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In Sachsen regiert eine Minderheit - gegen den Willen des Volkes

Gießen | Die Wahlbeteilligung lag unter 50%. Die CDU freut sich über 39%. Verrechnet mit der Wahlbeteiligunbg entspricht dies 18%. Mit den Stimmen der anderen "erfolgreichen" Volkspartei SPD sind das etwa 25%.
Ist damit (und ähnlichen Ergebnissen) die parlamentarische Demokratie gescheitert?

Mögliche Antworten:
1. Nein
2. Die faulen Säcke sollen zu Wahl gehen
3. Erst nicht wählen und sich dann beschweren
4. Unsere Demokratie ist ein hohes Gut
5. Wir brauchen eine Räterepublik

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
10.761
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.09.2014 um 11:15 Uhr
ich stimme fuer 2 ! Wir haben das Wahlrecht und somit sollte jedem klar sein der nicht Waehlen geht das er den radikalen die tuer oeffnet.
die radikalen parteiel sei es rechts oder links schaffen es ihre anhaenger zu animieren ihr kreuz an der ,,richtigen,, stelle zu machen. jetzt muss sachsen ausbaden was sie gewaehlt haben. gegen den willen wuerde ich nicht sagen , die die waehlen gegangen sind haben es entschieden und die nichtwaehler haben ihre stimme verschenkt denn es war ihnen egal. dann muss das ergebniss genau diesen personen auch egal sein!
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 07.09.2014 um 12:15 Uhr
@ Frau Freemann,
Rrrriiiichtig!!!
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.09.2014 um 12:21 Uhr
Michael B. - eine interessante Fragestellung. Bei mehr Rückmeldungen "klinke" ich mich ein.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.09.2014 um 12:50 Uhr
So ist es Frau Freemann....
Thoralf Trundilson
233
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 07.09.2014 um 13:25 Uhr
Ganz einfach, wenn es den Leuten nicht passt, von einer Minderheit regiert zu werden, sollen sie aufstehen und die Mehrheit organisieren... wenn nicht zur Wahlurne (wer dort sein Kreuzchen macht oder nicht macht, legitimiert tatsächlich das, was ist), dann eben auf die Straße.

Trotz aller Zumutungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten (Hartz4, Mehrwertsteuererhöhung, keine Lohnerhöhungen, Gentrifizierung, Steuerverschwendung z.B. für Kriege etc.pp.) passiert das jedoch (immer noch) nicht.

Evtl. sind die Fähigkeiten und das Wissen dazu schlicht nicht vorhanden. Oder den Leuten geht es "noch zu gut". Oder sie haben schlicht und ergreifend alle Hände voll zu tun, im Hier und Jetzt irgendwie zurecht zu kommen.

Und ansonsten natürlich 5 ;-) Bzw. eine Demokratie eben, die diesen Namen verdient.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 07.09.2014 um 15:00 Uhr
Wenn lediglich 50% zur Wahl gehen, bedeutet dass erstens dass, die Anzahl der absoluten Stimmen auch nur die Hälfte wert ist und zweitens bedeutet eine solche Wahlbeteiligung nicht zwangsläufig eine Politikverdrossenheit.
Denn wenn es um Einzelthemen geht, haben die Leute sehr wohl eine Meinung. Wie z.B. aktuell 80% die sich gegen Waffenexporte/Lieferungen in Kriesengebiete aussprechen. Wir haben eine Parteienverdrossenheit, die sich nicht nur in Nichtwählern misst, sondern immer mal temporär in Erscheinung tritt, wenn neue Parteien die BRD Bühne betreten. Beispiele dafür gibt es ja genug . . . Piraten und im Moment die AfD.
Diese Art der Parteien - und Kungeldemokratie, wie wir sie haben, ist ein Ausdruck, eines vor sich her faulenden Systems . . . !
Außerdem kann man soziologisch und empirisch dieses Wahl - bzw. Nichtwahlverhalten begründen!
Ein weiterer Grund sind verfälschte und verkürzte Wahrnehmungen der Menschen. Die Massenmedien tun im Auftrage der Herrschenden vieles, um eine tatsächlich kritische Meinungsbildung zu verhindern. Das kommt dann den 4 bürgerlichen Parteikartellen im Bundestag zu gute.
Erst gestern war ich sprachlos, als der Kapitalisten Sender N-TV über die Ukraine berichtete . . . Dort war ein Panzer zu sehen mit einer eindeutigen Flagge. Eine NS Rune in schwarz war auf einer ukrainischen Nationalfahne zu sehen!!! Das wurde natürlich nicht kommentiert. Dabei handelte es sich um angeblich reguläre Einheiten der ukrainischen Armee.
Klaus Stadler
5.167
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 07.09.2014 um 17:49 Uhr
Wäre die Linke mit dieser Wahlbeteiligung Regierungspartei geworden, dieser Artikel wäre nie geschrieben worden.
Thoralf Trundilson
233
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 07.09.2014 um 18:45 Uhr
Doch, von mir schon, wenn ich die Zeit übrig hätte und Lust dazu. ;-)

