunden herausgestellt hat. So what?
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:31 Uhr
Es gab auch eine Seite in Deutschland die ein schweres Schicksal geschildert hat und das sich nachweislich als frei erfunden herausgestellt hat. So what?
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:39 Uhr
Frau Freeman,

ich bin voll bei Ihnen bei folgendem Satz "Es gibt nur einen Weg. Den Prostituierten den Weg in die Legalitaet und damit die Moeglichkeit zum Ausstieg zu geben sobald sie bereit sind. "

Im von uns angestrebten Nordischen Modell ist die Prostituierte immer in der Legalität. Sie wird nie bestraft. Wenn Prostitution "erwischt" wird, dann wird nur der Kunde und falls vorhanden ihr Zuhälter bestraft. Dieses Modell geht zusammen mit einem umfangreichen Ausstiegsprogramm, das es der Frau erlaubt, mit aller notwendigen Unterstützung ein neues Leben zu beginnen. Dieses Modell finden wir sehr sinnvoll und erstrebenswert.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:41 Uhr
Herr Schmidt, wir halten es nicht mehr für sinnvoll, Ihre Kommentare zu beantworten. Sie haben sich darüber hinaus noch nicht für Ihre Beleidigung entschuldigt.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:43 Uhr
Und der Freier ist natürlich auch zu bestrafen, wenn das "Geschäft" in beiderseitigem Einverständnis geschieht. Frauen könnten das nicht ausnutzen und einen One Night Stand später anzeigen und behaupten es sei Geld geflossen? Der Ausstieg funktioniert Reibungslos und die Frauen können sich sofort selbst finanzieren ohne angewisen zu sein auf Zuwendungen, gerade wenn sie keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben?
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:44 Uhr
Herr Büttel, Ihre Ausführungen finde ich sehr interessant. Danke dafür. Ich finde ebenfalls, dass unsere Ziele nahe beieinanderliegen. Menschenhändler bestrafen ist leichter gesagt als getan.
Jenny Burger
1.777
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 30.10.2014 um 20:45 Uhr
Warum sollten "glückliche Huren und Freiwilligkeit" Mythen sein ?
Die gibt es !
Was denken Sie denn, wieviel unserer heutigen Rechtsantwältinnen und Richterinnen und Staatsanwältinnen z.B. ihr Studium damit finanziert haben ? Und das ganz freiwillig und zwar auf einer annehmbaren Basis.
Und Zuhälter sind nicht immer nur die Bösen, sie erfüllen auch ihren Zweck.
Leider ist all das durch den organisierten Menschenhandel so in den menschenunwürdigen Dreck gezogen worden, dass die "friedlichen" Seiten der Prost. heute keiner mehr sehen kann.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 30.10.2014 um 20:50 Uhr
In Schweden war das Verbot als es 1999 eingeführt wurde kein Problem. Prostitution war auch dort vorher schon Gesellschaftlich geächtet. Damals gab es ca. 3000 Sexarbeiterinen. Heute ca. 1000 die der Polizei bekannt sind. Trotz Verbot gibt es nach wie vor Prostituition. Freier werden wenn man ihnen den käuflichen Sex nachweisen kann, bestraft. Die Schwedischen Kollegen (Sozialarbeiter/Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden) begrüßen das Modell. Die Polizei befürchtet aber eine nicht zu kontrolliernde Anzahl von Verabredungen über das Internet und Prostitution unter anderen Bedingungen als vor Einführung des Gesetzes. Auf Deutschland und seine viele verschiedenen Arten der Prostitution ist das sicherlich nur schwierig zu übertragen.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:51 Uhr
Prostitutionsanbahnung über das Internet? Ach das ist ja verrückt.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:52 Uhr
Sehr geehrte Frau Freeman, Sie schreiben:
"Die Frauen und Maenner dieses Gewerbes wurden schon immer mit dem Boesen in Verbindung gebracht. Jetzt sind sie endlich legale Selbstaendige und sollen ploetzlich wieder die mit Gloeckchen gekennzeichnetten Ehebrecherinnen die ja sowieso keine Rechte haben werden ? Das Mittelalter ist vorbei!!!! "

Wir kritisieren, dass es eben nicht vorbei ist - dieses Mittelalter. Frauen werden immer noch ausgebeutet und das noch viel schlimmer als im Mittelalter. Wir sehen Prostituierte nicht als das Böse an, sondern im Gegenteil - wir wollen ihnen helfen diesem todbringenden Gewerbe zu entkommen. Übrigens stimmt es nicht, dass sie jetzt größtenteils krankenversichert sind. Es meldeten sich etwa 44 Prostituierte (davon, wenn ich mich richtig erinnere 4 Männer) überhaupt bei der Sozialversicherung an. Das, was die grünen Politiker, die die Legalisierung eingeführt haben, damit bezweckten, nämlich, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere (inklusive Versicherung etc.) wird, ist also nicht eingetreten. Dafür schießen aber heute Flatratebordelle wie Pilze aus dem Boden.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 20:54 Uhr
,, Und Falls Vorhanden der Zuhaelter ,, da liegt der Hase doch im Pfeffer.
sie nehmen der Postituierten dem Prostituierten die legalitaet indem die die Kunden bestrafen und nicht einsehen wollen das manche diesen Beruf wirklich aus Ueberzeugung tun. Sie moechten nur das schicksal der Illegalen sehen und uebersehen alle die legal Sex verkaufen wollen. Sei es im Prono Gewerbe ( Manche Frauen stehen darauf aufgenommen zu werden , soll es geben !!) oder eben die Stripptaenzer und Taenzerinnen. Sie wollen wieder zurueck ins Mittelalter wo die Hure gekennzeichnet wurde, der Gang zur Hure verteufelt wurde und wenn einer eine Umbrachte und den Freier gleich dazu war es ok. Hat man die personen doch beim ehebruch ertappt. Wie viele Frauen gehen in die Disco und suchen den One Night stand ? Werden die gezwungen mit verschiedenen Partnern sex zu haben ? Wenn sich diese Frauen und Maenner dann bezahlen lassen und sich anmelden sind das keine Straftaeter und auch die Kunden nutzen eine Dienstleistung. Wer den one Night stand bevorzugt bitteschoen. Mir waere es zu Riskant als Singel auf die Idee zu kommen. Frauen niutzen nicht nur in der Tritten Welt Sexdienste ! Es gibt auch Bordelle in denen Maenner angestellt sind. Den Prostituierten koennen sie nur helfen wenn sie ihnen die Tuer nicht vor der Nase zu machen. Wenn sie die Freier und Freierinnen als Straftaeter sehen scheren sie alle ueber einen Kamm. Den Frauen geschied nichts wenn der Freier erwischt wird und der zuhaelter nicht. Das ich nicht lache. Glauben sie wirklich das die Polizei das Personal hat die Frauen zu schuetzen ?
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:58 Uhr
Flatratebordelle gehören geschlossen und das ist möglich und durchsetzbar. Aber kein komplett Verbot. Durch zu hohe Ziele erreicht man nicht einmal die kleinen.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 20:58 Uhr
Frau Burger, nun, Ihre Meinung ist Ihnen natürlich unbenommen. Wir vertreten jedoch die Auffassung, dass Prostitution langfristig krank macht und oft auch tötet (es gibt in diesem Bereich signifikant viele Suizide und auch Morde). Die Sexualität ist so sehr Teil unserer Persönlichkeit, unserer Seele, dass sie m. E. nicht verkauft werden kann. Wenn sie verkauft wird, so wird dies immer auf Kosten der Seele gehen. Daher sind wir für das nordische Modell.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:01 Uhr
Und was passiert mit den Freiern? Woie wäre es denn mit einem Pranger wie in den USA. Wo sie schon die Suizide angesprochen haben.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 21:03 Uhr
Wer Angestellter ist wird vom Bordell angemeldet wenn das Bordell ein offizieller Betrieb ist. Die Meisten Prostituierten im offizillen Gewerbe sind Selbstaendige Dienstleisterinnen und auch so gemeldet.Selbstaendig bedeutet eben auch das man sich selbst Krankenversichern muss. Die Frauen die Selbstaendig arbeiten Mieten sich die Zimmer zum Ausueben ihres Berufes. Die Raeume muessen eben auch als Gewerblich genutzt gemeldet sein um legal zu sein. Da fasst dann das Gesetz die illegalen Bordelle in den Wohngegenden.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 30.10.2014 um 21:05 Uhr
Bevor man über Prostitution oder Sexarbeit spricht muss man sich mal vor Augen halten, welche Formen der Prostitution es gibt.
Viele scheinen sich hier auf die bekannte Form der Bordell oder Club Prostitution zu beziehen. Vielleicht noch der Straßenstrich und der Escort Service. In diesem Bereich halte ich es sogar für Möglich ein Verbot zum Teil durchzusetzen.
Was machen wir aber mit der Drogenabhängigen Beschaffungsprostituierten die auf der Straße lebt und für 5 bis 10 Euro in einer Ecke sich einem perversen Freier anbietet. Wer die Mädchen mal gesehen hat kann das nicht verstehen.
Was machen wir mit dem Mädchen aus gewissen Herkunftsländern die von ihrer Familie in der Wohnung zum Anschaffen gezwungen wird. Fliegt das Ganze auf zieht die Familie weiter oder verkauft ihr Kind.
Was machen wir mit dem fünfzehnjährigen Bulgaren der dort der türkischen Minderheit angehört und der mit seinem Vater nach Deutschland kommt um in der Illegalität den deutschen Männer zu Willen zu sein um zu Hause seine Familie zu ernähren.
Den Männern geht es übrigens in der Prostitution viel schlechter als den Frauen. Für Männer gibt es kaum Einrichtungen.
Also nur mal ein Ausschnitt aus dem Alltag.
Natürlich wäre es toll wenn es das nicht geben würde. Wenn ein Verbot hilft….dann bin ich gerne dabei. Nur ich bin mehr als skeptisch dass dies funktioniert.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:09 Uhr
Liebe Frau Freeman, nur eine verschwindend geringe Anzahl der Prostituierten ist angemeldet, wir können uns wie gesagt an die Zahl 44 erinnern, definitiv ist die Zahl aber zweistellig. Es ist so, ich kann dies auch nicht ändern. Für die "Geschäftsleute" (früher Zuhälter genannt) aber hat das Gesetz eine Art Schlaraffenland geschaffen. Sie können zahlreiche osteuropäische Prostituierte (machen den Großteil der Prostituierten aus) in ihrem Edel-Flatrate-Bordellen (auch FKK oder Wellnessclub genannt) arbeiten lassen. Die Polizei wird nur ganz selten nach dem Rechten sehen - dank Legalisierung.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:10 Uhr
@ Ladies´ Team e. V
wer seit Ihr, was macht und wollt Ihr ?
Es ist gut, sich für Mädchen- und Frauenrechte einzusetzen -sofern sie realistisch sind. Ihr o. g. Thema ( Menschenhandel außen vor gehalten ) halt ich nicht für so substanziell.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:12 Uhr
"Sie können zahlreiche osteuropäische Prostituierte (machen den Großteil der Prostituierten aus) in ihrem Edel-Flatrate-Bordellen (auch FKK oder Wellnessclub genannt) arbeiten lassen. Die Polizei wird nur ganz selten nach dem Rechten sehen - dank Legalisierung."
Dank Verbot wird man nicht einmal wissen wo die Clubs sind. Das wird dann wie bei Kinderprostitution und Pornografie über Mund zu Mund Propaganda gehen. Dann ist jede Kontrollmöglichkeit ausgeschlossen.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 21:12 Uhr
Fuer sie ist es also ok wenn man einfach ohne Bezahlung Sex mit verschiedenen Personen hat. So wie in den Swingerclubs ueblich. Sobald man sich das dann bezahlen laesst ist es nicht mehr io ?!
Warum soll es keine Maenner und Frauen geben die den Sex als Schoenste Nebensache der Welt mit mehreren verschiedenen Personen geniessen durfen ? Es gibt jede Menge Menschen fuer die wechselnde Sexpartner kein Problem ist sondern der Reitz . Wenn sie schreiben wir sind in schlimmeren Zeiten als im Mittelalter dann empfehle ich den Film die Wanderhure zu sehen ! Schauen sie mal in den Archiven was Prostituierten bluete wenn man sie erwischt und angezeigt hat. Schauen sie mal aus welchen Gruenden manche diese arbeit machten. Zum Glueck muss keine Frau mehr fuer ein Stueck Brot die Beine breit machen. Wenn das Verbot kommt schicken sie aber wieder alle an den Pranger ohne nach dem Warum zu fragen !
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:12 Uhr
Herr Büttel, ihre Ausführungen finde ich immer informativer. Danke dafür. Lassen Sie es uns versuchen mit dem nordischen Modell, andere Länder machen es vor. Schweden und Kanada zeigen, dass es geht. Wir als Verein streben dieses nordische Modell an, denn es erscheint uns als überaus erstrebenswert.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:14 Uhr
Übrigens, Herr Büttel, finde ich es ganz schrecklich, was Sie aus Ihrer Arbeit mit Prostitutierten erzählen. Danke, dass Sie es tun.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:16 Uhr
Sehr geehrte Frau Hofmann-Scharf, ich freue mich, dass Sie sich interessieren. Bitte werfen Sie einen Blick auf die Website von Ladies´ Team: www.ladies-team.com. Alle Themen, in denen wir uns als Verein einsetzen, finden Sie dort.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:16 Uhr
Sie haben aber auch gelesen welche Schlüsse Herr Büttel zieht? Oder haben sie eine sehr selektive Wahrnehmung?
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 21:16 Uhr
Wenn man das Warum kennt kann man den nicht freiwilligen helfen ! Wenn man das warum erst garnicht wissen will ist das schon der erste fehler !
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:24 Uhr
Liebe Frau Freeman, Sie schreiben:

