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Nachhaltig sind die Schulden der LaGa und

Gießen | was bleibt noch?

Mit Ach und Krach hat die LaGa 500.000 Besucher – statt der angestrebten 700.000 – erreicht, und dies nur durch kostenlosen Eintritt am Abschlusstag. Eine endgültige Bilanz – die exakte Höhe des Defizits - wird noch auf sich warten lassen. Die Angaben über Kosten und Zuschüsse waren auch bis dato intransparent, eine Offenlegung der Finanzsituation ist mehr als angebracht.

Dazu gehört auch die Bilanz des Freibads, das in diesem Jahr von 25.000 Menschen kostenlos über die LaGa benutzt werden konnte. Dieses Defizit von rund 37.000 Euro ist zwar vergleichsweise gering, muss aber auch aufgebracht werden.

Wem hat die LaGa letzten Endes genutzt? Die Bevölkerung wurde weder gefragt noch mit einbezogen, weshalb die Akzeptanz in großen Teilen ausblieb. Was bleibt von der LaGa – außer einem Haufen Schulden? Dies kann auch durch das nachträgliche städtische Zweckjubeln nicht verhehlt werden. Das finanzielle Desaster war vorhersehbar und wird jetzt noch schöngeredet. An vielen wichtigen sozialen Einrichtungen wird jetzt gespart und weitere Einschränkungen werden sehr wahrscheinlich folgen.

Durch das Bürgerbegehren der BI konnte wenigstens der Schwanenteich, der zu einem kahlen rechteckigen Becken verunstaltet werden sollte, in etwa gerettet werden. Dennoch ist der Verlust der Trauerweiden („aus Versehen“ gefällt) und des Brückchens eine Schande und die neue Brücke eine Missgestalt.

Dass der Schwanenteich nicht gänzlich in das LaGa-Gelände einbezogen (und den Spaziergängern genommen) wurde, ist vermutlich auch dem Druck der Bevölkerung zu verdanken. Denn die gesperrte neue Brücke hätte nur dann Sinn gehabt, wenn sie auch hätte benutzt werden können. Nicht wieder gut zu machen ist der Frevel an der Natur, das Fällen vieler Bäume und die Vertreibung einheimischer Vögel, deren Brutstätten vernichtet wurden und das Zerstören der Lebensräume der Wildbienen und anderer Lebewesen.

Auch die „Events“ der LaGa entpuppen sich als Fehlschlag: das Palmencafè wird abgerissen, die Blumenbeete geschreddert und der Quellgarten - so er denn bleibt – wohl eingezäunt. Die Brücke über die Wieseck kommt weg, ein Wiederkehren ist fraglich. Ob die Rückkehr von BlauWeiß im nächsten Jahr wie erhofft stattfinden wird, wird sich weisen.

Laut einer aktuelle Online-Umfrage der Gießener Allgemeinen, die täglich die Werbetrommel für die LaGa gerührt hatte, sind - von über 1500 Teilnehmern - 70% der Meinung: „Es ist unnötig viel Geld ausgegeben und die Natur beschädigt worden.“ So ist es.

Auch von den sog. Begleitmaßnahmen ist wenig übriggeblieben. Nachdem die LaGa- Pläne für die Lahn und das Schlachthofgelände radikal abgespeckt wurden, bleibt als positives Ergebnis nicht viel mehr als der Rübsamen-Steg und die Gestaltung des (umstrittenen) Bahnhofsvorplatzes, wobei es nicht mal dazu gereicht hat, die denkmalgeschützte Treppe zur Friedrichstraße zu renovieren. Dazu hätte es keiner LaGa bedurft.

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 18.10.2014 um 21:23 Uhr
Das sind doch ganz klare Aussagen, gut verständlich geschrieben.
(Auch für jene, denen diese Tatsachen bisher nicht bekannt / bewusst waren )

Folgerichtig, dass in einer Giessener Tageszeitung die Giessener Bürger zu 70% gegen diese LaGa quoten.

Nun ist Streichen und extremes Sparen angesagt.
Wir schuldlose Bürger sind in verdrossener Erwartung.
Andreas Läufer
678
Andreas Läufer aus Wettenberg schrieb am 18.10.2014 um 22:17 Uhr
Genau wie geschrieben, so sehe ich das auch. Daher bin ich der LGS fern geblieben und habe sie nicht auch finanziell noch unterstützt. Persönlich bin ich Betroffener wegen der Sackgassenregelung am Uferweg
H. Peter Herold
29.394
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.10.2014 um 23:21 Uhr
Aus den Gründen die auch im Beitrag genannt wurden, vor allem wegen der sinnlosen Schuldenvermehrung, war ich gegen diese Show. Da hilft alles Schönreden der BM nichts. Sie wird als eine große Schuldenmacherin in die Stadtgeschichte eingehen. Ja bekannt werden wollte sie ja. Aber so?
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2014 um 23:44 Uhr
ich war auch aus ueberzeugung nicht auf der lgs !
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 09:05 Uhr
Auch ich muss sagen, ein guter und richtiger Artikel, dem ich soweit nur zustimmen kann. Für den Bereich der Lahn(aue) müsste man noch den Mühlengarten und den neuen Spielplatz als Objekte ergänzen, die im Zuge der LaGa 2014 geschaffen und dauerhaft erhalten bleiben. Aber auch mit diesen beiden zusätzlichen Sachen, war bzw. ist das ganze Event nicht sehr nachhaltig und wird nicht dazu führen, dass auch in den nächsten Jahren noch deutlich mehr Touristen als früher die Stadt besuchen - weil es z.B. eine neue, besondere Attraktion gibt - oder mehr Bewohner Ihren Wohnsitz in der Stadt nehmen wie in den Jahren vor der LaGa und somit zu zusätzlichen Einnahmen für die Stadt führen, aus denen sich dann die Zinsen und Tilgungen für die durch das Event angehäuften Schulden finanzieren lassen.

Was das eigentliche Event(gelände) im Bereich der Wieseckaue anbelangt, so war ich im Rahmen der Aktion "Tag der Helfer" am 06./07.09.2014, bei dem sich alles Blaulichtorganisationen präsentiert haben, selbst als Teilnehmer der Aktion vor Ort und habe mir dann auch mal das Gelände angeschaut. Natürlich gab es auch schön gestaltete Ecken und Bereiche, es mag nicht alles schlecht gewesen sein. Aber dennoch die Fragen: Was bleibt davon hinterher? Musste das Event wirklich auf diesem Areal stattfinden? Musste man wirklich den Verkehrsübungsplatz und den Sportplatz von Blau-Weiß für diese Zeit verlegen? Oder wäre es nicht sinnvoller gewesen, die LaG auf einem der vielen Brach- und Konversionsflächen hier in Gießen durchzuführen und so einen neuen Bürgerpark zu schaffen?