Die Linke hat ja relativ (!) viele Stimmen bekommen in Sachsen. Aber auch sie schafft es ja nicht, den Rest zur Urne zu bewegen (und auf die Straße auch nicht). Ich weiß auch nicht, ob in der Linken (also der Partei) großartig über Strategien in diese Richtung diskutiert wird, oder die geringer werdende Legitimation durch massenhafte "Wahlenthaltung". Hatte bisher nicht den Eindruck.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.09.2014 um 18:55 Uhr
So ist Herr Stadler....Herr Beltz hat bestimmt mit 100 % Wahlbeteiligung gerechnet und mit 98% für seine Kommunisten. Das kennt man ja......heute gibt es halt ein Wahlrecht. Wer davon keinen Gebrauch macht ist selber schuld.
Kurt Wirth
3.083
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 07.09.2014 um 19:40 Uhr
Hier bewegt man sich komplett auf spekulativer Ebene. Genaue Untersuchungen, warum so viele Menschen nicht zur Wahl gehen, kenne ich nicht. Seehofer interpretiert das bekanntlich als allgemeine Zufriedenheit mit den Verhältnissen. Andere interpretieren es genau als das Gegenteil: Frust und Ohnmacht. Gelegentlich wurde ich ja auch schon durch andere Umstände an der Wahl gehindert: Meine Stimme ändert nichts, dachte ich mir. Wenn das natürlich jeder denkt, funktioniert alles nicht mehr. Wenn sich die Nichtwähler artikulieren oder sogar organisieren würden, wäre das alles anders.

Die parlamentarische Demokratie nimmt natürlich durch diese, immerhin zunehmende Tendenz zur Wahlenthaltung Schaden und verliert an Legitimation. Unter den 5 Wahlmöglichkeiten im Beitrag finde ich eigentlich keine, der ich zustimmen könnte. Eine Variante, mit der ich mich anfreunden könnte: Koalitionen als verfassungswidrig erklären. Eine Räterepublik wäre auch nicht die Lösung: Sie krankte 1918/19 eben auch daran, daß sich nur eine Minderheit beteiligte, eine andere Minderheit militärisch und höchst undemokratisch dagegen vorging und die grosse Mehrheit mit der Faust in der Tasche zusah.
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 07.09.2014 um 22:51 Uhr
Lieber Herr Düsterdieck, das war vermutlich die Wolfsangel - die ist mir auch schon öfters auf Fotos aufgefallen. Das ist tatsächlich eine Nazirune. Ich finde es ebenfalls mehr als bedenklich, daß rechte Kräfte in der Ukraine sich gerade dieses Symbols bedienen - das sagt schon viel aus über die politischen Ansichten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfsangel#Verbotene_Verwendung_des_Symbols
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 07.09.2014 um 23:59 Uhr
Ich habe zufällig gerade einen Beitrag auf youtube geschaut - auch da findet sich das Symbol. Pikanterweise wird gerade die Unterzeichnung eines Liefervertrags zwischen Exxon und der Ukrainischen Regierung gezeigt, bei Minute 13.36 sieht man im Hintergrund an der Wand eine stilisierte Wolfsangel.
Der Beitrag ist übrigens sehenswert.
https://www.youtube.com/watch?v=qpw5qIZ7QeM
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 09:28 Uhr
@ Herr Stadler, Ihre Überlegung ist dermaßen hypothetisch, dass es darauf keine Antwort geben kann.
@ Herr Büttel, 98% als Wahlergebnis erhält Fau Merkel. "Meine Kommunisten" nicht. Ich habe als Vorsitzender der DKP in Hessen 1990 63% der Stimmen erhalten, vor zwei Jahren allerdings 97%. Unser Parteivorsitzender erhielt auf dem letzten Parteitag etwa 66%.
@ Frau Back, die Frage nach dem Willen des Volkes ist berechtigt. Fest zu stehen scheint, dass 50 Prozent Nichtwähler und Wähler von PDL und einigen kleinen Parteien keine CDU/SPD-Regierung wollen. (Die GRÜNEN machen alles mit)
@ Kurt Wirth, für eine Räterepublik würde ich die Beteiligung einer qualifizierten Mehrheit voraussetzen.

Danke für viele kluge Gedanken.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 09:46 Uhr
Fehler! Nicht 1990 sondern 2009 !
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 09:51 Uhr
Herr With schrieb:

" (...) Unter den 5 Wahlmöglichkeiten im Beitrag finde ich eigentlich keine, der ich zustimmen könnte. (...)

Dem möchte ich zustimmen.

Ich treffe fast regelmäßig Michael B. montags bei der MoDe und da ergibt sich dann öfters die Möglichkeit (neben der Information der Passanten zu Hartz-IV und verwande Themen) sich im Kreis der Aktiven politisch auszutauschen.

Michael B. ist halt durch und durch ein dogmatisch denkender und argumentierender Mensch. Auch durch seine lange Erfahrungen im politischen Kampf hat er gelernt komplizierte politische Zusammenhänge in möglichst einfacher Form zusammen zu fassen. Allgemein wird das als positive persönliche Eigenschaft gesehen. Das sehe ich ganz anders. Wer glaubt mit dogmatisch begründeten "Holzschnittmethoden" die Welt umfassend beschreiben zu können, der liegt einfach gewaltig daneben. Ich mag keine Dogmatiker, egal in welchem Lebensbereich.

Nur so kann er / ein Dogmatiker auf den Gedanken kommen ein so vielfältige Tatsache, wie die teilweise dramatisch sich verringernde Wahlbeteiligung, in nur 5 anzukreuzenden Punkten zusammen zu fassen. Er denkt wirklich, dass er damit die Situation erschöpfend beschrieben zu haben. Um es einmal etwas aggressiv zu formulieren: Auf so eine abwegigen Idee können nur Dogmatiker kommen.

