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Ehrenamts-Card: Bewerbungsfrist endet am Freitag!

Gießen | Endspurt für die Bewerbung zur Ehrenamts-Card: Frist endet am 31. Oktober. Landrätin Anita Schneider zeichnet im Dezember wieder herausragend engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrenamts-Card aus. „Mit der Ehrenamts-Card wollen wir das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gießen würdigen. Was viele freiwillig Engagierte leisten, wird in der Öffentlichkeit nicht immer hinreichend erkannt und gewürdigt. Die Ehrenamts-Card ist ein sichtbarer Ausdruck öffentlicher Anerkennung und Wertschätzung. Und sie ist ein Dank an die Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft einsetzen“, erklärt Anita Schneider.

Sie erinnert an das Bewerbungsprozedere, dessen Bewerbungsfrist am Freitag, 31. Oktober, endet. Bis dahin sollten alle ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Gießen eine Ehrenamts-Card beantragt haben. Inhaberinnen und Inhaber der so E-Card mit der Gültigkeitsdauer 2012 bis 2014 müssen die Karte wieder neu beantragen. Die E-Card wurde im Landkreis Gießen im Frühjahr 2006 erfolgreich eingeführt. Seitdem hat der Landkreis über 2.499 Karten ausgegeben, zurzeit sind 424 Ehrenamtskarten gültig.

Die Ehrenamts-Card ist eine Würdigung für Personen mit Wohnsitz in den Städten und Gemeinden des Landkreises Gießen, die sich mindestens durchschnittlich fünf Stunden pro Woche freiwillig und ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren und dafür keine Aufwandsentschädigung bekommen. Das Ehrenamt muss seit drei Jahren oder seit der Gründung einer Initiative begleitet werden, das Engagement kann für den Erhalt der E-Card aber in unterschiedlichen Bereichen geleistet und addiert werden.

Landrätin Anita Schneider bittet die Verantwortlichen in den unterschiedlichen Ehrenamtsbereichen, intern auf die Möglichkeit der Bewerbung hinzuweisen. Außerdem sollen auch die „stillen“ Leistungsträgerinnen und -träger, die „Kümmerer“ und „Macher“ nicht vergessen werden, die selbst zu bescheiden sind, eine E-Card zu beantragen.

Antragsformulare und die Zugangsvoraussetzungen erhält man in den Stadt- oder Gemeindeverwaltungen und im Internet unter www.landkreis-giessen.de oder unter www.vhs-kreis-giessen.de. Außerdem bekommt man die Anträge im vhs-Haus Lich, Ansprechpartnerin ist dort: Ulrike Größer, Ehrenamtsförderung, Kreuzweg 33, 35423 Lich, Telefon: 0641 9390 - 5715, Fax: 0641 9390 - 5740, E-Mail: ehrenamtsfoerderung@lkgi.de

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 09:07 Uhr
Was schreibt der Artikeleinsteller:

"(...) ... Mit der Ehrenamts-Card wollen wir das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gießen würdigen. Was viele freiwillig Engagierte leisten, wird in der Öffentlichkeit nicht immer hinreichend erkannt und gewürdigt. ... (...)"

Ist das die einzige Motivation für die Kommunen für das Ehrenamt Werbung zu machen?

Sicher nicht, denn in Zeiten der (nicht offiziell erklärten aber faktischen) Pleite der kommunalen Haushalte ist es zwingend nötig, dass bestimmte Dienstleistungen weiter dem Bürger angeboten werden. Sind sie nicht mehr zu bezahlen kommen dann gerne Sponsoren oder Ehrenamtliche "ins Spiel". Ist das "Gut oder Schlecht". Darüber läßt sich sicher endlos streiten.

Was ich aber von finanziell präkären Einrichtungen erwarte (bzw. erwarten kann), ist doch, dass sie nicht eine offensichtliche Tatsache totschweigen, sondern (von mir aus mit ihrer Sicht der Dinge) das offen ansprechen.

