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Ukraine: Gewöhnliche Faschisten und Faschistenversteher

von Frauke Weberam 12.08.20141766 mal gelesen19 Kommentare
Gießen | Warum schweigen die westlichen Regierungs- und Konzernmedien zu den Brutalitäten des »Antiterroreinsatzes« der Kiewer Machthaber in der Ostukraine und den Massakern an der Zivilbevölkerung? Dieser Frage ging jüngst die US-Publizistin und Filmkritikerin Luciana Bohne im Internetportal Counterpunch nach und kam zu dem Schluß: Weil vom Westen unterstützte »faschistische Kohorten an der Kampagne der Kiewer Junta beteiligt« sind. Allerdings gehe es nicht darum, den Faschismus der Partei Swoboda und des »Rechten Sektors«, die heute als sogenannte Nationalgarde kämpfen, im Herzen Europas zu etablieren, sondern – wie oft zuvor in der US-Geschichte – auch die ukrainischen Faschisten seien von Washington lediglich als »Instrumente« rekrutiert worden. Sie sollen die Lage in der Ukraine destabilisieren, den Regimewechsel durch gewaltsamen Umsturz durchsetzen und die gegenwärtigen »Antiterroroperationen« zum Machterhalt der US-gestützten Kiewer Junta durchführen. Das langfristige Ziel der Operation sei: »Regimewechsel in Rußland«.

Frau Bohne ist offensichtlich nicht blind. In der Ukraine hat sie tatsächlich Faschisten gefunden,
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jede Menge sogar. Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen z.B. von ARD (»Allgemeiner Regierungsdienst«) und ZDF (»Zentraler Dummfunk«), die bis heute keinen einzigen gesehen haben und im Hitlergruß anscheinend nur eine nette Einladung zur Bekräftigung der Maidan-Demokratie erkennen.

Dabei verbreitet der gewöhnliche Faschismus, nicht die postmodernen, vergleichsweise harmlosen »Neo«-Versionen, in den von der »Nationalgarde« beherrschten Gebieten schon jetzt Angst und Schrecken. Und folgt man dem ukrainischen »Journalisten« Bogdan Butkewitsch, ist das erst der Anfang. In Sendungen der von westlichen »Demokratie-NGOs« finanziell geförderten Fernsehgesellschaft »Hromadske TV« erklärte er Ende Juli, das Problem mit der Ostukraine bestehe darin, daß »im Donbass etwa vier Millionen unnütze Menschen leben«. Davon seien »ein bis 1,5 Millionen einfach überflüssig«. Zur Problemlösung »muß diese Kategorie von Leuten einfach getötet werden«. Für solche Meinungen wird »Hromadske TV« belohnt. Dem Kanal wurden jüngst sechs Stunden Sendezeit täglich im nationalen Fernsehen zugesagt.

Der ganz gewöhnliche Faschismus müßte Deutschen aus der Geschichte besonders gut bekannt sein. Aber Faschisten in der Ukraine? Keinen gesehen, keinen gehört. Selbst der von Washington gewählte Ministerpräsident der Ukraine, Arsenij Jazenjuk, kann – ohne Aufsehen zu erregen – öffentlich die russisch sprechenden Ostukrainer als »Untermenschen« bezeichnen, die bestraft werden müssen. Kein Wunder, daß BRD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier den ukrainischen Faschistenführer Oleg Tjagnibok selbst dann nicht als solchen erkennt, wenn der fürs Gruppenbild neben ihm steht. Dem verlieh der deutsche Faschistenversteher freundlich lächelnd per Handschlag die westlich-demokratischen Weihen.

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Tobias Salin (26) macht eine Ausbildung bei BOSCH TT in Lollar, er ist aktiver IG-Metaller, hat in Kuba Ökonomie und Geschichte studiert, ist Herausgeber des Buchs "Kuba im Wandel", ist im Bundesvorstand der SDAJ und Redakteur des Jugendmagazins POSITION
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Kommentare zum Beitrag

