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Landkreis schickt elf Kindertagespflegepersonen mit einer fundierten Qualifizierung auf die berufliche Startbahn

Dezernent Dirk Haas (l.) gratulierte zur bestandenen Ausbildung. Mit der Qualifikation können die Kindertagespflegepersonen nun bis zu fünf Kinder betreuen. Mit dabei auch die Ausbilderinnen und die Damen aus den Kindertagespflegebüros.
Dezernent Dirk Haas (l.) gratulierte zur bestandenen Ausbildung. Mit der Qualifikation können die Kindertagespflegepersonen nun bis zu fünf Kinder betreuen. Mit dabei auch die Ausbilderinnen und die Damen aus den Kindertagespflegebüros.
Gießen | Frische Luft, viel Natur und vor allem viel Neues entdecken – das lässt Kinderherzen höher schlagen. Und auch bei elf Kindertagespflegepersonen waren diese Erinnerungen an die eigene Kindheit nicht nur Thema im Qualifizierungsseminar, sondern sind auch Teil ihrer neuen Arbeit. Das berichteten sie zum Abschluss ihrer Ausbildung, die der Landkreis Gießen organisiert und finanziert hat. Dezernent Dirk Haas übergab in der Katholischen Familienbildungsstätte in Buseck kürzlich die Zertifikate.

Zehn Frauen und einen Mann haben sich in den vergangenen sieben Monaten das Rüstzeug für die Arbeit als Tagespflegeperson angeeignet. In 164 Unterrichtseinheiten wurden rechtliche Grundlagen, persönliche Kompetenzen, der Betreuungsauftrag, die interkulturelle Bildung, die Phasen der Tagespflege sowie entwicklungspädagogische und psychologische Inhalte in Zusammenarbeit mit den Eltern besprochen. Aber auch Konfliktverhalten, Kinderschutz, Inklusion, Ernährung, Hygieneschutzbestimmungen sowie die Gestaltung der Spielräume waren Thema der facettenreichen Ausbildung.

„Das schönste waren auch die Erinnerungen an unsere eigene Kindheit. Denn das ist wichtig. Auch unsere Kinder sollen eine schöne Kindheit haben, vieles entdecken und lernen. Sie sollen sich gern an diese Jahre erinnern“, erklären Olga Armbrüster und Christine Matern. Sie und die anderen neuen Tagesmütter freuen sich auf die Betreuung vieler Kinder. „Mit der Qualifizierung haben Sie sich ein gutes Rüstzeug zugelegt. Es gibt wohl kaum einen Bereich, in dem sich die Anforderungen so schnell und vielseitig ändern, wie in der Kinderbetreuung“, erklärte der Kreisbeigeordnete Dirk Haas, „doch der Landkreis Gießen sorgt stets dafür, dass die Ausbildung zur Kindertagespflegeperson auf dem neusten Stand ist.“

Zweimal im Jahr bietet der Landkreis in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Kindertagespflege einen Kurs an. Im jetzt zu Ende gegangenen Lehrgang war auch wieder ein Mann dabei: Stephan Andreas Israel. Der Mediengestalter aus Hungen hat sich ganz bewusst für diese Qualifizierung entschieden. „Meine Frau arbeitet bereits in der Kinderbetreuung. Und da ich einen Halbtagsjob habe, könnte ich aushelfen“, erklärt der 52-Jährige. Mit dem kostenlosen Angebot des Landkreises hat er sich das entsprechende Fachwissen angeeignet. „Das ist sehr wichtig im Umgang mit Kindern. Zudem ist es auch für die Kinder gut, wenn ein Mann zwischen den ganzen Frauen auftaucht. Wir Männer haben bei der einen oder anderen Sache schon andere Herangehensweisen“, sagte er.

Doch nicht nur die Tatsache, dass auch einen Mann den Kurs absolviert hat, sorgte für freudige-strahlende Gesichter beim Dezernenten und den Kreismitarbeitern, sondern auch die Abschlussquote. „Alle haben die Qualifizierung bestanden. Wie auch bei den vergangenen Kursen liegt die Abschlussquote bei einhundert Prozent“, sagte Kursleiterin Helga Schmitz zufrieden.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Kurses sei die Zusammenarbeit des Netzwerks mit den Tagesmüttern und -vätern aber noch nicht beendet, betonte Helga Schmitz: „Auch weiterhin sind wir als Netzwerk für alle Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer da. Die Kindertagespflegebüros dienen Ihnen stets als Ansprechpartner bei Fragen und Sorgen“, sicherte sie allen Absolventen zu. Auch Dirk Haas verwies auf die gute Vernetzung innerhalb des Landkreises. „Es gibt eine Reihe von Hilfestellungen. Niemand wird alleingelassen“, sagte er zum Abschluss und wünschte den Tagesmüttern und dem Tagesvater neben vielen Kindern auch verständnisvolle und angenehme Eltern.

Mit der Qualifikation können die Kindertagespflegepersonen aus Lich, Fernwald, Hungen, Buseck und Staufenberg eine Pflegeerlaubnis für bis zu fünf Kinder beantragen. Diese ist dann für fünf Jahre gültig und muss jährlich mit einer Aufbauqualifizierung im Umfang von mindestens 20 Unterrichtseinheiten bestätigt werden.

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