Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Mehrtagesfahrt des FöSu e.V. Gießen nach Erfurt

von Rolf Kriegeram 11.08.2014792 mal gelesen1 Kommentar
Gruppenbild im Kreuzgang des Augustinerklosters in Erfurt
Gruppenbild im Kreuzgang des Augustinerklosters in Erfurt
Gießen | >Auf den Spuren von Martin Luther<

Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen.
Martin Luther

34 Mitglieder des FöSu waren vom 25.07. bis 28.07. 2014 unter diesem Motto in Erfurt und Eisenach zu einer Bildungs- und Studienreise unterwegs.
Das Ziel war das Evangelische Augustinerkloster in Erfurt welches auch als Unterkunft diente.
Auf dem Weg dorthin war am Anfahrtstag ein Besuch im Nationalpark Hainich eingeplant. Der Nationalpark wurde 1997 ausgewiesen und ist seit 2011 Teil des Unesco- Weltkulturerbes. Er verfügt über einen Baumkronenpfad über welchen eine ausgiebige Führung gemacht wurde. Nach dem anschließenden Mittagessen kam die Gruppe nach einer weiteren Stunde Fahrt im Kloster an. Die Zimmerverteilung , einige waren im nahegelegenen Gästehaus Nikolai einquartiert, schloss sich an. Viel Zeit zum Auspacken blieb nicht (viele sahen dazu auch keine Notwendigkeit) denn der gemeinsame Fußweg zum Domplatz stand bevor . Von dort startete die Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn. Nach 1,5 Stunden kreuz und quer den Bahnlinien entlang durch die Stadt ( mit vielen
Mehr über...
Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Erklärungen durch die Stadtführerin ),gab es och eine kurze Altstadtführung zu Fuß denn über die Krämerbrücke fährt keine Bahn . Früher durften dort noch nicht einmal Fuhrwerke fahren. Sie mussten eine Furt daneben durch die Gera benutzen. Das Haus der Stiftungen auf der Brücke wollte zwar gerade schließen wurde aber für die Gruppe noch kurz zugänglich gelassen. So konnte man sich einen Einblick in das Innere eines Hauses auf der Krämerbrücke verschaffen. Der Abend war zu freien Verfügung und konnte in kleinen Grüppchen oder individuell verbracht werden.

Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück konnte der zweite Tag beginnen. Das Tagesprogramm „Die Luthermeile“ mit Herrn May als Führer stand bevor. Vom Kloster zur Georgenburse war es nicht weit. In diesem Haus wohnte Luther als Student . Eine Burse war zur damaligen Zeit der Lebensmittelpunkt für Studenten und ihre Lehrmeister.
Studiert wurde auch im Collegium Maius, der alten Universität von Erfurt. Heute dient das eindrucksvolle Gebäude der evangelischen Kirchenverwaltung. Schließlich war dann unsere Wohnstätte das Augustinerkloster dran. Luther klopfte dort an die Pforte und bat um Aufnahme nachdem er während eines Gewitters (angeblich hat ihn ein Blitz erwischt) ein
Egapark Erfurt
Egapark Erfurt
Versprechen gab Mönch zu werden. Er lebte dort sieben Jahre. In der Kirche vor dem Altar ist die Grabplatte auf der Luther sein Gelübde abgelegt hat. Der Kapitelsaal über dessen Originalfußboden schon Luther ging, ist erhalten. Auch das Dormitorium (Schlafsaal), die Lutherzelle, der Kreuzgang und die Außenanlagen wurden erklärt.
Nach viel Input für den Kopf gab es dann auch welches für den Magen in Form eines Mittagessens.
Anschließend war der Kreis derer die die Führung mit weiteren Informationen fortsetzten stark dezimiert.
Die Ausführungen über die Humanistenstätte Engelsburg, den Humanismus als geistige Erneuerungsbewegung zu Luthers Zeiten und deren Einfluss auf die Reformation wurden trotz des komplexen Inhalts kurzweilig vermittelt.
Aber die Wissensvermittlung ging noch weiter denn man hatte die Michaeliskirche (Universitätskirche) noch nicht gesehen und noch nicht erfahren, dass sie die älteste Pfarrkirche von Erfurt ist. Luther besuchte hier regelmäßig die Die Gruppe fand auf Anregung des Führers und aus Zeitgründen den Mut zur Lücke und verzichtete auf einen weiteren Teil der Luthermeile die Andreaskirche.
Schließlich standen als krönender Abschluss noch der Dom und die daneben liegende Severikirche an.Kurz vor dem Eintritt in den Dom öffnete der Himmel die Schleusen und schloss sie wieder kurz danach sodass die Gruppe einigermaßen trocken „Zum Schildchen“ kam um das Abendessen einzunehmen.