Ich war nie ein vollständiger Gegner eines solchen Events, aber so wie die LaGa jetzt durchgezogen wurde, sehe ich sie eben mehr als kritisch!
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 11:54 Uhr
@ Christian,
eine gute Ergänzung, die Standortfrage.
Viel Natur hätte unangetastet bleiben können ( unnötige Kosten , unnötiger Frevel) , hätte man sich gemeinsam (!) an einen runden Tisch gesetzt und andere, brach liegende Flächen in Giessen optional geprüft.
Tja, hätte, hätte,hätte...............
Ist aber leider nicht, somit muss die BM und OBM sich dieser Massenkritik aussetzten.
Somit müssen sich die Bürger aber nun leider auch den massiv gestiegenen Schulden aussetzten.
Ich habe die LaGa in der Wieseckau ebenfalls aus Überzeugung gemieden.
Wolfgang Schwarz
154
Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 12:12 Uhr
Nächstes Jahr sind Wahlen. Allerdings befürchte ich, daß wieder einmal vielen Giessener Bürgern egal ist, was hier angerichtet wurde. Ich bin sehr gespannt darauf. Meine Quittung allerdings auf dieses Murkswerk bekommen sie. Angezettelt wurde die Laga ja nicht von der jetzigen "Regierung", auch nicht mit Zustimmung von "Allen Parteien" wie ich es vor kurzem ( fälschlicherweise behaupet) in einem Kommentar gelesen habe. ABER die jetzigen Machthaber hätten es mit recht geringen Verlusten frühzeitig noch stoppen können. Nun denn, der Schaden ist angerichtet, die Schulden sind da und müssen bezahlt werden. Da nutzt auch der Rettungsschirm nichts, unter den man fein geschlüpft ist.
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 12:19 Uhr
In 2015 sind "nur" OB-Wahlen - aber ein Anfang für die gerechte Quittung.
Ja, sicher haben andere die LaGa nach Giessen geholt. Ich verweise auf z. B. Alsfeld, die wegen ihrer angespannten Finanzen den Hessentag absagten - der von einer vorherigen Stadt-Regierung ins Werk gesetzt werden sollte. Kompliment !
Nichts ist unmöglich !!!!!!!!!!
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 15:29 Uhr
Es geht hier primär um die vollmundig angepriesene 'ökologisch nachhaltige Aufwertung' in der Wieseckaue. Diese ist besonders hier nicht erkennbar, bedenkt man, dass hier rd. 11 Mio. € (in Worten: elf Millionen Euro) in die temporäre Aufbrezelung eines Landschaftsschutzgebietes für gerade einmal 163 Tage investiert wurden und nun vieles wieder aufwändig rückgebaut werden muss. Oder wollen Sie, verehrte Frau Back etwa behaupten, der völlig veralgte Quälgarten, die sogenannte 'Renaturierung d. Oberlache', die völlig überdimensionierten Betonmonster von Brücken oder gar die Fischbarriere an der Wieseck seien die eindrucksvollen Beispiele dieser Aufwertung?
Das Wegenetz innerhalb des LaGa-Geländes wurde umfangreich saniert und neu asphaltiert, obwohl dies sich in einem wesentlich besseren Zustand zeigte, als dies im direkten Umfeld oft der Fall ist. Und dies wird leider auch in naher Zukunft so bleiben, da das Geld für 'Luftschlösser' verbraten wurde.

Wie viele Spazierwege hätte man für diese Summe im gesamten Stadtgebiet wieder in einen ansehnlichen Zustand verwandeln können -und dies nicht nur für 163 Tage?
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 17:48 Uhr
Herr Schwarz es stimmt in der Vergangenheit und Gegenwart waren / sind nicht alle Fraktionen im Giessener Stadtparlament für die LaGa (gewesen).

4 kleinere Fraktionen (von 9 Fraktionen) hatten / haben zumindest teilweise gegen das Projekt insgesamt bzw. gegen Teilbereiche gestimmt. Es handelt/e sich dabei um 6 Stadtverordnete von 59 Abgeordnete.

(Bei Detailfragen haben einzelne Abgeordnete der anderen 5 Fraktionen mit den Kritikern bzw. Gegnern der LaGa gestimmt.)

http://www.giessen.de/index.phtml?La=1&sNavID=1894.121&mNavID=1894.121&object=tx|1894.971.1&kat=&kuo=1&sub=0

In diesem Sinne kann mann / frau schon von einer grossen Koalition der Ja - Sager sprechen. Eben verteilt über zwei Wahlperioden.