"Warum soll es keine Maenner und Frauen geben die den Sex als Schoenste Nebensache der Welt mit mehreren verschiedenen Personen geniessen durfen ? Es gibt jede Menge Menschen fuer die wechselnde Sexpartner kein Problem ist sondern der Reitz . "

Aber dagegen haben wir doch gar nichts. Im Gegenteil. Im Gegenteil. Prostitution ist aber das Gegenteil von dem, was Sie fordern. Der Knackpunkt liegt im Begriff "genießen". Fragen Sie bitte die Prostituierten. Wir haben im Rahmen unserer Vereinstätigkeit mit zahlreichen Prostituierten zu tun.

Sie schreiben:
"Wenn sie schreiben wir sind in schlimmeren Zeiten als im Mittelalter dann empfehle ich den Film die Wanderhure zu sehen ! Schauen sie mal in den Archiven was Prostituierten bluete wenn man sie erwischt und angezeigt hat. Schauen sie mal aus welchen Gruenden manche diese arbeit machten. Zum Glueck muss keine Frau mehr fuer ein Stueck Brot die Beine breit machen. Wenn das Verbot kommt schicken sie aber wieder alle an den Pranger ohne nach dem Warum zu fragen."

Liebe Frau Freeman, auch hier würde ich Ihnen gerne Angenehmeres berichten. Aber es gibt Prostituierte, die arbeiten für ...nichts... für nichts. Weil kein Mensch nachsieht, denn alles ist ja legalisiert. Wenn das Verbot kommt, so schicken wir- ich wiederhole mich - niemals, niemals die Prostituierte an den Pranger. Nur die Profiteure. Die Prostituierte wird gefragt, ob sie Hilfe benötigt. Ihr wird Hilfe angeboten. Bitte befassen Sie sich mit dem nordischen Modell. Ich kann mir vorstellen, dass Sie Ihre Meinung ändern.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:26 Uhr
Und was meinen sie was passiert wenn eine Prostituierte durch das Verfahren ins Visier Gerät. Die wird sich Grün und Blau freuen wenn ihr Zuhälter oder dessen Kollegen davon erfahren.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 21:32 Uhr
Sie wollen nicht sehen das es tatsaechlich Menschen gibt die fuer sich entschieden haben diesen job zu machen . Freiwillig ! Um sich das Studium zu finanzieren oder weil sie oder er erkannt hat das es menschen gibt die dafuer zahlen. dann gibt es noch die die es nicht freiwillig machen, die nicht angemeldet sind als kleinstunternehmer. es ist zu unterscheiden und das ist es was sie sich anschauen sollten ! Zwangsprostitution ist genau wie der menschenhandel verboten und auch jetzt schon strafbar. werden die freier und freierinnen bestraft nimmt man denen die sex als unternehmerin oder unternehmer oder angestellte-angestellter betreiben die kunden. das nenne ich ein schleichendes Berufsverbot. Ein verbot treibt die prostitution nur in die stille kammer und die dunkle gasse , macht sie noch weniger zu kontrollieren . Lesen sie noch einmal was Herr Buettel aus seiner Arbeit erzaehlt und schildert !
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:35 Uhr
Ich frage mich auch warum man Freier kriminalisiert. Das sind nicht alles geifernde Frauenschläger oder perverse. Es gibt auch die, die einfach keine andere Möglichkeit haben. Und nicht immer geht es dabei um Sex. In vielen Fällen fungiert die Prostituierte auch als Psychologin oder Zuhörerin.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 21:41 Uhr
Herr Schmidt ich bemerke das sie wirklich die gleichen Dinge von Prostituierten erzaehlt bekommen haben. Vielen Freiern/ innen geht es garnicht um den eigendlichen Geschlechtsakt sondern darum einfach mal nicht der Boss zu sein. Weil der Freier/in im Beruf eben eine hohe Position hat oder eben in der Ehe einen Partner der sich einfach mit allem zufrieden gibt und somit ein Nachgeben garnicht erst moeglich macht.
Nicole Freeman
10.759
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2014 um 21:45 Uhr
Man Koennte natuerlich den Partner verlassen und sich jemand anderen suchen der Paroli geben kann. Fuer manche ist aber der Partner so wichtig das er sich das gefuehl der schwache , die schwache zu sein von eben einer Prostituierten oder Pristituiertem holen. Auch das gehoert zum Berufsbild eines Sexdienstleisters.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 21:49 Uhr
Ich habe hier viel mehr den eindruck das man Frauen viel mehr zum Opfer macht als sie sich selbst fühlen. Weil das so muss.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 22:58 Uhr
Eine ganz tolle Seite für eine Welt ohne Sexkauf:

http://www.abolition2014.blogspot.de/
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 23:10 Uhr
"Denkt immer daran, dass Freier niemals auch nur irgendeine Menschlichkeit der prostituierten Menschen sehen"
Was ein Dünnschiss. Wenn sie das als seriöse Quelle ansehen ist ihnen wirklich nicht mehr zu helfen.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 31.10.2014 um 00:56 Uhr
Och Menno!!! Da rackere ich mir einen ab, um auf die Lustige Liste im Wir-stellen-uns-vor-Artikel noch eine grammatikalisch korrekte Antwort zu formulieren, und dann gibts hier nicht nur Stakkato-artig den nächsten umgemünzten EMMA-Newsletter - Nein! Im Kommentarbereich steppt der Bär. OHNE MICH!? Wie unfair. ;-D

Herr Schmidt, bei Ihren Kommentaren kann ich mir ja echt die Tipparbeit sparen, setze mich lieber mit einem guten Whiskey vor den Bildschirm und sehe zu... Ganz köstlich! ;-)

Na schön, einen noch.

"Liebe Frau Freeman, auch hier würde ich Ihnen gerne Angenehmeres berichten. Aber es gibt Prostituierte, die arbeiten für ...nichts... für nichts. Weil kein Mensch nachsieht, denn alles ist ja legalisiert. "

Geschätztes Ladies' Team, DAS müssen sie mir jetzt aber mal erklären, wie das geht!

