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"Weniger ist mehr - Wege finden aus der Konsum-Falle!"

Gießen | Mit diesem Thema laden wir zu einen interessanten Nachmittag für Freitag, den 14. November 2014, von 15.00 bis 18.00 Uhr in die Frankfurter Str. 48 in Gießen ein, um gemeinsam mit Familien und ihren Kindern , nach Lösungen zu suchen möchten, den Familienalltag preiswerter und trotzdem schön erleben zu können.
Sicher kennen Sie das auch: im Kinderzimmer stapelt sich das Spielzeug – und trotzdem möchte Ihr Sohn oder Ihre Tochter unbedingt das neueste Modell von Lego, das in der Werbung so toll angepriesen wird. Und immer mehr im Kommen sind auch die elektronischen (Spiel-) Geräte: Viele Grundschüler/innen und oft schon Kindergartenkinder können sich den Alltag kaum noch ohne Play-Station, Computerspiele oder teure Handys vorstellen.
Gilt das aber nicht nur für die Welt unserer Kinder? Auch viele Erwachsene kennen dieses Gefühl vom „Rausch im Konsum“ und wachen ernüchtert auf, wenn sie einen Blick auf ihren Kontoauszug werfen.

Die massive Werbung in den Medien tut ihr übriges, um Wünsche nach oft völlig unnützen Dingen zu wecken – wie kann es dennoch gelingen, den Weg aus dieser „Konsumfalle“ zu finden?!“

Dieser Frage möchten wir in gemütlicher Runde mit Tee und Plätzchen, gemeinsam mit den Kindern, nachgehen. Nach einem kleinen Einstieg für die ganze Familie werden wir in getrennten Gruppen - sowohl mit den Eltern, als auch mit den Kindern zwischen 6 und 12 Jahren - nach kreativen und vielfältigen Ideen suchen.
Für kleinere Kinder steht auf Anfrage eine Betreuung zur Verfügung.
Unkostenbeitrag: 3 € pro Erwachsene + 2 € pro Kind;
Nähere Informationen und Anmeldung unter
AKTION - Perspektiven e.V.; Tel.: 0641/71020;
Ansprechpartnerin: Birgit Leischner

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 28.10.2014 um 16:06 Uhr
Ein Angebot für offensichtlich Familien, welche sehr wenig Geld haben.

Warum wird dann für die Beratung Geld verlangt?
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.10.2014 um 18:15 Uhr
Ich sage es ganz anders Herr Wagner....ich habe für solche Dinge kein Geld und somit komme ich auch nicht in die Konsumfalle. Eine Playstation kostet ohne Spiele schon fast 400.- €, da kann man nicht von Armut sprechen wenn wie oben geschrieben schon Kindergarten Kinder damit spielen. Alles eine Sache der Erziehung, man muss nicht jeden Trend mitmachen oder Wege zur Finanzierung finden.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 29.10.2014 um 08:33 Uhr
Herr Büttel, ihr Konsumverhalten ist vorbildlich.

Aber im Artikel ging es ausdrücklich um Menschen, welcher dem "Konsumrausch" erliegen. Auch dem Artikeleinsteller ist es klar, dass dieses Verhalten den Betroffenenen erst auffällt, wenn "(...) ... sie einen Blick auf ihren Kontoauszug werfen (...)". Dann ist sicher Beratungsbedarf vorhanden.

Warum ist dieses Phänomen so weit verbreitet. Sicher können andere Bürgerreporter darauf eine kompetentere Antwort als ich geben. Hier sind wahrscheinlich Menschen mit einem Universitätsabschluss in Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaften und anderen Geisteswissenschaften bevorzugt dazu in der Lage.

Denn der Artikeleinsteller hat das wahrscheinlich dahinter liegende gesellschaftliche Problem ansatzweise angesprochen (zumindest angedeutet).

Er schreibt:

"(...) Die massive Werbung in den Medien tut ihr übriges, um Wünsche nach oft völlig unnützen Dingen zu wecken .... (....)"