Ich persönlich halte garnichts von den Fraktionen, welche im Moment nicht in der Regierung sind und jetzt auch mit Kritik an der LaGa sich an die Öffentlichkeit wenden, aber die in der vorhergehenden Wahlperiode schön brav die Hände dafür hoch gehalten haben. Ich bewerte das schon als eine Dreistigkeit auf die Vergesslichkeit bei den Wählern zu hoffen.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 18:52 Uhr
frau back das ist doch nicht soo schwer. die veroedeten anlagen koennen auch so gestaltet werden das z.b. spazierwege die vorhanden aber nicht wirklich nutzbar sind ( Bergwerkswald, Schiffenberg) In beiden bereichen existieren sehr viele brachflaechen die eben nicht genutzt werdn wegen der schlechten wege und der entfernung zur stadt. in diesem fall haetten die alten leute ihren park mit den guten wegen fuer lau weiter benutzen koennen ohne weite wege in kauf nehmen zu muessen. Die Stadtbewohner haetten ihren Park behalten und einen neuen waerend der schau dazu bekommen. Am Schiffenberg haette man bereits ein ausfluglokal gehabt und haette sich das geld sparen koennen fuer das caffee das wieder abgerissen wird. loehne haetten gerecht bezahlt weden koennen. Die klosteranlage selbst waere bekannter geworden und waere als anziehungspunkt fuer giessen in der bekanntheit gestiegen. nach dem rueckbau haetten wir mehr gute wanderwege als vor der schau und die schokoseite giessens gezeigt. so haben wir vorhandenes unnoetig umgebaut was wieder abgebaut werden muss.
die stadt hat nichts von den gartenbautouris ob in der stadt oder ausserhalb wird in den geschaeften nicht mehr gekauft. man haette die alte geschichte fuer die schau nutzen koennen denn in den waeldern um den schiffenberg liegt viel vergangenes z.b. die huegelgraeber. von der autobahn aus waere der schiffenberg bestens zu erreichen gewesen und auch die sonderbusse sind bereits eingespielt durch die veranstaltungen die der wirt sonst hat. es haette wegen der wenigen parkplaetze am schiffenberg kein verkehrschaos gegeben wenn sie das meinen sollten. flaeche waere genug da gewesen die man haette nutzen koennen und wirklich einfach nach der schau wieder der natur ueberlassen haette koennen. zugegeben das gelaende waere nicht si flach gewesen, aber gute befestigte wege haetten den wanderern, radfahrern usw auch nach der schau gut getan. das ist nur ein beispiel was eine ordentliche nachhaltigkeit und einbeziehung der betriebe der region angeht. bei dieser schau wurden fast nur auswaertige firmen mit den auftraegen bedacht. meist genau die, die bereits bei den letzten gartenschauen ihren saeckel fuellten und verbrannte erde hinterliessen. warum hat man sich nicht um die bediensteten des gastronomen gekuemmert als der verdacht des vertragsbruch aufkam ? Weil man so schnell keinen neuen findet- die arbeiter waren egal. man haette das aber schon im vorfeld umgehen koennen haette man sich die firma genauer angesehen mit der man die vertraege schliesst.
wie gesagt nur ein kleines beispiel .mehr wollten sie ja nicht.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 20:36 Uhr
sie haben das nicht richtig verstanden. ich haette den schiffenberg als haupt gelaende genutzt. der schiffenberg und seine geschichte mit einbezogen um die schokoseite giessens bekannter zu machen. die bimmelbahn haette man sich sparen koennen dafuer eben sonderbusse.
die laga ist ein festival der bluemchen. als giessener umland wuerde ich den schiffenberg nicht bezeichnen. desweiteren haette man die schilder mit der giessener geschichte weiter nutzen koennen. leider waren diese ziemlich das erste was in der stadt rueckgebaut wurde. frau back was bleibt denn auf dem gelaender der laga ausser die wege die vorher schon besser waren als alle anderen ? Alles andere ( Ruebsamensteg , Lahnfenster , Spielplatz ) sind Dinge die man als Nebenschauplatz behandeln muss. Die eigendliche Laga war in der wieseckau. Welche alternative hatten denn die Anwohner zum spazierengehen in Giessen fuer die Zeit. Kein zusaetzlicher gewinn sondern das aussperren von menschen die sich die dauerkarte nicht leisten koennen vom Naherholungsgebiet in der stadt. Aber sie mit dem superguenstigen Studiticket koennen das ja nicht nachempfinden.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 20:43 Uhr
achso noch was was sie ueberlesen haben. man haette darauf achten sollen das die mit bau und rueckbau sowie der gastro unternehmen aus der region beschaeftigt. das haette wenigstens etwas mehr auftraege in die region gebracht. da ist man aber lieber mit den alten firmen der laga gegangen.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 21:25 Uhr
da war was von einem Pachtvertrag von 20 Jahren die rede! Macht das der jetzige ? Ruebsamensteg usw haette man auch bauen koennen wenn man fuer die veranstaltung ein anderes gelaende in der stadt genommen haette.
das interesse der giessener wirte war da aber nicht mit der bedingung 20 Jahre pacht. Desweiteren war bekannt das der gastronom an den das caffee ging sich nicht an vertraege gehalten hat , was den mindestlohn und die pachtzeit angeht. warum sollte das in giessen anders sein? Man haette aus diesem grund den Gastronom ausschliessen koennen aber ....
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 21:27 Uhr
Es geht mir eher um brachliegende (!) Flächen, wie z. B. hinter den ehemaligen Kasernen / oder am ehemal. Güterbahnhof. Etc.
Diese große Terrain mal ordentlich umgegraben, nachhaltig bepflanzt, Wege errichtet, kleine Wassergräben gezogen - dort hätte sich das Gartenamt austoben können.
Die Bürger hätten einen weiteren (!) Park zum flanieren - Eine Aufwertung der Stadt !
Darin hätte ich Nachhaltigkeit gesehen, wenn unbedingt eine LaGa in einer hoch verschuldeten Stadt wie Giessen.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 21:27 Uhr
Man haette den sportverein nicht verlegen muessen. dieser neue platz kostet jetzt ein vermoegen. eine sanierung waere guenstiger fuer die stadt gewesen.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 21:33 Uhr
Das Gelaende am alten Flughafen haette sich auch gut angeboten .
da gebe ich dir recht Birgit. Das Flughafengebaeude mit hilfe des Denkmalschutzes saniert und da ein ordentliches Caffee rein. Das Gelaende ist flach aber auch stark belastet. Man haette altlast entsorgt und das gelaende genutzt. Fuer die neuen Bewohner in dieser ecke waer das eine tolle sache gewesen. Aber ich denke das die altlasten schon erschreckende summen aufwerfen die mit sicherheit teurer gekommen waeren. erst die Lufthansa, die wehrmacht dann die us armee, waffenlager und und und.
das Gebaeude ist traumhaft schoen und koennte wenn es einen liebhaber findet eine echte Perle sein.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 21:38 Uhr
der alte gueterbahnhof haette durchaus eine Bombenstimmung beim Umgraben gegeben. Dort hat man noch nicht so untersucht wie beim militaergelaende. Ebenso haette man auch da jede menge belastete erde entsorgen muessen. aber durchaus auch ein gelaende wo man diese laga haette machen koennen. anschliessend als bauland ausschreiben fuer den sozialen wohnungsbau.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 21:44 Uhr
die wege in der wieseckau wurden abgetragen. die neue wegefuehrung brauchte neu gebaute wege. was ist teurer , abreissen und neubau oder einfach neubau ?
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 22:01 Uhr
Sie schreiben es selbst. Wege sind nicht alles. Das Gelaende am Gueterbahnhof mit diesen Foerdermitteln zu sanieren und nutzbar zu machen waere ein grosser schritt fuer die nachhaltigkeit gewesen. Mit den altlasten verkauft sich der Baugrund nicht. Nach der Bodensanierung haette das Gelaende keinen 2. Park gegeben sondern haette die Moeglichkeit gegeben zahlbaren wohnraum zu schaffen. Das waere nachhaltig gewesen !
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 22:13 Uhr
sorry nein ! Man haette das Gelaende fuer die LaGa nutzen koennen den Park frei Gestalten koennen ohne die Natur zu zerstoeren und dann eben als Baugrund verkaufen koennen. Die Menschen haetten entscheiden koennen ob sie in diesen oder den anderen stadtpark gehen koennen. die wieseckau war meiner meinung nach der schlechteste austragungsort !
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 22:17 Uhr
Das kind ist im brunnen die rechnung kommt . wir werden es nicht mehr aendern koennen. wir koennen nur noch verhindern das giessen und die umliegenden gemeinden der lahnaue diese nun auch noch zerstoehren.
die lahnpark gmbh ist da ja genauso erfinderisch wie die LaGa gmbh.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 22:42 Uhr
Wieso den Park rueckbauen ? Das kann doch der Kaeufer machen !
Mit den Gelaenden die aufgezaehlt wurden hat man deutlich gesehen das es alternativen gegeben haette wenn man gewollt haette. die beste alternative waere die absage der LaGa in Giessen gewesen. Begruendung Rettungschirm ! Wem das Gelaende am Gueterbahnhof gehoert?- Nun Ja hat da nicht die Stadt aus Versehen auch eine Rodung vorgenommen ? Ich vermute das dieses Gelaende aus diesem Grund auch der Stadt gehoert. Wissen tue ich es nicht!
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.10.2014 um 11:29 Uhr
Das ist aber ein uralter bericht. Ein Rueckbau ist nur erforderlich wenn die Flaeche weiter genutzt werden soll. Bei einem Bauplatz an dem sowieso bagger fahren ist das mit dem rueckbau so das einfach gebaut wird. aber ....
ihnen das zu erklaeren ... ich gebs auf. sie wollen weiter in ihrer rosa rosten wolke der tollen LaGa schlummern. Tun sie das . sie werden keine anderen plaetze auser die wieseckau akzeptieren. die im rathaus werden doch wissen was sie machen , da ist doch alles toll. verschlafen sie weiter in ihrer welt. ihre argumentation wird lachhaft.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.10.2014 um 12:51 Uhr
wenn es sie interessiert welche alternativen es gegeben hat dann schauen sie doch mal in den alten plaenen fuer die Schau. es gab genuegend moeglichkeiten, die ihnen aber nicht gefallen. nun ja die daten stammen aus dem jahr 2001 und wurden 2008 benutzt. alte daten neu aufgemoebelt.
die beste alternative waere es gewesen diese schau aus finanziellen gruenden ab zu sagen ! das gefaellt ihnen ja wieder nicht. lieber auf einer wolke mit infos sitzen als die wahrheit nicht sehen wollen. Giessen ist PLEITE !!!
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.10.2014 um 13:49 Uhr
machen sie sich einfach mal selbst schlau. die stadt giessen wird ihnen zur seite stehen damit sie sich die unterlagen ansehen koennen. es gab genuegend veranstaltungen wo man sich hat informieren koennen.
desweiteren wurden hier schon einige andere standorte genannt aber ......
wer nicht will braucht auch nicht zu lesen
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.10.2014 um 13:49 Uhr
machen sie sich einfach mal selbst schlau. die stadt giessen wird ihnen zur seite stehen damit sie sich die unterlagen ansehen koennen. es gab genuegend veranstaltungen wo man sich hat informieren koennen.
desweiteren wurden hier schon einige andere standorte genannt aber ......
wer nicht will braucht auch nicht zu lesen
H. Peter Herold
29.394
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.10.2014 um 14:08 Uhr
Ist doch irgendwie köstlich das Ganze hier zu beobachten;-)) Ja Gießen ist durch die LaGa finanziell nicht besser gestellt als vorher. Musste Schulden machen um Zuschüsse zu bekommen. Was ist den das für eine Rechnerei? Kein Wunder hat die Stadt soviel Schulden. Wenn immer nur nach Zuschüssen geschielt wurde statt zu sparen an richtiger Stelle, z. B. an der zusätzlichen Dezernentenstelle.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 22.10.2014 um 09:31 Uhr
Ich möchte Peter H. vollkommen Recht geben.

