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Wie die internationale Gemeinschaft gegen Ebola kämpft

Gießen | 165 kubanische Ärzte und Pflegekräfte wurden von Raul Castro mit Handschlag verabschiedet, um nach Freetown (Sierra Leone) zu fliegen. Weiter 296 Spezialkräfte sollen folgen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am 6.10.14. Das sind mehr Hilfskräfte, als Großbritannien und Australien zusammen stellen, meldet die Londoner Times.

Von den 3-4000 vorgesehenen US-Soldaten, die 17 Behandlungsstationen und ein Lazarett errichten sollen und an 400.000 Familien Schutz- und Präventionspakete verteilen sollen(Ärzte und Pflegepersonal sind nicht vorgesehen), sind bislang 200 Soldaten in Monrovia eingetroffen, um das militärische "Hauptquartier" zu installieren.

Von den 300 Krankenbetten und 5000 Helfern, die Ministerin von der Leyen zugesagt hatte, ist bislang auch noch nichts angekommen. Der Präsident von "Ärzte ohne Grenzen", Tankred Stöbe:"Es geht um Stunden und Tage...,Das was bisher schon versäumt wurde, ist dramatisch!"

Laut "Süddeutsche Zeitung" sind 50.000 medizinische Fachkräfte aus Kuba in 66 Ländern Lateinamerikas, Asiens und Afrikas im Einsatz (davon mehr als 11.000 in Brasilien, wie ich in einem früheren Beitrag in dieser Zeitung berichtete). Ihre Spezialität sind insbesondere Augenoperationen. 1959 gab es in Kuba kaum 6.000 Ärzte, heute sind es 77.000 plus 15.000 Zahnärzte und 88.000 Krankenpfleger. 20.000 Studenten in Kuba studieren Medizin (Kuba hat ca. 11 Millionen Einwohner). "Das Heer weißer Kittel bekommt einen Ehrenplatz in unserer Geschichte" bemerkte Raul Castro bei der Verabschiedung der Ebola-Brigade.

(Außer den genannten Zeitungen bezog ich die Informationen auch aus der kubanischen "Granma")

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Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 09.10.2014 um 09:23 Uhr
Die medizinischen Hilfeleistungen Kubas sind bekannt und international anerkannt. Es sind nur noch USA und Israel, die gegen Kuba hetzen und die Leser von BILD.
Der Begriff die "internationale Gemeinschaft" ist wohl Satire. Normalerweise existiert die "internationale Gemeinschaft der schießwilligen", angeführt von den USA.
Kurt Wirth
3.092
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 09.10.2014 um 11:54 Uhr
Ja, Michael, die "Internationale Gemeinschaft" war ironisch/satirisch gemeint. Das kubanische Gesundheitswesen ist vergleichsweise hochentwickelt, leidet dennoch zwangsläufig unter dem jahrzehntelangen US-Handelsboykott, dem sich EU und andere Länder angeschlossen haben: Hochentwickelte Geräte, Computertechnik, nicht selbst entwickelte Medikamente usw. sind für die Kubaner sehr schwer zu erlangen.

Hinsichtlich Ebola haben die Kubaner jedoch jahrelange Erfahrung mit der Bekämpfung des Dengue-Fiebers ins Feld zu führen. Dies führt bei wiederholten Erkrankungen, wenn man schon einmal Antikörper in sich hat, seltsamerweise zu verschlimmerten Folgen und wie Ebola zu inneren Blutungen mit einer etwa 50%-igen Todesrate, vor allem bei Kleinkindern. Zuletzt hatte Kuba im Januar dieses Jahres einen kleineren Ausbruch erfolgreich unter Kontrolle gebracht.
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Kurt Wirth
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