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Was Jürgen Todenhöfer Herrn Gauck empfahl

Gaucks Pfingstbotschaft
Gaucks Pfingstbotschaft
Gießen | Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer schrieb an Bundespräsident Joachim Gauck:

Sie fordern, dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernimmt. Auch militärisch. Wissen Sie wirklich, wovon Sie reden? Ich bezweifle es und habe daher vier Vorschläge:

• Ein Besuch im syrischen Aleppo oder in Homs. Damit Sie einmal persönlich erleben, was Krieg bedeutet.
• Vier Wochen Patrouillenfahrt mit unseren Soldaten in afghanischen Kampfgebieten. Sie durfen auch Ihre Kinder oder Enkel schicken.
• Besuch eines Krankenhauses in Pakistan, Somalia oder im Jemen – bei unschuldigen Opfern amerikanischer Drohnenangriffe.
• Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes El Alamein in Ägypten. Dort liegen seit 70 Jahren 4800 deutsche Soldaten begraben. Manche waren erst 17. Kein Bundespräsident hat sie je besucht.

Nach unserem Grundgesetz haben Sie „dem Frieden zu dienen“. Angriffskriege sind nach Artikel 26 verfassungswidrig und strafbar. Krieg ist grundsätzlich nur zur Verteidigung zulassig.

Sagen Sie jetzt nicht, unsere Sicherheit werde auch in Afrika verteidigt. So etwas Ähnliches hatten wir schon mal. 100 000 Afghanen haben diesen Unsinn mit dem Leben bezahlt. Wie kommt es, das ausgerechnet Sie als Bundespräsident nach all den Kriegstragödien unseres Landes schon wieder deutsche Militäreinsatze fordern?

Es stimmt, wir müssen mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Aber doch nicht fur Kriege, sondern fur den Frieden!
Als ehrlicher Makler. Das sollte unsere Rolle sein. Und auch Ihre.

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Kommentare zum Beitrag

Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 06.08.2014 um 17:38 Uhr
Der oberste Moralpfaffe Gauck wollte mal vor ca. 26-27 Jahren, Schwerter zu Pflugscharen verzaubern . . . Er meinte allerdings nur die kommunistischen Schwerter . . . Naja, ein Gutmensch und Karrierist, wie er es ist hat bisweilen den Blick für das wesentliche verloren. Kann schon mal vorkommen im Mainstream des bürgerlichen Opportunismus.
Afghanistan, der Irak und neuerdings auch Libyen stehen für das katastrophale Versagen, westlicher Politik. Wer das in Abrede stellt, muss
schon wirklich Lichtjahre von der Realität entfernt sein.
Auch die Gewalt in Palästina wird die Dinge weder für die einen, noch für die anderen zufrieden stellen. Die Spirale von Gewalt und Gegengewalt wird dort lediglich massenhaftes Elend hervorrufen.
Die Form von Verantwortung die der Pfaffe aus Berlin meint, ist eine reine
Metapher für die Muppet Show! Wir bekämpfen die faschistoiden und fundamentalistischen Islamkämpfer, anstatt ihnen mal den Geldhahn komplett zu zudrehen . . . Nämlich mit deren Sponsoren aus Saudi Arabien und dem Katar machen wir bomben Geschäfte . . . u.a. Panzer made in Germany ( Leopard 2 A6 mit gekürztem Waffenrohr, damit sich der Turm auch wunderbar in Straßen und Gassen drehen lässt . . . ) usw.
Wie wäre es denn mal mit wirtschaftlichen Sanktionen gegen diese Länder . . . ? ;-) Solange die Dinge so liegen wie sie jetzt leider nun mal liegen, kann man dem Pfaffen aus Berlin, einen Text aus der Bibel entgegenhalten:

Fromm und doch gottlos ( Matthaeus 23 )

13 "Wehe euch, ihr Pharisäer und Schriftgelehrten! Ihr seid Heuchler! Durch euch wird anderen der Zugang in die neue Welt Gottes versperrt. Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, hindert ihr daran."
Kurt Wirth
1.020
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.08.2014 um 17:41 Uhr
Mein Kommentar soll nur dem letztgenannten Vorschlag von Todenhöfer gelten (mit allem anderen von ihm bin ich einverstanden): Der Besuch eines Bundespräsidenten auf einem Kriegsgräberfriedhof kann ganz unterschiedliche Absichten und Resultate haben.

