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Landrätin Anita Schneider zu Besuch bei inotec AP GmbH in Krofdorf-Gleiberg

Gießen | Landkreis Gießen/Wettenberg. „Die Sicherung von Fachkräften gehört zu den großen Herausforderungen für Unternehmen im ländlichen Raum.“ Dieses Resümee zog Landrätin Anita Schneider bei ihrem Besuch der inotec AP GmbH im Wettenberger Ortsteil Krofdorf-Gleiberg. Das 1996 gegründete Unternehmen entwirft und fertigt als Sondermaschinenbauer individuelle Lösungen zur Qualitätssicherung im Produktionsprozess. Die neueste Entwicklung, ein modular aufgebautes System zur Qualitätsprüfung wurde mit Fördermitteln des Landes Hessen entwickelt und wird unter dem Namen „Smart Tester“ auf dem Markt angeboten.

Wieviel Druck hält eine Zahnbürste beim Zähneputzen aus, bevor sie abbricht? Wie stabil sind die Gelenke eines Playmobilmännchens? Dies sind typische Fragestellungen der Hersteller, die sie nur mit aufwändigen Tests beantworten können. „Für jede Qualitätsprüfung brauchte man bislang eine Vorrichtung“, erklärt Rüdiger Grundt, Geschäftsführer der inotec AP GmbH. Für eine umfangreiche Qualitätskontrolle sind mitunter sehr hohe Investitionen notwendig. Der Smart Tester ist ein Universal-Gerät, das für jede Messaufgabe mit individuellen Vorrichtungen ausgerüstet werden kann. Die Auswertung erfolgt mit einer gemeinsamen Software, die intuitiv zu bedienen ist und ebenfalls in Krofdorf entwickelt wurde.

Die derzeit elf Mitarbeiter stammen allesamt aus der Region. „Es passiert nicht oft, dass sich bei uns Interessenten außerhalb des näheren Umfeldes bewerben“, stellt Rüdiger Grundt fest. Auf dem Stellenmarkt muss sein kleiner Betrieb mit großen Unternehmen aus Metropolregionen konkurrieren, die bessere Karriereaussichten bei attraktiveren Gehältern anbieten können. Inotec AP pflegt deshalb intensive Kontakte zu den Berufsschulen und Hochschulen im Umfeld. „Wer nicht aktiv auf Schüler und Studierende zugeht, wird bei einer Stellenbesetzung zunehmend Schwierigkeiten haben“, begründet Rüdiger Grundt das Engagement.

Auch Landrätin Schneider sieht die Unternehmen in einer aktiven Rolle. Gerade große Unternehmen, so die Landrätin, werben bereits in Berufs-, Techniker- und Hochschulen um die besten künftigen Absolventen. „Rund um unsere Hochschulen“, so Anita Schneider, „haben wir eine Vielzahl hoch innovativer Unternehmen. Und das GießenerLand bietet ein attraktives Umfeld zum Wohnen und Leben bei moderaten Grundstücks- und Mietpreisen. Nur bei den Studierenden kommt das noch zu wenig an.“

Umso mehr werden Angebote wie die Ausbildungs- und Jobmesse „Chance“ von Arbeitgebern als Chance zur Fachkräftesicherung gesehen. Auf der in Gießen jeweils am Jahresanfang stattfindenden Messe stellen sich auch zahlreiche Unternehmen aus der Region vor. „Zur Fachkräftesicherung reicht die Attraktivität eines Unternehmens allein nicht mehr aus“, fasst Landrätin Schneider zusammen, „man muss als Arbeitgeber aktiv werden. “ Inotec AP hat seinen Fachkräftebedarf decken können und schaut optimistisch in die Zukunft. „Wenn wir weitere Fachkräfte brauchen, werden wir wieder um sie werben.“

 
 

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