750
D. Theiß aus Lich schrieb am 12.08.2014 um 19:13 Uhr
So viel wirres Zeug in einem Artikel, da fehlen mir die Worte um dieses zu kommentieren.
Stefan Walther
4.160
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.08.2014 um 22:05 Uhr
Nun Herr Theiß, dann machen Sie sich doch bei Gelegenheit die Mühe das angeblich "wirre Zeug" zu widerlegen. Könnte es evt. sein, dass Ihnen weniger die Worte als vielmehr die (Gegen-) Argumente / (Gegen-) Beweise fehlen!?
750
D. Theiß aus Lich schrieb am 13.08.2014 um 00:25 Uhr
Herr Walther,
auf Polemik wie sie in obigen Artikel dargestellt wird werde ich mir nicht die Mühe machen und irgendetwas erwidern.
Sie selber haben schon an anderer Stelle geschrieben das wäre Polemik was der Schreiber dargebracht hat, sie lesen und argumentieren scheinbar mit zweierlei Maß.
Jeder der nicht in das Parteibild passt fällt scheinbar durch.
Stefan Walther
4.160
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2014 um 09:08 Uhr
Herr Theiß, Sie können das natürlich halten wie Sie wollen, ich bin der Ansicht, im Beitrag stecken jede Menge klare Aussagen und auch Fakten. Sicher muss man nicht die Art der Darstellung für gut befinden, ich hätte dies auch ganz anders geschrieben... ändert aber nichts an den verschiedenen richtigen Inhalten. Ich weiss jetzt nicht auf was Sie sich beziehen, reine Polemik bringt so gut wie nichts, stimmt, nur hier ist Polemik gepaart mit Fakten, das ist etwas völlig anderes.
"Jeder der nicht in das Parteibild passt fällt scheinbar durch." Diesen Satz von Ihnen verstehe ich nicht, auf wen ( Frau Bohne?, die Beitrageinstellerin?, auf mich....? ) bezieht sich das und von welcher Partei sprechen Sie? Ich kapiere es wirklich nicht.
Michael Beltz
6.866
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.08.2014 um 13:28 Uhr
Ja, Herr Theiß, der Bericht ist teilweise polemisch aber nicht wirr. Ich musste zweimal lesen, also eine intellektuelle Anforderung.
Dass in der Ukraine Fschisten an der Macht beteiligt sind, ist eine Tatsache. Da finden Sie kein Gegenargument. Dass die Regierung (diesmal aus CDU/SPD) mit Faschisten Gespräche führt, darf uns nicht überraschen. Das war schon so mit Spanien, Griechenland, Chile.......
Dass die Faschisten ein Gewerkschaftshaus angesteckt haben und dadurch Menschen ums Leben kamen, ist ebenso eine Tatsache.
Man kann die Taten der Faschisten begrüßen oder ablehnen - man sollte Position beziehen.
Stefan Walther
4.160
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2014 um 22:37 Uhr
Die Linken zweifeln die Presseberichterstattung an? Sie kennen alles und haben sich umfassend informiert Herr Büttel? Dann wissen Sie sicherlich, dass eine Vielzahl Kritiker - keineswegs nur Linke! - die Berichterstattung über die Ukraine heftig kritisieren. Bis hin zu völlig "Unverdächtigen" ( aus Ihrer Sicht ) z.B. Peter Scholl-Latour. Die Frage, die sich mir immer wieder stellt = kaum wird etwas aus der "linken Ecke" nachgewiesen / bewiesen, dann wird nicht etwa der Gegenbeweis geliefert, nein, da wird lediglich unterstellt "was aus der linken Ecke kommt, das kann nur Propaganda sein", welche Motivation steckt dahinter? Mir ist es nicht klar, evt. will man einfach nicht wahrhaben wie die Realität aussieht, keine Ahnung.
Und da wird auch einfach mal ignoriert, dass niemand(!) Russland und / oder Putin verteidigt, passt halt nicht ins Bild, macht ja nix, man muss diesen Unsinn nur oft genug wiederholen irgendwas wird schon hängen bleiben...
Natürlich ist auch die Presse ( sind die Medien ) immer ein Instrument der herrschenden Klasse, in Deutschland, wie in der EU, wie in Russland oder in den USA... wer wollte das ernsthaft bestreiten Herr Büttel?
Richtig, auch das wurde mehrfach(!) betont = Finger weg von der Ukraine, das gilt für alle, für die EU genauso wie für Russland!
Und Faschisten / der Faschismus? Faschismus ist nichts weiter als eine Regierungsform im Kapitalismus, und in der Ukraine sitzen Faschisten mit in der Regierung und verbreiten Terror auf den Strassen, das sind die Tatsachen und keine Erfindung von Linken.
Sicherlich kann man verschiedener Meinung zu verschiedenen Themen sein, das ist doch nicht das Problem Herr Büttel. Bei einem Herrn Müller kann man doch gar keine Meinung / keine Position erkennen, ich verstehe nicht wie Sie das auch noch unterstützen können. Sie selbst - auch wenn ich Ihre Meinung nicht teile - versuchen doch immer Ihre Ansichten zu belegen... Herr Müller? = er greift Leute an... und begründet gar nichts, für mich die größte Lachnummer hier in der GZ ( ist natürlich nur meine persönliche Meinung, aber mir geht nicht in den Kopf wie Sie diesen Blödsinn den der Herr von sich gibt, besser meistens nichts von sich gibt auch noch durch "Schulterklopfen" befürworten )

@ Herr Müller = Sie können zwar ne "Antwort" schreiben, logisch, Sie können es sich aber auch sparen, von mir kommt keine Erwiderung mehr auf Ihre sinnfreien Provokationen
Christian Momberger
10.936
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 17.08.2014 um 13:16 Uhr
Grundsätzlich kann ich den Kommentaren von Stefan Walther vom 13.08.2014 um 09:08 Uhr und Michael Beltz aus Gießen schrieb am vom 13.08.2014 um 13:28 Uhr zustimmen und sehe nicht, dass hier nur Wirres Zeug und Propaganda wiedergegeben wird.

Sie Herr Büttel schreiben:
"Sicherlich gibt es in der Ukraine Faschisten und diese haben sich an Gewalttaten beteiligt. Im Rahmen der Regierungsbildung saßen die auch mit am Tisch. Folglich mussten in Abwägung der Situation auch westliche Politiker mit diesen sprechen. Daraus einen Zusammenhang zu bilden, dass die westlichen Regierungen den Faschismus unterstützen benötigt vieler Linkswindungen im Kopfe des Betrachters. Diese fehlen mir genauso wie die Realitätswindungen bei Vertretern der Linken Denkweise. Für mich machen beide Seiten dabei Fehler. Der Westen sowie Russland.
Seine Absichten sind dabei eindeutig. Russland bzw. dass was er als Russland ansieht wieder zu vereinigen. Zur Not mit Gewalt. Ach stimmt ja Her Walther das schreibt die westliche Presse der Herrschenden. Unabhängig davon, dass ich denke die Presse liegt hier gar nicht so falsch ist das auch meine Meinung zu diesem Herren. Einfach die Finger lassen von der Ukraine und die Unterstützung der pro russischen Kräfte einstellen, das wäre ein Zeichen hin zu einer friedlichen Lösung. Eine stabile Ukrainische Regierung schafft es dann auch sich von den Faschisten zu distanzieren."