Der Grundfehler der im Moment im Giessener Rathaus herrschenden Damen und Herren (gottlob sind die ab 2016 "weg vom Fenster") ist doch, dass sie sich (bisher) nicht dazu durchringen können die Stadt für Pleite zu erklären, die "restliche Kohle" in der Kasse genau zu zählen, (von mir aus auch) die Verantwortlichen dafür öffentlich "an den Prnager zu stellen" (ja das ist zu erwarten, denn angeblich haben die aktuellen Großkopferten ja keine Fehler gemacht, sondern nur ihre Vorgänger ....) und dann einen Nothaushalt zu verabschieden.

Im Computerbereich wird das als "reset" bezeichnet.

Aber nein es wird (wohl seit Jahren) weitergewurschtelt und weitergewurschtelt. Da wird noch versucht zu sparen, wo es Nichts mehr zu sparen gibt, dort noch ein Geldtopf gesucht (ich würde mich nicht wundern, wenn es irgendwo im Rathaus eine Arbeitsstelle extra dafür gibt - würde sogar Sinn machen, wenn diese Arbeitskraft mehr Geld aus anderen Geldtöpfen holt, als seine Arbeitsstelle kostet ....), Gebühren und Steuern erhöht, wo es nur geht und - nicht zu vergessen - die Dienstleistungen der Stadt "optimiert", wo erwartet wird, dass es dem Mitbürger nicht gleich so auffällt. Flankiert wird das ganze Unterfangen noch einerseits durch intensiver Bemühungen die Geldleute der Stadt "anzuzapfen" (Servive-Clubs dürften Aufgaben der Stadt im Zigtausender-Euro-Bereich pro Jahr sponsern *) und anderseits durch einen Riesenwirbel noch den letzten Mitbürger für ehrenamtliche Tätigkeiten ** zu Gunsten von Aktivitäten, welche mehrheitlich früher von der Stadt bezuschusst wurden zu "ködern".

* Persönlich stört mich das nicht so. Ich gehe aus Prinzip zu keinem Geschäftsmann / -frau von dem ich weis der ist in einem Serviceclub. Bin doch nicht blöd. Denn es ist doch klar, seine großzügige Spende / Sponsorbeitrag "darf" ich letztendlich mit höheren Kosten als Kunde bezahlen.

** Ich bin nicht generell gegen Ehrenamt (bin ja selber in der Richtung unterwegs), aber ich schaue schon genau im Einzelfall hin, ob die kostenlose Arbeitskraft im Ehrenamt nicht in den Pflichtteil einer Stadt (oder anderen Stellen) zu zählen ist. Ist im Einzelfall eine schwierige Fragestellung, denn oft die Grenze "das ist Pflichtaufgabe der Öffentlichkeit" und das nicht mehr schwer zu ziehen.