Ich weigere mich in dieser Form die wirklich wichtige Fragestellung zu kommentieren. Selbst wenn ich eine Antwort in Form "etwas Punkt X, hauptsächlich Punkt Y und keinesfalls Punkt Z" abgebe, verbleibe ich in dem dogmatischen Denkgebäude. Die Zeiten der Dogmatiker ist vorbei. Für mich ergibt sich da keinerlei Erkenntnisgewinn.

Nur mal so nebenbei angesprochen. Ich will hier nicht "die beleidigte Leberwurst geben" aber mein Beitrag "Die Mitmachfalle Bürgerbeteiligung" (im Groben die selbe Fragestellung) hatte vor ein paar Wochen insgesamt drei Kommentare. Dieser Beitrag jetzt schon mehr. Heisst das, dass lediglich (dogmatisch) zugespitzte Beiträge eine größere Resonanz bei anderen Bürgerreporter erhalten? Wenn das so ist, würde ich die (vielleicht mit Skanadlisierung der Diskussionskultur zu umschreibende) Entwicklung hier in der Onlineausgabe der GZ bedauern. Hier der Link des angesprochenen Artikel:

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/86339/buchbesprechung-thomas-wagner-die-mitmachfalle-buergerbeteiligung-als-herrschaftsinstrument/
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.09.2014 um 10:13 Uhr
Gut rausgeredet Herr Lehrer.....es geht nicht um die Wahl von Parteivorständen sondern um die Sachsenwahl. Ich bin mir aber sicher das Sie genau Wissen was ich meinte Herr Beltz.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 11:26 Uhr
Was soll das Ganze? Das Volk und hier die Sachsen haben votiert. Damit werden und müssen sie leben. Genau wie wir in Hessen auch mit der vom Volk gewählten Regierung. Ich habe sie nicht gewählt.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 12:57 Uhr
Es fehlt die Erklärung, was ein Dogmatiker sein soll. Es muss doch niemand unter den von mir genannten Wahlmöglichkeiten zustimmen. Es gibt die Etiketten "Dialektiker" und "Dogmatiker" für Kommunisten und andere, wenn jemand nicht mehr argumentieren kann. Die Jesuiten gelten stets dialektisch gut geschult. Ich versuche ebenfalls, Sachverhalte oder auch die Geschichte in ihrem dialektischen Zusammenhang darzustellen. - Na Martin, so ein wenig beleidigt bist du schon, wenn niemand auf deine oft durchaus interessanten Beiträge eingeht.

Herr Büttel, ich habe schon verstanden, dass Sie mich ein wenig provozieren wollen. Das ist auch in Ordnung.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.09.2014 um 16:20 Uhr
Ich weiß Herr Beltz.
Aber was in Ihrem Fall dogmatisch sein soll bzw. wie man bei Ihnen auf einen Dogmatiker kommt das verstehe ich auch nicht. Irgendwie habe ich das immer mit der Kirche in Verbindung gebracht, dass würde ja wenig zu Ihnen passen.

Hallo Herr Wagner, den Bericht von Ihnen habe ich beim Einstellen gelesen. Was soll man da kommentieren. Viel zu viel verschiedener Inhalt. Mir persönlich war es einfach zuviel. Sie schreiben oft Romane. Wenn man unten ankommt weiß man nicht was oben stand. Das ist der Grund eines Nichtkommentars. Manchmal ist weniger mehr.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 16:57 Uhr
Kurz zu Michael B.

Das Beispiel mit den Jesuiten ist gut gewählt. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich politisch aus dem Linkskatholizismus komme. Da dürfte es auch nicht überraschen, dass ich die "Nase von Dogmatikern gestrichen voll habe". Ich habe über Jahrzehnte versucht mich gegen den Dogmatismus der Amtskirche argumentativ zu behaupten. Mag sein, dass ich dafür nicht das "nötige Profil" hatte. Aber seit dem ich mich da nicht mehr bemühe, habe ich erkennbar mehr und fruchtbarere Erkenntnisprozesse erleben dürfen. Sich mit Dogmatikern "abarbeiten" bringt einfach Nichts, weil diese irgendwann immer in der Diskussion auf unumstößliche Glaubenssätze ihrer Vordenker zurück kommen.

Und noch einmal; wer einen so komplexen Sachverhalt in 5 Punkte (zum ankreuzen) zusammen fasst ist in meinen Augen ein Dogmatiker. Ja Dogmatiker sind seltener geworden, aber es gibt sie noch.

Bei den Katholiken ist das derjenige, welche die oder jene Bibelauslegung als absolut für alle geltend erklärt und bei den Kommunisten ist das derjenige, welche an der universellen Gültigkeit zentraler Ausssagen seiner Grossdenker keinen Zweifel duldet.

Welten trennen Katholiken und Kommunisten in den Inhalten. Aber die "Hardcore-Fraktion" beider Weltanschauungen ist sich in ihrem dogmatischen Verhalten recht nahe.