Und Stefan W. entgegnet:
Dann wissen Sie sicherlich, dass eine Vielzahl Kritiker - keineswegs nur Linke! - die Berichterstattung über die Ukraine heftig kritisieren. Bis hin zu völlig "Unverdächtigen" ( aus Ihrer Sicht ) z.B. Peter Scholl-Latour. Die Frage, die sich mir immer wieder stellt = kaum wird etwas aus der "linken Ecke" nachgewiesen / bewiesen, dann wird nicht etwa der Gegenbeweis geliefert, nein, da wird lediglich unterstellt "was aus der linken Ecke kommt, das kann nur Propaganda sein", welche Motivation steckt dahinter? Mir ist es nicht klar, evt. will man einfach nicht wahrhaben wie die Realität aussieht, keine Ahnung.

Die Faschisten Herr Büttel saßen nicht nur mit am Tisch. Sie sind, wie Stefan richtig schreibt, immer noch prominent vertreten und in vorderster Reihe aktiv. Das ist ein Fakt, auch wenn das gerne verschwiegen wird.
Ebenso sehe ich keine Notwendigkeit, dass der Westen mit den Faschisten zwingend zusammenarbeiten musste, wie es jemand hier schreibt. Der Westen und auch Herr Steinmeier hat es getan, um seine Interessen durchsetzen zu können, koste es was es wolle.
Des weiteren muss man Putin nicht gut finden und verteidigen, nur weil man gegen die Politik, gegen das Verhalten des Westens ist. Man kann das eine tun, d.h. Putin sch... finden bzw. einen Imperialisten nennen ohne das andere - deutliche Kritik am Westen und auch der Politik der eigenen Regierung zu üben nicht unterlassen zu müssen. Aber für viele gibt es hier leider nur schwarz weiß, d.h. eine Seite - der Westen - ist gut und tut das richtige, die Andere ist böse. Vielleicht Herr Müller und Herr Büttel sollten sie eben noch mal genauer lesen, was die "Linken" hier in der GZ und anderswo schreiben. Klar gibt es welche die Putin verteidigen, aber Kritiker des Westens viele tun das nicht. Stefan verwies ja schon auf den leider dieser Tage verstorbenen Peter Scholl-Latour.

Sehr interessant sind auch einige Aussagen von des Philosoph und Buchautor Richard David Precht, der dieser Tage dem Österreichischen Magazin"Kurier" ein Interview gegeben hat ( Precht: Die EU handelt unverantwort­lich - Der prominente Philosoph Richard David Precht analysiert die weltweiten Krisen und zieht sein Fazit.)
Ich teile bei weiten nicht alles und vieles sehe ich deutlich anders als er. Aber wenn er z.B. sagt:
"Frage: Wie wäre dann die Ukraine-Krise zu lösen?
Antwort: Eine pragmatische Lösung bestand darin, dass der Osten der Ukraine einen höheren Status an Souveränität bekommen hätte. Hätte sich Europa dafür eingesetzt, dann wäre die Ukraine als ganzer Staat erhalten geblieben. Sie hätte mit der EU ein Assoziierungsabkommen geschlossen und gleichzeitig Russland garantiert, nicht Mitglied der NATO zu werden. Denn das ist der Punkt, den die Russen am meisten fürchten. Dann hätten wir den Konflikt entschärfen können. Aber: Wir wollten alles. Wir wollten keinen Kompromiss, sondern wir wollten gleich das ganze Land in den Westen ziehen. Das ist ein Denken aus der Zeit des Kalten Krieges!
Frage: War es von Europa naiv zu denken, mit der Ukraine ein Assoziierungsabkommen abzuschließen, ohne Russland bei den Verhandlungen einzubinden?
Antwort: Man hat den Bogen mit Sicherheit überspannt. Aber Europa war mit dieser Strategie in den letzten Jahrzehnten auch sehr erfolgreich. Die Baltischen Staaten, Tschechien, Polen, Bulgarien und Rumänien wurden in die militärische Einflusssphäre der NATO gebracht. Obwohl bei der Wiedervereinigung Deutschlands garantiert wurde, die NATO-Grenze nicht weiter nach Osten zu verschieben. Das ist aber passiert, und die Russen haben immer stillgehalten. Deswegen haben wir gedacht, wir sind so mächtig, jetzt bekommen wir auch noch die Ukraine in unsere militärische Einflusszone. Die NATO hat schon davon geträumt, US-amerikanische Kriegsschiffe auf der Krim zu stationieren. Deswegen hat Putin sofort die Krim annektiert, und somit das Einzige, was für die USA an der Ukraine interessant war, weggeschnappt."

dann ist da schon was dran bzw. wäre diese Lösung die bessere (gewesen).

"Natürlich ist auch die Presse ( sind die Medien ) immer ein Instrument der herrschenden Klasse, in Deutschland, wie in der EU, wie in Russland oder in den USA... wer wollte das ernsthaft bestreiten Herr Büttel?
Richtig, auch das wurde mehrfach(!) betont = Finger weg von der Ukraine, das gilt für alle, für die EU genauso wie für Russland!
Und Faschisten / der Faschismus? Faschismus ist nichts weiter als eine Regierungsform im Kapitalismus, und in der Ukraine sitzen Faschisten mit in der Regierung und verbreiten Terror auf den Strassen, das sind die Tatsachen und keine Erfindung von Linken."


