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Der gesetzliche Mindestlohn und seine Auswirkungen auf die 24h -Pflege

von Juliane Bohlam 25.09.20143672 mal gelesen4 Kommentare
Gießen | Ab dem 1. Januar 2015 gilt bundesweit ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro brutto pro Arbeitsstunde. Dieser Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer die in Deutschland tätig sind, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber ein inländisches oder ein ausländisches Unternehmen ist.

Die Kosten für eine legale häusliche 24-Stunden-Betreuung durch angestellte Betreuungskräfte, werden daher ab dem 1. Januar 2015 erheblich ansteigen. Dies gilt sowohl für Betreuungskräfte, die in Deutschland angestellt sind, als auch für im Ausland angestellte Betreuungskräfte, die nach Deutschland entsendet werden.

Legt man den gesetzlichen Mindestlohn zu Grunde, rechnet Kost und Logis, die solchen Betreuunsgkräften grundsätzlich gewährt werden müssen, sowie Sozialabgaben und Arbeitgeberkosten hinzu, so belaufen sich die Kosten für eine angestellte Betreuungskraft auf ca. 2.500 Euro brutto im Monat. Ein Betrag, den sich betroffene Familien nur in den wenigsten Fällen leisten können.

Keine Kostensteigerung für selbstständige Betreuungsdienstleister

Auf Familien, die bei der häuslichen 24-Stunden-Versorgung ihrer Angehörigen auf die Dienstleistung einer selbstständigen Betreuungskraft zurück greifen, kommt eine solche Kostenerhöhung jedoch nicht zu. Diesen Vorteil machen sich auch die selbstständigen Franchisenehmer der Hausengel Betreuungsdienstleistungen GmbH zu nutze. Sie legen die Preise für ihre Dienstleistung eigenständig fest und sind dabei nicht an den gesetzlichen Mindestlohn gebunden. Eine Preissteigerung für die 24-Stunden-Betreuung durch Hausengel-Franchisenehmer ist daher nicht zu erwarten.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.09.2014 um 19:30 Uhr
Frau Schneider bei ihrem Beitrag "blicke ich nicht durch".

Auf was wollen sie eigentlich raus?

Sind sie für die Aufnahme einer (weitere) Berufsgruppe in die Ausnahme - Liste der Mindestlohn-Gesetzes?

Oder wollen sie "von hinten durch die Brust ins Herz" auf die "die selbstständigen Franchisenehmer der Hausengel Betreuungsdienstleistungen GmbH" hinweisen"?

Wenn ich es richtig verstehe, so argumentieren sie doch: Eine Dienstleistung für die 24 Std. - Pflege kann (fast) keiner der Pflegebedürftigen bezahlen. Aber es gibt für Dienstleistungsanbieter "eine Hintertür" (meine Wortwahl) damit sie doch an Kunden kommt. Machen sie sich selbständig und dann greift das Mindestlohngesetz einfach nicht mehr.

Okay, mag so funktionieren, aber dann muss der Anbieter doch für weniger als z.Z. 8.50 Euro Brutto arbeiten?

Was hat er /sie dann davon?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 25.09.2014 um 19:35 Uhr
Herr Wagner hier werden wirklich die Pflegekräfte ausgebeutet. Das ist Werbung für den Hausengeldienst unter Umgehung des Mindestlohns.
Kurt Wirth
3.083
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 25.09.2014 um 21:53 Uhr
Herr Büttel liegt hier m.E. völlig richtig. Das scheint nach purer Werbung für eine Firma, die zudem vielleicht gesetzeswidrig verfährt (Scheinselbständigkeit?)
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 07.10.2014 um 12:00 Uhr
Herr Büttel und Herr Wirth,

Sie haben recht! Hier soll ein Fass aufgemacht werden, dass letztlich einer
halbseidenen Firma dient. Und dafür muss dann ein "Mindestlohn" von 8,50 Euro herhalten . . . Eklig und assi das ganze!
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