Ob der Begriff Dogmatiker auf einen aktiven und bekennenden Kommunisten denunziatorisch gemeint ist, weiss ich nicht. Ich jedenfalls möchte Michael B. keinesfalls "bloss stellen", denn neben seiner politischen Grundeinstellung ist er ein ausgesprochen "umgänglicher Typ". Ich habe (und werde) auch Einiges von im lernen. So z.B. sein recht gut entwickelten Humor. Zwar kann er seinem verstorbenen Bruder da nicht das Wasser reichen", aber da ist er mir haushoch überlegen.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.09.2014 um 17:22 Uhr
Kurz zu Herr Büttel.

Ich versuche ihre Frage, wie in dem recht kurzen Artikel zu erkennen ist, dass er von einem Dogmatiker geschrieben wurde, zu beantworten.

Machen sie sich doch einmal die Mühe und listen sie die Argumente und Gegenargumente für die Variante 1, Variante 2 .... und so weiter auf einem Schmierblatt auf. Ich bin mir sicher, dass sie beim Überdenken dieser Zeilen zu dem Ergebnis kommen:

Die parlamentarische Demokratie mag mann/frau zwar nicht als gescheitert ansehen, aber sie funktioniert auch nicht so richtig.

Und ich bin mir sicher: Genau dieses Ergebnis eines Denkprozesses will Michael B. "rauskitzeln". Der Leser soll den Eintrug bekommen, er hat einen eigenen Erkenntnisprozess erfolgreich für sich abgeschlossen. Genau besehen hat aber Michael B. diesen lediglich durch geschickte Vorauswahl in 5 Punkten "punktgenau auf sein Ziel geleitet".

Indirekt wirbt er für die Ziele der Partei, welche Michael B. angehört. Diese sind hier in den betreffenden Absätzen des Parteiprogrammes über die Funktion der bürgerlichen Demokratie nachzulesen. Übrigens das steht unverändert in den jeweiligen Parteiprogrammen der Kommunistischen Parteien seit 1919 so oder so ähnlich drin, denn dort werden die Dogmen, welche die Herren Marx und Engels schon 18Hundert und soundso formuliert hatten "aktualisiert" wieder "aufgewärmt".

Ich bin mir auch sicher, wenn Michael B. einfach geschrieben hätte: "Die parlamentarische Demokratie halte ich für gescheitert. Das aktuelle Wahlergebnis der Sachsenwahl bestätigt mich erneut in meiner Annahme." hätte dies bei ihnen viel stärkeren Widerspruch ausgelöst.

Herr Büttel ihre Kritik an meinen (zu langen) Artikel ist sicher berechtigt. Mir ist dieses Mango auch bewusst. Bisher ist es mir nicht gelungen das abzustellen. Aber zu meiner eigenen Ehrenrettung möchte ich doch postulieren: Mögen die Artikel auch zu lang sein, in ihrer (meist) differenzierten Darstellung von Sachverhalten dürften sie nicht dazu heran zu ziehen sein den Verfasser als Dogmatiker einzustufen.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 09.09.2014 um 18:01 Uhr
"Es ist eigenartig, dass jeden Tag gerade so viel passiert, wie in eine Zeitung passt." (Karl Valentin)
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 09.09.2014 um 18:38 Uhr
Michael Beltz, ich habe dir doch gerade für deinen hervorragende Humor gedankt. Aber mit deinem letzten Kommentar, da überforderst du mich völlig. Könntest du mir eine kleine "Lesehilfe" geben, wie der Kommentar so gedacht war. Danke im vor aus.
Kurt Wirth
3.083
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 09.09.2014 um 19:19 Uhr
Hier kann ich Michael Beltz nur beipflichten: Über Griechenland, die faulen Griechen und den von ihnen verursachten Untergang Europas liest man schon lange kaum mehr etwas. Syrien ist - bis auf die Attacken von ISIS - ebenfalls aus den ersten Zeitungsseiten und den Fernsehnews verschwunden. Man könnte fast meinen, Assad ist schon lange nicht mehr am Leben. Der Flug der Malaysia Airlines von Kuala Lumpur nach Peking (mit dem eventuell zwei hochtträchtige US-Geheimdienstler im Zusammenhang stehen) ist auch aus den Medien verschwunden. Heute spielte zwar der Absturz MH 17 eine gewisse Rolle, die letzten Wochen und die nächsten sicher auch aber keine mehr.

