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Die „dunklen Seiten“ unserer Stubentiger: 200 Mio. Vögel fallen in Deutschland jährlich streunenden Katzen zum Opfer

Auf dem Weg an die Vogelfront im Garten: Da ist der Tisch reich gedeckt – auch wenn „man“ eigentlich satt ist.
Auf dem Weg an die Vogelfront im Garten: Da ist der Tisch reich gedeckt – auch wenn „man“ eigentlich satt ist.
Gießen | Katzen sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen. In den Häusern und Wohnungen zwischen Kiel, Konstanz, Aachen und Görlitz schnurren 8,2 Millionen Stubentiger. Und die zieht es regelmäßig nach draußen, wo sie dann, obwohl meist gar nicht hungrig, unter Vögeln, aber auch unter Amphibien, Reptilien und anderen Kleinlebewesen entsetzlich wüten. Einer Studie zufolge fallen den streunenden Samtpfoten hierzulande Jahr für Jahr 200 Millionen Piepmätze zum Opfer.
Das hören Katzenhalter nicht gerne – oder verdrängen es. „Das sei nun mal Natur“, lautet ein reflexartig bemühtes Argument. Aber es ist nicht stichhaltig.
Allein ob ihrer Anzahl sind Katzeneigner eine bedeutende Lobbygruppe und für die Heimtierbedarfs-Industrie ein milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor. Wer es wagt, an der Schmuseaura der geliebten „Mauzis“, „Schlummerles“ und „Peterles“ zu kratzen, riskiert diesseits und jenseits der digitalen Welt schon mal den ein oder anderen heftigen „Shitstorm“. Aber es geht gar nicht um Diskreditierung oder Schuldzuweisung, sondern darum, Mittel und Wege zu finden, wie sich die konträren Interessen in Einklang bringen lassen. Aber das Gelände ist vermint. Ein Versuch, sich diesem höchst kontrovers diskutierten, „gefährlichen“ Thema zu nähern:
http://www.rotorman.de/miez-miez-schlummerle-peterle-und-co-als-gnadenlose-vogeljaeger-im-garten/