ENTWEDER, die Prostituierte arbeitet für Nichts, dann ist sie ZWANGSprostituierte (und sie würden wieder Gurken mit Äpfeln vertauschen, weil das eh schon illegal ist)!
ODER sie arbeitet freibestimmt, das macht aber niemand für "nichts", es sei denn er/sie ist etwa sexsüchtig (was aber eher eine psychologische Lösung nötig machte).
Einzig logische Erklärung, die Prostituierte arbeitet SEHR WOHL (selbstbestimmt!) für Geld, hat aber soviel Schulden, dass ihr nach Tilgung, Zinsen usw. Lebenshaltungskosten usw. davon am Ende nichts ÜBRIG bleibt.
DAS wäre aber kein Grund für Kriegsgeheul gegen Prostitution an sich, sondern eher, Peter Zwegat anzurufen..! (sprich eine Schuldnerberatung aufzusuchen)

Leute gebt es auf! Argumente sind hier vergebens angelegt.


"Wir vertreten jedoch die Auffassung, dass Prostitution langfristig krank macht und oft auch tötet (es gibt in diesem Bereich signifikant viele Suizide und auch Morde)."

Liebeskummer führt auch oft zu Suiziden. Liebeskummer muss ebenfalls verboten werden! Sofort! Und tödliche Krankheiten wie Krebs, Aids, Alzheimer oder Depressionen! Alles verbieten, einzige Lösung, ganz ehrlich, ich schwör'!


"Die Sexualität ist so sehr Teil unserer Persönlichkeit, unserer Seele, dass sie m. E. nicht verkauft werden kann. Wenn sie verkauft wird, so wird dies immer auf Kosten der Seele gehen."

Und TaDaa, willkommen auf der mystisch-spirituellen Ebene der feministischen Esoteriker, wo einfach nur gefühlt und geglaubt werden muss.

Wenn Sie ihre Partnerin nach dem Sex zum Essen einladen oder zum Shoppen, begehen Sie dann nicht ebenfalls übelste/s Prostitution/Freiertum? Wenn Sie ihr stattdessen nach dem Sex was Leckeres kochen, fällt das dann eigentlich unter "Prostitution gegen Naturalien"?
Innerhalb einer Beziehung ist sexuelle Ausbeutung ja ganz besonders verwerflich...
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 10:30 Uhr
Herr Herwig, um Sie machte ich mir mit am meisten Sorgen-dieses öffentliche Jammern, weil es ja angeblich viiiel mehr vergewaltigte Männer als Frauen gibt (ohne irgendeine Quellenangabe, woher auch?), wirkte am Anfang für uns super-befremdlich, am Ende aber nur noch besorgniserregend.

Aber nach einem Gespräch mit den Damen und Herren vom Ladies´ Team, in dem wir uns beschlossen haben, Ihre Negativ-Kommentare zu ignorieren, da die Texte von Mira Sigel, für sich sprechen und bei dem, der sie verleugnet, auch 100 Antworten nicht viel bringen, werden wir uns auf die tollen Männer und Frauen konzentrieren, die uns unterstützen (wie ich merke sehr sehr viele, auch hier - danke dafür an alle) und mit diesen couragierten und gerechtigkeitsliebenden Menschen (unter ihnen ist die tolle Autorin und Rechtsanwältin Seyran Ates) weiter unsere Ziele verfolgen.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 10:48 Uhr
Das macht ja eine seriöse Diskussion auch aus. Eine Quelle und gut ist, alles was den engen Rahmen der eigenen Argumente verlässt wird ignoriert.
Beantworten sie doch mal die Frage, ob ein Verbot der Prostitution bedeutet, dass es diese nicht mehr geben wird. Viel mehr wird die Prostitution unkonntrolierbarer. Wenn es keine öffentliche Prostitution mehr gibt, werden auch Hilfsangebote an die Frauen diese nicht mehr erreichen. Zuhälter werden sich den neuen Risiken anpassen und die Zahl der Prostituierten wird steigen. Aktenkundig gewordene Frauen werden verschwinden und neue nachgeholt.
Freier zu bestrafen ist auch sinnlos. Jeden Tag fahren Menschen ohne Gurt im Auto, überqueren rote Ampeln, Telefonieren am Steuer... alles Verboten und mit Geldbussen belegt. Wurde es weniger? Nein.
Woher soll ein Freier wissen ob die Dame sich feiwillig oder nicht prostituiert? Kann es ein Verbrechen oder ORdnungswiedrigkeit sein, wenn 2 Erwachsene Menschen ein Rechtsgeschäft miteinander eingehen? Den Fakt das es auch freiwillige Prostitution gibt, kann doch nicht weg gewischt werden.
Was ist mit Frauen, die sich mit irgendeinem Mümmelgreis verheiraten, der 9stellige Summen auf dem Konto hat. Das eine knackige 23 Jährige Opa Moder aus Liebe heiratet ist doch eher unwahrsheinlich. Nein, da wird alle paar Wochen neben Granufink auch eine Viagra über dem Wurm zerbröselt und mit ein bisschen Glück der sabbernde Gatte ins Nirvana geritten. Soll man die Ehe scheiden lassen?
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 31.10.2014 um 10:55 Uhr
"wirkte am Anfang für uns super-befremdlich, am Ende aber nur noch besorgniserregend."

Na als Mann möchte man doch immer erregend wirken, in welcher Form genau ist doch letztlich egal. ;-)

ach ja, bitte sehr:
Daily Mail: In den USA werden mehr Männer als Frauen vergewaltigt

Viel Spaß noch in der eigenen Filter Bubble...
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 31.10.2014 um 10:58 Uhr
*japs* Herr Schmidt! Gnade, ich kann nicht mehr! *röchel*
;-D
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 12:42 Uhr
Sehr geehrte Frau Back, ich danke Ihnen für diesen Hinweis und Ihre Richtigstellung in dieser Sache. Um das riesige Problem, das Herr Herwig anscheinend mit Menschenrechten und mit Frauen im Allgemeinen hat, brauchen wir uns glücklicherweise nicht zu kümmern. Dass es aber nun jeder weiß, dass es anscheinend an seiner eigenen Kindheit liegt, dass er das mit den vergewaltigten Männern immer wiederholt, dürfte ihm eigentlich peinlich sein.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 13:01 Uhr
Sehr geehrte Frau Back, Sie haben völlig recht. Das steht uns nicht zu, es ist lediglich eine Vermutung und keine Diagnose, daher das Wort "anscheinend" und nicht etwa "definitiv". Er wiederum erlaubt sich, zu diagnostizieren, dass es viele Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen gibt - die Rate liegt bei etwa 3% und ist niedriger als bei Beschuldigungen aller anderer Straftaten. Aber mit verlässlichen Quellen konnte uns Herr Herwig ohnehin bisher noch nicht dienen. Und die Behauptung, es würden mehr Männer als Frauen vergewaltigt werden, hat uns dann endgültig fassungslos werden lassen. Und er erlaubt sich zu diagnostizieren, dass das, was Mira Sigel schreibt, Quatsch ist.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 13:09 Uhr
Ladie´s Team, sie antworten noch immer nicht auf meine Frage? Können oder wollen sie nicht?
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 13:16 Uhr
Herr Schmidt, Sie wollen sich für Ihre Aussage am Anfang dieser Kommentarspalte entschuldigen? Bitte sehr, wir warten - danach können wir gerne wieder miteinander kommunizieren, aber vorher hilft Ihr Gejammere nichts.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 31.10.2014 um 13:27 Uhr
Für was soll sich Herr Schmidt denn Entschuldigen? Für den ersten Kommentar? Verhaltenskodex dieser Zeitung?
Uiii dann haben Sie hier Diskussionen nocht nicht erlebt. Eine Beleidgung oder einen Verstoß kann ich darin nicht erkennen.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 13:30 Uhr
Nein, ich will mich nicht entschuldigen. Ich wüsste nicht wofür. Aber ihr kindisches Verhalten und ignorieren von Einwänden und Argumenten von mehreren Diskussionsteilnehmern finde ich für ihr edeles Anliegen etwas schäbig und kontraproduktiv. Und ich finde tatsächlich ein Verbot wenig intelligent und der durchaus gegebenen Problematik nicht angemessen. Dafür ist das Thema zu komplex um es schwarz/weiß zu sehen.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 14:00 Uhr
Herr Büttel, danke für Ihre Information, ich wusste nicht, dass es noch heißer hergehen kann. Ich für meinen Teil würde nie einen Menschen oder einen Verein in dieser Form beleidigen - wir halten es also vielmehr für schäbig und kontraproduktiv, Menschen, die uns in dieser Form beleidigen auch noch Antworten zu geben. Diese Energie können wir viel produktiver nutzen, um mit Menschen zusammenzukommen, die uns unterstützen und uns Ideen und Inspiration geben. Nichts davon finden wir in Herrn Schmidt.
Bei Ihnen allerdings schon. Ihre Erfahrungen mit Straßenprostitution finde ich sehr interessant und aufrüttelnd und natürlich interessiert uns dieses Wissen auch in unserer Arbeit im Verein. Danke für die Einblicke, die Sie gegeben haben.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.10.2014 um 14:08 Uhr
Sind sie eigentlich immer derart verbohrt? Keiner weiß bescheid ausser Ihnen? Naja wenn sie nicht empfänglich sind für Argumente dann ist ihnen nicht zu helfen. Aber ich glaube eher sie sind viel zu beleidigt und eingeschnappt. Sie können dieses Gewerbe nicht durch ein Verbot stoppen, nur durch öffentlichkeit den Frauen helfen. Wenn sie die Frauen in die illegalität treiben werden sie die Frauen nicht mehr erreichen können. Auch wenn es weniger werden, die Bedingungen werden sich verschlechtern. Und ich befürchte das sich in dieser schwarzen Zone dann auch immer jüngere Mädchen wiederfinden um den Zuhältern ihren Profit zu sichern. Das Geschäft ist zu gut um es drein zu geben. Das man Frauen schützen soll ist doch außer Frage, nur die Methoden müssen das auch gewährleisten können.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 31.10.2014 um 21:28 Uhr
Liebste Frau Back (was hab ich Sie vermisst...)

kleiner Tipp: Das mit den Englischkenntnissen üben wir aber mal besser ein wenig, oder?