Auf dem Friedhof bei Tobruk in Lybien (der unmittelbar vor El Alamein fertiggestellt wurde und auf dem ein Onkel von mir liegt, der mit seinem Jagdflieger in der Gegend abgeschossen wurde) lautet die zentrale Inschrift:
"Das deutsche Volk seinen in Lybien gefallenen Soldaten und ihrem Feldmarschall Rommel". Das ist ja nun höchst zweideutig, wenn nicht sogar eindeutig - sie sollen für eine gute Sache gefallen sein. Soll sich ein Bundespräsident davor verneigen? Wenn da stünde: "Im Gedenken an die armen Schweine", würde ich das befürworten.

In dem Kriegsgräberfriedhof Kloster Arnsburg bei Lich liegen bekanntlich 87 ermordete KZ-Opfer einträchtig zusammen mit einigen ihrer SS-Mörder. Die HIAG (Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der Waffen-SS) legte jahrelang Kränze für die letzteren nieder.

Auf dem Kriegsgräberfriedhof Bourdon bei Amiens liegt ebenfalls ein von Deutschen getöteter deutscher Soldat (höchstwahrscheinlich) zusammen mit Leuten seines Erschießungskommandos: Ein gewisser Willy Wirthgen wurde wegen defäitistischer Äußerungen und Wehrkraftzersetzung vom Feldgericht seiner Flakdivision zum Tode verurteilt. Solche Feinheiten bleiben dem Besucher des Friedhofs, der darüber nicht schon vorinformiert ist, verborgen.

Die Masse der Kreuze und gesammelten Schädel ist oft beeindruckend (Verdun), doch ohne Kenntnis der Hintergründe führt ein Besuch u.U. zu falschen Ergebnissen.

Übrigens kann man sich bis 20.August bei genanntem "Walther" für eine Studienfahrt im September nach Verdun anmelden. Könnte interessant werden.
Wolfgang Seibt
49
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 06.08.2014 um 18:40 Uhr
Gauck huldigt mittlerweile dem Gott Mammon und der befiehlt seinen Gläubigen "gerechte" Kriege.
Gerecht ist seiner Lehre zufolge alles was der eigenen Macht und der Wirtschaft dient, also dem freien Zugang zu den Rohstoffen und neue Absatzmärkte.
Menschen spielen in dieser Religion nur als Kunden eine Rolle.
Birgit Hofmann-Scharf
9.263
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 06.08.2014 um 20:16 Uhr
"Es stimmt, wir müssen mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Aber doch nicht für Kriege, sondern für den Frieden! "

Diesen Satz möchte ich unterstreichen, ganz und gar neutral und unparteiisch!
Stoppt die Kriege, entfachtet keine Kriege !!!!!!!!!!!!!!
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 06.08.2014 um 23:07 Uhr
Ich mache das jetzt mal wie ein anderer Bürgerreporter.
Ich kann Herrn Müller nur zustimmen. Richtig sehr richtig Ihr Kommentar. Gut geschrieben Herr Müller, dem gibt es nicht hinzuzufügen.