Eben Stefan, so sehe ich das auch. Und das die großen Leitmedien und alle kleineren, die diesen Folgen - auch bei uns hier in Deutschland Propaganda im Auftrag der Herrschenden betreiben, sieht man doch an dem Umgang mit dem Absturz des Fluges MH-17. Hier wurde gleich und sofort ohne jegliche Fakten und genaueren Kenntnisse üben den Hergang des Unglücks zu haben, es war Putin, der das getan hat. Das es aber vielleicht auch anders gewesen sein könnte, dass es vielleicht ein Versehen seitens der Separatisten war oder aber das die ukrainische Regierung, das ukrainische Militär - egal ob im Alleingang oder mit Duldung und Billigung des Westens - die Maschine vom Himmel geholt hat, wird nicht mal in Erwägung gezogen. Auch hier gilt wieder: "Kaum wird etwas aus der "linken Ecke" nachgewiesen / bewiesen, dann wird nicht etwa der Gegenbeweis geliefert, nein, da wird lediglich unterstellt 'was aus der linken Ecke kommt, das kann nur [russische, CM] Propaganda sein' ". Warum wurden denn bislang noch keine Ergebnisse der Untersuchung der Flugschreiber und der gefundenen Wrackteile veröffentlicht. Warum darf man jetzt lesen, dass der Bericht nur veröffentlicht werden darf, wenn alle beteiligten Staaten (u.a. Niederlande, Belgien, Australien) zustimmen. Sobald einer sagt, der Bericht darf nicht nach draußen, bleibt er geheim. Schon oft hatte der Westen seine Finger im Spiel und Aktionen anderen in die Schuhe geschoben um daraus politisches Kapital zu schlagen und den Gegner zu diskreditieren. Erinnert sei hier z.B. nur an die Aktionen der geheimen paramilitärischen Einheit der NATO in Italien Gladio.

"Sicherlich kann man verschiedener Meinung zu verschiedenen Themen sein, das ist doch nicht das Problem Herr Büttel. Bei einem Herrn Müller kann man doch gar keine Meinung / keine Position erkennen, ich verstehe nicht wie Sie das auch noch unterstützen können. Sie selbst - auch wenn ich Ihre Meinung nicht teile - versuchen doch immer Ihre Ansichten zu belegen..."

Und genau das fehlt mir hier bei einigen, wie eben Herr Müller oder Herrn Theiss. Wann werden diese Herren mal konkreter, liefern einzelne inhaltliche Punkte, mit denen man sich detailliert auseinandersetzen kann oder Quellen auf die sie ihre Aussagen beziehen?
750
D. Theiß aus Lich schrieb am 17.08.2014 um 19:10 Uhr
Herr Momberger sie wollen Beweise dann beweisen sie doch mal ob das kein wirres zeug ist was in dem obigen Artikel geschrieben wird, dazu zitiere ich nur ein paar Passagen aus dem Unsinn.
Zitat 1:
Allerdings gehe es nicht darum, den Faschismus der Partei Swoboda und des »Rechten Sektors«, die heute als so genannte Nationalgarde kämpfen, im Herzen Europas zu etablieren, sondern – wie oft zuvor in der US-Geschichte – auch die ukrainischen Faschisten seien von Washington lediglich als »Instrumente« rekrutiert worden. Sie sollen die Lage in der Ukraine destabilisieren, den Regimewechsel durch gewaltsamen Umsturz durchsetzen und die gegenwärtigen »Antiterroroperationen« zum Machterhalt der US-gestützten Kiewer Junta durchführen. Das langfristige Ziel der Operation sei: »Regimewechsel in Russland«.

Zitat 2:
von ARD (»Allgemeiner Regierungsdienst«) und ZDF (»Zentraler Dummfunk«), die bis heute keinen einzigen gesehen haben und im Hitlergruß anscheinend nur eine nette Einladung zur Bekräftigung der Maidan-Demokratie erkennen.

Zitat 3:
Selbst der von Washington gewählte Ministerpräsident der Ukraine, Arsenij Jazenjuk,

und zu guter letzt wird dann noch der Außenminister der BRD als Faschistenversteher bezeichnet.

Wenn das ihr Sinn für freie Meinungsäußerung ist, muss man dieses akzeptieren aber nicht kommentarlos hinnehmen.
Auch wenn sie der Meinung sind dass sie allein die Weisheit mit Löffel zu sich genommen haben und diese Personen mit anderer Politischer Ansicht gerne Dumm aussehen lassen wollen muss und möchte ich nicht dieses dumme polemisches Geschreibsel kommentarlos durchgehen lassen.
Christian Momberger
10.936
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.08.2014 um 23:25 Uhr
Sie sollten eigentlich wissen Herr Büttel, dass ich ein Mensch mit eigener Meinung bin, die ich auch offen vertrete, unabhängig davon was andere denken. Natürlich stimme ich in vielen mit anderen Linken überein, aber bei weitem nicht immer in allem. Genauso gut könnte ich frage, in welchem Fahrwasser sie schwimmen, aber es wäre falsch dies zu tun, da auch sie ein Mensch sind, der seine eigene Meinung hat.

Und auch sonst sind Ihre Argumentationen eine Frechheit oder haltlos. Ich akzeptiere, der jeden der eine eigene Meinung hat und diese auch offen und begründet äußert, auch wenn ich sie nicht teile. Aber ich habe was gegen Leute, die nur sagen der und der bzw. das was er schreibt ist sch... und falsch ohne zu sagen, wie es seiner Meinung nach richtig ist. Das trifft jetzt nicht auf Sie zu aber z.B. auf Herrn Theiß. Es geht hier nicht darum, dass jemand etwas kommentarlos hinnehmen soll. Es darf und soll jeder gerne kommentieren. Dann aber bitte mit These und Gegenthese bzw. mitb Argument und Gegenargument.

Daher stelle ich Ihnen, Herr Theiß jetzt einfach mal ein paar Fragen zu dem Themen des obigen Artikel, in der Hoffnung, dass sie mir diese ernsthaft beantworten:

1. Bestreiten Sie ernsthaft, dass faschistische Gruppen und Parteien in der Ukraine mit in der Regierung sitzen und paramilitärische Verbände der faschistischen Organisationen an vorderster Front gegen die Separatisten in der Ostukraine kämpfen und dabei auch nicht zimperlich mit Ihren Gegner umgehen?

