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„Grenzfahrt - … endlich drüben?“: Mobile Ausstellung und Dialog zum Gießener Aufnahmelager ab 17. September

"Grenzfahrt - ... endlich drüben?"
"Grenzfahrt - ... endlich drüben?"
Gießen | Eine Veranstaltung, die Bezüge auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft aufweist, wird demnächst sechs Wochen lang in Gießen stattfinden. Am Mittwoch, den 17. September 2014, um 18.00 Uhr, wird die mobile Ausstellung „Grenzfahrt - … endlich drüben?“ am Bahnhofvorplatz eröffnet.
Thema der Ausstellung ist das Gießener Notaufnahmelager, das ein Teil der Stadtgeschichte, aber auch der deutschen Geschichte, darstellt. Die Geschichte des Aufnahmelagers ist die Geschichte von Menschen, die seit 1946 als Flüchtlinge – damals aus der DDR/SBZ, heutzutage aus anderen Ländern – durch Gießen kommen, in dieser Einrichtung eine Zeit lang leben oder sogar entscheiden, hier zu bleiben. Gießen war und ist ein Synonym für Ankommen und Freiheit, und seine Offenheit ist ein Grund von Stolz für die Stadt. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz freut sich sehr, dass jetzt die Möglichkeit sich ergeben hat, dieses Diskurs anlässlich der Ausstellung in die Öffentlichkeit zu bringen.
Dr. Jeanette van Laak, wissenschaftliche Beraterin des Projekts, schließt sich der Oberbürgermeisterin an: „Diese Geschichte hat die Stadt unbewusst geprägt. Die Menschen, die kommen und gehen, prägen die Stadt. Der Effekt ist positiv.“
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Notaufnahmelager (2)mobile Ausstellung (1)Flüchtlinge (166)Ausstellung (308)Aufnahmelager (1)
Das Konzept der mobilen Ausstellung hat sich sehr interessant und dynamisch dank der Zusammenarbeit von Stadtverordnetenversammlung, Stadtarchiv und Projektgruppe transit giessen e.V. entwickelt. Dokumente, Objekte, Alltagsgegenstände, Fotografien und Audioinstallationen mit acht Tafeln, die die Geschichte des Notaufnahmelagers zwischen 1946 und 1989 zur Zeit der Flucht aus der DDR zeigen, werden in einem Bauwagen ausgestellt, der sechs Wochen lang je eine Woche an einer verschiedenen Station (Bahnhof, Aufnahmelager, Berliner Platz, Wilhelm-Liebknecht-Haus, Nordstadtzentrum, Kirchenplatz) hält. Außerdem werden Workshops, Erzählcafés, Filmvorführungen und weitere Mitmach-Initiativen als Begleitprogramm organisiert. „Wir hoffen, dass wir neue Informationen bekommen und die Menschen Material bringen“, wünscht sich Dr. Georgia Rakelmann von transit giessen e.V.. Die Ausstellung sei dialogisch konzipiert worden, damit man ins Gespräch mit Leuten kommt, die eine Erfahrung als Flüchtlinge hinter sich haben. Diese sechswöchige Ausstellung sei nur die Grundlage für langfristige Projekte über dieses Thema. Auch der Leiter des Stadtarchivs Gießen Dr. Ludwig Brake hält es für sehr schön, dass die Exponate wiederverwendet werden können.
„Grenzfahrt - … endlich drüben?“ kann nicht direkt im Notaufnahmelager stattfinden, weil im Moment Flüchtlinge in der Einrichtung leben.

"Grenzfahrt - ... endlich drüben?"
"Grenzfahrt - ...... 
Ausstellungswagen „Herman“ - Mobile Ausstellung „Grenzfahrt“
Ausstellungswagen... 
V.l.n.r.: Adrian Jakob (transit), Sabine Wolfrum (transit), Dr. Georgia Rakelmann (transit), Dr. Ludwig Brake (Stadtarchiv), OB Dietlind Grabe-Bolz und Dr. Jeanette van Laak (JLU Gießen) kündigten die mobile Ausstellung an.
V.l.n.r.: Adrian Jakob... 