Der komplette Kommentar von Frau Hofmann-Scharf findet auch meine volle Zustimmung.
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.08.2014 um 10:26 Uhr
Und bitte bei was stimmen Sie zu Herr Büttel?
Dass Gauck kein Kriegstreiber ist? Darum geht es doch hier oder habe ich etwas falsch verstanden?
Zum Thema, vielleicht fällt Herrn Müller bei irgendeinem Beitrag auch mal was inhaltliches zum jeweiligen Thema ein!?
Todenhöfer? Nun, wer ist Todenhöfer? Für mich das "Feigenblatt" der CDU als angeblicher "Kämpfer für den Frieden". Ein bürgerlicher Pazifist, nicht mehr und nicht weniger, mit seinen ( seit zig Jahren ) Appellen an die verantwortlichen Kriegstreiber lenkt er immer wieder ab davon, dass es nunmal ein Mittel der Politik ist ihre Interessen auch mit kriegerischen Mitteln zu erreichen und durchzusetzen. Er geht nie auf den Kern - auf die Ursache - der jeweiligen kriegerischen Auseinandersetzungen ein, er verbreitet Illusionen "in die Einsicht und die Vernunft" der gleichen Leute, die diese Kriege anzetteln und angezettelt haben. Und wer soll "mehr Verantwortung in der Welt übernehmen für den Frieden", lt. Todenhöfer, die selben Politiker die jetzt die Kriege führen, ist doch Irrsinn, oder nicht?
Ich habe jetzt mehrfach den Beitrag und die Kommentare gelesen, habe aber nirgends feststellen können, dass hier jemand durchgeknallte Islamisten verteidigen würde, genauso wenig wie es durchgeknallte Zionisten zu verteidigen gilt, das scheinen aber einige zu "vergessen"!?

Guter Vorschlag Kurt, evt. hat Herr Müller ja Interesse an der Studienfahrt, da könnte man lange diskutieren, und vielleicht würde ich dann Herrn Müller - wenn etwas inhaltliches kommt - auch genauso ernst nehmen können wie ich es bei vielen anderen hier tue, aber auch das überliest Herr Müller natürlich geflissentlich, was soll`s jeder wie er mag....
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 07.08.2014 um 16:04 Uhr
Herr Leif Müller, es würde mich freuen, wenn Sie auf die Kommentare eingehen könnten. Ihre "Argumente" gegen DKP, SED und DDR sind zwar konform mit Stammtischdiskussionen, nutzen einer inhaltlich Auseinandersetzung wenig. Außerdem kenne ich derartige Äußerungen seit Jahrzehnten.

Für Diskutierende: Ich bin kein Fan von Todenhöfer und wollte nur mal aufzeigen, inwieweit ein bürgerlicher, einer kommunistischen Haltung Unverdächtiger, Position gegen deutsche Kriegsführung nach 1945 zu beziehen in der Lage ist.
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.08.2014 um 22:26 Uhr
Einfach lesen Herr Walther, dann finden Sie es heraus.
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.08.2014 um 22:27 Uhr
Nun Herr "Besserwisser" Müller ( das schreibe ich nur 1x, denn auf Ihr Niveau möchte ich mich nicht begeben ) lassen Sie doch einfach mal das "bla,bla" beiseite und widerlegen Sie die Inhalte des Beitrages und / oder die Kommentare, so führt man doch Diskussionen, oder etwa nicht? Hier hat niemand etwas gegen Argumente / Gegenargumente oder gegen andere politische Meinungen ( das scheint Ihrer Fantasie entwachsen zu sein ), nur - richtig - belegen sollte man dies schon können, andere angreifen ohne etwas inhaltliches ( das wollten Sie doch, dass ich das wieder schreibe :-)) bei zu steuern, das ist mehr als dürftig....
Was ist ein "Salonkommunist" Herr Müller? Versuchen Sie es doch mal zur Abwechslung mit Fakten statt mit persönlichen Diffamierungen, würde Ihnen evt. dann doch einen gewissen Respekt hier bringen, oder wie Sie es auch gerne hören wollen "vielleicht würde Sie dann auch jemand Ernst nehmen" :-))
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 09.08.2014 um 22:11 Uhr
Auch wenn ich Deine Kritik an Todenhöfer verstehe Stefan, so sehe ich es doch wie Michael und finde es gut, dass seine Worte und Appelle auch hier publiziert werden.

