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Neues Forschungsgebäude fürs Center for Infection and Genomics of the Lung (CIGL) auf dem Seltersberg geplant

So wird das CIGL-Gebäude aussehen.
So wird das CIGL-Gebäude aussehen.
Gießen | Gießen zeichnet sich durch seine Hochschulen aus, denen Exzellenzforschungsinstitute angehören. 2018 wird die Justus-Liebig-Universität und damit auch die Stadt Gießen durch ein neues Forschungsgebäude auf dem Seltersberg (Schubertstraße/Aulweg) bereichert, das Sitz des „Centers for Infection and Genomics of the Lung“ (CIGL) sein wird. Das Bauvorhaben der JLU wird im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens mit 23 Millionen Euro jeweils zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund finanziert.
Um die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung zu bieten, wurde das Projekt der Öffentlichkeit durch Vertreter der JLU als Bauherr und der Stadt Gießen als Planungsbehörde während einer Bürgerinformationsveranstaltung im Großen Hörsaal des Biomedizinischen Forschungszentrums Seltersberg am Freitag, 12. September 2014, vorgestellt. JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Prof. Dr. Werner Seeger (Vorsitzender und Sprecher des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL)), Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Stephan Henrich (stellvertretender Amtsleiter der Stadtplanungsamt Gießen), Hans-Jürgen
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Seltersberg (2)Lungenforschung (1)JLU (120)Forschungsgebäude (1)CIGL (1)
Weiser (JLU), Guido Eisfeller (JLU) und Astrid Boy (Hessisches Baumanagement), moderiert vom Stadtverordnetenvorsitzenden Egon Fritz, präsentierten den Bebauungsplan aufgrund von Daten, Bildern und Entwürfen vor über 60 Personen und standen für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Schon seit 2007/2008 wird ein Campus umfassend und langfristig in Gießen geplant. Das Gebäude für das CIGL wurde aber damals noch nicht vorausgesehen und kam erst nach den Erfolgen in den Exzellenzinitiativen der letzten Jahre in Betracht. Gießen ist nämlich eines der führenden Zentren der Lungenforschung in Deutschland als Sitz des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Der Bau eines weiteren, mit diesen beiden Forschungszentren wissenschaftlich und räumlich verbundenen, Forschungsinstituts ist von nationalem und internationalem Interesse. Das CIGL wird sich an der Schnittstelle zwischen Lungen bzw. Lungenkrankheitenforschung und Infektionsforschung befinden. Die Lage auf dem Seltersberg ist ideal: Die direkte Nähe vom ECCPS und vom Forschungsgebäude Medizin ermöglicht den Zugang zur Lungen-Biobank und zur mikrobiellen Biobank, deren Proben für längere Transportwege
V.l.n.r.: OB Dietlind Grabe-Bolz, JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und Prof. Dr. Werner Seeger (Vorsitzender und Sprecher des DZL) bei der Infoveranstaltung.
V.l.n.r.: OB Dietlind Grabe-Bolz, JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und Prof. Dr. Werner Seeger (Vorsitzender und Sprecher des DZL) bei der Infoveranstaltung.
ungeeignet sind. In dem Gebäude, das aus einem Erdgeschoss und einem 1. Obergeschoss bestehen wird, werden die rund 100 wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter zusammengeführt, die momentan verteilt in den verschiedenen Instituten tätig sind, was selbstverständlich für die Zusammenarbeit und den Austausch vorteilhaft ist.
Die größten Sorgen der Anwohner betrafen hauptsächlich die Grünflächen auf dem Seltersberg. Diese Sorgen werden aber auch von den Verantwortlichen geteilt, da die Parkanlage auch für die Mitarbeiter der Universität und die Studierenden wichtig ist. Obwohl es andere Flächen und Orte in Gießen gibt, an denen das Forschungsgebäude hätte errichtet werden können, ist die Lage des CIGL alternativlos, da die unmittelbare Nähe vom ECCPS eine zwingende Bedingung für die Förderung ist. Das Stadtplanungsamt hat schon Experte beauftragt, den Baum- und Vogelbestand auf dem Gelände zu prüfen, damit Bewertung und Erhaltung der Naturlandschaft des Seltersbergs berücksichtigt werden. Vernetzungsmöglichkeiten wie Fuß- und Radwege sollen neu definiert und entfaltet werden.
Am Schluss der Diskussion wurde eine Entscheidung einstimmig getroffen: Der beschädigte Jägerzaun um den Park, auf den eine Anwohnerin aufmerksam machte, wird entfernt.
Weitere Anmerkungen können bei der Stadt Gießen im Rahmen der Bürgerbeteilungsmöglichkeiten noch bis zum 19. September 2014 eingereicht werden. Zwischen Mitte November und Mitte Dezember wird der Bebauungsplanentwurf offengelegt.
Der Bauantrag wird voraussichtlich im Juli 2015 gestellt und die Bauarbeiten werden bis Mitte 2016 anfangen und circa zwei Jahre dauern.

So wird das CIGL-Gebäude aussehen.
So wird das CIGL-Gebäude... 
V.l.n.r.: OB Dietlind Grabe-Bolz, JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und Prof. Dr. Werner Seeger (Vorsitzender und Sprecher des DZL) bei der Infoveranstaltung.
V.l.n.r.: OB Dietlind... 
Vertreter der JLU und der Stadt Gießen beantworten die Fragen der Anwohner. (Mit Mikrophon: Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich).
Vertreter der JLU und... 

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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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