"More men are raped in the U.S. than woman, according to figures that include sexual abuse in prisons.

In 2008, it was estimated 216,000 inmates were sexually assaulted while serving time, according to the Department of Justice figures.

That is compared to 90,479 rape cases outside of prison.
216,000 prisoners are raped per year in the U.S., compared to about 90,000 reported rapes outside prison

216,000 prisoners are raped per year in the U.S., compared to about 90,000 reported rapes outside prison

The Department for Justice has now begun implementing new regulations to tackle the high rates of rape in federal prisons. [..]"


Für die nicht ganz so des Englischen mächtigen hier eine Schnellübersetzung:

"Mehr Männer als Frauen werden in den USA vergewaltigt laut Erhebungen, welche sexuellen Missbrauch in Gefängnissen einschließen.

In 2008, wurden laut Zahlen des Justizministeriums geschätzte 216.000 Insassen während der Strafverbüßung sexuell angegriffen.

Dies wurde verglichen mit 90.479 Vergewaltigungsfällen AUSSERHALB von Gefängnissen.

216.000 Gefangene werden pro Jahr in den USA vergewaltigt, verglichen mit ca. 90.000 Vergewaltigungen ausserhalb von Gefängnissen.

Das Justizministerium hat nun mit der Implementierung neuer Regularien begonnen, um die hohe Rate an Vergewaltigungen in Bundesgefängnissen anzupacken. [..]"


So. Noch Fragen, Kienzle?!
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 01.11.2014 um 10:04 Uhr
Frau Back,
lenken Sie doch nicht vom Punkt ab! Es stet dort schwarz auf weiß "mehr Männer als Frauen werden vergewaltigt, wenn die Vergewaltigungen innerhalb von Gefängnissen miteingerechnet werden".
Was ist daran bitte so schwer zu verstehen?!

Warum diese Leute dort in den Gefängnissen sitzen? Mehrheitlich Männer?
Könnte das vielleicht AUCH etwas damit zu tun haben, dass dort durch den immer noch (auch bei Polizisten) vorherrschenden Rassismus viele Schwarze "Verdächtige" verhaftet werden, diese (Armut ist dort zumeist schwarz) sich keinen ordentlichen Anwalt leisten können, und dann zu Unrecht beschuldigt die Gefängnisse befüllen?
(Verdächtigen gefunden, schnelles Verfahren, Erfolg = Karriere)
Haben sie die aufgeflogenen Justizirrtümer dort der vergangenen Jahre nicht mitbekommen? Was meinen sie, wieviele Todeszellenkandidaten dort zu Unrecht einsitzen - und in der Vergangenheit für etwas hingerichtet wurden, das sie (später rausgekommen) gar nicht begangen hatten?

In Zeiten von DNA-Analyse hoffen viele Insassen dort auf eine Wiederaufnahme ihres Verfahrens, dass nun mit den heutigen forensischen Möglichkeiten ihre Unschuld belegt werden kann.
Blöderweise ist das mit der Wiederaufnahme eines abgeschlossenen Verfahrens etwas schwierig. Das geht in der Regel nämlich nur, wenn neue Beweise vorliegen. Diese müsste man aber erst einmal ermitteln. Und die Horde heerer, idealistischer Kriminalisten, die sich durch die verstaubten Archive kämpft und alte (abgeschlossene!) Fälle aus Jux und Dollerei aufrollt, existiert leider nur im TV.

Ich empfehle ihnen mal das Buch von Jörg Kachelmann, er schreibt darin u.a. sehr detailliert über die Geschichten seiner Mitinsassen. Das Problem blinder Ermittler und Richter (wenn auch nicht gerade das mit Rassismus gegenüber Schwarzen) existiert offenbar auch bei uns nicht gerade selten.
Justizirrtümer werden bei uns nur allzu gern unter den juristischen Teppich gekehrt.

U.a. auch darum ist übrigens bei uns z.B. die Zahl der Anklagen wegen Falschbeschuldigungen so niedrig. Die Statistik erfasst nämlich nur die Fälle, die auch wirklich zu einer Anklage führen. Vorher abgebügelte Fälle werden gar nicht erfasst.
(ich schreib dazu später noch was, muss jetzt los)
Bernd Zeun
11.645
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 01.11.2014 um 12:51 Uhr
Herr Herwig, ich glaube, es bringt garnichts, die Sondersituation amerikanischer Gefängnisse hier ins Spiel zu bringen.

Zum Beitrag und zu der/den Verfasserin/nen: Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, ist es Bevormundung und nichts anderes tun Sie. Wie schon Alice Schwarzer seit Jahrzehnten, glauben Sie, Frauen vertreten zu müssen, die sich anscheinend nicht selbst vertreten können. Dabei wird dann mit Einzelbeispielen gearbeit und Zahlen, die sich jeder nach Gutdünken zusammensucht oder interpretiert. Alice Schwarzer z.B. spricht in ihrem Buch „Prostitution – ein deutscher Skandal“ mal von 150 000 Prostituierten, ein paar Seiten später von 300 000 und in ihrem Online-Appell gegen Prostitution von 700 000 und setzt sogar noch „Mittelwert“ in Klammern dahinter.

Die von Ihnen so geschätzte Mira Sigel schreibt in ihrem Blog „Heute jedoch ist die Sexindustrie ein 9 Milliarden Dollar schwerer Moloch. Vorrangig geht es dort um Selbstbefriedigung am lebenden Objekt, aber in der Hauptsache geht es nur um Geld.“ Ein paar Zeilen weiter unten schreibt sie „Jede Nacht werden in Deutschland 150 Millionen Euro mit Prostitution umgesetzt.“ Nun hat das Jahr 365 Tage, also müssten im Jahr 54,75 Milliarden umgesetzt werden. Was stimmt denn nun? (Nur zum Vergleich: VW allein setzt im Jahr ca. 200 Milliarden um) Weiter schreibt sie in ihrem Blog, dass es seit 1988 zu 51 Morden und Mordversuchen an Prostituierten gekommen sei, also zwei pro Jahr. Nehme ich mal einen Mittelwert von 350 000 Prostituierten in Deutschland an, dann liegt das Risiko, einem Mord oder Mordversuch zum Opfer zu fallen, bei 0,0145%. Das Risiko bei einem Unfall ums Leben zu kommen ist bei ca. 20 000 tödlichen Unfällen (Arbeit, Haushalt, Verkehr, Freizeit) im Jahr mit 0.025% auch für Prostituierte gut doppelt so hoch.

Natürlich gibt es elende Zustände in der Prostitution. Wenn Sie die Prostitution einschränken wollen (Abschaffen gelingt nicht, auch nicht in Schweden), müssen Sie die Ursachen bekämpfen und da sicher die meisten Frauen aus wirtschaftlichen Gründen diesen Beruf wählen, heißt das für vernünftige Mindestlöhne eintreten, in denen Friseusen, Altenpflegerinnen und in anderen unterbezahlten sogenannten Frauenberufen Arbeitende gut leben können und vor allem eine vernünftige Drogenpolitik. Die gegenwärtige ist nämlich meiner Meinung nach die Hauptursache, dass sich Frauen für 10€ auf dem Straßenstrich anbieten.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 01.11.2014 um 21:48 Uhr
Frau Back,
"Wer stellt denn nun das Gros der Tätergruppe?! Männer oder Frauen?!"

Mehrheitlich Männer bevölkern die Gefängisse, ja. Und was genau sagt das jetzt aus?! Ich hatte bereits mehrfach betont, dass Männer für dasselbe Vergehen häufiger und stärker bestraft werden als Frauen. Viele Straftaten werden gar nicht aufgeklärt, weil die Ermittler gar nicht auf die Idee kommen, der Täter könnte eine Frau sein. Viele der bekannten Serienkillerinnen, die letztendlich doch geschnappt und angeklagt wurden, hätte man VIEL früher überführen können, aber die Behörden kamen einfach nicht auf die Idee, dass eine Frau zu so etwas fähig wäre. Viele Männer hat das das Leben gekostet. Arne Hoffmann hat in seinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" ein paar sehr nette Beispiele dazu aufgelistet.
Und auch unsere Justitz hat geradezu beschämende Beisshemmungen, sobald eine Frau auf dem Anklagestuhl sitzt. Bestes Beispiel Claudia Dinkel (Fall Kachelmann) oder Heidi Külzer (Fall Horst Arnold) usw. usw.

Viele Frauen, etwa Kindsmörderinnen, werden einfach für psychisch krank erklärt (die arme Frau ist krank, man muss ihr helfen) - und in die Geschossene Anstalt überführt, Männer hingegen (qua Geschlecht der geborene Gewalttäter) landen eher im Knast.

"wenn man die Bezugsgruppe ändert (in diesem Fall: Situation einer gleichgeschlechtlichen Gruppe (nur Männer) in Ausnahmesituation (Gefängnis) einfach mal locker vermengt mit den Ergebnissen aus einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe (Bevölkerung USA) in keiner Ausnahmesituation (Alltag) "

Ähem, auch (komplett) ausserhalb der Gefängnisse sind Männer die Hauptgewaltopfergruppe! (bei uns übrigens auch). Lediglich bei sexuellen Vergehen sind mehr Frauen betroffen. Die genannte Auswertung prangert ja die Verhältnisse in den Gefängnissen an. Weder behauptet sie noch habe ICH das getan(!!!), dass Männer allgemein häufiger vergewaltigt würden.
Interessant ist wohl eher der Aspekt, dass in den Köpfen der Menschen "die arme vergewaltigte Frau" unverrückbar einbetoniert ist und erst durch solch eine Studie Männer als Vergewaltigungsopfer überhaupt mal ins Blickfeld rücken. Oder finden sie die Vergewaltigung eines Mannes etwa akzeptabler und weniger abscheulich als die Vergewaltigung einer Frau? Sollte man nicht beiden Geschlechtern die gleiche Empathie entgegen bringen statt eines komplett unter den Tisch fallen zu lassen und sich ausschließlich auf das andere zu konzentrieren? Das Zur-Sprache-bringen des einen tut doch das andere weder relativieren noch abwerten.