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
10.753
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.09.2014 um 07:16 Uhr
danke fuer die info. das werde ich mir ansehen !
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 19:20 Uhr
Ob denn die weiteren Termine ( wann / wo ) in der Tageszeitung bekannt gegeben werden, oder wären Sie so freundlich, Frau Riva.
Berliner - oder Kirchenplatz interessiert mich !

Ich kann mich noch sehr gut an diese Zeit erinnern !
Bäume wurden benutzt, um StellenANGEBOTE auszuhängen, denn auch bereits Anfang der 90er wurden Handwerker / Facharbeiter etc. dringend gesucht.
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
1.228
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 19:32 Uhr
Hallo Frau Hofmann-Scharf,
hier die Termine:

17.09.-21.09.: am Bahnhof
23.09.-28.09.: am Aufnahmelager, Lahnstr.
30.09.-05.10.: am Berliner Platz
07.10.-12.10.: am Wilhelm-Liebknecht-Haus, Leimenkauter Weg 16
14.10.-19.10.: am Nordstadtzentrum, Reichenberger Str. 15
21.10.-26.10.: am Kirchenplatz
Öffnungszeiten: Di., Mi., Fr., Sa., So.: 13.00-18.00 Uhr; Do.: 14.00-19.00 Uhr; Mo. geschlossen.

Viele Grüße
Alessandra Riva
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 20:11 Uhr
Oh wie nett !!!!!!!!!
Vielen Dank für die Bekanntgabe der Termine !!
Ich werde mir diese Ausstellung auf jeden Fall anschauen.
Peter Reinhardt
27
Peter Reinhardt aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 12:32 Uhr
hallo guten morgen,ich bin froh,daß das nicht in vergessenheit gerät,ich war im letzten TRANSPORT der vor der grenzöffnung in gießen ankam,ich war überrascht über die offenheit mit der wir empfangen wurden,nach 2 wochen wurden wir dann auf geteilt und ich kamm nach hinterzarten wo ich dann nach kurzer zeit für jahre ins ausland ging.2008 kam ich dann zurück,weil ich krank war und ich lernte meine jetzige frau kennen und wie es der zufall wollte,sie kam aus gießen und nun lebe ich in der stadt die mich 1989 so gut aufgenommen hat :DANKE GIESSEN
Peter Reinhardt
27
Peter Reinhardt aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 12:46 Uhr
hallo Frau Riva,könnten Sie mir bitte die zeit der eröffnung der ausstellung sagen?
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 13:01 Uhr
@ Herr Reinhardt
Steht alles zwei Kommentare über dem Ihrigen !
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
1.228
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 15:53 Uhr
Hallo Herr Reinhardt,
die Ausstellung wird am Mittwoch, den 17. September 2014, um 18.00 Uhr, am Bahnhofvorplatz eröffnet. Die Info steht im Artikel, ganz am Anfang, aber kein Problem, hier ist sie wieder für Sie! :-)
Viele Grüße
Alessandra Riva
Christine Weber
7.489
Christine Weber aus Mücke schrieb am 16.09.2014 um 10:18 Uhr
Ich kenne das Aufnahmelager (früher Notaufnahmelager). Als wir 1955 aus Leipzig hierher kamen, mussten meine Eltern durch das Notaufnahmelager. Sie haben dann in Gießen Arbeit gefunden und sind im Kreis Gießen geblieben. Wir Kinder, mein Bruder und ich, kamen 1956 nach.
Als Ende der 80er Jahre eine gute Bekannte von mir aus der damaligen DDR floh und zu mir kam, habe ich sie ins Aufnahmelager nach Gießen gefahren. Es war damals brechend voll. Sie ist allerdings nach Nürnberg gegangen.
Ich werde mir die Ausstellung auf jeden Fall ansehen. Es ist schön, dass das Aufnahmelager und seine Bedeutung für die Flüchtlinge aus der DDR nicht in Vergessenheit gerät.
Hallo Lieber Leser
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Herzlichst, Ihr(e) Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
1.228
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