Irgendwann sind wieder Wahlen. Glaubt nur nicht die Mitbürger sind so blöde oder vergesslich. Dann bekommt ihr "Pleitemacher" die Rechnung, die ihr verdient.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 30.10.2014 um 09:20 Uhr
Herr Wagner nein es nicht die einzige Möglichkeit die Ehrenamtlichen zu Ehren. Aber eine zusätzliche und von vielen Ehrenamtsvertretern begrüßte Auszeichnung. Jahrelang wurde für eine solche Maßnahmen von Seiten der Ehrenamtlichen eingetreten. Bereits in den 90er Jahren wurde solche Modelle vorgeschlagen. Die Gemeinden werben damit auch nicht. Ehrenamt gibt es ja nicht seit gestern. Ich stehe einem Verein vor der 1881 geründet wurde zum Wohle der Gemeinschaft.
Viele Menschen engagieren sich und das nicht weil es eine Ehrenamtskarte gibt sondern weil sie es gerne für ihre Mitmenschen tun. Wenn man dabei noch die öffentlichen Haushalte entlasten kann ist doch Prima.
Das Ehrenamt immer mit Pleiten der Kommunen in Verbindung zu bringen ist ein Unverschämtheit und unserer Arbeit nicht dienlich.
Die Ehrenamtlichen die ich kenne sind weder politisch motiviert noch machen sie ihre Arbeit wegen der Pleite der Kommune.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 17:40 Uhr
Herr Büttel, ich behaupte ja nicht, dass die Motivation aller Ehrenamtliche die Gleiche ist. Auch ich kenne die von ihnen sicher korrekt beschriebene Ehrenamtliche.

Aber es gibt schon einen sanften Druck von den Kommunen auf Mitbürger sich doch (weiter oder überhaupt) ehrenamtlich zu engagieren. Und sie können mir nicht erzählen, dass das die Bürgermeister und Landräten deswegen tun, weil sie urplötzlich den Wert des Ehrenamtes erkannt haben. Nein sie haben in ihren Kassen keinerlei Reserven mehr und spüren aber den Widerstand breiter Bevölkerungskreise gegen ihre "Sparerei auf Teufel komm raus".

Ein paar Presseerklärungen "raushauen" und Ehrenamtskarten rausgeben ist ein sehr geringer Aufwand um an für die Kommunen kostenarme oder sogar kostenfreie Dienstleistungen von Mitbürgern zu kommen. Klappt es, so kann so mancher Bürgermeister oder Landrat sich freuen, dass sie / er doch ein Minimum an erbrachter Dienstleistung der Kommunen gegenüber dem Bürger an die Presse gehen können.

Das sind Aussagen, die ich mit vielfältigen Beispielen belegen kann. Der geforderten Kürze wegen will ich mich auf ein Beispiel einschränken.

In einer Gemeinde im Landkreis haben sich Senioren zusammen geschlossen um bestimmte handwerkliche Leistungen gemeinsam zu erbringen. Vielfältiger Nutzniesser dabei ist die Gemeinde. So z.B. wurden mit Namen versehene Aufhänger für die Klamotten der Kinder im örtlichen Kindergarten hergestellt und dann vor Ort angeschraubt.

Kein Zweifel sicher eine sinnvolle Sache, damit das Gedränge beim Start und Ende der Kindergartenzeit an der Garderobe nicht so groß ist. Aber müssen dafür rüstige Rentner wirklich einspringen? Ist das nicht Aufgabe der Gemeinde? Wurden solche Aufgaben bisher nicht von dem Träger des Kindergartens übernommen? Haben dafür in der Verganenheit nicht der einheimische Schreiner einen Auftrag bekommen (ein Schreiner der vielleicht 2 oder 3 Gesellen "im Brot hatte")? Können die Eltern nicht erwarten, dass bei den (teilweise recht hohen) Gebühren für den Kindergarten "das" dabei ist?

Zugegeben, die einzelne Massnahmen bewegt sich vielleicht im hohen drei- oder niedrigen vierstelligen Geldbetrag-Bereich. Aber Kleinvieh macht auch Mist.

Achso, Herr Büttel sie kommen aus Hungen. In Giessen wirbt die Stadt ganz aktiv damit sich recht viele Mitbürger an den verschiedenen Möglichkeiten sich im Ehrenamt zu engagieren interessieren. Dafür wurde seitens der Stadt extra ein Verein gegründet, der seinen Sitz im Rathaus hat.

http://www.giessen.de/?NavID=684.298

Bei der MoDe wurde mir zusätzlich von (Langzeit) Arbeitslosen erzählt, dass manche Jobcenter-Mitarbeiter - mehr oder weniger offen - Druck ausüben, dass Bezieher von Hartz-IV-Leistungen (und Grundsicherung) sich ehrenamtlich engagieren.

Dabei wird "der Dreh angewendet", dass nach einem gewissen Zeitraum des ehrenamtlichen Engagements eventuell ein 400-Euro-Job und sogar danach eine Festanstellung "winken". Das wird einfach so in den Raum gestellt (es gibt für diese "steile Behauptung" keinerlei statistische Bestätigung) und leider gibt es immer noch schlecht informierte Zeitgenossen, die so etwas als "bare Münze" nehmen und dann "aus allen Wolken fallen", wenn nach einiger Zeit des ehrenamtlichen Engagement Nichts nachkommt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Landkreis Gießen

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