2. Glauben Sie wirklich, das ARD, ZDF, Bild, Spiegel und wie die ganzen Massenmedien in der BRD alle heißen uns wirklich ein vollständig objektives Bild liefern und immer die ganze Wahrheit sagen, auch wenn diese vielleicht den Interessen des Westen entgegensteht bzw. belegt, dass die Propaganda der Ukrainischen Regierung, der NATO und der USA falsch ist?

3. Bestreiten Sie ernsthaft, dass der Westen, allen voran die USA ein geostrategisches und auch ökonomisches Interesse daran haben, dass die Ukraine vollständig in die westlichen Systeme integriert wird und damit dem Macht- und Einflussbereich Russlands entzogen wird? Natürlich hat auch Russland seine Interessen und hätte gerne, dass die Ukraine sich möglichst eng an Russland bindet.

4. Halten Sie es für möglich, dass der Westen, das evtl. die Ukrainische Regierung und nicht Russland oder die Separatisten den Flugzeug von Flug MH-17 abgeschossen haben, um z. B. einen Vorwand für weitere Sanktionen gegen Russland zu haben bzw. einen Causus Belli zu produzieren?

Was den obigen Text anbelangt, so hätte ich da auch noch zwei sehr interessante Artikel, die durchaus zeigen, dass nicht alles was hier geschrieben wurde nur Wirr und falsch ist, sondern teilweise wirklich was dran ist bzw. dies sehr real ist. Und wenn Sie jetzt wieder behaupten, beides seien keine seriösen Quellen oder irgendwelche Propaganda, so denke ich werden Sie mir hoffentlich zustimmen, dass die Wirtschaftswoche mitnichten Links ist oder irgendwelche linke Propaganda betreibt. Sollten Sie alle mal lesen, die beiden sehr interessanten Artikel aus der Wirtschaftswoche und der Jungen Welt:

* Ukraine-Krise. Höchste Zeit für Realpolitik (Wirtschaftswoche)
* Tödliches Muster - Artillerie gegen Städte und Angriffe von Paramilitärs: Wie die New York Times Verbrechen der ukrainischen Armee und das Agieren von Neofaschisten im Donbass schildert. (Junge Welt unter Berufung auf die New York Times)
Michael Beltz
6.866
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.08.2014 um 13:07 Uhr
Viele der o.g. Kritikpunkte kann man inzwischen auch in der bundesdeutschen Presse lesen. Das liegt sicher daran, dass deutsche Firmen ihre eigenen Interessen gegenüber Russland vertreten, wie z.B. VW. Es gibt nun mal zwischen Kapitalisten unterschiedliche Überlegungen. Das gemeinsame Interesse besteht darin, den Profit zu erhöhen.
Sehr gut, Christian, auf die Wirtschaftswoche hinzuweisen.
750
D. Theiß aus Lich schrieb am 19.08.2014 um 15:04 Uhr
Ich bin der Meinung dass Herr Büttel die Fragen in meinem Sinn beantwortet hat und ich dem nichts mehr hinzufügen muss.
Außer das man die Wortwahl der Schreiberin als nicht angepasst bezeichnen kann und es wird doch immer bemängelt wenn jemand einen Artikel reinsetzt und sich dann nicht mehr an der Diskussion beteiligt.
Frage wo ist hier eine Beteiligung der Verfasserin zu erkennen, war wohl doch nur heiße Luft.
Christian Momberger
10.936
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 19.08.2014 um 21:20 Uhr
Danke für die Antworten Herr Büttel. Schön, dass Sie mir weitestgehend zustimmen. Aber wenn Sie diese Fragen fast alle mit einem klaren Ja beantworten und das, was in dem Artikel der Wirtschaftswoche steht als bekannt voraussetzen, dann verstehe ich nicht, warum obiger Text der Artikeleinstellerin hier so massiv kritisiert wird und als lediglich wirres unbewiesenes Zeug abgetan wird. Das würde ich auch gerne mal von Herrn Theiß wissen.

Denn es ist schon was dran, dass in den westlichen Mainstream-Medien die Beteiligung und die aktuelle und aktive Rolle der Faschisten in der Ukraine vollständig totgeschwiegen bzw. geleugnet wird. Wer gezielt darauf hinweist und diejenigen kritisiert, die den Faschismus in der Ukraine verharmlosen, wird medial nieder gemacht, wie man ja den Reaktionen sehen kann, die z. B. die Abgeordnete der Linkspartei Sevim Dagdelen auf die Verwendung des Brecht-Zitates "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." während einer Bundestagsdebatte - gerichtet an die Adresse der Fraktionschefin von Bündnis 90/Die Grünen - erhalten hat.

Zu Ihren Antworten noch ein paar Anmerkungen:

Zu Frage 1: Die Faschisten sitzen nicht nur am Rande der Regierung, die haben dort Schlüsselpositionen bekommen und der Westen schweigt dazu. Finden Sie das gut? Und von wem ging den Ihrer Meinung nach die erste Gewalt aus? Wer hat denn damals in Winter in Kiew sowohl auf die Demonstranten auf dem Maidan als auch gleichzeitig auf Polizisten geschossen? Wer hat denn dafür gesorgt, dass die rechten Kräfte sehr schnell die Oberhand auf dem Maidan gewonnen haben und quasi die "Hauptarmee" der Maindan-Selbstverteidungskräfte gestellt haben? Kann es nicht sein, dass es gezielt Provokateure, ggf. des faschistischen Kräfte, waren die dort von Hausdächern geschossen haben? Und wer war/ist denn für das Massaker am 2. Mai in Odesssa verantwortlich? Waren das nicht auch die ukrainischen Nazis?