Insofern hat Karl Valentin - sofern es ihm denn nicht nur "zugeschrieben" wird, durchaus recht. Ohne daß auch ich den direkten Zusammenhang zur bisherigen Dikussion dieses Beitrags herstellen kann.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.09.2014 um 14:00 Uhr
Warum nicht? Liest man noch was von der Sachsenwahl? Jetzt geht es um Thüringen und Brandenburg eventuell auch um den Soli ;-(
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.09.2014 um 21:47 Uhr
Ist doch immer wieder interessant ( ja als die X-te Wiederholung, aber immer wieder zutreffend ) wie sich jemand zu Marx und Engels äussert und sich gleichzeitig ( fast schon krampfhaft ) weigert auch nur ein Wort von diesen Herren zu lesen. Was soll man davon halten? Für mich - sorry - ist das nur ne Lachnummer. Und was ein Dogmatiker sein soll, diese Erklärung bleibt uns Martin Wagner weiterhin schuldig.
Hättest du dich Martin u.a. mit diesen beiden Herren beschäftigt, dann wüsstest du dass diese sich vor allem gegen Dogmatiker und Dogmatismus vehement gewandt haben... ach was soll`s, das ist wie Perlen vor die Säue werfen... weisst du wie ich das halte Martin? Wenn ich von etwas keinen blassen Schimmer habe ( dafür gibt es auch hier in der GZ zahlreiche Beispiele / Beiträge ), dann bin ich ganz klein mit Hut... und halte mich dezent zurück....
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.09.2014 um 21:57 Uhr
Ach so, zur Frage = natürlich ist mit diesem Wahlergebnis noch lange nicht die bürgerliche Demokratie / der bürgerliche Parlamentarismus gescheitert... aber das Vetrauen schwindet! Und warum ausgerechnet Martin Wagner nicht für eine Räterepublik eintritt, auch das erschließt sich mir nicht.
Die Demokratie ist ein hohes Gut? Das ist eine hohle Phrase, Demokratie für wen, das ist die entscheidende Frage. "Demokratie an sich" gibt es nicht so lange jemand die Herrschaft ausübt ( von der Demokratie profitiert ) und anderen ( den Beherrscheften ) die Demokratie verweigert.
Also dann doch die Räterepublik? Ja, als Übergangsphase, Demokratie für die überwältigende Mehrheit, keine Demokratie für eine kleine Minderheit... wäre doch schon ein Riesenschritt!?
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.09.2014 um 09:03 Uhr
Martin, meine Antwort auf deine Frage:
"Das, was du sagst, sollte nicht zu viel mit dem zu tun haben, was du meinst." (Demosthenes, griechischer Staatsmann, 384 -322 v.d.Zr)
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.09.2014 um 12:02 Uhr
kurze Reaktion auf Stefan:

Ich bin gebeten worden näher zu erläutern, was ich unter Dogmatismus verstehe. Dass habe ich 2 mal gemacht (von mir aus auch nur versucht ...).

Ob eine Antwort darauf so ist "wie Perlen vor die Säue werfen" muss jeder Bürgerreporter selber entscheiden.

Und ob, "ich von etwas keinen blassen Schimmer habe (...), ob es besser wäre, wenn ich wie folgt darauf reagiere "dann bin ich ganz klein mit Hut... und halte mich dezent zurück...." und ob meine Meinung zu diesem Themenkomplex "nur ne Lachnummer (ist)" sei mal dahin gestellt.

Jede/r blamiert sich halt so gut sie / er kann.

kurze Reaktion auf Michael B.:

Danke jetzt habe ich deinen Kommentar in meine Richtung verstanden.

Ich will hier die Diskussion um den Begriff des "Dogmas" nicht noch mal anfachen - es geht ja bekanntlich um die Sachsenwahl - aber ich erlaube mir auch ein Zitat.

"Unter einem Dogma (altgr. ´Ì³¼±, dógma, „Meinung, Lehrsatz; Beschluss, Verordnung“ (...) versteht man eine feststehende Definition oder eine grundlegende, normative (Lehr-)Meinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird."

http://de.wikipedia.org/wiki/Dogma
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.09.2014 um 12:04 Uhr
Wäre was man bei einem Bier besprechen könnte meine Herren
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.09.2014 um 17:11 Uhr
Wer mich zwingt, ein Bier zu trinken, ist ein Dogmatiker - oder nicht?!
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.09.2014 um 17:18 Uhr
Ich dachte Bier wäre unverfänglicher als Wein. Aber da wo ich herkomme, wird bei einem "geschlotzten" Viertele einiges geregelt. Ich trinke beides, Wein lieber;-( Nur bei Bier gibt es Alkoholfrei, bei Wein?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 12.09.2014 um 17:24 Uhr
auch
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.09.2014 um 17:36 Uhr
Wein oder Bier ;-) Oder Beides ;-(
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 12.09.2014 um 17:38 Uhr
bei Wein? Antwort auch
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.09.2014 um 21:23 Uhr
Dann versuche ich es doch noch mal Martin, nur jetzt etwas anders:
- wieso kritisierst du ständig nur die - angeblichen - Dogmatiker ( ja, ich halte da eine Diskussion mit dir für wenig zielführend ) statt Stellung zu beziehen
- du kritisierst also die Dogmatiker in der katholischen Kirche... und für was trittst du denn nun ein, ist das nicht der wichtigste Punkt? "Gegen etwas", das sind viele, "für etwas" einzutreten macht dabei aus meiner Sicht aber nur Sinn. Da kannst du dich auch nicht einfach damit rausreden, dass du nur so genannte dogmatische Fragestellungen nicht beantworten willst, antworte doch einfach so!
- Michael Beltz kann doch gar nicht schreiben "Die parlamentarische Demokratie ist aufgrund des Wahlergebnisses in Sachsen gescheitert", das wäre doch grundfalsch, es ist allenfalls ein weiterer Vertrauensverlust in großen Teilen der Bevölkerung erkennbar, mehr aber nicht.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.09.2014 um 08:40 Uhr
Stefan ich schrieb: Ich mag keine Dogmatiker, egal in welchem Lebensbereich. Mag von mir eine Marotte und wass weiss ich noch sein, aber (und das habe ich auch geschrieben) ich habe die Nase so voll von dieser Sorte Mitmenschen, dass ich das sicher nicht bis an mein Lebensende ändern wird.