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Vogeljagd (1)Hauskatzen (2)Gefahr im Garten (1)
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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2014 um 22:36 Uhr
Woher wissen Sie das? Was ist das für eine Statistik und wer hat sie erstellt?
Wieviel Katzen letztendlich in Deutschland leben und wieviele reine Wohnungskatzen sind, das weiß kein Mensch.
Ich warte auf die Schlagzeile: Katze beißt Mensch tot! Maulkörbe und Leinenzwang für Katzen!
Ich habe seit Jahrzehnten Katzen! Und ich habe einen naturbelassenen Garten voller Vögel!
Katzen "wüten" entsetzlich- was für eine Formulierung!
Wissen Sie, Herr Heimann, wer die Wüter sind? Die Menschen, die den Vögeln den Lebensraum nehmen, Gärten, wo der Rasenmäher und die Pestizide wüten, Landstriche, wo Millionen unserer Zugvögel mit widerlichen Fangmethoden zu Tode gebracht und eingefangen werden, um in kleinen Käfigen dahin zu vegetieren. Aber es ist ja so leicht, Tiere schuldig zu sprechen, um von unseren menschlichen Sünden abzulenken! Wieviele vierbeinigen Jäger sind schon ausgerottet worden, um jagdbares Wild für die zweibeinigen Jäger zu "retten"! Es gibt nur ein Lebewesen auf unserem Planeten, der ausrottet, wütet und vernichtet- und das ist und bleibt der Mensch.
Jürgen Heimann
2.591
Jürgen Heimann aus Gießen schrieb am 18.10.2014 um 23:22 Uhr
Och Frau Toth,
ich bitte Sie! Lesen Sie sich den Artikel doch erst einmal mal genau durch, bevor Sie hier eine krumme Lanze brechen. Ich habe ja nicht von ungefähr zwecks thematischer Vertiefung des Ganzen einen Link gesetzt. Sie werden die meisten Ihrer Thesen darin sogar bestätigt finden. Das gilt auch für den Zugvögelmord.
Sie haben meine inhaltliche, thematische Intention bedauerlcherweise nicht richtig verstanden. Tiere wurden nämlich an keiner Stelle für schuldig gespochen. Woraus schöpfen Sie diese Annahme??? Die Studie wurde übrigens in der Zeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.
Nicole Freeman
11.061
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 00:00 Uhr
nun wenn ich ihren artikel lese kann ich fast nur boese boese mietzekatze lesen. die freigaengerkatzen auf dem hof meiner eltern haben eigendlich immer nur maeuse vor die tuer gelegt, soweit ich mich erinnere. vielleicht schmecken aber voegel auch zu gut das sie uns diese nicht als liebesbeweis bringen.
Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 10:10 Uhr
Herr Heimann, die Katze wird von altersher entweder verteufelt oder als Göttin verehrt. Im Mittelalter wurde sie mit den Hexen verbrannt und im alten Ägypten wurde ein Mensch mit dem Tode bestraft, wenn er einer Katze ein Leid zufügt. Heute ist die Katze das beliebteste Haustier. Wenn Jäger oder fanatische Vogelschützer eine Studie in Auftrag geben, wird sie anders ausfallen, als wenn Tierschützer diese in Auftrag geben. Deshalb stehe ich Studien sehr kritisch gegenüber. Fakt ist- niemand weiß, wieviel Freigängerkatzen es gibt und wieviele Vögel von Katzen gefangen werden. Die unkontrollierte Vermehrung von "Niemandskatzen" ist- wie so viel auf unser Welt- durch Menschen verschuldet. Bei der Kastration dieser Tiere sind die Kommunen in der Pflicht, den Tierschutz zu unterstützen. Es gab eine Studie, die in der Tat aussagekräftig war! Es wurde der Mageninhalt von erschossenen oder überfahrenen Katzen untersucht. Die Anzahl der Vögel fiel nicht ins Gewicht. Diese Studie hat den Katzengegner nicht gepasst- deshalb war sie nicht reprästativ.
Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 10:16 Uhr
Ich habe noch etwas vergessen, Herr Heimann! Ihr Artikel ist nicht schwer zu verstehen, das zeigt schon die "reißerische" Überschrift.
Tierschützer sind das Sprachrohr der Tiere, deshalb macht mich keiner mundtot, wenn es darum geht, für die Tiere einzutreten.
Barbara Felde
405
Barbara Felde aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 12:22 Uhr
Ich will gar nicht anfangen mit den Zahlen, wie viele Millionen Tiere dem Menschen Jahr für Jahr zum Opfer fallen...und auch die Menschen haben nicht ständig Hunger.
Und natürlich ist es die Natur der Katze...was denn sonst???
Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 12:40 Uhr
Sorry für meinen Tippfehler, natürlich meinte ich repräsentativ!
Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 12:43 Uhr
Und wer rottet bis zum heutigen Tag täglich Tiere und Pflanzen aus? Wer hat die "Herodesprämie" für Bullenkälbchen ins Leben gerufen?
Wer vergast Hundertausende von männlichen Küken? Die gehören auch zu den Vögeln, oder?
Diese Liste könnte man unendlich fortsetzen!
Eike Schwalm
261
Eike Schwalm aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 13:54 Uhr
Hallo Herr Heiman, die Überschrift gibt doch nur wieder den Katzenhassern neue Nahrung. Katzen sind nun mal Raubtiere. Außerdem bekommen Katzen meistens nur kranke oder geschwächte Vögel. Das ist der natürliche Kreislauf. Sie sollten lieber mal recherschieren wieviel Vögel von Menschen eingefagen werden. Mit riesigen Netzen werden sie eingefangen, getötet und kommen als Delikatesse auf den Tisch. Der Mensch vernichtet die Natur und nimmt den Tieren den natürlichen Lebensraum und nicht umgekehrt. Katzen dafür verantwortlich zu machen, daß Vogelarten dezimiert werden ist einfach nur Augenwischerei und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Erst vernichten wir die natürlichen Lebensräume und vergiften die Umwelt und suchen dann bei den Tieren die Schuld.
Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 19:34 Uhr
Da bin ich mal gespannt, ob jemand Ninas gute und berechtigte Frage beantworten kann.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 19.10.2014 um 20:04 Uhr
Durch verwilderte Katzen ist in der Tat das natürliche Gleichgewicht gestört. Es ist sicher zu begrüßen,wenn solche
Tiere eingefangen und kastriert werden.
Aber die Art , wie in diesem Beitrag Katzen "verteufelt" werden,
erinnert mich stark an mittelalterlichen Hexenglauben, der
auch Katzen als böse und teuflische Wesen ansah.
Dabei wird gar nicht erwähnt, dass die hauptsächlichen Beutetiere der Katzen Mäuse sind, und dass sie deshalb seit der Antike auch als nützliche Tiere angesehen und zum Teil sogar vergöttert wurden .
Ich habe einmal in einem Dorf gelebt, in dem Katzenfänger alle
Katzen weggefangen hatten,so dass es ein paar Monate keine
Katze mehr gab. Die Folge war eine regelrechte Mäuseplage.
In unserem Neubau sind die Mäuse aus dem Keller nach oben
geklettert, wobei ich beobachten konnte, wie sie senkrecht
an den Wänden hoch gelaufen sind. Als die hölzernen Bodenleisten in unserem Schlafzimmer aufgefressen waren, haben wir uns eine Katze besorgt,die wirklich eine sehr gute Mäusefängerin war, und unsere geplagten Nachbarn haben uns
händeringend darum gebeten ,sich unsere Katze mal ausleihen zu dürfen. Mit der Zeit wurden es dann wieder mehr Katzen. Nachdem einige Frauen aus dem Dorf die Katzenfänger überrascht und zur Rede gestellt hatten, suchten die sich wohl ein anderes Revier und mit der Zeit haben sich die Zustände wieder normalisiert.
Wie soll man denn ohne Katzen die Zahl der Mäuse konstant halten? Vielleicht durch Vergiften oder Vergasen? Würden dadurch nicht auch andere Tiere und vielleicht auch Menschen gefährdet werden?
Darüber sollten Sie sich einmal Gedanken machen!
Nicole Freeman
11.061
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 21:49 Uhr
Danke Frau Barthel. Auf die Antwort zu Frau Backs frage bin ich gespannt !!!
Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2014 um 22:28 Uhr
Wenn eine Katze Mäuse fängt, dann ist sie eine gute Katze, schnappt sie auch einmal einen Vogel, dass ist sie böse! Vögel gehören für einige Wildtiere zur Beute! Auch Vögel schlagen andere Vögel! Dann müssten wir Menschen alle Fleischfresser ausrotten.
Es gibt Tiere, die dem Herzen der Menschen näher sind, die werden dann bedauert! "Armes Fohlen, es muss vor dem Schlachter gerettet werden". " Hm, was hat das Spanferkelchen so gut geschmeckt"! Solche Wertvorstellungen haben Tiere nicht.
Und noch ein Wort zu den verwilderten "Niemandskatzen"! Diese bedauernswerten Tiere sind oft so kraftlos und krank, dass sie physisch gar nicht in der Lage sind, Vögel zu fangen.
Jetzt fehlt nur der Spruch: Katzen gehörten ja gar nicht nach Deutschland- das ist in vielen Diskussionen auch ein Thema, um die Katze zu diskriminieren.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 20.10.2014 um 14:06 Uhr
Herr Heimann, haben Sie Ihre Erkenntnisse aus diesem Artikel?
http://www.huffingtonpost.de/2014/10/20/wissenschaftliche-gruende-katzen-arschloecher_n_6013226.html?utm_hp_ref=germany&ir=Germany