Und da es nirgendwo 1000%ig objektiv zu geht, muss man eben verschiedene Quellen lesen. Und mit verschieden meine ich jetzt eben nicht nur ARD und ZDF oder Bild und Welt (beides ja aus dem Hause Springer), sondern eben neben den Mainstream-Medien auch mal was alternatives, eine Quelle, die eben eine völlig andere Sichtweise schildert oder eben mal etwas genauer hinter die Sache schaut bzw. andere Aspekte des Konfliktes näher beleuchtet. Aber einige hier tun eben gewisse Medien, die diesen Anspruch haben, gleich als rote Propaganda ab, die Gift ist und bei denen angeblich noch mehr gelogen wird als anderswo. Ich bin gerne bereit auch neue Quellen/Medien zu entdecken, wenn man mir welche nennt. Aber gerade Herr Theiß ist ja nicht bereit, auch mal nur ein wenig seine Meinung/seine Quellen/seine Einstellung hier kund zu tun. Keine Ahnung wovor er Angst hat, das er das nicht tut.

Zur Antwort 3 folgende Anmerkung: Für mich gehören die Erdgasvorkommen in der Ukraine ausschließlich dem Ukrainischen Volk und weder den westlichen Konzernen noch Putin oder einer anderen fremden Nation/einem transnationalen Konzern, der nur drauf aus ist, die Rohstoffe auszubeuten, den größtmöglichen Profit zu generieren und die lokale Bevölkerung nur als billige Arbeitskräfte zu "missbrauchen".

Ansonsten hat Michael recht, wenn er auf die eigenen Interessen eines größeren Teils des deutschen Kapitals hinweist.

Ihre Kritik an der Verfasserin dieses Artikel, dass Sie hier nicht mitdiskutiert bzw. sich äußert, teile ich übrigens voll und ganz Herr Theiß, da sind wir uns ausnahmsweise mal völlig einig. Aber auch Ihre Diskussionsbeiträge sind ja eher auf pauschale Kritik an dem Artikel und allen die nur ansatzweise diesen verteidigen beschränkt. Schön wäre, wenn sie mal darlegen, wie Sie das ganze sehen, d.h. warum für Sie einzelne Aussagen Schwachsinn sein sollen und wie sie z.B. die Rolle der Faschisten in der Ukraine und deren Verharmlosung durch den Westen sehen.
Christian Momberger
10.936
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.08.2014 um 22:59 Uhr
Nein, den neusten Beitrag kenne ich noch nicht. Komme leider nicht jeden Tag dazu, alle neuen Artikel auf der Startseite zu sichten und ggf. anzuklicken und zu lesen. Und die nächsten Tage wird die Zeit wohl noch weniger, da ein paar Tage unterwegs. Werde aber später noch mal kurz schauen.

Ich sehe das mit den Faschisten durchaus anders. Denn die sind nicht einfach so an die Macht gekommen, die sind es mir Duldung bzw. direkter Billigung des Westens, weil er um jeden Preis einen Regime Change in und einen vollständige Übernahme der Ukraine in den Einflussbereich des Westens wollte und will. Und da waren diese als HIlfstruppen beim Umsturz und auch jetzt im Kampf gegen die Separatisten mehr als nützlich. Der Westen und gerade auch Deutschland könnte und sollte vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte hier anders vorgehen! Mann hätte nie akzeptieren dürfen, dass Faschisten mit dabei sind, wenn über den Regierungswechsel verhandelt wurde bzw. hätte den pro-westlichen Kräften sagen müssen, nur ohne die Faschisten, sonst sind wir nicht zu einer Zusammenarbeit bereit. Auch heute könnten wir das noch tun, wenn wir denn wollten, die Ukraine ist faktisch Pleite und auf schnelle und stetige finanzielle Hilfen des Westens angewiesen.

Hier mal was zu den Deutschen Medien, genauer gesagt dem ZDF und wie es die Ukrainischen Faschisten hofiert bzw. ihre Aussagen 1 zu 1 für gut und richtig übernimmt:
Nachschlag: Arme Faschisten - Heute-Journal, Mo., 21.45, ZDF

Sehr lesenwert, dieser kurze Artikel, wie ich finde. So etwas macht mich eben auch wütend, auf die, die das sagen in haben in unserem Land.

Und zu dem Thema Ukraine war extrem viel in der heutigen Ausgabe der JW online zu finden. Hier noch ein weiterer Beitrag:
Zerrüttete Junta - Streit unter den Kiewer Machthabern. »Rechter Sektor« schmuggelt Waffen. Antikorruptionsbeauftragte gibt auf

In dem Artikel Kiewer Terror in der Ostukraine - Zivile Opfer gewollt heißt es u.a.:
"Nach der Bevölkerung von Slowjansk hat die Armee der Kiewer Junta jetzt auch die Einwohner der Millionenstadt Donezk vorsätzlich von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Sie ließ die 15 Kilometer entfernte Pumpstation bei Jasinuwata durch Grad-Raketenwerfer zerstören. Zugleich beschoß schwere Artillerie u.a. das Kinderkrankenhaus in Lugansk. Auch die Förderanlagen der Kohlengrube »Komsomolez Donbassa« wurden am Sonntag durch Beschuß und das folgende Feuer in Schutt und Asche gelegt.
[...]
All dies geschah am vergangenen Sonntag. Jede einzelne dieser ohne Zweifel gegen Zivilisten gerichteten Kampfhandlungen stellt nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen dar. Dafür gibt es Vorbilder: Das menschenverachtende Vorgehen der Juntakräfte in der Ostukraine erinnert stark an das der amerikanischen Soldateska z.B. in Irak gegen die renitente Großstadt Falludscha, die zu 90 Prozent zerstört wurde, oder an den US-angeführten NATO-Bombenkrieg gegen Jugoslawien. Nachdem es damals den US/NATO-Luftwaffen nicht gelungen war, dem serbischen Armeekorps im Kosovo auch nur leichten Schaden zuzufügen, begann der US-NATO-Terrorkrieg gegen zivile Ziele wie die Wasser- und Stromversorgung der serbischen Bevölkerung. Mit dieser Terrordoktrin hatte der damalige US-Außenminister James Baker 1991 schon seinem irakischen Amtskollegen Tarik Aziz gedroht: »Wie werden Ihr Land zurück in die Steinzeit bomben«. In dieser Strategie sind zivile Opfer keine »Kollateralschäden« von Angriffen auf militärische Ziele, sondern die Zerstörung der zivilen Infrastruktur und die Terrorisierung der Bevölkerung sind das Ziel, damit letztere sich gegen ihre Führung erhebt.
[...]
Die Tatsachen sprechen dafür, daß die Junta, die von altgedienten CIA- und Pentagon-Experten beraten wird, in der Ostukraine die US-Strategie der »verbrannten Erde« durchsetzen will. "
.