Aber weg von amerikanischen Gefängnissen zurück zu uns in Deutschland. Auch hier ist es zumeist so, dass Gewalt (und Kriminalität) sich bei Männern häufiger gegen Fremde bzw. Nichtfamilienmitglieder richtet, während Frauen eher im familiären Bereich "gewaltaktiv" sind. Und wie wir alle wissen, ist das etwas, was noch schwer aufzudecken ist und wo die Hemmungen der Opfer besonders groß sind.

Ich wäre Ihnen übrigens dankbar, wenn Sie nicht immer die Tatsachen verdrehen würden!
Es liegt mir fern, Männer heilig zu sprechen und Frauen zu verteufeln, ich mache lediglich darauf aufmerksam, dass Frauen eben auch Täterinnen sein können, und zwar ebenso organisiert, ebenso kalblütig - also so gar nicht dem zarten, beschützenswertem, elfengleichen Hascherl entsprechend, dem man(n) sofort ritterlich zur Seite zu springen hat (Warum eigentlich auch? Macht sie bei ihm ja auch nicht.) - und vor allem in wesentlich zahlreicherer Ausprägung, als es in den Köpfen unserer Gesellschaft verankert ist.
Ebenso sind Männer wesentlich häufiger Opfer als die Gesellschaft weiß - oder wahrhaben will bzw. zu akzeptieren bereit ist.

Ich bin alles andere als glücklich über die Tatsache, dass Männer "im Ungerechtigkeitswettbewerb die Nase vorn haben", DA vertrete ich gerne den Genderansatz 50:50.
Wieso haben Sie eigentlich offensichtlich so ein großes Problem damit, wenn Männer sich für ihre Rechte einsetzen, gegen bestehende Diskriminierungen aufstehen und Gleiche Rechte und Gleiche Pflichten für Männer UND Frauen einfordern, dass Sie jedes Mal zu sticheln anfangen? Haben Sie keine anderen Hobbys?

Aktuell haben wir Mehr Rechte dafür aber Weniger Pflichten für Frauen. Erklären Sie mir doch mal, was daran (gender)gerecht sein soll!
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 02.11.2014 um 16:23 Uhr
Liebes Ladies‘ Team,

„Er wiederum erlaubt sich, zu diagnostizieren, dass es viele Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen gibt - die Rate liegt bei etwa 3% und ist niedriger als bei Beschuldigungen aller anderer Straftaten.“

Nur mal so als Tipp:
Neue Polizeistudie behandelt auch vorgetäuschte Vergewaltigungen
„Die Kriminologische Forschungsgruppe der Bayrischen Polizei befindet unter anderem folgendes:
Ein in der bisherigen kriminologischen Forschung weitgehend vernachlässigtes Thema ist das Vortäuschen von (§ 145 d StGB) und die falsche Verdächtigung wegen (§164 StGB) Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen [..]
Anzeigen wegen des Vortäuschens von Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen oder der falschen Verdächtigung wegen dieser Delikte werden von der Polizei relativ selten an die Staatsanwaltschaft abgegeben.
Dies steht zunächst im Widerspruch zur Einschätzung der in den für Sexualdelikte zuständigen Kommissariaten der Kriminalpolizei beschäftigten Beamtinnen und Beamten, die teilweise von einer sehr hohen Quote an Vortäuschungen / falschen Verdächtigungen ausgehen, ohne dabei allerdings auf Forschungsergebnisse oder selbst erhobene Daten zurückgreifen zu können. So äußerte ein Kommissariatsleiter im Zusammenhang mit unserer Aktenanalyse:

„Alle Sachbearbeiter von Sexualdelikten sind sich einig, dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden. Viele angezeigte Fälle lassen zwar die Vermutung einer Vortäuschung bzw. falschen Verdächtigung zu, berechtigen jedoch nicht zu einer entsprechenden Anzeige.“

Bezug genommen wird hier auf die Vorgänge, bei denen auch nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen nicht unerhebliche Zweifel an den Aussagen des angeblichen Opfers bestehen bleiben. Ein Tatnachweis für ein Vortäuschen oder eine falsche Verdächtigung ist aber insbesondere deshalb meist nicht zu führen, weil ein Geständnis des angeblichen Opfers nicht vorliegt. Trotz vieler Inkonstanzen in den Zeugenaussagen und dem Vorliegen weiterer Kriterien, welche die Glaubwürdigkeit in Frage stellen, bleibt letztendlich die Aussage des angeblichen Opfers neben der des von ihm Beschuldigten stehen; andere Personen- oder Sachbeweise liegen in ausreichender Beweiskraft in der Regel nicht vor.


Oder hier:
Karl Dall: "Es war ein Riesenfehler, dass ich bei diesem 'Interview' allein war"
„Studien zufolge ist rund ein Drittel der Anzeigen wegen Vergewaltigung oder sexueller Nötigung "zweifelhaft". Der Rechtsanwalt Rüdiger Deckers, der jedes Jahr eine Fachtagung zum Thema "Zeugenaussagen im Strafprozess" organisiert, auf der führende Wissenschaftler, Sachverständige und Bundesrichter das Problem der Zeugenzuverlässigkeit beraten, schätzt den Anteil der zu Unrecht Beschuldigten unter jenen Mandanten, die die Tat bestreiten, auf etwa 40 bis 50 Prozent.

Nach Ansicht des Hamburger Strafverteidigers Johann Schwenn, der den ARD-Promi Jörg Kachelmann verteidigt und zahllose Falschbeschuldigte aus dem Gefängnis geholt hat, wächst die Bereitschaft, auf Falschaussagen hereinzufallen. "Wenn eine Zeugin weint, dann wird ihr auch geglaubt. Man will es ihr nicht antun, ihre Angaben auf Plausibilität zu untersuchen oder gar zu überprüfen. Defizite der Aussage werden mit der Traumatisierung der Zeugin durch die Tat erklärt – ein klassischer Zirkelschluss, der immer wieder vorkommt und zu Fehlurteilen führt."


Das ist auch kein auf Deutschland beschränktes, sondern ein internationales Problem.

Falschbeschuldigungen wegen Vergewaltigung häufiger als gedacht
“In den letzten Jahren häufen sich Untersuchungsergebnisse, die auf eine hohe Rate falscher Beschuldigungen bei behaupteten Vergewaltigungen hinweisen. So fand der Soziologe Eugene Kanin für das renommierte Forschungsjournal „Archives of Sexual Behavior“ heraus, dass in 40 Prozent aller Fälle die Beschwerdeführerinnen schließlich zugaben, dass keine Vergewaltigung stattgefunden hatte. Bei einer Untersuchung der US-Air-Force von 556 behaupteten Vergewaltigungen stellten sich 60 Prozent als falsch heraus. Linda Fairstein, Leiterin der Abteilung Sexualverbrecen der New Yorker Staatsanwaltschaft und Autorin des Buches „Sexual Violence: Our War Against Rape“, berichtet, es gebe „jährlich etwa 4000 behauptete Vergewaltigungen in Manhattan. Etwa die Hälfte davon sind nie passiert.“ Auch andere Fachleute erklären jede zweite angebliche Vergewaltigung für eine falsche Anschuldigung. Viele der beschuldigten Männer leiden ihr ganzes Leben unter dem damit verbundenen Stigma.“

Ja selbst im patriarchalen Indien (wir erinnern uns, das Land, in dem unseren Medien zufolge angeblich Massenvergewaltigungen u.a. an Touristinnen an der Tagesordnung wären - ist quasi der Volkssport dort, ja sicher) musste kürzlich selbst die FRAUENKOMMISSION Delhi zugeben, dass mehr als die die Hälfte der Vergewaltigungsvorwürfe erfunden sind.

Entsprechende Untersuchungen bei uns sind überfällig, aber das BKA und die Politik lavieren ja ob der in der Presse skandalisierten gestiegenen Zahl der Vergewaltigungsvorwürfe mit demgegenüber gesunken Zahlen entsprechender Verurteilungen lieber rum, statt Falschbeschuldigungen endlich mal in einer unabhängigen Studie gezielt unter die Lupe zu nehmen - oder als schwere Straftatbestand endlich mal von Amts wegen verfolgen zu lassen.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 02.11.2014 um 17:48 Uhr
Liebste Frau Back,
Habe ich gesehen, dass Sie das betont haben, dass "Männer für das gleiche Vergehen häufiger und stärker bestraft werden als Frauen" und "Frauen mehr Rechte als Pflichten haben". Interessant. Und auf welche Statistik beziehen Sie sich dabei?

Den öffentlichen Verlautbarungen von Rechtsanwälten, Gewaltforschern oder dem freimütigen Bekenntnis eines Amtrichters? Den Gesetzestexten?


Witzig auch Ihre Frage "Mehrheitlich Männer bevölkern die Gefängisse, ja. Und was genau sagt das jetzt aus?!" - Eine Frage, die Sie sich wohl selbst beantworten müssen, denn schließlich haben Sie doch diese schöne Statistik aus USA-Gefängnissen in den Ring geworfen, oder nicht?! Wenn Sie also die von dort erfassten Opferzahlen schon benutzen, um Ihre Weltsicht des so schrecklich benachteiligten Mannes bestätigt zu sehen, dann ist es ja wohl nur recht und billig, dass auch die Täterzahlen eine Rolle spielen.

Wie ich bereits ausführte, werden Frauen(auch dort) für das gleiche Vergehen wesentlich seltener verurteilt und wenn, dann wesentlich leichter bestraft, sofern sie überhaupt angeklagt werden! Mit Logik haben Sie es nicht so, oder?


"Und natürlich sollten Sie auch die Statistiken aus Frauengefängnissen nicht außer Acht lassen - wer sind DA nochmal die Haupttäter bei sexuellen Übergriffen?! Aber das ist bestimmt auch nicht relevant, gelle?!"

