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Zwei weitere Schulen beteiligen sich an Qualifizierungsprojekt

Vertragsunterzeichnung in der Gesamtschule Lumdatal: Vier Schulen profitieren bislang von „Keiner geht verloren“: ARS Pohlheim, CBES Lollar, GS Buseckertal und GS Gleiberger Land. Jetzt machen auch auch die AFS Linden und die GS Lumdatal mit.
Vertragsunterzeichnung in der Gesamtschule Lumdatal: Vier Schulen profitieren bislang von „Keiner geht verloren“: ARS Pohlheim, CBES Lollar, GS Buseckertal und GS Gleiberger Land. Jetzt machen auch auch die AFS Linden und die GS Lumdatal mit.
Gießen | Es ist mittlerweile ein eingepasstes, zielorientiert arbeitendes System und es wächst: Am Qualifizierungsprojekt „Keiner geht verloren“ machen nun auch die Anne-Frank-Schule Linden und die Gesamtschule Lumdatal mit. Bei der Vertragsunterzeichnung in der Gesamtschule Lumdatal erklärten Landrätin Anita Schneider und Monika Neumaier, Geschäftsführerin ZAUG gGmbH, worum es genau geht.

„Beim Übergang von der Schule in den Beruf brauchen manche Schülerinnen und Schüler zusätzliche Hilfe. Trotz Praktika und Berufsvorbereitung im Unterricht gelingt nicht allen jungen Menschen dieser wichtige Schritt sofort“, umriss die Landrätin die Zielgruppe. Damit aber niemand auf der Strecke bleibt, gibt es seit nunmehr zwei Jahren im Landkreis Gießen das Programm „Keiner geht verloren“. Anita Schneider weiter: „Wir haben zunächst ein Netzwerk aufgestellt, das Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz umfassend berät und auffängt, bevor es zu unfreiwilligen Warteschleifen nach dem Schulabgang kommt. Dieses Netzwerk hat sich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt und hat sich gefestigt.“

Zu den Partnern gehören
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neben der Beschäftigungsförderung des Landkreises Gießen auch das Jobcenter Gießen, die ZAUG gGmbH sowie das Institut für Berufs- und Sozialpädagogik. Sie haben Module entwickelt, die an den teilnehmenden Schulen umgesetzt werden als auch nach Schulzeitende dafür sorgen, dass Untätigkeit und Orientierungsfehler vermieden werden. Zu den Modulen gehören der persönlich beratende „Jobagent“, die „Werkstatt Zukunft“, das sogenannte Ausbildungscamp und die Berufsorientierungsmaßnahmen in Abgangsklassen. Alle Module haben zum Ziel, mit verzahnten und zeitlich wie inhaltlich aufeinander abgestimmten Angeboten eine Berufsorientierung und Ausbildungsvorbereitung zu ermöglichen und die jungen Menschen zu qualifizieren, unterstützen und ins Berufsleben zu vermitteln. Der begleitete Prozess der Berufsorientierung soll Schülerinnen und Schüler systematisch darin unterstützen, ihre Stärken und Interessen zu erkennen und weiterzuentwickeln. Zudem erhalten sie praxisnahe Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt, so dass sie Anschlussmöglichkeiten zielgerichtet in den Blick nehmen können.

Wie die Erfahrungsberichte zeigten, sind auch die Eltern der zur Zielgruppe gehörenden Schülerinnen und Schüler oft ratlos, wenn es um Anschlussmöglichkeiten nach der Schulzeit geht. Nicht alle kennen die komplexer werdenden Möglichkeiten des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes, so dass „Keiner geht verloren“ mitunter eine Beratung für die ganze Familie darstellen kann.

Vier Schulen profitieren bislang von „Keiner geht verloren“: ARS Pohlheim, CBES Lollar, Gesamtschule Buseckertal und Gesamtschule Gleiberger Land. Dort wird seit 2013 das Angebot einer Berufsorientierungsmaßnahme umgesetzt.
Nun kommen mit der AFS Linden und Gesamtschule Lumdatal zwei weitere Schulen hinzu. „Mit dieser Maßnahme werden frühzeitig die richtigen Impulse gesetzt. So können bereits während der Schulzeit die Weichen für den nachfolgenden Schritt auf dem Weg in eine berufliche Perspektive gestellt werden. Das vermeidet unnötige Warteschleifen“, erläuterte die Landrätin.

Das vielschichtige Qualifizierungsprojekt „Keiner geht verloren“ wird zunächst bis 2017 angeboten, die Verantwortlichen sind sich aber einig, dass das Netzwerk auf jeden Fall fortbestehen bleibt, da es wirksam ist und gebraucht wird. Das Projekt wird aus Mitteln des Ausbildungsbudgets 2014 des Landes Hessen, der Agentur für Arbeit und des Landkreises Gießen finanziert.

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Julia Schmidt
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