Unsere Katzen sind draußen. Unsere alte Katze fängt auch ab und an einmal einen Vogel. Meistens jedoch Mäuse. Der Kater würde in freier Natur verhungern der fängt gar nichts.
Ich finde das alles völlig natürlich.
Was in dem Artikel steht kann ich so nicht bestätigen. Unsere Katzen hüpfen schon auf die Fensterbank wenn sie das Auto meiner Frau hören und schauen nach draußen. Dann rennen sie an Tür und nehmen sie in Empfang. Klar das Ergebnis ist füttern. Ich nenne unsere Katzen nur Follower egal wo meine Frau hingeht wird sie verfolgt.
Ilse Toth
39.186
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.10.2014 um 14:51 Uhr
Ich habe seit 40 Jahren immer mehrere Katzen. Und immer noch den Garten voller Vögel! Ich füttere zwei "Niemandskater" (von mir kastriert) in unserem kleinen Gewächshäuschen! Und darin hat in diesem Jahr ein Amselpaar die Jungen aufgezogen. Und alle haben das Nest verlassen. Da in unserem Garten nicht jede Woche der Rasenmäher eingesetzt wird und einheimische Hecken und Pflanzen genug Deckung bieten, konnten sich die Amselchen, die ja einige Tage "zu Fuß" unterwegs sind, gut verstecken.
Die Jäger verteidigen ihre Jagd, die Vogelschützer suchen Schuldige - da kommt man auf keinen "grünen Zweig"! Deshalb verabschiede ich mich von der Diskussion und stimme Herrn Büttel zu: der Dosenöffner für die Katzen ist der Mensch!
Barbara Felde
405
Barbara Felde aus Gießen schrieb am 20.10.2014 um 19:42 Uhr
Und die peinlich genau auf Strich geschnittenen Hecken und Büsche (durch die Menschen) erleichtern den Katzen am Ende natürlich ihre Jagd auf Vögel. Vielleicht ist ja am Ende doch der Mensch "schuld", dass den Katzen so viele Vögel zum "Opfer" fallen. Diese finden in unseren Gärten keinerlei Deckung mehr... Mit anscheinend zwei Ausnahmen: Frau Toths Garten und......meiner auch.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Jürgen Heimann

von:  Jürgen Heimann

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Jürgen Heimann
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