Natürlich muss man jede Meldung hinterfragen, aber dennoch ist für mich unbestreitbar, dass US-Militärberater in der Ukraine aktiv sind und die Zentralregierung in Zusammenarbeit mit den von den Faschisten gestellten Bataillonen nicht gerne zimperlich im Umgang mit der Bevölkerung der Ostukraine sind und auch vor Menschenrechtsverbrechen nicht zurückschrecken. Und so was wird von Westen sanktioniert. Das kann es eigentlich nicht sein, wäre da eben nicht der "gemeinsame" Feind Russland und die ökonomischen und geostrategischen Interessen, allen voran der USA und einiger EU-Staaten.

Zum Frage ob Russland unser Feind ist und den Faschisten in der Ukraine ist ein ebenfalls sehr interessanter Artikel des langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Willy Wimmer, der zwischen 1985 und 1992 erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) war, in der heutigen Ausgabe der JW abgedruckt. Hierin geht es v.a. um den bevorstehenden Nato-Gipfel in Wales.
Er schreibt u.a.: "Die NATO macht durch die Einladung ihres Kumpels aus Kiew doch mehr als deutlich, wie sehr sie die inneren Verhältnisse in der Ukraine bestimmt. Sie ist mehr als jeder andere Partei in dem Bürgerkrieg, nicht zuletzt über amerikanische Privatarmeen, die im amerikanischen Staatsauftrag die Ostukraine von russischsprechenden Menschen »säubern« sollen. Zu diesem komplizenhaften Verhalten zählt aber zunächst das beharrliche Unterdrücken jeder Aufklärung der schrecklichen Tragödie von Flug MH17 mit den fast 300 toten Fluggästen und Mannschaftsmitgliedern, dem Massaker auf dem Maidan-Platz in Kiew und den Brandopfern im Gewerkschaftshaus von Odessa. Von der einstmals vielgerühmten »westlichen Wertegemeinschaft« ist nichts mehr übrig geblieben.
Natürlich ist die Anwesenheit von Präsident Poroschenko in Wales ein Signal. Dazu dürfte auch der Blick auf seine Entourage zählen. Werden wir zum ersten Male bei einem NATO-Gipfel Nazimilitärs als Vertreter der ukrainischen Nationalgarde-Einheit »Asow« begrüßen dürfen? Hat auch das Signalcharakter für Europa? Will man mit diesen Leuten in Wales daran erinnern, warum vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war? Es fällt ja schon auf, wer in Kiew so alles zu den Faschisten schweigt, obwohl man einen Aufschrei erwarten müßte. Bereitet man sich schon auf Marine Le Pen vor, indem man diese Bagage hoffähig macht? Oder will die amerikanische NATO-Führungsmacht nur klarstellen, daß sie es auch in Europa mit jedem macht, den sie gegen Rußland in Stellung bringen kann?"


Ich finde, dem ist nichts hinzuzufügen!

Weiter heißt es: "Jetzt müßte jeder erwarten können, daß die Kanzlerin vor einem derartig gewichtigen NATO-Gipfel die deutsche Öffentlichkeit über eine Regierungserklärung im Bundestag wissen läßt, wie nicht sie persönlich, sondern Deutschland die Zukunft der NATO sieht. Oder will sie den Umstand, wie konturenlos die deutsche Außenpolitik in diesem Kontext ist, dadurch übertünchen, daß sie lieber gar nichts sagt. Dann kann man später natürlich darauf verweisen, welchen Einfluß man als angeblich »mächtigste Frau der Welt« auf US-amerikanische Zielvorgaben gehabt haben könnte. Dafür steht für Deutschland bei diesem NATO-Gipfel alles auf dem Spiel. Das in Aussicht gestellte transatlantische Freihandelsabkommen bedarf nur der Übernahme der Ukraine durch die USA, um aus Ländern wie Frankreich, Benelux, Österreich, Italien und Deutschland Kolonialgebiete unter extensiver US-Kontrolle zu machen. Da sieht man nicht nur im großen, sondern auch an der von den USA auf deutschem Territorium beabsichtigten Fluggastkontrolle durch amerikanisches Staatspersonal. Wir sollen von unseren natürlichen Partnern, weil Nachbarn im gemeinsamen Haus Europa, auf Dauer getrennt werden. Natürlich mit Hilfe der baltischen Staaten, Polens und der Ukraine. [...] Für Deutschland war seit dem »goldenen Zeitalter« unter Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl Rußland der Nachbar und der Partner. Für die USA ist Rußland erkennbar der Rivale, der Feind, die Beute."
Quelle: Rußland unser Feind? Zum NATO-Gipfel am 4. und 5. September in Wales kommt auch der ukrainische Präsident Poroschenko. Wen bringt er mit und wo ist die deutsche Position?