Hmm, mal scharf nachdenken. Hab ich irgendwo behauptet, es gäbe keine männlichen Sexualstraftäter oder weniger als weibliche?
Ich gebe lediglich zu bedenken, dass das Bild in der Gesellschaft (und der Justiz) noch immer vom Schema Mann=Täter, Frau=Opfer geprägt ist – welches aber nicht mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist.

Häusliche Gewalt macht ja schließlich auch nicht vor lesbischen Paaren Halt. Inwieweit männliches Gefängnispersonal sich an weiblichen Insassinnen vergreift, mag ich ebenso wenig wie Sie abschätzen. Ich kenne nicht die Vorgaben, an welchen Stellen männliches Personal in Frauengefängnissen eingesetzt werden darf.
Weibliches Personal darf aber offenbar in jedem Fall bei männlichen Insassen eingesetzt werden. Im von mir genannten Beispiel nutzt weibliches Gefängnispersonal seine Machtposition gegenüber männlichen Insassen ja offenbar auch aus: „The report found incidents of women prison staff assaulting male prisoners.“

Macht über andere korrumpiert auf Dauer immer, unabhängig vom Geschlecht desjenigen. Das sollten wir doch alle spätestens seit Abu-Ghuraib wissen.


“Auch glaube ich nicht, dass eine Gruppe "bessere Menschen" sind als die andere - warum auch?!“

Ach, fragen Sie mal dazu das Ladies‘ Team! DEREN Position ist da ziemlich eindeutig…


“Nur wenn jemand - so wie Sie - permanent versucht, die Gruppen gegeneinander auszuspielen und so tut, als gäbe es eine begrenzte Anzahl von Opferplätzen, die aber bitte gleichmäßig besetzt sein muss, dann finde ich das schlichtweg hirnrissig.

Echt? Die Forderung nach gleichen Hilfsangeboten für Frauen UND Männer finden Sie hirnrissig? Eine Armada an Frauenhilfsorganisationen, Frauenbeauftragten, Frauenhilfetelefon, Frauenrabatt vor Gericht usw. finden Sie dagegen NICHT hirnrissig? Aufschlussreich.


"Und auch wenn Sie von sich selbst glauben, dass Sie das nicht tun, sondern nur "aufmerksam machen" - FAIL! Schon allein das längst überholte Frauenbild, an dem Sie sich da abarbeiten (Hascherl die angeblich auf Ritter warten!? Hä?!) und das angeblich in "den Köpfen der Gesellschaft verankert" sein soll (in Ihrem vielleicht) spricht Bände."

Ach wissen Sie, gehen Sie doch mal auf Youtube und schauen Sie sich mal die unterschiedlichen Reaktionen der Passanten auf mit versteckter Kamera gefilmte gestellte Gewaltaufnahmen eines Paares an, bei dem einmal Er Sie schlägt bzw. gewalttätig wird und einmal Sie ihn. Ein echter Augenöffner.
Gleiche Beispiele gibt’s z.B. auch bei gestellten Dates, wo sie ihm heimlich was in den Drink mixt bzw. er ihr. Oder wo ein junger Mann von einer älteren Tutorin angemacht wird bzw. umgekehrt. Sehr aufschlussreich.


"Dass Sie selbst aber z.B. begeistert an Vater-Kind-Veranstaltungen teilnehmen (WTF - ohne Mutti???), scheint der "Gendergerechtigkeit" ja auch keinen Abbruch zu tun."

Frau Back, kann es sein, dass Sie eventuell persönlich was gegen Aktive Väter haben?


Also, halten Sie sich mal ein bisschen zurück zum Thema "Tatsachen verdrehen" -

Mache ich Sie etwa nervös? Wenn Sie dabei solch arge Probleme mit Ihrem Weltbild bekommen, dann lesen Sie meine Beiträge doch einfach nicht!
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 03.11.2014 um 19:00 Uhr
Allerdurchlauchtigste, hochgeschätzte Frau Back,

was sind Sie denn nur so aufgebracht und zornig? Soviel Buchstaben und so wenig Substanz, da bin ich doch fast ein wenig gekränkt. Aber nur fast.


“- Bitte konkrete Quellen nennen der "öffentlichen Verlautbarungen von Rechtsanwälten, Gewaltforschern" vor allem der Gesetzestexte, die mir als Frau angeblich mehr Rechte als Pflichten einräumen. Das interessiert mich brennend.
Und bitte keine Ihrer freien Interpretationen, sondern die Primärquellen.“


Die haben Sie doch all die Jahre, die ich hier gepostet habe, auch einen Dreck interessiert! Was nicht in Ihr Weltbild passt, wird schlichtweg ausgeblendet, so läuft es doch bei Ihnen. Wieso soll ich mir diese Arbeit denn immer wieder machen? Kleiner Tipp, die blauen Stellen in meinen Posts sind Links, welche zu genau den Quellen führen…

Aber Gegenfrage, ich hatte IHNEN schon vor einiger Zeit dieselbe Frage nur umgekehrt gestellt (wie die, die ich Ladies‘ Team gestellt habe).
Was sollen denn bitte diese angeblich so Frauen benachteiligenden bzw.- verachtenden Gesetze sein (HIER in Deutschland)? Darauf sind Sie mir bis heute – auch auf mehrfache Nachfrage - eine Antwort schuldig geblieben, und dass, wo Sie doch vorher so vehement selbige vorgeschützt hatten.
Auch Ladies‘ Team hat darauf nichts als heiße Luft erwidert um sich auf Nachhaken flugs aus der Diskussion zu verabschieden. Wie überaus überraschend…


[..]
- In Ihrer Wahrnehmung fordern Sie vielleicht Gleichheit, in der Außenwahrnehmung kommen Sie eben wie besagter Kastenteufel rüber.


Sie meinen in IHRER ganz persönlichen Wahrnehmung. Tja, die Erfahrung lehrt mich, dass es völlig egal ist, wie man argumentiert, man kann noch so höflich und sachlich sein, Feministinnen sind grundsätzlich immer angepisst davon (klar verständlich, wenn die eigene Religion, das eigene Weltbild kritisiert wird) und greifen zu den winzigsten Strohhalmen, an denen sich dann hochgezogen wird.


- Die Youtube-Nummern kenne ich. Und solche lachhaften Experiment halten Sie für einen "Augenöffner"?! Ein Abbild für gesamtgesellschaftliche Rollenzuschreibungen?! Au weia...Sie klammern sich ja echt an jeden Strohhalm.

Weder die bezeichnenden Reaktionen der Passanten noch die eindeutigen Ergebnisse renommierter Gewaltforscher aus aller Welt werden Sie von ihrer Sichtweise abbringen, das ist mir klar, aber Sie persönlich interessieren mich bei meinem Engagement ja auch nicht die Bohne. Sie sind lediglich ein mittelmäßiger Störfaktor.


Was ich nicht leiden kann, ist das Messen mit zweierlei Maß.

DER war echt gut! Danke, habe gelacht.


- Aber wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Beiträge gelesen werden - dann schreiben Sie doch einfach keine!

Nochmal, es interessiert mich nicht die Bohne, ob SIE persönlich meine Beiträge lesen.
Ich schreibe bzw. kommentiere, um falsche Aussagen und Darstellungen oder (wie im Fall von Ladies‘ Team) vollkommenen Quatsch nicht unwidersprochen stehen zu lassen, damit diese nicht von gutgläubigen Lesern womöglich noch für bare Münze genommen werden.
Schönes Leben noch!
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 03.11.2014 um 19:45 Uhr
Frau Back,

- Ebenso bitte Quellen und genaue Zahlen, die Ihre Behauptung belegen, Frauen in den USA würden für gleiche Vergehen geringer bestraft.

Na schön, nicht für Sie sondern für etwaige andere Interessierte:

"Auf der Website der männerfreundlichen Feministin Wendy McElroy führt der Rechtsanwalt Marc Angelucci mehrere Studien an, die belegen, dass Männer für dasselbe Verbrechen empfindlich schwerer bestraft werden als Frauen. Während etwa eine schwarze Hautfarbe, das Risiko, im Gefängnis zu landen, um 19 Prozent hebe, hebe die Angehörigkeit zum männlichen Geschlecht dieses Risiko um 165 Prozent. Auch die Dauer der Haft wird mehr dadurch verlängert, dass die betroffene Person männlich ist als durch jeden anderen Faktor der Diskriminierung einschließlich der ethnischen Herkunft. Und mehr noch: Wer statt einem Mann eine Frau tötet, muss mit einer im Schnitt um 40,6 Prozent höheren Haftzeit rechnen.

In Linda Mealeys Fachbuch zur Geschlechterforschung Sex Differences. Developmental and Evolutionary Strategies heißt es: "Weil den Handlungen von Menschen Vorurteile unterliegen, führt es zur Diskriminierung im Justizsystem, dass Männer mit Verbrechen und Gewalt assoziiert werden. Versuche mit simulierten Geschworenenverfahren etwa zeigten, dass männliche Angeklagte eher für schuldig gehalten werden als weibliche und dass Angeklagte härter behandelt werden, wenn das Opfer weiblich ist. Eine Studie zeigte, dass sogar wenn sie das Opfer sind, Männer eher Mitschuld an einem Verbrechen gegeben wird als Frauen.".