Um nur ein Beispiel zu nennen. In Wetzlar gibt es jährlich eine Veranstaltung dessen Erlös in einen Verein fliesst, welcher die Schulen dabei unterstützt, dass Kinder mehr Sport treiben. Ohne Zweifel eine wichtige und richtige Sache. Aber muss es sein, dass dieser Verein die Fahrt, den Eintritt und Kosten für Ehrenamtlichen übernimmt, wenn den Kindern in einem Schwimmbad das Schwimmen beigebracht wird? Meinem Empfinden nach sollte es zu den Pflichtaufgaben der Schulen gehören Kindern das schwimmen bei zu bringen. Die rechtlliche Situation ist mir dazu nicht bekannt. Ist es Pflichtaufgabe, dann halte ich es für ein Unding, dass in diesem Verein ür so eine Sache Ehrenamtlichen sich engagieren und ihr Geld reinstecken und dass den Besuchern der angesprochenen Veranstaltung versprochen wird, dass sie mit ihrer Geldzahlung einem sozialen Zweck dienen.
H. Peter Herold
29.394
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.10.2014 um 09:37 Uhr
Gehört das Schwimmen nicht zum Sportunterricht?
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.10.2014 um 21:44 Uhr
peter das war ein mal. nur wenn ein schwimmbad vorhanden ist wird max das seepferdchen gemacht. alles andere ist elternsache. der grund warum so viele kinder nicht mehr schwimmen koennen. ja frau back. die armen kinder denen das schwimmbad gestrichen wird. in einem vergnuegungsbad ist ein unterricht kaum moeglich.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.10.2014 um 21:46 Uhr
in den wellnesstempeln sind familien mit kindern sowieso nicht gerne gesehen. kinder sind ja doch zu laut und eine laermbelaestigung fuer die kurgaeste.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.10.2014 um 22:06 Uhr
hallenbad gruenberg. hallenbad biebertal einfach mal beim dlrg nachfragen was in den letzten jahren alles zu gemacht wurde weil die unterhaltung der baeder den gemeinden zu teuer geworden ist. sie werden ueberrascht sein.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.10.2014 um 22:23 Uhr
nur viele eltern koennen sich den beitrag fuer einen verein nicht leisten. der schwimmunterricht in der schule war wenigstens so das die kinder ein bischen schwimmen konnten. in den naechsten jahren werden wir wohl oefter mit badeunfaellen an einem see , betroffene person kind, rechnen muessen.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.10.2014 um 22:53 Uhr
wenn man glueck hat schon. viele trauen sich das aber nicht zu weil sie selbst keine sicheren schwimmer sind. je juenger die generation um so weniger schwimmer gibt es. da hat man sogar in den statistiken der badeunfaelle festgestellt. z.b. in der Klasse meines Stiefsohnes , er hat noch Schwimmunterricht, haben nur 2 Kinder das Seepferdchen in der kurzen Zeit im Schwimmbad geschaft. Zu meiner Zeit haben es gerade mal 2 Schueler nicht geschaft. Die Eltern hatten damals wohl noch mehr Zeit mit den Kindern um zu Ueben. Fuer viele der Kinder aus der Klasse meines Stiefsohns war der Besuch des Schwimmbads mit der Schule der erste Besuch. Koennen sie sich das vorstellen ? Ich konnte bereits vor der Schule schwimmen wie sie Frau Back. Aber jetzt bin ich sowas von aus der Uebung und aengstlich im wasser das ich mir nicht zutrauen wuerde dem Kleinen das Schwimmen bei zu bringen. Badeunfall sei dank. Alles Kopfsache aber fakt ist ich wuerde ihn in einen Verein geben damit er schwimmen lernt wenn der Unterricht nicht mehr gewaehrleistet werden koennte. Zum Glueck haben wir in Giessen ja noch den Unterricht.
Nicole Freeman
11.064
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 23.10.2014 um 09:10 Uhr
nun ein schwimmbadbesuch kostet geld. die zeit mit den kindern nehmen sich auch nicht alle. die badeseen naja wasserqualitaet, usw schreckt schon ab. ich denke es ist die zeit die sich viele nicht nehmen!
wenn es dann zum unfall kommt wird gejammert. Selbst in vereinen ist ein guter schwimmunterricht nicht immer gewaehrleistet. da gab es erst in diesem sommer mehrere berichte im tv. man sollte sich den verein unbedingt genau ansehen! das thema ist sowas von traurig. aber leider ein anderes thema. fuer kinder ist einfach kein geld da. egal in welcher stadt , gemeinde oder schule man schaut. es wird gerade da gespart. schulen verfallen und an anderer stelle wird eine billembahn gemietet, eine sichere unterfuehrung zugeschuettet und gelder versenkt. schade !
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 23.10.2014 um 09:11 Uhr
Ich habe es meinen Kinder, allen selbst beigebracht obwohl ich selbst nicht der super Schwimmer bin.
In Hungen haben die Schüler noch den Vorteil zumindest in den warmen Monaten in das Freibad in der Nähe der Schule gehen zu können. Das soll auch trotzt Schutzschirm aus den hier genannten Gründen unbedingt erhalten bleiben.
Wir sind früher auch schon dorthin gegangen und haben Schwimmen gelernt. Im Winter wurden wir nach Laubach in Hallenbad gefahren. Das wird heut nicht mehr angeboten.

Unserer Jugendfeuerwehr fährt mit ihren Mitgliedern im Winter auch häufiger ins Schwimmbad.

In den Schulen wird es auch immer schwerer Schwimmunterricht anzubieten, da immer mehr Eltern diesen,aus welchen Gründen auch immer ablehnen.
H. Peter Herold
29.394
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.10.2014 um 10:05 Uhr
Ich meine das Schwimmen an sich ist jedem gegeben. Nur meist ist es die Angst, die Kinder davon abhält. Meine Tochter war mit ihrer Mutter beim Schwimmunterricht. Keine Chance, sie wollte nicht(Angst).
Als wird dann im Sommer im Urlaub waren, hatte ich Zeit mich mit ihr zu beschäftigen. Die Mutter machte einen Kurs war also nicht dabei, gut so. Wir hatten den Pool in der Anlage für uns und da lernte sie es. Zuerst mehr mit unter Wasser, also tauchend und dann plötzlich ging es doch. Die Angst hatte ich ihr schon vorher genommen, als ich sie auf dem Rücken mitnahm ins offene Meer. Meine Mutter hat mich so früher auch mit ins Wasser genommen.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 23.10.2014 um 10:57 Uhr
Nachtrag zu dem von mir angesprochenen Sachverhalt in Wetzlar.

Meine Frage an den Artikeleinsteller:

"(....) Ähhh, das verstehe ich nicht. Gehört es nicht zu den Aufgaben von Schulen Kindern das Schwimmen bei zu bringen? Wenn ja, dann muss das auch das Land Hessen bezahlen. Warum muss dann ein Verein um Spendengeldern diesbezüglich bei der Bevölkerung bitten? (....)"

Antwort des Einstellers:

"(....) Den Kindern Schwimmen beizubringen obliegt nach wie vor den Eltern, zumal mit dem Schwimmunterricht a) die Fahrkosten, b) der Eintritt zum Schwimmbad und c) die Kursgebühren verbunden sind. Diese Aufgabe würden Eltern zwar liebend gerne anderen (z.B. einer Schule) übertragen, aber die Erziehung der Kinder liegt nun mal (und das ist gut so) überwiegend in der Hand der Eltern. (....)"

http://www.giessener-zeitung.de/wettenberg/beitrag/96194/15-wetzlarer-brueckenlauf-erneut-im-zeichen-des-guten-zweckes/
H. Peter Herold
29.394
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.10.2014 um 16:56 Uhr
Zu meiner Zeit, in einem anders Bundesland(Unterschied?), waren wir mit der Schule schwimmen.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 24.10.2014 um 09:59 Uhr
Frau Back, es ist halt so, das im Verlauf einer Kommentarkolonne das Thema sich manchmal recht weit vom ursprünglichen Artikel entfernt. Richtig ist meiner Meinung nach, dass mit der LaGa die Verantwortlichen die Stadtkase endgültig ausgeräubert haben. In soweit ist es wirklich zu erwarten, dass in Giessen der Schwimmunterricht für schulpflichtige Kinder in städtischen Bädern (wenn nicht Sponsoren wie in Wetzlar gefunden werden) schwerer zu finanzieren sein wird.