Und hier noch der letzte interessante Artikel:
Demnach hat die OSZE keine Waffentransporte von Russland über die Grenze in die Ukraine registriert, was auch hier wieder zeigt, wie sehr wir von unseren Medien belogen werden. OSZE: Keine Waffentransporte registriert

Abschließend noch eine Punkte: Ist Herr Theiß schon ausgestiegen aus der Diskussion oder kommt von ihm endlich noch mal ein inhaltlicher Beitrag, eine ernsthafte Antwort mit ggf. neuen (Gegen-)Argumenten oder einer begründeten Zustimmung, warum er auf einmal doch alles richtig findet was hier steht? Würde mich freuen, habe ich glaube es nicht, denn dann müsste er ja endlich mal detaillierter seine eigene Meinung, seine Quellen offen legen. ;-)
750
D. Theiß aus Lich schrieb am 21.08.2014 um 22:53 Uhr
Herr Momberger, ich sehe nicht ein warum ich bei meinen Kommentaren die ich selber verfasse als Beweis irgendeine Quelle angeben soll, dazu fehlt mir die Zeit und auch die Lust.
Ich kommentiere eine Artikel nach seinem geistigen Inhalt und wenn ich diesen gelinde gesagt be...scheiden und lächerlich finde so äußere ich mich dementsprechend dazu, ich habe keine Lust irgendwelche Artikel 1:1 als Beweis hier reinzustellen wie es Frau Weber macht, siehe den neuesten von ihr kopierten Artikel aus der Linken Tageszeitung junge Welt.
Behauptungen und Schmähungen kann jeder schreiben, ich muss dazu aber nicht Hurra schreien und kann meine persönliche Meinung dazu äußern.
Christian Momberger
10.936
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.08.2014 um 23:45 Uhr
Schade Herr Theiß, dass Sie nicht auch im Ansatz nur zu einer sachlichen, inhaltlichen Diskussion bereit sind. Falls es Ihnen nicht aufgefallen ist, die Diskussion ist schon weiter als nur der Artikel oben, es gibt neue Argumente/Thesen/Aussagen/Fragen, die hier geäußert und gestellt wurden. Haben Sie denn überhaupt auch nur einen einzigen Kommentar hier näher gelesen? Wie sieht denn Ihre Wahrheit aus? Welche konkrete Meinung haben Sie zu dem Konflikt in der Ukraine und den beteiligten Akteuren?
Aber scheinbar ist es vergebene Liebesmühe zu erwarten, dass sie näher mit Artikeln und Kommentaren bzw. Kommentatoren befassen, die nicht Ihrem Weltbild bzw. ihrer antikommunistischen Einstellung entsprechen. Schade! Stefan hatte wohl leider recht!
Christian Momberger
10.936
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 22.08.2014 um 22:01 Uhr
Herr Büttel,
es ist doch gut und legitim, verschiedene Quellen zu lesen. Ich mache das ja auch, in dem ich auch andere Artikel online lesen, egal ob aus Spiegel Focus, Welt, Zeit, SZ, etc... Aber Sie lesen eben auch die hier gelinkten Artikel aus der JW oder zu mindestens meine Kommentare und gehen gezielt darauf ein, was ich von Herrn Theiß nicht behaupten kann, dass es so ist. So zu mindestens mein Eindruck. Und genau das kritisiere ich, dass er nicht zu einer inhaltlichen Diskussion über einzelne Argumente, Quellen, Thesen, etc. bereit zu sein scheint. Warum auch immer.
Christian Momberger
10.936
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 24.08.2014 um 00:20 Uhr
Ja, sicher das stimmt! Aber wer gar keine Quellen und Argumente nennt und nicht bereit ist sich mit denen von anderen auseinanderzusetzen, der sollte es m.E. gleich ganz lassen, bei einem solchem Artikel zu kommentieren.
Michael Beltz
6.866
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.08.2014 um 09:08 Uhr
Von "Koksnase Wecker" zu sprechen halte ich im Rahmen dieser Diskussion für fehl am Platz. Ich spreche auch nicht vom "Nuttenfreund Friedmann" oder wie manche Kabarettisten "die Merkel ist wie..." Der Begriff "Kommentarpolizei" ist viel schöner auch wenn ich ihn an dieser Stelle nicht für richtig halte.
750
D. Theiß aus Lich schrieb am 26.08.2014 um 20:27 Uhr
Herr Momberger, die Gießener Zeitung gibt folgendes selbst vor:

"Schreiben Sie einfach so, als würden Sie mit guten Freunden sprechen und wahren Sie bitte immer einen freundlichen und sachlichen Umgangston."

Wenn ich an einer Unterhaltung teilnehme habe ich keinerlei Nachschlagewerke bei mir, ich habe auch nicht sämtliche Zeitungen derBundesrepublik unter dem Arm, ich habe mich oben schon diesbezüglich geäußert dass ich, wenn ich mir eine Meinung bilde, nicht alles und jeden zitiere, ich kann auch nicht erkennen dass die Gießener Zeitung dieses verlangt, außer wenn in einem Ausgangs Artikel ganze Passagen aus einer anderen Quelle verwandt werden.
Es ist natürlich jedem selbst überlassen wie er an einer Diskussion teilnimmt, man sollte aber auch andere Diskussionsteilnehmer Akzeptieren, auch wenn diese keine Zeitung oder sonstige Quellen heranziehen.
Ich habe schon des Öfteren betont dass ich hier meine ureigene Meinung Äußere und sonst nichts.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe gilt doch immer noch die Meinungsfreiheit, auch wenn das hier manchmal anders gesehen wird.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Frauke Weber

von:  Frauke Weber

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Interessensgebiet: Gießen
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