Quelle: http://genderama.blogspot.de/2013/04/hin-zu-einer-maskulistischen-filmkritik_28.html
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 03.11.2014 um 20:54 Uhr
Hallo Nina, ein ganz riesiges Lob. Sie scheinen sich mit den Themen von Ladies´ Team befasst zu haben und sind darüber hinaus sehr schlagfertig. Danke dafür, dass Sie Ihre Meinung, die im Übrigen auch der Meinung unseres Vereins entsprecht, so entschieden vertreten. Da wir in unserer Arbeit im Verein jeden Tag mit Prostituierten und ehemaligen Prostituierten in Kontakt stehen (also nicht, wie Herr Herwig behauptet einfach über sie reden, sondern fast jeden Tag mit ihnen) wissen wir, wovon wir reden, wenn wir über Ausbeutung und Objektifizierung reden. Die meisten von ihnen (offizielle Untersuchung besagt genau 89%) wollen aus dem Gewerbe aussteigen, schaffen es aber nicht, weil unsere Gesellschaft ihnen keinerlei angemessenen Möglichkeiten und Unterstützungsangebote zur Verfügung stellt. Ich habe hier übrigens noch einen klasse Artikel von Mira Sigel über die angebliche sexuelle Befreiung der Frau: http://diestoerenfriedas.de/die-luege-der-sexuellen-befreiung/. Nina, bitte ignorieren Sie solche Menschen, wie Herrn Herwig einfach - wir wissen beide, dass die Aussagen von Herrn Herwig jeglicher Grundlage entbehren. Ich kann aber betonen, dass seine offensichtliche Wut auf Frauen im Allgemeinen und Frauenrechtlerinnen im Besonderen ein Außmaß zu haben scheint, das wir so noch nicht kennengelernt haben und das uns - ganz besonders die Psychotherapeutinnen unter uns - außerordentlich erstaunt.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 03.11.2014 um 23:34 Uhr
Schon klar, dass bei argumentativem Notstand (welches SIND denn nun die frauendiskriminierenden Gesetze?!) die übliche psychologische Pathologisierung aufgefahren wird. Vorhersehrbar und langweilig.

Putzig hingegen finde ich den vulgärfeministischen Dreck auf der von Ihnen verlinkten Seite. DAS ist ja wohl mal einer der bescheuertsten und vulgärsten Texte, die hier jemals verlinkt wurden. Ich rate den Psychotherapeutinnen unter ihnen eher dazu, die Urheberin(nen) dieses Textes mal zu therapieren, scheint wirklich bitter notwendig zu sein bei derartiger Häufung von Fäkalsprache auf unterstem Niveau.
Aber was will man anderes erwarten von einer Seite die sich "dieStoerenfriedas" nennt...

Soso genau 89 Prozent? Welche Untersuchung soll das sein, eine von der EMMA? Bitte mal einen entsprechenden Link!
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 00:28 Uhr
Sabrina Bowitz von der Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt (www.ifgbsg.org), die wir als Verein unterstützen und mit der wir bereits einige Male zusammengearbeitet haben, würde gerne diesen Kommentar hinterlassen:
"Immer einfach.
Und wo sind all die Männer, die sich für Frauen einsetzen oder gegen männliche Gewalt? Ich seh sie nicht. Und dann wird direkt mal vergessen dass die meisten Hilfen für Frauen von Frauen kommen und auch von Frauenbewegungen gegründet wurde. Jetzt sind die Frauen stärker und reden und schwupps kommen diese Leute, die sich auf einmal angegriffen fühlen und sagen, ihnen gehts ja auch so übel.
Aber wenn ich mir die Welt heute angucke und abends
unterwegs bin, wär ich immer noch lieber ein Mann.
Und das geht vielen Frauen so.
Das bedeutet ziemlich viel, find ich.

Ich glaube, dass viele einfach eine falsche Vorstellung vom Feminismus haben. Es geht ja nicht darum, dass die Männer unterdrückt werden sollen, sondern dass es für alle freier wird. Denn so wie es gerade ist, das ist doch nicht frei.

Das hat ja auch nichts damit zu tun, dass Männern nicht auch Schlimmes passiert. In so einem System passiert Männern auch einiges (unter anderem auch, dass ihnen nicht mal klar ist, was dieses System mit ihnen anstellt), aber trotzdem sind Frauen immer noch die, die unterdrückt werden, in vielen Ländern und die, die am meisten unter Gewalttaten leiden. Das auf den Kopf zu stellen ist Wahnsinn.
Ich bin auch dafür, dass es mehr Männerberatungsstellen geben sollte und natürlich auch dafür! dass Männer, die in der Kindheit und generell vergewaltigt und misshandelt wurden, die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Jeder Mensch hat diese Hilfe verdient und dass solche Gewalt unterbunden wird sowieso. ... Gewalt ist nie in Ordnung und feige.
Aber den Fakt zu verschleiern dass Frauen immer noch am meisten unter Gewalt leiden und im Grunde erst jetzt wirklich anfangen sich zu wehren ist gefährlich, weil es verschleiert, was es für ein System ist, in dem wir leben."
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 00:38 Uhr
Nina@ Ladies' Team
"Vulgärfeminismus" ist übrigens sein Lieblingsschimpfwort. Das wird für alles ausgepackt, was auf seinem Planeten bäh-bäh, weil nicht ins arme-Männer-Bild passend ist.

Ladies´ Team@Nina - Ah, danke, das habe ich noch nicht gewusst. Witzig finde ich, dass er nicht einsehen kann, dass kein Mensch mit ihm spielen will.
Außerdem finde ich es witzig, dass er der meines Erachtens brillanten Schreiberin Mira Sigel vorwirft, vulgär zu sein und selbst aber nicht spart mit Schimpfwörtern. Siehe sein letzter Post.

Ich bin sehr dankbar, dass es Menschen wie Síe, Herrn Walther und Herrn Beltz gibt, die einen sehr gesunden, menschlichen Umgang mit dem Thema haben.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 04.11.2014 um 01:34 Uhr
Ganz wichtig: Auch danke an alle Damen und Herren, mit denen ich hier in Kontakt treten konnte und die die Ziele von Ladies´ Team mit unterstützen. Sie sind / Ihr seid tolle Menschen.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 07.11.2014 um 16:04 Uhr
Leider komme ich erst jetzt zeitlich zur Beantwortung des letzten Kommentars.

"Und wo sind all die Männer, die sich für Frauen einsetzen oder gegen männliche Gewalt?

Tatsächlich? Seltsam, ich sehe massenhaft Männer in Politik und Medien, die sich gegen Gewalt (leider oft nur sehr einseitig Gewalt gegen Frauen) einsetzen. Schauen sie sich die genannten Videos an, massenhaft Männer greifen ein, um einer Frau beizustehen. Es wimmelt überall geradezu von „White Knights“. Und selbst der Ottonormalbürger unterstützt die (einseitigen) Frauenhilfsprojekte indirekt – mit seinen Steuergeldern.

Ergo, Was wollen Sie eigentlich?!
Ich hatte bereits dargelegt, dass wann immer sich jemand für Männer und Jungen einsetzt, sich umgehend ein Mob zusammenrottet und derjenige im Kampf um feministische Pfründe kaltgestellt wird. Wann wurde jemals jemand existenziell demontiert, weil er sich für Frauenbelange einsetzte?!


“Jetzt sind die Frauen stärker und reden und schwupps kommen diese Leute, die sich auf einmal angegriffen fühlen und sagen, ihnen gehts ja auch so übel.“

Ach so, und weil das Männer sind, die plötzlich ihre Probleme offen äußern, welche sie Jahrhunderte lang nur still in sich reingefressen und ertragen haben, darf bzw. sollte man denen nicht helfen? Ist das Ihre Einstellung?

Hört sich für mich sehr nach versuchter Besitzstandswahrung an: „Oh Gott, die outen sich als Opfer und wollen (Geschlechter-gerechterweise) genau die gleiche Unterstützung, welche Frauen ganz selbstverständlich zugestanden wird. Da müssten wir ja evtl. was von unserem Kuchen abgeben (man kann einen Kuchen nur einmal aufteilen, aber dann auch bitte gerecht). Auf keinen Fall! Auf Mädels, verteidigt unsere Budgettöpfe!“


“Aber wenn ich mir die Welt heute angucke und abends
unterwegs bin, wär ich immer noch lieber ein Mann.
Und das geht vielen Frauen so.
Das bedeutet ziemlich viel, find ich.“


Das bedeutet so ziemlich GAR NICHTS, finde ich.


“Ich glaube, dass viele einfach eine falsche Vorstellung vom Feminismus haben. Es geht ja nicht darum, dass die Männer unterdrückt werden sollen, sondern dass es für alle freier wird. Denn so wie es gerade ist, das ist doch nicht frei.“

Mal überlegen, eine Gruppe wird unterstützt und verhätschelt, per Gesetz besser gestellt und vor Gericht bevorteilt. Dagegen wird die andere Gruppe GAR NICHT unterstützt, ist per Gesetz sogar schlechter gestellt und vor Gericht ÜBERvorteilt.
Ich bin mir nicht so im Klaren darüber, welche Vorstellung von „Freiheit“ Sie haben…


“ aber trotzdem sind Frauen immer noch die, die unterdrückt werden, in vielen Ländern und die, die am meisten unter Gewalttaten leiden. Das auf den Kopf zu stellen ist Wahnsinn.“

Wo IN DIESEM LAND werden Frauen unterdrückt!? Vermengen Sie doch nicht immer Missstände am Ende der Welt (die übrigens oftmals bei genauerem Hinschauen ebenfalls BEIDE Geschlechter betreffen, was unsere Medien leider nur allzu oft totschweigen!) mit unseren Verhältnissen, nur weil Ihnen die Argumente knapp werden!


“Aber den Fakt zu verschleiern dass Frauen immer noch am meisten unter Gewalt leiden und im Grunde erst jetzt wirklich anfangen sich zu wehren ist gefährlich, weil es verschleiert, was es für ein System ist, in dem wir leben."

Sehr schön formuliert – und ebenso falsch.
Sie und Ihre Klientel sollten sich mal davon lösen, Gewalt immer mit Sexualstraftaten gleichzusetzen. Im Bereich Sexualstraftaten überwiegen bei uns mehrheitlich weibliche Opfer, ohne Frage. Das habe ich auch nie in Abrede gestellt.
Wo SIE aber die Vorstellung hernehmen, Frauen wären häufiger Gewaltopfer, erschließt sich weder mir noch der Polizeilichen Kriminalstatistik.