Ich persönlich vermute (... ja, ja ich weis ich soll nicht so oft "in Vermutungen machen" ...), dass ein hinter diesem Verhalten (auch) folgender Mechanismus steht: Über das nach Außen gerichtete Zeigen von das "Alles kann ich mir leisten" soll ein Mitschwimmen im Mainstream vorgespiegelt werden (obwohl dazu das Familieneinkommen nich reicht).

Persönlich hatte ich mit der Bezahlerei meiner Konsumwünsche in meinem Leben (obwohl ich nie viel verdiente) kein Problem, denn in den 70ern (da wurde ich ja politisiert) galt allgemein: Werbung ist Sch..... - die nutzt nur den Kapitalisten! Schaue halt immer bei Kauf von Konsumgütern, was du wirklich brauchst. Und ich brauche wirklich viel weniger Konsum, als die Mitmenschen, welche meinen etwas nach außen zeigen zu müssen.
Obwohl ich jetzt rund 10 Jahre keine bezahlte Arbeit mehr habe bin ich durch diese Grundeinstellung nicht in die "bittere Armut abgerutscht".
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 29.10.2014 um 09:01 Uhr
Woran liegt das? Diese Frage ist denke ich nicht schwierig. Zum einen werden die Kinder sofort in den Medienkonsum integriert. Die Werbung auf den Kinderkanälen ist auf diese Kundschaft zu geschnitten. Also werden Bedürfnisse geweckt. Die Kinder wollen dann die Dinge die sie im TV gesehen haben natürlich auch gekauft bekommen. Jetzt sind die Eltern gefordert. Ein Einfaches nein.....schwierig. Hinzu kommt, dass die Eltern sich heute zu Tage unter Druck gesetzt fühlen. Wenn die Kinder betteln, dass andere Kinder ja schon längst die Spielsachen haben, bekommen viele Eltern ein schlechtes Gewissen und kaufen dann über das Bedürfnisse oder den Geldbeutel ein. Das Problem liegt zu einem hohen Anteil bei den Eltern. Häufig werden ja die Kinder aus Bequemlichkeit vor dem Fernseher erzogen. Ich kenn viele Beispiele wo schon vor Erreichen des Schulalters ein TV-Gerät im Kinderzimmer steht. Meine Frau und ich waren uns in dieser Beziehung immer einig. Erst nach der Konfirmation (in der Regel mit 14) dürfen unsere Kinder wenn sie es sich leisten können ein TV Gerät in ihr Zimmer stellen. Damit ist eine gewisse Kontrolle bis zu diesem Zeitpunkt, was den TV-Konsum betrifft gewährleistet. Beziehungsweise durften sie für o.g. Spiele (Play Station oder WI) eine TV Gerät besitzen aber ohne die Möglichkeit Fern zu sehen (also kein Receiver). Auch mussten sie sich diese Geräte (Spiele) ansparen. Das Neuste musste es auch nicht immer sein.
Es ist für Eltern sehr schwierig auch dem Druck untereinander stand zu halten. Ich kann nur jedem empfehlen sich manchmal auch gegen die Konsumströme zu wenden. Sie bekommen im Endeffekt von den anderen Eltern dafür mehr Anerkennung als Sie denken. Konsequenz ist das Zauberwort, aber das war es ja bei der Erziehung unserer Kinder schon immer. Fehler machen wir alle mehr als genug. Meine Kinder haben mich auch immer mal wieder in einem schwachen Moment erwischt. Aber ich gebe mir Mühe dies im Rahmen zu halten.
Der psychische Konsumdruck wird unter den Eltern unnötig aufgebaut und das schlechte Gewissen in Gang gesetzt. Daran muss man Arbeiten. Denn dieser Druck ist unnötig.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 30.10.2014 um 17:58 Uhr
2 mal Büttel - 2 mal Wagner ---- Will niemand anders einen Kommentar abgeben? Z.B. der Artikeleinsteller?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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