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Biber an der Lahn gesichtet

Gießen | NABU freut sich über die Rückkehr des Bibers nach Westhessen

Wetzlar. In den letzten Wochen wurden dem NABU Hessen vermehrt Biber-Sichtungen an der Lahn zwischen Lahnau und Solms gemeldet. „Es handelt sich wahrscheinlich um ein vagabundierendes Männchen, das aus der Wetterau kommend die Lahn in Augenschein nimmt“, erklärt Biber-Experte Mark Harthun. Die Biber-Sichtungen bestätigen Fraßspur-Funde aus dem Frühjahr. Die Naturschützer hatten vom Biber angefressene Weiden in der Lahnaue gefunden. Harthun hofft nun darauf, dass sich bald das erste Biberpärchen an der Lahn niederlässt.

Biber verfügen über die Fähigkeit, mit den Bau von Dämmen und dem Aufstauen von Bächen Bachauen zu naturnahen Feuchtgebieten umzugestalten. „Der Biber renaturiert uns die Gewässer billiger als jede Firma, wenn man ihn nur lässt“, so Harthun. Aus den 18 Bibern, die in den Jahren 1987 und 1988 im hessischen Spessart angesiedelt wurden, sind inzwischen über 700 Tiere geworden. Rund 350 davon leben in den hessischen Landkreisen Main-Kinzig, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Offenbach, Wetterau, Gießen und nun auch Lahn-Dill.

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Um die Rückkehr des Bibers zu unterstützen und seltene Tiere und Pflanzen der Auen besser zu schützen, fordert der NABU Hessen ein Landesprogramm zur Einrichtung von Gewässer-Entwicklungsstreifen an den Fließgewässern. Nur so könnten auch die europäischen Verpflichtungen zu sauberen, naturnahen Gewässern erreicht werden. Gleichzeitig dienten diese unbewirtschafteten Uferstreifen dem Hochwasser- und Erosionsschutz. „Es ist Hilfe zur Selbsthilfe“, so Harthun, wenn die Gewässer sich weitgehend selbst, ohne große Bagger-Maßnahmen wieder natürlich entwickeln können. Nach kleinen Initialaktionen wie der Öffnung der Uferverbauung oder dem Einbringen von Baumstämmen führten dann Uferabbrüche zur Anhebung der Gewässersohle, zur Abflachung und Verbreiterung der Gewässer. Auch der Biber könne dann leichter als Landschaftsgestalter tätig werden. Gleichzeitig entstehen Bach-Verzweigungen oder ein längerer, kurviger Verlauf. So fließe das Wasser langsamer ab, was die Hochwassergefahr verringere. Breite Gehölzstreifen würden den Eintrag von Dünger und Spritzgiften abpuffern und für sauberes Wasser sorgen. „Breitwasser statt Hochwasser“ sei die Antwort auf die Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre, so Harthun.

(Pressemitteilung des NABU Hessen vom 15.9.14)

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 15.09.2014 um 20:37 Uhr
Bitte die Hunde an die Leinen nehmen !!!
Klaus Viehmann
1.396
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 16.09.2014 um 12:38 Uhr
Auf der einen Seite ist die natürliche Renaturierung der Lahn schon weit fortgeschritten, die Natur holt sich das was sie früher ohne die großen Eingriffe schon einmal hatte. Auf der anderen Seite wollen Kommunen und Geschäftsleute die Lahn vermarkten, das darf es nicht geben. Es werden Fördergelder bereitgestellt für eine „Lahnpark – GmbH“ die reine Geldverschwendung. Lasst dem Bieber den Lebensraum, bei einer von Touristen bevölkerten Lahn bleibt der Bieber nicht.
H. Peter Herold
29.358
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.09.2014 um 13:08 Uhr
Wenn passiert ;-) wenn die Biber die Lahn aufstauen?
Klaus Viehmann
1.396
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 16.09.2014 um 13:48 Uhr
So groß werden die "Bieberburgen" nicht. Der Bieber sucht auch Ausbuchtungen, wo die Fließgeschwindigkeit nicht groß ist aus, für seine Burgen.
H. Peter Herold
29.358
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.09.2014 um 17:04 Uhr
Die bauen aber auch Staudämme
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 16.09.2014 um 20:03 Uhr
Ich korrigiere mich :
Bitte Hunde und Lahnpark-Befürworter an die Leine nehmen !
H. Peter Herold
29.358
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.09.2014 um 00:00 Uhr
Aber letztere bitte an ganz kurze.
Nicole Freeman
11.057
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.09.2014 um 08:57 Uhr
;-) Die Lahnaue muss erhalten bleiben. Schauen sie sich doch einfach mal die seen an. Man erkennt genau den Unterschied. Lahnpark gmbh angebliche pflege des gelaende -- mangelhaft-- ueberall verpackungsmuell kaum muelleimer.
gastronomie-- mangelhaft -- ich nenne es eine imbissbude die zu viel salz und billiges pressfleisch verkauft---
die Wasserskianlage wird genutzt da kann ich mir kein urteil erlauben da ich diesen sport nicht betreibe und einen unterschied der anlage zu anderen nicht beurteilen kann. Gleich daneben der Dutenhofener see. Vorne Camping mit strand- sauber und gastro io-
hinten naturschutz mit beobachtungspunkt . ein toller spaziergang durch die natur. natuerlich sind dort hunde an der leine zu fuehren. Brutgebiet und raststaette vieler zugvoegel. wenn jetzt noch der bieber kommt. das waere super toll.
H. Peter Herold
29.358
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.09.2014 um 15:50 Uhr
Wer hat im Fernsehen den Beitrag Wildtiere in London gesehen? Die Natur erobert sich die Städte.
Hallo Lieber Leser
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