Aber mit meinem Beispiel wollte ich eigentlich auf einen anderen Aspekt hinweisen. Die Gesellschaft sollte in eine intensiver Diskussion eintreten was zu den Pflichtaufgaben des Staates (hier der kleinsten Zelle - der Kommune) zählt und was eben nicht. Offensichtlich sind die Zeiten endgültig vorbei (ich muss einmal Michael B. fragen, ob er im Giessener Haushalt einen Posten kennt, welche als eine freiwilllige Leistung der Stadt zu erkennen ist), wo irgendetwas zu finanzieren ist, was nicht per Gesetz, Verordnung, DIN-Vorschrift ..... etc. als Pflichtaufgabe erklärt wurde.

Frau Back, ob Eltern heute im großen Umfang ihrer moralischen Verpflichtung den Kindern das Schwimmen beizubringen nicht mehr nachkommen (können oder wollen) ist mir nicht bekannt. Ich sehe das Problem eher "von hinten", sprich von dem Wehklagen, wenn ein Kind ertrunken ist. Spätestens dann dürfte es doch unerheblich sein wer keine Vorsorge getragen hat. Kinder haben noch nicht die Reife verantwortlich für sich zu entscheiden, dass das Schwimmen lernen unabwendbar ist. Also muss irgendjemand dieses notfalls gegen den Kinderwillen durchsetzen. Mir ist dabei egal, ob es die Eltern sind oder der Lehrer in der Schule. Für mich zählt nur das Ergebnis: Ein Kind ertrinkt nicht, weil es nicht schwimmen kann.

Mir ist bekannt, das Zwang in der Kindererziehung heutzutage versucht wird zu vermeiden. Aber: Ist das Kind dann älter wird es froh darüber sein, dass es Schwimmen gelernt hat.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 24.10.2014 um 20:07 Uhr
Ja Frau Back ich sehe das ähnlich: Kein Verständnis für Eltern, welchen ihren Kindern das Schwimmen nicht beibringen.

Sollen deswegen aber im Extremfall Kinder - die ja keinerlei Schuld trifft - wegen der Verantwortungshin- und herschieberei ertrinken?
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.10.2014 um 09:18 Uhr
Frau Back - bei ihner Argumentation schimmert Neoliberalismus durch: Alles ist gut - wenn der Staat sich "zurück zieht". Zu was das führt, das "dürfen" wir im Bereich Wirtschaft ja gerade erleben.

Ich will nicht abschweifen. Ja ich bin dafür, dass jedes Kind das Schwimmen lernen muss (und das auch kontrolliert wird). Wer das macht ist mir erst einmal egal. Natürlich sind die Eltern zuerst gefordert. Wollen oder können die das nicht, so hat der Staat steuernd einzuspringen, denn es gibt kein Elternrecht, dass über "das Schwimmen lernen" die Eltern eigenständig bestimmen können.

Ob das Steuerungsmittel dann der Unterricht an der Schule ist (oder etwas anderes) das sollen die Experten entscheiden. Klar sollte aber bei der Auswahl Schulunterricht sein, dass der Lehrer am Ende eine Prüfung macht und auch genau geschaut wird: Kann das Kind jetzt schwimmen oder nicht. Meiner Meinung nach darf dann nicht irgendwann die Situation entstehen: Ein Kind ist trotz Schwimmunterricht ertrunken, weil niemand die Prüfung gründlich genug abgenommen hat und so fälschlicherweise davon ausgegangen ist, dass das Kind schwimmen kann.

Frau Back, sie schrieben. "(...) ... eigene Verantwortlichkeiten und Entscheidungen einfach an "den Staat" abgeben .... (...)"

Ich wundere mich schon sehr, welches Bild sie von der Realität in der BRD haben. Glauben sie alle Ernste, dass eine größere Anzahl von Menschen in der heutigen BRD bei diesem Zustand des Staates so (wie schreibe ich das jetzt recht neutral ....?) unverantwortlichlich sind ihr Schicksal in die Hände dieser "Damen und Herren" zu legen?

Globalgalatkisch ausgedrückt: Von dort ist doch nur Verhöhnung, Entmündigung, Speichelleckerei gegenüber dem herrschenden Block .... zu erwarten.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 25.10.2014 um 10:31 Uhr
Die Menschen gerade wie Sie Herr Wagner scheinen doch wirklich sehr unselbstständig zu sein. Der ständige Ruf nach dem Staat spricht dafür. Gerade um das System zu entschlacken muss mehr Verantwortung in die Hände der Bürger gelegt werden. Den Erziehungauftrag haben die Eltern und nicht der Staat. Ich möchte das als Vater auch nicht. Es ist immer einfach alles an den Anderen oder denen da Oben fest zu machen. Das zeigt für mich nur das eigene Unvermögen klar zu kommen.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.10.2014 um 17:17 Uhr
Herr Büttel, ich rufe nicht ständig nach dem Staat.

1.
Ich habe mehrmals geschrieben, dass die erste Verantwortung bei den Eltern liegt. Wird diese aber nicht wahrgenommen muss der Staat einschreiten.

und überhaupt 2.
Dem jetzigen Staat (ich rede lieber vom momantanen herrschenden Block) traue ich wenig bis garnichts zu.

Bei Gelegenheit frage ich einmal einen Menschen aus meinem näheren sozialen Umfeld, ob ich selbstständig oder unselbstständig bin.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 25.10.2014 um 22:59 Uhr
So sehe ich das auch Frau Back.Alles andere argumentierte ist hilfloses Flügelschlagen. Volkontrolle auf allen Ebenen ist glücklicherweise Weise vor 25 vom Volk abgeschafft worden.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.10.2014 um 08:36 Uhr
Herr Büttel; ich schätze sie als Kommentator durchaus.

Eigentlich bin ich es von ihnen nicht gewohnt, dass sie so stark rastern.

Sicher sind sie politisch ganz wo anders zu verorten als ich. Also dürfte eine "Breitseite" gegen Alles was links ist von ihrer Seite "immer drin sein". Damit habe ich auch kein Problem. Mich aber - und das schreibe ich "alle Nase lang" (dürfte die oder den Eine/n oder Andere/n schon langweilen) - mich als Anhänger der undogmatischen Linken in die Nähe von Parteien und im speziellen Fall von einer ehemaligen Staatspartei eines untergegangnenen Staates zu bringen, ist keinesfalls "zielführend". Wie soll ich mich gegen etwas wehren was ich schon im Ansatz für völlig falsch halte.

Wäre ich Verschwörungstheoretiker würde ich vielleicht die These aufstellen: Dem Kapital ist es völlig egal, ob ein Kind wegen nicht abgenommener Schwimmprüfung stirbt oder nicht. Die Arbeitskraft der Kinder ist noch nicht ausbeutbar. Ein Kind mehr oder weniger, was solls es gibt - weltweit gesehen - genug davon. Also warum soll der Staat auf eine Prüfung bestehen.

