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Wie steht es um die Meinungsfreiheit?

von Lea Meisteram 25.10.20141895 mal gelesen6 Kommentare
Auf einem Globus werden alle Fälle von Inhaftierungen und Ermordungen von Journalisten und Autoren bis 2014 angezeigt.
Auf einem Globus werden alle Fälle von Inhaftierungen und Ermordungen von Journalisten und Autoren bis 2014 angezeigt.
Gießen | Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Ausstellung, die zurzeit in der Universitätsbibliothek Giessen gezeigt wird. In Deutschland muss niemand mehr damit rechnen, für seine Meinung vom Staat diskriminiert zu werden – in vielen Ländern der Welt ist das leider noch Alltag. Skulpturen, Bilder, Bücher und vieles mehr hat der Verein „Gefangenes Wort e.V.“ dazu zusammengetragen.

Werke des Künstlers Pjervoj Ogonjok und von Vereinsmitgliedern selbst kreierte Exponate setzen sich kreativ mit dem Thema auseinander. Auf einem Globus sind alle Länder markiert, in denen Autoren und Journalisten für ihre Meinung im Gefängnis sitzen oder mit ihrem Leben bezahlen mussten. Wandtafeln informieren Besucher über die Entwicklung der Meinungsfreiheit und Zensur in Deutschland, Ungarn, Russland, der Türkei, China, Äthiopien und Mexiko.

Der Verein „Gefangenes Wort“ engagiert sich seit 2008 für die Rechte von Schreibenden überall in der Welt. „Wir wollen, dass Literatur vielfältig und kritisch sein darf“, sagt Vereinsmitglied Lisa Weiser, und Mitgründer Michael Weiser ergänzt: „In Deutschland ist es im Moment gut um die Meinungsfreiheit bestellt, aber in der Vergangenheit war das auch hier nicht der Fall.“

Dieses Jahr liegt der Fokus ihres Engagements auf Äthiopien: aus diesem Staat sind so viele Journalisten geflohen wie aus keinem anderen Land de Erde. Vor allem für die inhaftierte Journalistin Reeyot Alemu setzt sich „Gefangenes Wort“ ein. Besucher der Ausstellung haben die Möglichkeit, eine Postkarte oder ein Foto für Alemu zu gestalten, die ihr zur Unterstützung ins Gefängnis geschickt werden.

„Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“ ist noch bis zum 13. November in der Universitätsbibliothek zu sehen (Montag bis Sonntag, 8.30 – 23.00 Uhr), der Einritt ist frei.

Am 5. November um 19.30 Uhr findet außerdem eine Lesung mit dem äthiopischen Schriftsteller Teshome Damtew, der in Deutschland im Exil lebt, im KiZ Gießen statt.

Auf einem Globus werden alle Fälle von Inhaftierungen und Ermordungen von Journalisten und Autoren bis 2014 angezeigt.
Auf einem Globus werden... 
Michael und Lisa Weiser vom Verein "Gefangenes Wort".
Michael und Lisa Weiser... 

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Kommentare zum Beitrag

759
D. Theiß aus Lich schrieb am 25.10.2014 um 18:51 Uhr
Das ist sicherlich so richtig, aber nicht hier in der GZ.
Florian Schmidt
4.964
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 25.10.2014 um 19:06 Uhr
Ein Beispiel haben wir ja gerade auch wieder in Deutschland. Die aktuellen Ereignisse rund um Dieter Nuhr. Hoffe das sowas keine Schule macht.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 25.10.2014 um 20:03 Uhr
Das gilt aber nur wenn ein Deutscher ohne Migrationshintergrund etwas in diese Richtung von sich gibt, da wird gerne gleich und sofort von Nazi gesprochen.
Wenn aber ein Bürger mit Migrationshintergrund Sprüche über das Deutsche Volk losläßt da sieht die Sachlage schon wieder ganz anders aus, da haben sie alle ...... in der Hose und wenn einer trotzdem reagiert, dann siehe oben, dieses wird auch sehr gerne hier in der GZ propagiert, nur nicht auffallen und immer mit dem Strom schwimmen. Wehe DU sagst etwas anders .... aber dann.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 25.10.2014 um 20:44 Uhr
Frau Back, das Gefühl hat man schon manchmal, eine eigene Meinung darf man bei manchen BR´s nichthaben, schon geht es los mit man soll Fakten schaffen oder irgendwelche Artikel als Beweis einstellen.
Für was aber brauche ich Beweise wenn ich eine Meinung habe.
Ich stelle sehr sehr selten einen Kommentar ein wo ich etwas behaupte, ich vertrete hier lediglich nur meine Meinung.
Aber, meine Antwort soll keine Reaktion auf ihren Kommentar sein, den ich als Spaß (Ironie) verstanden haben.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 25.10.2014 um 22:46 Uhr
Siehe Dieter Nuhr.

Wenn ein gewisser Personenkreis durch Worte, Bilder oder Reden Deutsche
verunglimpft, so ist dieses ein ihm zustehendes Recht.
Wenn Personen die diesem Personenkreis nicht Zugehörig sind diesen ersten Personenkreis durch Worte, Bilder oder Reden verunglimpfen so wird darum ein Gedöns gemacht, so als hätte man jemanden ermordet.

Obwohl es kann nicht angehen, daß überhaupt Jemand einen anderen Personenkreis durch irgendwas verunglimpft.

Man sollte aber unserem Volk das Recht lassen, daß wir unsere Kultur so Leben wie wir wollen, das bedeutet für mich ich feiere Weihnachten und nicht sonst irgendein Laberfest, wem das nicht paßt, Bitteschön, die Bundesrepublik Deutschland ist kein Gefängnis, die Grenzen sind offen und Tschüs. Wir sollen die Christlichen Feiertage wegen irgendwelchen Spinner umbenennen aber die bezahlten Feiertage dafür wird das Geld eingestrichen.
Dann bitte geht auch den Christlichen Feiertagen arbeiten.

So und jetzt kommt wieder eine Flut bösartiger Kommentare wegen meiner persönlichen Meinung, damit kann ich aber recht gut Leben.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 25.10.2014 um 23:18 Uhr
Danke, aber ehe ich Tschüs sage, macht der Mond warm und die Sonne backt Weihnachtsplätzchen. ..............
Hallo Lieber Leser
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