Aber hält mich das ab mit Menschen denen ich (von mir aus ungerechtfertigterweise) dogmatisches Denkverhalten unterstelle politisch zusammen zu arbeiten. Nein!!! Solche Menschen haben doch - und das muss ich zugeben - zu mir ein Vorzug sie sind gut organisiert, dizipliniert und meistens auch fleissig. Ich wäre doch bescheuert, wenn ich diese Vorzüge im Kampf gegen den Kapitalismus nicht nutzen würde.

Aber sie sollen mich nicht mit ihren politischen Ansichten nerven.

Für was ich eintreten, Stefan, das habe ich hier schon ein paarmal geschrieben (sicher für dich mit einer fundierten Weltanschauung zu wenig, aber für mich reicht das völlig ......): Sturz des kapitalistischen Systems durch die organisierte Arbeiterschaft (denn nur diese ist dazu materiell in der Lage).

Was dann passiert, wenn wir das ......... verjagt haben wird sich aus der dann entstandenen neuen politischen "Großwetterlage" schon ergeben. Ich werde in ein paar Wochen 60 und da ich davon ausgehe, dass der Kampf gegen das System noch einige Jahre (vielleicht Jahrzehnte) andauern wird, also mit anderen Worten ich den Sieg wahrscheinlich nicht mehr erleben werde, halte ich es für absoluten Luxus mir darüber heute schon Gedanken zu machen. Das müssen schon die nachwachsenden Generationen leisten.

Warum hast du - ich unterstelle dir dies jetzt einmal - damit ein Problem. Du schreibst doch immer, dass es eine politische Torheit ist, die schöpferische Kraft der Arbeiterschaft zu unterschätzen? Da bin ich ganz optimistisch: Wer - wahrscheinlich mit hohen Opfern - für seine Befreiung gekämpft hat, der wird schon in der Lage sein seine gewonnenen Freiheiten in neuen Strukturen zum eigenen Nutzen zu organisieren.

Für Michael B. und dich ist das vielleicht als Grundlage einer politischen Zusammenarbeit "etwas dünn", aber du (und Michael B.) haben doch von eurer politischen Grundeinstellung (Stichwort: Bündnispolitik ...) damit keine Probleme.

Ich will es einmal in eine Bitte formulieren: Es kann doch so weiter gehen - aber bitte, bitte nervt mich nicht mit euren (schreibe das jetzt mal mit meinen Worten) "der Martin muss das doch irgendwann in seine Birne rein bekommen". Nein, das werde ich nicht mehr. In diesem Sinne bin ich ein Unbelehrbarer.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.09.2014 um 09:54 Uhr
Nur eine Empfehlung, die Stefan schon mal genannt hat: Einfach mal bei "unseren Ratgebern" Marx und Lenin nachlesen. Ansonsten ist die Auseinandersetzung sinnlos. (Der letzte Satz ist dogmatisch gemeint)
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.09.2014 um 09:59 Uhr
Schön, dass du so ausführlich geantwortet hast Martin ( das ist keinesfalls ironisch gemeint! )
- ich zumindest werde dich nur so lange "nerven", so lange du meine ( ggf. auch die anderer ) Einstellung als dogamtisch verunglimpfst und lediglich kritisierst und dich nicht inhaltlich damit beschäftigst. So einfach ist das für mich = würdest du nichts dazu sagen / schreiben, dann würde es auch keine Reaktionen auf dich geben. Aber zu fordern = ich schreibe was ich will, aber hört mir bloss auf darauf einzugehen, das wird nicht funktionieren Martin!
- Ja, natürlich muss es möglich sein, und das ist es in der Praxis auch, innerhalb von Bündnissen gemeinsam zu handeln, das ist sogar eine wichtige und entscheidende Frage. Innerhalb dieser Bündnisse muss es aber auch erlaubt sein für die eigene Anschauung zu werben und Überzeugungsarbeit zu leisten... ohne das Bündnis zu gefährden ( und das funktioniert oft sehr gut! ). Da kann man nicht einfach den Beleidigten spielen und sagen "davon will ich nichts wissen", man kann dagegen argumentieren, richtig, damit darf auch niemand ein Problem haben!
- Ist es nun völlig egal welches Ziel man verfolgt? Ich behaupte nein, die Menschen wollen wissen für was man steht, sie suchen nach Lösungen.... sie sind keinesfalls damit zufrieden wenn man ihnen sagt "... das werden wir dann schon sehen wenn es soweit ist". Klar, da gebe ich dir vollkommen Recht, im Detail, im Konkreten, da müssen die Massen selbst entscheiden wie was umgesetzt wird, das ist eine wichtige Lehre aus Fehlern der Vergangenheit. Genau, da wird vor allem die schöpferische Kraft der Arbeiterschaft die entscheidende Rolle spielen, nicht irgendeine "Elite"... aber auch das alles hat es schon gegeben, nur, die Wenigsten wollen etwas davon wissen und dies anerkennen.

Zusammengefasst = wir können über alles diskutieren, unter der Voraussetzung dass wir uns dann beide auch bemühen uns mit der Anschauung des Anderen zu beschäftigen. Wenn nicht, und danach sieht es ja aus, dann wird das immer auf solche oberflächlichen Kommentare wie jetzt hinauslaufen. Macht das wirklich Sinn???
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 13.09.2014 um 13:56 Uhr
Und so wollen Sie die Welt retten.....da hat Herr Herr Walther doch Recht. Die jenigen die Sie ja wohl Beide als Ihr Feindbild ausgemacht haben lachen sich ins Fäustchen bei solcher Eintracht bei gleichem Ziel. So kocht jeder sein Süppchen irgend- wann für sich und das Fleisch bleibt bei den anderen in den Töpfen.
So lange es so läuft muss man sich über Veränderungen keine Gedanken machen.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 09:39 Uhr
Stefan, in der Sache habe ich Nichts Wichtiges hinzu zufügen. Von mir aus könne wir das so stehen lasssen.