Die Kommentare von Mirko D., Kurt W. und Wolfgang Seibt finde ich gut. Und gerade Birgit hat was richtiges und wichtiges geschrieben. Aber bei eigentlich allen Kriegen geht es ja nur um ökonomische und geopolitische Interessen und eben nicht um die Menschen und deren Rechte.

Auch mich - Herr Müller - würde mal näher Interessen, wie Sie zu den konkreten Inhalten des Beitrages und einzelner Kommentare hier stehen. Und Bildung, d.h. die Erweiterung seines Horizonts kann nie schaden! ;-) Mann muss ja Meinungen nicht teilen, aber man sollte sich wenigstens mal die Argumente anhören bzw. bereit sein sich mehr über die Hintergründe, Fakten und die (eigene) Geschichte zu Informieren.
Hier übrigens mal der Link zur Vorankündigung de Studienfahrt nach Verdun in der GZ, bei der übrigens Stefan nicht die inhaltliche Reiseleitung innehaben wird:
Studienfahrt "100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges"
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.08.2014 um 23:56 Uhr
Nun, ich sehe das etwas anders Christian, Todenhöfer verbreitet Illusionen in die "Vernunft und Einsicht" von Leuten, die Kriege führen, befürworten und / oder davon profitieren, das bringt uns kein Stück weiter.
Was hat Birgit geschrieben Christian? Zitat =
"Es stimmt, wir müssen mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Aber doch nicht für Kriege, sondern für den Frieden! "
Diesen Satz möchte ich unterstreichen, ganz und gar neutral und unparteiisch!
Stoppt die Kriege, entfachtet keine Kriege !!!!!!!!!!!!!!"