..... oder noch grasser.....

Eltern in normalen Familien sorgen sich darum, dass Kinder schwimmen lernen. Bei Eltern, welche Transferleistungen erhalten - das bestätigen mehrere Untersuchungen in den letzten Jahren - "vererbt" sich dieser Status öfters auf deren Kinder. Stirbt jetzt ein Kind aus einer solchen Familie bei einem Badeunfall spart sich der Staat deswegen viel Geld.

Für mich sind solche Konstrukte geistiger Durchfall.

Aber - ich bleibe dabei - der Staat sollte (falls noch nicht vorhanden) Mechanismen schaffen, dass die Schwimmfähigkeit bei Kindern ab einem bestimmten Alter zu prüfen ist. Wird festgestellt, dass ein Kind nicht schwimmen kann sind Massnahmen zu ergreifen, dass das nachgeholt wird.

In diesem Ansatz kann ich keinesfalls eine "Vollkontrolle" erkennen. Dass Kinder in größerer Anzahl in der heutigen Zeit nicht mehr das Schwimmen beigebracht bekommen ist eine Entwicklung, die mich erst einmal sprachlos macht. Aber wir können gegensteuern. Dabei lediglich auf der Ebene von Appellen zu verharren halte ich für zu schwach. Jedes durch diese angekurbelte Massnahmen gerettete Leben eines Kindes sind diese Anstrengungen wert.

Herr Büttel, bei Gelegenheit frage ich einmal einen Menschen aus meinem näheren sozialen Umfeld, ob ich hilflos "mit den Flügeln schlage".
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.10.2014 um 18:28 Uhr
Da scheinen wir Sie scheinbar nicht zu verstehen. Was wollen Sie denn? Einmal taugen die Herrschenden (Sie wissen, dass ich diesen Ausdruck völlig bescheuert finde) nichts, dann sollen diese aber die Lösung finden oder Verantwortung übernehmen, ja was denn nun. Dann beschweren Sie Si sich ich würde Sie n eine Ecke stellen. Ich stelle niemanden in eine Ecke. Ob Sie hilflos mit den Flügeln schlagen weiß ich nicht, da ich Sie zu wenig kenne. Ihre Argumentationen zu dem Land in dem wir leben lässt mich darauf schließen, dass Sie nicht zu Recht kommen. Es kann aber auch daran liegen dass Ihre Kommentare häufig in Uferlose geschrieben sind und ich zumindest die Zusammenhänge dann nicht mehr erkenne. Ihr Haltung und meine zu unserem Land da haben Sie Recht geht sicherlich auseinander. Abwerten oder sonst etwas negatives zu Ihrer Person steht mir fern.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.10.2014 um 19:14 Uhr
Herr Büttel sie sehen Widersprüche, wo überhaupt keine sind. Ich schreibe immer "die momentan herrschenden ...." (oder so ähnlich). Ich bin doch kein Utopist, der glaubt, dass ein so komplexer Zusammenhang, wie eine Gesellschaft ohne Reglement zu organisieren ist.

Meine Aussage sind doch völlig unabhängig von dem momentanen Zustand in diesem Staat. Die jetzige Ausformung lehne ich kategorisch ab, aber ich bin schon für die Aufrechterhaltung einer (gewiss in manchen Bereichen kleineren - das muss eben diskutiert werden) über dem einzelnen Individium stehenden Ordnungskraft. Das Allerletzte was wir jetzt gebrauchen könnten wäre die Einführung der Praxis: Der Stärkste hat automatisch die Macht, weil kein anderer Ordnungsfaktor mehr vorhanden ist. Grauhaft die Vorstellung was bei dem sofort entstehenden "Hauen und Stechen" los ist und - für mich keine Frage - wer zu den Verlierern dieses Systems wird.

Wir Arbeiter bekommen doch immer wieder erzählt, dass nur gescheite Leute Lösungen erarbeiten und verantwortlich handeln können.

Wenn ich mir so manche Bereiche der staatlichen Verfasstheit anschaue komme ich eher zu dem Ergebnis. Was diese Gescheite hinbekommen - bekommen wir Arbeiter schon lange hin.

Um auf das Beispiel "Kinder sollten schwimmen können" zurück zu kommen. Da muss du doch kein Arbeiter, kein Bürgerlicher, kein Rechter, kein Linker, kein ..... sein um zu fordern: Staat kümmere dich drum, dass Kinder schwimmen lernen; weil offensichtlich immer größere werdende Bevölkerungskreise (aus welchen Gründen auch immer) das nicht mehr hinbekommen.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.10.2014 um 19:32 Uhr
Also ich sehe mich auch als Arbeiter Mehr bin ich auch nicht aber ich kann diese Klassifizierung die Sie machen in keiner Weise teilen.Es gibt soviele Gescheite Arbeiter um bei Ihrer Wortwahl zu bleiben. Dem Absatz der staatlichen Verfasstheit und zu was Arbeiter in der Lage sind dem stimme ich zu. Nur dann auf, angepackt, gehandelt und besser gemacht.
Und nein nicht der Staat soll sich darum kümmern sondern wir Eltern sind gefordert. Man kann nicht für alles Gesetze schaffen oder den Menschen in ihrem Handeln jegliche Verantwortung abnehmen.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 09.11.2014 um 08:52 Uhr
Ich möchte - obwohl zu diesem Artikel einig Zeit kein Kommentar mehr eingegangen ist bzw. der ursprüngliche Artikel ein anderes Theam angesprochen hat - kurz noch einmal auf das Theam Schulschwimmen zurück kommen, denn eben habe ich dazu ein sehr guten Artikel mit vielen Zahlen gefunden.

Titel: "Schwimmen: Immer weniger Grundschüler können es"