Ich will nur feststellen, dass ich Niemanden bewerben / meine Weltanschauung aufdrängen will. Soweit ich mich entsinne, habe ich das auch in den letzten zehn Jahren (in denen ich (wieder) in Giessen bin) nicht getan. In einem privaten Gespräch kommt das sehr selten schon mal vor. Daraus zu schlussfolgern / zu mutmassen ich hätte überhaupt keine Weltanschauung halte ich für zumindest gewagt.

Achso, mehrmals wurde es so hingestellt, dass der Begriff "dogmatisch" verunglimpfend sei. Der angegebenen Fundstelle im Internet ist zumindest dies nicht zu entnehmen.

Mir leuchtet nicht ein, dass Menschen, welche "grundlegende, normative (Lehr-)Meinung (haben), deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird" negativ anzusehen sind.

An dieser Stelle erlaube ich mir immer einen etwas ausgelutschten Kalauer anzubringen.

Beleg für Organsiationen in denen Meinungen mit unumstößlichen Wahrheitsgespruch vertreten werden ist die Bildung eines Zentralkomitees an der Spitze der Organisation.

Welche gesellschaftlichen Kräfte verfügen in der heutigen BRD noch über ein Zentralkomitee.

Kommunistische Parteien und die offizielle Laienvertretung der Katholiken.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 09:49 Uhr
Herr Büttel, es gab immer Uneinigkeit unter den Linken. Das hat geschichtliche und inhaltliche Gründe. Wenn die Widersprüche innerhalb des kapitalistischen Systems weiter so rasant zunehmen (und meiner Meinung nach spricht sehr viel dafür ...) dann wird trotz dieser Uneinigkeit das System "gekippt".
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 09:55 Uhr
Heute in Thüringen?
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.09.2014 um 10:12 Uhr
Peter Herold weist mal auf die Ausgangslage der Diskussion hin. Da kommt noch Brandenburg dazu. Unabhängig wie die Wahl ausgehen mag, es bleibt dabei: Mieten, Gebühren, Lebenshaltung insgesamt, Kosten für die Gesundheit, KiTas, Kindergärten .....steigen. Mehr Menschen werden unter der Armutsgrenze leben.
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.09.2014 um 13:56 Uhr
Die Ausgangslage der Diskussion? Mag sein, aber allein schon durch die möglichen Antworten musste die Diskussion einen solchen - oder ähnlichen - Verlauf nehmen. Daran gibt es nichts zu meckern.
"Unabhängig wie die Wahl ausgehen mag..."? Hm, das ist mir dann doch zu einseitig, sicher, die Grundrichtung "Abbau sozialer Leistungen usw.", die wird beibehalten. Aber es gibt auch innerhalb der bürgerlichen Parteien Widersprüche, die sich dann auch in der Art des "regierens" fortsetzen. Während die einen zum offenen Angriff auf soziale Errungenschaften, Arbeiterrechte usw. blasen... versuchen es die anderen eher noch mit dem "sozialen Deckmäntelchen" und gehen schrittweise vor. Die Aufgabe genau zu analysieren wer was vertritt... die ist nicht unwichtig, dann kann man auch konkret ( und nicht nur allgemein ) argumentieren und entlarven.

Gut Martin, lassen wir es so stehen. Warum sich viele Linke gegen den Verwurf Dogmatiker so entschieden wehren, das liegt vor allem daran, dass meist Revisionisten und Reformisten nichts inhaltliches als Gegenargument einfällt ( ihre eigene Überzeugung fällt ihnen noch schwerer zu begründen / zu beweisen ). Dann greifen sie einfach zum "Argument" Dogmatiker, ohne auch nur eine Sache der angeblichen Dogmatiker zu widerlegen.
Was du mit deinem Kalauer aussagen willst Martin, das verstehe ich zwar nicht, aber wahrscheinlich auch nicht so wichtig?
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.09.2014 um 09:25 Uhr
Bei allen kleinen Nuancen , das Ergebnis ist, wenn auch mit Zeitverschiebung, das gleiche. Die GRÜNEN favorisieren Kriege mit Windkraft, die Kriegsministerin mit Familie, die SPD mit Ausreden.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.09.2014 um 09:26 Uhr
Bei allen kleinen Nuancen , das Ergebnis ist, wenn auch mit Zeitverschiebung, das gleiche. Die GRÜNEN favorisieren Kriege mit Windkraft, die Kriegsministerin mit Familie, die SPD mit Ausreden.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.09.2014 um 12:15 Uhr
Ja im gewissen Sinne - aber anders als du das siehst - hast du sogar Recht.

Der Vorwurf ich sei Revisionist oder Reformist der "perlt an mir" einfach ab.

Es gibt halt zwei grundsätzlich zwei unterschiedliche Wege hin zu der Erkenntnis dem Kapitalismus den Kampf anzusagen. (Will ja keine Romane schreiben und lasse jetzt einmal die diversen Mischformen weg.)