Werfen wir doch spaßeshalber mal einen Blick auf die
Polizeiliche Kriminalstatistik 2013

Straftatenopfer: insgesamt 955.737, davon männlich 567.479 bzw. weiblich 388.258,

einige Beispiele:
Mord: insg. 814 davon männlich 481 bzw. weiblich 333,
Totschlag und Tötung auf Verlangen: insg. 1.736 davon männlich 1.250 bzw. weiblich 486,
Fahrlässige Tötung: insg. 820 davon männlich 478 bzw. weiblich 342,
Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer: insg. 52.873 davon männlich 35.791 bzw. weiblich 17.082,
Körperverletzung: insg. 598.205 davon männlich 375.133 bzw. weiblich 223.072,
Misshandlung von Kindern: insg. 4.051 davon männlich 2.231 bzw. weiblich 1.820,
Straftaten gegen die persönliche Freiheit: insg. 219.236 davon männlich 113.163 bzw. weiblich 106.073,
Körperverletzung im Amt: insg. 2.021 davon männlich 1.646 bzw. weiblich 375
Gewaltkriminalität: insg. 217.975 davon männlich 152.261 bzw. weiblich 65.714
Mord und Totschlag: insg. 2.550 davon männlich 1.731 bzw. weiblich 819

In einigen Bereichen sind die Zahlen relativ gleichverteilt, bei sexuell konnotierten Straftaten überwiegen weibliche Opfer deutlich und trotzdem „schaffen“ es die Männer seltsamerweise, in Summe weit vorne zu liegen.
Wie decken sich diese Zahlen mit Ihrer Aussage, dass angeblich Frauen häufiger Gewaltopfer wären?

Aber vielleicht war das nur ein Ausreisser, eine Ausnahme? Ok, gern schauen wir uns auch die

Polizeiliche Kriminalstatistik 2012
an.

Straftaten insgesamt insg. 976.089 davon männlich 584.523 bzw. weiblich 391.566

Die gleichen Beispiele:
Mord: insg. 801 davon männlich 453 bzw. weiblich 348,
Totschlag und Tötung auf Verlangen: insg. 1.746 davon männlich 1.277 bzw. weiblich 469,
Fahrlässige Tötung: insg. 870 davon männlich 527 bzw. weiblich 343,
Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer: insg. 54.863 davon männlich 36.472 bzw. weiblich 18.391,
Körperverletzung: insg. 613.791 davon männlich 389.822 bzw. weiblich 223.969,
Misshandlung von Kindern: insg. 3.998 davon männlich 2.301 bzw. weiblich 1.697,
Straftaten gegen die persönliche Freiheit: insg. 218.080 davon männlich 112.225 bzw. weiblich 105.855,
Körperverletzung im Amt: insg. 2.095 davon männlich 1.659 bzw. weiblich 436,
Gewaltkriminalität: insg. 231.164 davon männlich 162.062 bzw. weiblich 69.102,
Mord und Totschlag: insg. 2.547 davon männlich 1.730 bzw. weiblich 817


Womöglich zwei Ausreisser? Wir alle "wissen" doch, dass Frauen IMMER und ÜBERALL von ALLEM „besonders betroffen“ sind. ...sagen Alice Schwarzgeld & Co.

Ok, ein Blick noch in die
Polizeiliche Kriminalstatistik 2011:

Und siehe da:
Mord und Totschlag: insgesamt 2.549 davon männlich 66,3 Prozent bzw. weiblich 33,7 Prozent
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer: insgesamt 54.512 davon männlich 66,8 Prozent bzw. weiblich 33,2 Prozent
Körperverletzung: insgesamt 607.780 davon männlich 63,8 Prozent bzw. weiblich 36,2 Prozent
Straftaten gegen die persönliche Freiheit: insgesamt 216.237 davon männlich 51,8 Prozent bzw. weiblich 48,2 Prozent

Zitat aus der Beschreibung:
„Meist männliche Opfer wurden bei Raub (Ausnahme: Handtaschenraub), Tötungsdelikte, Körperverletzung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit registriert.
Es zeigt sich, dass das Opferrisiko der männlichen Bevölkerung das der weiblichen bei Raub und Körperverletzung erheblich übertrifft.“


Noch Fragen, Kienzle?

...dachte ich mir…
Bernd Zeun
11.645
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 16:21 Uhr
Sie haben vergessen, die Täter nach Geschlecht aufzuschlüsseln, Herr Herwig, ich habe das jetzt nicht nachgeprüft, aber vermute, dass sowohl bei männlichen wie weiblichen Opfern die Männer als Täter überwiegen, und damit, zumindest was Gewaltkriminalität angeht, diese überwiegend von Männern ausgeht. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überraschen.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 07.11.2014 um 16:46 Uhr
Herr Zeun,
welche Rolle spielt es bitte, welches Geschlecht der Täter bzw. die Täterin hatte?! Sollte es nicht um das Opfer gehen?
Täter müssen sich im Regelfall vor Gericht verantworten, aber wer kümmert sich um die Opfer - bzw. um die Mehrzahl männlicher Opfer?
Wir finanzieren mit Steuermitteln feministischen Bullshit wie einen FrauenMediaTurm und sexistische, einseitige Hilfsangebote NUR für Frauen.
Es geht nicht um die Täter - dafür sind Gerichte zuständig. Mir geht es um die Opfer. Und für DIE fühlt sich irgendwie niemand zuständig in diesem Land - zumindest, sobald sie männlichen Geschlechts sind.

Ich habe mittlerweile wirklich hinreichend dargelegt, dass die Mär von der achso unterdrückten und gewaltbetroffenen Frau in unserem Land ausgemachter Quatsch ist. Trotzdem überbieten sich unsere "Qualitätsmedien" immerfort im Wiederkäuen derselben, längs widerlegten feministischen Mantras.

Und so werden jährlich ob diesen Quatsches Millionen und Abermillionen einseitig in Frauenhilfsprojekte aller Art gepumpt.
Für männliche Opfer sind dann angeblich leiiiiiider "angesichts endlicher Haushaltsmittel keine Gelder verfügbar".

DAS ist der Punkt, um den es im Kern geht.

Und wenn diese Einseitigkeit angesprochen wird, "darf" ich dann solche Sätze lesen wie:
"Aber den Fakt zu verschleiern dass Frauen immer noch am meisten unter Gewalt leiden und im Grunde erst jetzt wirklich anfangen sich zu wehren ist gefährlich"

Gefährlich? Ja sicher ist das gefährlich - für die fetten Budgettöpfe feministischer Organisationen. DA kann ich die Aufregung gut verstehen...
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 18:43 Uhr
Hallo Herr Zeun, Sie haben völlig recht. Nur etwa 5 Prozent der Insassen von Justizvollzugsanstalten sind Frauen. Es ist klar, was das bedeutet. Eine fast unfassbar überwiegende Mehrheit der Gewalttäter sind Männer. Ich finde es, auch im Namen aller meiner Kolleginnen von Ladies' Team sehr fair, dass Sie das erkennen und erwähnen.
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 18:51 Uhr
@Nina: Haha, ja genau. Und offensichtlich widerspricht er sich auch: ein paar Zeilen vorher sprach er noch davon, dass es belegt sei, dass die meisten Vergewaltigungsopfer Männer seien (womit er -ich hab' s gesehen - sogar depressive Menschen zum Lachen brachte) und jetzt behauptet er, er hätte ja nie in Abrede gestellt, dass bei Sexualdelikten öfter Frauen Opfer seien. Ich finde- und das ist meine Empfehlung- es lohnt sich nicht, seine Kommentare zu lesen, die wie ich nunmehr von vielen Herren und Damen gehört habe, vor blinder Wut triefen. Warum, das darf sein Geheimnis bleiben.
Bernd Zeun
11.645
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 20:22 Uhr
Herr Herwig, das will ich Ihnen gern sagen, welche Rolle es spielt, ob Gewalttäter in der Mehrzahl Männer sind. Mal abgesehen davon, dass Opferorganisationen wie der Weiße Ring sich ohne Unterscheidung des Geschlechts um Gewaltopfer kümmern, ist der beste Opferschutz immer noch der, es nicht zu Tätern kommen zu lassen. Und dafür sollte die Tatsache, dass überwiegend Männer Gewalttäter sind, ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Prävention sein.

Damit ist für mich die Diskussion an dieser Stelle beendet, wir sind nämlich nicht mehr beim Ausgangsthema, zu dem ich meine Meinung genügend dargelegt habe und die Gegenmeinungen dürften auch klar geworden sein. Bei über 90 Kommentaren blickt wahrscheinlich sowieso keiner mehr durch.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 07.11.2014 um 21:28 Uhr
Herr Zeun,
"ist der beste Opferschutz immer noch der, es nicht zu Tätern kommen zu lassen."

Da finden wir doch wieder einen Schwenk zum Ursprungsthema. Sexuelle Gewalttaten werden durch eine Art "Bedarf" initiiert, welcher vom Täter oder der Täterin befriedigt werden muss.
Ergo ist die Forderung, Prostitution und Pornografie zu verbieten das mit Abstand Bescheuertste, was Feministinnen tun können, wenn es ihnen wirklich ernst damit wäre, Frauen vor sexuellen Gewaltübergriffen schützen zu wollen. Ohne ein verfügbares und leicht zugängliches Ventil werden sich angestaute Triebe, welche man so für die Allgemeinheit gefahrlos abreagieren könnte, immer irgendwann ein Opfer suchen.

Aber derartige Logik überfordert Feministinnen mit selektiver Wahrnehmung offenkundig - wie so einiges...
100
Ladies´ Team aus Gießen schrieb am 07.11.2014 um 21:40 Uhr
Sehen Sie, lieber Herr Zeun, es lohnt sich nicht. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wir haben selten etwas Menschenverachtenderes gelesen ("Ohne ein verfügbares und leicht zugängliches Ventil"... damit meint er offensichtlich menschliche Wesen).
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 07.11.2014 um 21:47 Uhr
Ich sehe schon, ich hätte auf George Carlin hören sollen...
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 08.11.2014 um 11:53 Uhr
Carlin da rein zu ziehen, ich weiss nicht. Würde aber gerne wissen was er dazu sagen würde.
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