Textauszug: "(...) Ähnlich lautende Meldungen waren auch in anderen Medien zu lesen - auch in Deutschland: "Fast 40 Prozent der Achtjährigen in Deutschland können nicht schwimmen", erschrak der Stern bereits 2008 und im Sommer 2014 gab sich der Ehrenpräsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alarmiert: Am Ende der vierten Klasse erreichen laut Wilkens derzeit bundesweit gerade 50 Prozent der Schüler das Freischwimmerabzeichen. Ende der achtziger Jahre - damals allerdings noch in der alten Bundesrepublik - seien es noch mehr als 90 Prozent gewesen. (....) Bis vor einigen Jahren war in Deutschland der Freischwimmer, 15 Minuten ohne Hilfe schwimmen, der gebräuchliche Nachweis dafür. Seit einiger Zeit sind andere Abzeichen im Gebrauch: das "Seepferdchen", welches verlangt, 25 Meter, eine Kurzbahn, ohne Hilfe zu schwimmen, einen Sprung ins Wasser und das Heraustauchen eines Gegenstands aus geringer Tiefe. Diejenigen, denen tatsächlich Schwimmen beigebracht wurde, brauchen nicht viel Übung, um das bronzene oder goldene Schwimmabzeichen zu machen, das mehrere Bahnen verlangt. Man erkennt deutlich, dass diese Schwimmabzeichen auf Schwimmbäder ausgerichtet sind, während beim Freischwimmer noch das Schwimmen oder längere Überwasserhalten, Überleben in Gewässern im Hintergrund steht. Die Krux am Schwinden der "Kulturtechnik Schwimmen", wenn man das so nennen mag, ist, wie sich aus den oben erwähnten SOS-Meldungen herauslesen lässt, mit dem Angebot von Schwimmbädern verbunden. In den "goldenen" siebziger Jahren hielten die Gemeinden in Deutschland - und wahrscheinlich auch in Frankreich und in Großbritannien - sich einiges zugute, ein Schwimmbad zu eröffnen, meist 25 Meter lang, gefliest, mit dunkelblauen Balken am Boden jeder Bahn, man war sportlich orientiert. Seit einiger Zeit sind die Kassen der Kommunen klamm und die aufgewendeten Energiekosten und der Unterhalt strapazieren das Budget. Viele Bäder mussten schließen, eine Beobachtung, die in keiner Meldung über die Schwimmfähigkeiten des Nachwuchses unerwähnt bleibt; manche wurden, mit der Hoffnung auf der Höhe der Zeit zu sein und mehr Gäste anzulocken, in Stahlwannen mit Funmöglichkeiten, "Erlebnisbäder", umgebaut, die Sprungtürme verschwanden wie alte Stalin- oder Lenindenkmäler; Sport war nicht mehr die Hauptsache, auf die Schwimmbäder ihr Überleben setzten. In einer von der DLRG in Auftrag gegebenen Umfrage kam heraus, dass 20 Prozent aller deutschen Grundschulen keinen oder nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu Schwimmbädern haben und dass es zu wenig qualifizierte Lehrkräfte gibt. (...)"

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43278/1.html

(( Im Artikel ist ein weiterführender Link eingebaut: http://www.dw.de/seepferdchen-alarm-immer-mehr-unsichere-schwimmer/a-16064801 ))
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 09.11.2014 um 11:38 Uhr
Gerade Ihr letzter Satz Herr Wagner mit dem zu geringen Zugang und den zuwenig qualifizierten Lehrern bestätigt was ich schreibe. Dann muss ich in meiner Verantwortung als Erziehungsberchtigter meinem Kind das Schwimmen bei bringen. Ob ich es zum Flötenspielen oder Fußballtraining zum Reiten oder Turnen fahre dann fahre ich eben mal ein Zeitlang mit meinem Kind ins Schweimmbad. Das kann doch nicht so schwer sein. Die Bequemlichkeit muss man uns Eltern nicht auch noch abnehmen.
H. Peter Herold
29.394
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.11.2014 um 08:32 Uhr
Ich habe mich schon in den achtziger/neunziger Jahren gewundert und mich Lehrern gestritten, die die gleiche Meinung wie Sie Herr Büttel vertraten. Da könnten die Eltern ja gleich ihre Kinder zuhause unterrichten. M. Meinung nach hat die Schule einen Erziehungsauftrag(zumindest gehabt), denn warum wären sonst Lehrer verbeamtet worden. Das setzt hoheitliche Aufgaben voraus, also quasi die Erfüllung des Erziehungsauftrags. Schon richtig, dass Eltern die Erziehung ihrer Kinder in vielen Teilen mitgestalten sollen, aber Sport und dazu gehört für mich auch Schwimmen, sollte von Schulen durchgeführt werden. Warum sollte heute nur wegen klammer Kassen das was früher gut war, heute nicht mehr gelten. Es wird soviel Geld für alles Möglich ausgegeben, warum nicht etwas für die Kinder? Ist denn nicht immer wieder ein beliebtes Wort der Politik von der Wichtigkeit der Bildung zu sprechen? Mens sana in corpore sano. Gilt das nicht mehr!
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.11.2014 um 09:11 Uhr
Sie haben keine Schulpflichtigen Kinder mehr. Heute wird das Schwimmangebot der Schulen doch nicht Aufgrund des Geldmangels nicht durchgeführt. Im Ländlichen Bereich funktioniert das ja auch noch Recht gut. In Städten mit hohem Migrationshintergrund versuchen sie mal einen sinnvollen Schwimmunterricht anzubieten. Was machen Sie mit dreiviertel der Klasse die von den Eltern vom Schwimmunterricht befreit wird?
Seit wann gehört Schwimmen zur Bildung. Meine Kinder haben das Dreifache an Sportstunden wie ich zu meiner Zeit. Das ist nicht schlechter geworden.
Eltern zahlen 30.-€ Mitgliedbeitrag im Monat im Sportstudio weil sie keine Zeit haben ins Schwimmbad zu fahren.
Natürlich wäre es schön und Wünschenswert, wenn an jedem Schulstandort auch ein Schwimmbad ist, indem die Kinder Schwimmen lernen können. Das bedingt aber die Veränderung der Schulsysteme. Die Kinder müssen schon jetzt in der Schule viel mehr leisten als wir früher. Zwei Stunden Schwimmunterricht in der Woche unterzubringen zusätzlich zum Sport den manche Eltern wünschen, den AG`s und sonstigen Zusatzangeboten. Angepasst an die Fahrtzeiten des kostenlosen Bustransfers… nach Hause, machen für die Schule eine sinnvolle Planung unmöglich.
Herr Herold auch ich würde es begrüßen wenn alles meine Wünsche erfüllt werden würden. Der Staat hat einen Erziehungsauftrag, das bedeutet aber nicht die Eltern von ihrer Verantwortung frei zu sprechen. Das ist zu einfach. Kucken Sie sich mal ganz objektiv unabhängig von ihrem Frust gegenüber der Gießener Stadtpolitik das Verhalten der Eltern an. Für alles ist Geld da. Playstation, Gameboy, Handy usw. Eine Dauerkarte/Jahreskarte im Schwimmbad was kostet die? Gerade in der Stadt kann man mir dem Stadtbus fahren die Schülerfahrkarte ist auch mittags und abends gültig. Mit den Kleineren Kindern fahre ich selbst. Ich muss mich nur aufraffen und mich darum kümmern. Die Schule kann nur zusätzlich im optimalen Fall unterstützen.
H. Peter Herold
29.394
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.11.2014 um 18:03 Uhr
Lieber Herr Büttel, für mich liegt das alles so weit zurück. Die Tochter ist 33, mir fehlt da der Bezug zum tatsächlichen Geschehen. Da haben Sie natürlich mehr Einblick. Ich gebe aber nur zu bedenken, nicht alle Eltern können schwimmen. Ich kann es gut, nur wann gehe ich?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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