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Reiskirchener Grundschulen durch Sozialarbeiter Jürgen Otto nun dauerhaft gestärkt

Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald, Koordinatorin Nicole Kohl-Massey, Ralf Finthammer, Sozialarbeiter Jürgen Otto, Hauptamtliche Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl, die Schuleiterinnen Stefanie Levenig und Petra Schul, Bürgermeister Dietmar Kromm
Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald, Koordinatorin Nicole Kohl-Massey, Ralf Finthammer, Sozialarbeiter Jürgen Otto, Hauptamtliche Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl, die Schuleiterinnen Stefanie Levenig und Petra Schul, Bürgermeister Dietmar Kromm
Gießen | Seit Schuljahresbeginn ist Jürgen Otto der Sozialarbeiter an der Kirschbergschule und in der Grundschule Ettingshausen. Er ist mittlerweile in seinem neuen Job angekommen, die Kinder sind ihm und seiner Art zugetan, sie vertrauen ihm und auch die Lehrerschaft will ihn nicht mehr missen. Das Resümee der ersten Wochen fällt durchweg positiv aus und Jürgen Otto sagt selbst: „Es wird langsam.“ Über die Aufgaben des Sozialarbeiters sagt Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald: „Die Sozialarbeiter an Schulen sind ein Bindeglied zwischen Schule und Jugendhilfe. Herr Otto ergänzt die erzieherische und bildende Arbeit der Schule und leistet zugleich eine selbständige sozialpädagogische Arbeit in der Schule und darüber hinaus.“

Die Vereinbarung für die neue Stelle von Jürgen Otto, die zugleich die Kooperation verschiedener Einrichtungen und sozialer Akteure vor Ort forciert, haben jetzt die Beteiligten unterzeichnet. Mit am Tisch: Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald und Hauptamtliche Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl für den Landkreis Gießen, Bürgermeister Dietmar Kromm, Ralf Finthammer vom Internationalen Bund als Auftragnehmer und Anstellungsträger und die Schuleiterinnen Stefanie Levenig und Petra Schul. Sie waren sich einig, dass die Sozialarbeit an Grundschulen eine gute Sache ist, die nur richtig gut funktionieren kann, wenn Schule, Jugendhilfe, Eltern, kommunale Jugendarbeit, Vereinsarbeit und die Politik an einem Strang ziehen.

Nachdem die Sozialarbeit an Grundschulen in Hessen und im Landkreis Gießen zunächst als befristetes Pilotprojekt eingeführt wurde, geht es nun in die Regelphase über und soll in Reiskirchen weiter ausgebaut werden. Sozialdezernent Dirk Oßwald sagte: „Wir haben in den ersten Jahren gemerkt, dass Sozialarbeiter eine Bereicherung für die jeweilige Schulgemeinde darstellen und dass eine Fortführung der Sozialarbeit an Grundschulen als präventives Angebot unbedingt sinnvoll ist.“ Er hat sich deswegen erfolgreich für den Ausbau stark gemacht. Aktuell sind im Landkreis Gießen an 10 Gesamtschulen, 4 Förderschulen und 12 Grundschulen Sozialarbeiter eingesetzt, im nächsten Jahr soll dies an 31 Schulstandorten der Fall sein. Derzeit sorgen 25 Fachkräfte für die Verbesserung der Lebens- und Lernsituation von Schülerinnen und Schülern, indem sie bei Problemen unmittelbar niedrigschwellige Hilfe und Unterstützung anbieten.

„Der Bedarf ist da“, bestätigte Schulleiterin Stefanie Levenig. Die Kirschbergschule besuchen 249 Schüler und so ist es nicht verwunderlich, dass es immer etwas für Jürgen Otto zu tun gibt. Er ist dort an vier Tagen in der Woche im Einsatz, einen Tag ist er in Ettingshausen und kümmert sich um die Sorgen und Probleme der 75 Schülerinnen und Schüler dort. Zu den Lehrerinnen und Lehrern pflegt er ein partnerschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis. Die Schulgemeinschaft nimmt Jürgen Otto als Bereicherung wahr, weil er mit anderen Kompetenzen und einer eigenen Ansprache an die Kinder herantritt als es Lehrer tun.

„Es gibt im Alltag der Kinder Schwierigkeiten, die die Lehrkräfte zusätzlich zum Unterricht nicht lösen können“, erläuterte Schuldezernentin Christiane Schmahl die Notwendigkeit einer zusätzlichen sozialpädagogisch ausgebildeten Kraft. „Ich bin daher froh, dass wir im Landkreis Gießen Wege gefunden haben, die Sozialarbeit an Grundschulen zu etablieren und finanzieren.“

Bürgermeister Dietmar Kromm lobte das Zusammenspiel, von Schule, Jugendhilfe, Jugendarbeit, Elternhaus und Vereinen, welches durch die Sozialarbeiter an Schulen geschickt ergänzt werde. „Früher war Schule ein abgeschlossener Raum ohne Netzwerk in andere gesellschaftliche Bereiche. Heute gibt es gute Beziehungen zwischen den Institutionen und alle können bei Schwierigkeiten am selben Strang ziehen. Die Sozialarbeit ist für die Gemeinde Reiskirchen ein großer Gewinn!“

Koordiniert wird die Sozialarbeit an Schulen von Nicole Kohl-Massey, Telefon: 0641 9390-9392, E-Mail: nicole.kohl-massey@lkgi.de.

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Julia Schmidt
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