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FDP Gießen: „Mietpreisbremse blockiert Wohnungsmarkt“

von Frank Schulzeam 06.10.20141362 mal gelesen4 Kommentare
Gießen | Zum Start des neuen Semesters äußert sich die FDP Gießen kritisch zur Mietpreisbremse.
„ Gerade in Hinblick auf den kommenden Semesterstart, muss man die aktuelle Wohnungspolitik sehr kritisch sehen“, so der FDP-Ortsvorsitzender Dr. Martin Preiss. „Die Mietpreisbremse ist das falsche Instrument. Sie wird die dringend notwendigen Investitionen im Wohnungsbaubereich massiv verhindern. Mit dieser Symbolpolitik schafft man keinen neuen Wohnraum. Die Mietpreisbremse ist auch markttechnisch ein fataler Fehler. Ein Preis wird über Angebot und Nachfrage gesteuert. Der knappe Wohnraum ist der Hauptgrund für steigende Mieten. Deshalb sind Investitionen im Wohnungsbaubereich sinnvoller, als jede staatliche Reglementierung.“
Die bildungspolitische Sprecherin Annette Greilich ergänzt: „Damit Gießen ein attraktiver Anziehungsort für Studenten und junge Familien bleibt, muss eine andere Politik her. Gießen braucht einen Wohnraummix aus kleinen, günstigen Wohnungen, größeren Wohnungen für WG`s und Familien und weitgehend barrierefreien altersgerechten Wohnungen. Um Investitionen zu fördern, muss die Politik die Erhöhungen der Grunderwerbsteuer und die Mietpreisbremse zurück nehmen und bürokratische Hindernisse abbauen. Nur so ist allen Seiten geholfen – Mietern, Eigentümern und Investoren“

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.969
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 06.10.2014 um 21:17 Uhr
Nun wohnraum wird ja wieder geschaffen, nur nicht bezahlbar.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 07.10.2014 um 07:04 Uhr
In Hessen fehlen 120.000 Sozialwohnungen! Im Rhein-Main Gebiet gibt man im Durchschnitt 50% von seinem Nettoeinkommen für eine Bude aus. Tendenz steigend. In Nordhessen haben sich die Preise innerhalb von 2 Jahren um 23% erhöht. Solange Wohnraum als Spekulationsobjekt und Profitakkumulation dient, wird sich an den horenden Kosten nichts ändern.
Da der Bund und das Land Hessen das Angebot an Sozialwohnungen künstlich knapp halten, regelt ein Markt der nach oben keine Grenzen kennt die Preise. Die wahren Ursachen liegen in der Tatsache, dass seit einigen Jahren sich die öffentliche Daseinsfürsorge dem Diktat des Profites beugt und nicht mehr die natürlichen Bedürfnisse der Menschen befriedigt werden. Von mir aus können sich vollgekokste Makler, Raubtier Hedgefonds und Kapitalgeier dumm und noch dümmer verdienen . . .
Aber dann bitteschön bei denen die es haben . . . .
Sozialer Wohnungsbau ist nicht nur zu schützen, sondern er muss in einer BRD, die sowieso in Sachen Infrastruktur von der Substanz lebt, revitalisiert bzw. um ein vielfaches ausgebaut werden!
Die Mietpreisbremse hilft da nur indirekt. Die Genossenschaften und öfftentlichen Wohngesellschaften müssen gestärkt werden und die Mieten müssen vom Renditewahn abgekoppelt werden!
Ich weiss, dass diese Forderung nicht in ihr Weltbild passt, sie kommt der Ursachenbekämpfung aber weitaus näher als ihre Ideologie die da heißt, "der Markt regelt alles selber".
Nicole Freeman
11.061
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.10.2014 um 07:37 Uhr
solange da luxuswohnungen gebaut, luxusaltenheime errichtet werden und die 3 zimmerwohnung kaum noch zu zahlen ist fuer den normalverdiener, da werden geringverdiener und zuschussempfaenger keine chance haben eine wohnung zu bekommen. vom amt bekommen sie dann auch noch gesagt , dann bemuehen sie sich eine andere wohnung zu finden. witz komm raus du bist umzingelt. Die Mietpreisbremse haben sich die Spekulanten selbst zuzuschreiben !
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 07.10.2014 um 08:01 Uhr
Richtig, Frau Freeman
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Frank Schulze

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