Wer ist "wir" Christian, wer soll mehr Verantwortung in der Welt übernehmen? Die deutsche Regierung, die EU? Das ist im Endeffekt das Gleiche was Todenhöfer fordert, doch darauf sollten "wir" nicht viel setzen. Wenn z.B. in Saudi-Arabien - um nur ein Beispiel zu nennen - Unterdrückung herrscht, dann schweigt man sich darüber aus, da geht es ja um "Freunde" mit denen man gute ( Waffen-) Geschäfte machen kann, und wie die "Friedenspolitik" der deutschen Regierung z.B. in der Ukraine aussieht, das sehen wir doch aktuell.... warum sollten "wir" also darauf bauen, dass sie sich in anderen kriegerischen Konflikten anders verhalten würde? Man kann es nicht oft genug sagen: "Krieg ist die Fortsetzung der Politik - nur mit anderen Mitteln", und "so lange es den Imperialismus gibt, so lange wird es auch imperialistische Kriege geben!"
Vertrauen "wir" also besser in den Friedenswillen der Völker statt Hoffnung in die Regierung(en) zu setzen. Und da sind "wir" keineswegs neutral und unparteiisch, da stehen "wir" immer auf der Seite der Unterdrückten und Ausgebeuteten.
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.08.2014 um 00:14 Uhr
Stefan, ich stimme Dir in allem zu was Du sagst! Wobei ich jetzt nicht genau weiß, ob Todenhöfer nicht auch die Waffenexporte nach Saudi-Arabien und in andere Länder kritisiert.
Und an der deutschen - aber nicht nur Dieser - Politik muss sich schon einiges ändern. Aber das erreichen wir nur, wenn "wir Alle" uns für den Frieden einsetzen, dafür "kämpfen", d.h. jeder einzelne von uns in dem er sich u. a. eben gegen die Logik des Krieges stellt, gegen die Politik der Herrschenden, in dem er z.B. als Soldat den Befehl verweigert, sich als Bürger an Friedensaktionen beteiligt, etc. pp.
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2014 um 00:25 Uhr
Die Bemerkung zu Saudi-Arabien war nicht auf Todenhöfer gemünzt, sicherlich wird er sich auch gegen Waffenexport nach Saudi-Arabien aussprechen!
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.08.2014 um 00:38 Uhr
Ok, dann hatte ich das falsch gelesen.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.08.2014 um 13:38 Uhr
Hatte sich nicht kürzlich die Bundesregierung gegen Waffenexporte ausgsprochen? Oder war das nur Herr Gabriel?
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2014 um 14:51 Uhr
Also doch wieder nix Herr Müller ausser ein paar Kinderreien, verpackt in schon lächerlich daherkommenden persönlichen Angriffen, nun gut, wem`s Spass macht....
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.08.2014 um 18:31 Uhr
Was soll man dazu noch sagen: Nur persönliche Angriffe und (fast) nichts inhaltlich zum Thema. Dann hätten Sie sich Ihren Kommentar auch sparen können, wenn Sie keine Lust haben hier zu diskutieren.
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2014 um 22:12 Uhr
Lass ihn doch Christian, er kapiert ja noch nicht mal was hier geschrieben wird.... warum schreiben Trolle trotzdem? Langeweile und Geltungsbedarf, viel Wind um nichts.... diskutieren? Daran hat ein Herr Müller doch gar kein Interesse, manche führen halt lieber "Selbstgespräche" und lachen sich über den eigenen Quark schief.... gönn`s ihm, wenn`s ihm gut tut, für mich war`s der letzte Versuch auch nur einen Hauch von Inhalt aus diesem Herrn heraus zu fordern, vergebliche Liebesmüh!
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.08.2014 um 09:45 Uhr
Verteidigen Sie doch einmal den Herrn Gauck, Herr Müller. Das wäre wenigstens interessant. Rede - Gegenrede.
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.08.2014 um 14:28 Uhr
Für ws muss man Herrn Gauck denn verteitigen Her Beltz?
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.08.2014 um 16:20 Uhr
Vielleicht dafür, dass er in der DDR Privilegien genossen hat, die er jetzt gerne verschweigt. Vielleicht auch dafür, dass er von der gewachsenen Verantwortung Deutschlands spricht und damit Kriegseinsätze legitimiert.
Meine Aufforderung war an Herrn Müller gerichtet, damit er die Möglichkeit hat, seine schlichte Denkungsart aufwerten zu können.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.08.2014 um 16:20 Uhr
Vielleicht dafür, dass er in der DDR Privilegien genossen hat, die er jetzt gerne verschweigt. Vielleicht auch dafür, dass er von der gewachsenen Verantwortung Deutschlands spricht und damit Kriegseinsätze legitimiert.
Meine Aufforderung war an Herrn Müller gerichtet, damit er die Möglichkeit hat, seine schlichte Denkungsart aufwerten zu können.
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.08.2014 um 11:00 Uhr
Danke Herr Müller die Antwort zu Herrn Gauck deckt sich auch mit meiner Denkens Weise bzw. Erfahrung überein. Klasse finde ich die Lösung mit den unbewaffneten in der Wüste gegenüber den Terroristen Horden. Am besten mit einem Palmwedel in der Hand das macht Eindruck und wird die Verbrecher in ihre Schranken weisen.

Ihre Antwort zu Herrn Walther kann ich auch nachvollziehen. Das mit den Trollen ist eine alte hilflose Methodik hier in der Gießener Zeitung. Andere BR habe das ja sogar zum Anlass genommen und sind zur Redaktion gelaufen um unliebsame Kritiker aus der Zeitung verbannen zu lassen. Ich dachte diese Zeiten mit den Trollen usw. Wäre vorbei und man würde sich endlich mal fair mit Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen .Aber Gegenargumente werden ja grundsätzlich nicht anerkannt und als gar keine Argumente oder Blödsinn abgetan. Ich finde das Bedauerlich und Schade.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.08.2014 um 18:55 Uhr
Meine Herrn,