Ein Elektromobil für Iris
Ein Elektromobil für Iris
Was wäre ein Sonntag ohne Gottesdienst?
Der dritte Tag begann mit einem solchen und es wurde auch das Abendmahl gemeinsam gefeiert. Dadurch und durch das Mittagessen im Kloster gestärkt fuhr man zur letzten Besichtigungsetappe in Erfurt, zum egapark (Erfurter Garten – und Ausstellungs-GmbH. Es wurde zwei Gruppenführungen, einmal 2,5 und einmal 1,5 Stunden, angeboten. Die Gruppe teilte sich. Die längere Führung musste wegen eines Gewitters mit Starkregen abgebrochen werden. Trotzdem waren die optischen und olfaktorischen Eindrücke nachhaltig. Die nassen Füße auch. Wieder im Kloster angekommen setzte man sich im Kapitelsaal zu einer Gruppenstunde zusammen mit dem Ziel der Rückmeldung des bisher Erlebten.
Ein Höhepunkt lag bei der Abfahrt noch in der Zukunft. Auf der Heimfahrt wurde die Wartburg angesteuert. Auch dort ging es mit einer Führung durch die historischen Räume und zum Schluss zum Selbsterkunden durch das Museum und die Lutherstube. Dort hat er die Bibel ins Deutsche übersetzt und seine Vogelfreiheit überlebt.„Wart Berg du sollst mir eine Burg werden“ soll angeblich Ludwig der Springer gesagt haben als er auf den Berg kam und so zur Namensgebung der Wartburg beitrug. Auch die Heilige Elisabeth hat dort gewirkt und gewohnt und Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kemenate mit Mosaiken ausgestattet die ihren Lebensweg nachzeichnen.
Auch auf der Heimfahrt hat man Hunger und es wurde zum Mittagessen im Schäferhof in Eudorf bei Alsfeld eingekehrt. Dann ging es durch bis Gießen wo die Abholer bereits warteten. Auf der letzten Etappe schmiedete man dann schon Pläne für die nächste Fahrt in zwei Jahren.

Übrigens:
die Fahrt begann mit nur geringer Verspätung, dafür waren wir zu früh zu Hause
Rolf fuhr wie immer sehr souverän, auch durch die engen Sträßchen der Erfurter Altstadt
So ein Kloster kann ganz schön komfortabel sein wenn man nicht im Dormitorium mit 100 Mitschläfern übernachten muss
Der mangelnde Kaffee im Bus wurde durch Nussecken ausgeglichen
Niemand ist an Fernsehentzug gestorben, niemand hat gefastet
Iris und Margit wurden für Schwestern gehalten
Rolf und Karl-Heinz für Brüder
Die ersten zwei Tage litt Karl-Heinz an akutem Eismangel
Rolf an Cola-light-Entzug
Margit, Iris, Lilo und Elke waren bei der Entstehung einer neuen Reformationsbewegung zugegen, ein historischer Moment!
Die neuen Reformatoren sind Karl-Heinz und Rolf, reformiert wird die Ostkirche
Ein Fotoshooting im Kreuzgang ist ein besonderes Erlebnis wegen „bst...leise“
Toilettenhäuschen geben idealen Schutz bei Gewitter
Barbara kann wahrsagen, sie hat den genauen Zeitpunkt des Regenbeginns am Heimfahrtag vorausgesagt. 16.00 Uhr!!!!

Gruppenbild im Kreuzgang des Augustinerklosters in Erfurt
Gruppenbild im Kreuzgang... 
Egapark Erfurt
Egapark Erfurt 
Ein Elektromobil für Iris
Ein Elektromobil für Iris 

Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.08.2014 um 20:09 Uhr
Ich hoffe man hat dem großen Antisemiten kräftig gehuldigt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Rolf Krieger

von:  Rolf Krieger

offline
Interessensgebiet: Gießen
Rolf Krieger
54
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Empfang der Reisegruppe im Trauzimmer.  (v. l. n. r.) Bürgermeisterin Anna Maclova  Dieter Geißler, 1. Vorsitzender des Deutsch-Tschechischen-Freundeskreises und Uwe Immel, 1. Vorsitzender des FöSu e.V. Gießen
Mehrtagesfahrt des FöSu e.V. Gießen nach Hradec Králové
Vom 29.06. – 05.07. 2016 besuchten Mitglieder des FöSu e.V. im...
Besuch der Berufsfeuerwehr von Hradec Králové
Gießener Delegation in der Partnerstadt Hradec Králové
Die Gruppe aus Gießen hatte für den Aufenthalt in der tschechisch...

Weitere Beiträge aus der Region

Die Absolventen der Vitos Schule für Gesundheitsberufe Oberhessen mit ihrem Kursleiter Frank Dingeldein und dem Schulleiter Klaus-Dieter Jahn. (Foto: Vitos Gießen-Marburg)
16 Pflegekräfte feiern ihr Examen
Marburg, 23. September 2020. An der Vitos Schule für...
Die letzten Sonnenblumen,wie schön
Ich wollte so gerne ein paar Sonnenblumen für meine Wohnung haben...
Links die SPDler und rechts die WG Bewohner und Lebenshilfe Mitarbeiterin Frau Koch
SPD Gießen Süd besucht Inklusive WG der Lebenshilfe
Die Mitglieder der SPD Gießen-Süd Dietlind Grabe-Bolz, Nina...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.