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Bewegendes Benefizkonzert in der Marienstiftskirche

Benefizkonzert in der Licher Marienstiftskirche
Benefizkonzert in der Licher Marienstiftskirche
Gießen | Lich | Am vergangenen Sonntag gastierten der Mittelhessische Kammerchor und das Mittelhessische Kammerorchester der Neuapostolischen Kirche bei ihrer diesjährigen Konzerttournee in Lich und gaben unter der Leitung von Dr. Arno Semrau in der Marienstiftskirche ein beeindruckendes Konzert.

Pfarrerin Barbara Lang begrüßte neben den Konzertbesuchern auch die Aktiven des Abends. Bezogen auf den Konzertinhalt erinnerte sie an die Aussage des Apostels Paulus an die Epheser: „… seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens.“

Thorsten Junk von der Bezirksleitung des Gießener Kirchenbezirks der Neuapostolischen Kirche erklärte kurz den Schwerpunkt des Konzertes: es war dem 3. Gebot „Du sollst den Feiertag heiligen“ gewidmet, das in der heutigen Zeit oft im gesellschaftlichen Konflikt zur Arbeitswelt steht, in der der Sonntag gern als weiterer Arbeitstag gesehen wird.

Im ersten Konzertteil zeigte sich die Bedeutung des Sonntages als Ruhetag und als spirituelle Kraftquelle eindrucksvoll bei den Vertonungen von Texten, die sich um die Gestaltung und Inhalte des sonntäglichen Gottesdienstes ranken. Die Lieder waren unter diesem Aspekt zusammengestellt worden und begannen im 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit, von Europa bis nach Südamerika. Zum Teil wurden auch Sätze vorgetragen, die von zeitgenössischen Musikern arrangiert worden waren, so u.a. das altbekannte Lied „O seliger Sonntag, du Tag meines Herrn“, eine Sonntagslaudatio des englischen Romantikers Henry Rowley Bishop, die von Dr. Arno Semrau neu arrangiert worden war. Aber auch der Text „Herr, hier bring ich mein alles“ hatte von Armin Metschies, der auch als Kontra-Bassist im Kammerorchester mitwirkte, eine neue Vertonung erhalten.

Auf die A-Capella-Sätze von Gerrit Junge, Georg Pilum und Johann Sebastian Bach folgten Sätze mit Klavier- bzw. Orgelbegleitung mit Rüdiger Bellof bzw. André Lindemann.

In einer kurzen Pause vertiefte der örtliche Gemeindevorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde, Matthias Rauch, den Konzertschwerpunkt noch einmal und forderte die Konzertbesucher auf, ein Zeichen gegen den Trend der Zeit zu setzen und die eigenen geistlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen, um „den Feiertag zu heiligen“.

Im zweiten Konzertteil stand das Christus- und Gotteslob im Mittelpunkt, beginnend mit dem „Te Deum laudamus“ (Dich, Gott, loben wir) von Marc Antoine Charpentier. Die als Eurovisionsfanfare bekannten acht Anfangstakte des Prélude aus Charpentiers „Te Deum“ passten gut zur Konzertintention, denn ursprünglich erklang diese festliche Introduktion zur Ehre Gottes.

Das Kammerorchester eröffnete brillant das Werk in D-Dur mit barockem Glanz. Die Solisten Karola Semrau und Sandra Münch (Sopran), Nils Hientzsch und Jens Jordan (Tenor) sowie Jörg Hilberg (Bass) bewältigten ihre Aufgaben in wohl abgestimmter, kammermusikalischer Begleitung durch Organist und Orchestermitglieder souverän.

Mit Psaume CL“ von César Franck erklang zum Konzertende die besondere, hochromantische Vertonung des 150. Psalms, entstanden sechs Jahre vor dem Tod des Komponisten auf dem Zenit seiner künstlerischen Meisterschaft.

Es war ein großartiger Abschluss dieses gelungenen geistlichen Konzertes. Die Konzertbesucher bedankten sich bei den Mitwirkenden mit einem anhaltenden Applaus und „Standing Ovations“. Als Konzert-Zugabe fungierte der letzte Teil des Te Deums: In te, Domine, speravi: non confundar in aeternum.

Der Reinerlös dieses Konzertes ist für die Evangelische Stiftung Arnsburg bestimmt. Die gemeinnützige Einrichtung bietet Kindern und Jugendlichen, die besonderer Förderung und Betreuung bedürfen, ein Zuhause oder zumindest einen Anlaufpunkt.

Fabian Scharping stellte kurz die Evangelische Stiftung Arnsburg vor und erläuterte, dass der Konzerterlös für die Anschaffung einer „Bewegungsbaustelle“ genutzt werden soll. „Eine solche Bewegungsbaustelle bietet den Kindern nahezu unbegrenzte Kombinations- und Gestaltungsmöglichkeiten, die ihr kreatives Potential zur vollen Entfaltung bringen.“ so Scharping weiter.

Informationen über die Neuapostolische Kirche können im Internet unter der Adresse www.nak.org abgerufen werden. Angaben zu den neuapostolischen Gemeinden im Kirchenbezirk Gießen sind auf der Seite www.nak-bezirk-giessen.de zu finden.

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von:  Neuapostolische Kirche Bezirk Gießen

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