1.
Als kritischer Mensch beschäftigst du dich mit den Lehren von sehr sehr weissen Menschen (meist schon Jahrzehnte tot) und überprüfst, ob ihre zentralen Aussagen im hier und heute noch gültig sind. Dann erbringst du eine intelektuelle Leistung und kommst zum Ergebnis: Das System muss weg! Vorteil dieser Herangehensweise dies ist auch Angestellten, Beamten, Gewerbetreibenden, kleinen Geschäftsleuten ... usw. möglich.

(Klar bei dieser geistigen Arbeit kommt dabei heraus, diese oder jene Meinung ist mit dem Etikett "Reformer" oder "Revisionist" klar zu beschreiben.)

2.
Du entscheidest für dich Arbeiter zu werden und erfährst so die "Errungenschaften" des Systems.
(Das habe ich vor Jahrzehnten gemacht.)
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.09.2014 um 18:04 Uhr
Martin, wer Recht hat oder nicht, das entscheiden nicht du oder ich, das entscheidet die Praxis, die Geschichte.
Der Vorwurf Revisionist oder Reformist ist doch nicht an dich gerichtet, du beschäftigst dich ja gar nicht mit solchen Dingen, wie könnte ich dir das dann vorwerfen? Du bist für mich ein Pragmatiker...

zu 1.
Vorsicht vor dem Sektierertum Martin! Nebenbei, ich bin abhängig Beschäftigter, ein kleiner Angestellter, ja sicher kein Teil der Arbeiterklasse im engeren Sinn ( Teil des Industrieproletariats ), aber bist du das etwa?
Ich erbringe überhaupt keine intellektuelle Leistung, ich beschäftige mich mit Theorien und - das Wichtigste - ihrer Gültigkeit in der Praxis. Ja, und dann kommt man zu dem Ergebnis, dass es wichtige Bündnispartner geben muss, die, die auch keine Zukunft im Kapitalismus haben, einige hast du genannt. Übrigens hat dies die Geschichte mehrfach bewiesen.
zu 2.
Lobenswert, sicherlich, und dann? Man erfährt die "Errungenschaften" des Systems und führt den Kampf der Arbeiterschaft dort wo er am wichtigsten und effektivsten ist = im Industriebetrieb! Ist das dein persönlicher Werdegang Martin? Ich weiss es nicht wo du z.B. evt. als Streikführer,als gewerkschaftlicher Vertrauensmann, bei der Erstellung einer Betriebszeitung der Kollegen oder ähnlichem in Erscheinung getreten bist, aber das wäre ja dann der betriebliche Kampf gewesen, so muss es sein, richtig. Die "Erfahrungen selbst erleben und dann sagen das System muss weg", das ist für mich keine besondere Erkenntnis. Alles das machen übrigens auch Angestellte manchmal sogar Beamte, auch sie machen sehr wohl ihre Erfahrungen mit dem System.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.09.2014 um 18:23 Uhr
Kurz zu deinem letzten Kommentar:

Nr. 2

Nee, bevor mich "das System ausgekotzt hat", habe ich mich im Betrieb in dem von dir beschriebenen Sinne nicht "mit Ruhm bekleckert".

Ich war bei einer großen Baufirma und nicht in einer gut durchorganisierten Autofabrik beschäftigt. Da gibt es schon große Unterschiede.

Richtig die "Erfahrungen selbst erleben und dann sagen das System muss weg ... ist keine besondere Erkenntnis". Aber ich bin doch stolz drauf, denn ich habe seit den Ende der Siebziger Jahre so viele Mitkämpfer erlebt, welche vom System - in irgendeine Form - vereinnahmt wurden. Und die genau sagen (obwohl sie es besser wissen) nicht einmal das mehr.

Sicher, ob dieser Stolz etwas "hohl ist", wie du das eher siehst, mag jeder selber einschätzen.
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.09.2014 um 20:17 Uhr
Dieser Satz ist keineswegs "hohl" Martin. Viele, vor allem Intellektuelle, die "einst" an der Uni große Sprüche klopften, sind gut angekommen im System, haben sich gut eingerichtet... und reden sich manchmal sogar damit raus "die Arbeiter waren / sind einfach zu dumm, sie haben nichts verstanden...". Ja, auf diese Leute kann man getrost verzichten, sie wurden sowieso in der Arbeiterschaft nie ernst genommen. Heisst das nun, dass alle Intellektuellen, wenn sie es ernst mit der Solidarität mir der Arbeiterschaft meinen, ihr Studium / ihren Job hinschmeissen sollen um Arbeiter zu werden? Das wäre völlig falsch, gerade solche Leute, und ihr Wissen, braucht die Arbeiterschaft.. gerade auch um eine bessere Zukunft aufzubauen.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.09.2014 um 00:02 Uhr
Lieber Stefan, als Mechaniker war ich in der IGM und dann später als Angestellter bei der Versicherung bei der HBV/Verdi
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.09.2014 um 19:14 Uhr
Und was hast du da gemacht?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.09.2014 um 19:23 Uhr
Minderheitsregierungen kommen bald in die Mehrheit-........Sachsen. Brandenburg.......
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.09.2014 um 09:42 Uhr
Wenn die Ergebnisse einschließlich Thüringen addiert werden, könnten beinahe 100 % erreicht werden.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.09.2014 um 12:27 Uhr
Wo im Beruf oder bei der Gewerkschaft?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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