man kann einfache Fragen beantworten.
1. War der Krieg gegen den Irak eine gute Sache? Unter Saddam wurden zigtausende ermordet, ist es jetzt besser?
2. War der Krieg gegen Lybien erfolgreich? Der Diktator Ghadafi ist weg und nun?
3. Sind 100.000 Tote (s. Todenhöfer) ein Erfolg gegen Bin Laden und Alkaida? Sind im Ergebnis nicht mehr Extremisten nachgewachsen?
4. Wer schützt die Christen in Syrien? Müsste dort nicht wie jetzt im Irak gegen die SI vorgegangen werden?

Und Herr Büttel, "mit einem Palmwedel in der Hand" wäre vielleicht Ghandi losgegangen. Ich bin kein Pazifist. -

Die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen ist vom juristischen Standpunkt Unsinn, s. auch den Staatsbegriff bei Schmidt (Staat, Volk, Territorium)
Sind denn die USA ein Rechtsstaat? Wer völkerrechstrwidrige Kriege durchführt, Guantanamo betreibt und foltert gilt wohl als demokratisches Vorbild.
Altbundeskanzler Schröder hat den Überfall auf Jugoslawie z.B. als völkerrechtswidrig bezeichnet.

Antworten, sofern die o.g. Fragen beantwortet werden können, bitte ohne SED, Zwangsherrschaft, DKP, Zwangsadoptionen, Stalin...

Immerhin sind in Ihrem längeren Text, Herr Müller, einige Argumente enthalten, Sie haben sich positioniert.
Kurt Wirth
1.020
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 15.08.2014 um 19:52 Uhr
In die umfassende Diskussion nur mal kurz dazwischen: Gandhi hat ja mit dem "Palmwedel" nicht wenig erreicht, auch wenn er im entscheidenden Moment auch besser noch eine Schutzweste angehabt hätte.
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 16.08.2014 um 01:04 Uhr
Richtig Kurt, guter Einwand. Und Michael finde ich hat sehr gute Fragen gestellt.
Die Fragen 1-3 würde ich alles in allem mit Nein beantworten und zur Frage vier siehe auch meine Antwort zu diesem Beitrag hier: Waffen liefern, ja...oder nein?. In Syrien ist IS gut, da die dort gegen den Präsidenten Assad kämpfen, im Irak aber schlecht. Das passt irgendwie nicht ganz.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.08.2014 um 16:56 Uhr
Deine letzte Bemerkung, Christian, wird Herr Müller leider nicht verstehen.
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.08.2014 um 17:29 Uhr
Die Herren verstehen überhaupt nicht um was es hier geht. Es geht nicht darum ob ein Krieg gut oder schlecht ist oder etwas bringt. Kriege sind grundsätzlich überflüssig und schlecht. Darüber dürften sich die Meisten Menschen einig sein. Diese Fragen sind eben keine sehr guten Fragen Herr Momberger. Wer solche Fragen stellt scheint die Antworten nicht zu kennen. Es gibt keine positive Gewalt. Es nützt aber auch nichts ständig zu jammern und von den bösen Amerikanern zu schreiben. Vielleicht ist ja die einfachste Lösung, jeglichen Kontakt in diese Regionen anzubrechen. Ein Friedensmauer rund um die Brandherde errichten und nach 10 Jahren mal nachgeschaut was übrig ist.
Es gibt unausweichliche Erfordernisse. Möchte ich die Menschen schützen muss ich militärisch eingreifen. Ob mir das gefällt oder nicht (ich bin auch gegen einen militärischen Einsatz sehe aber keinen anderen Weg). Wer dabei irgendwann wen unterstützt hat spielt dabei überhaupt kein Rolle. Das ganze findet im jetzt statt, nicht im 1 oder 2 Irakkrieg, nicht im Kosovo oder Afghanistan. Das man nichts daraus gelernt ist ohne Zweifel. Ob Herr Schröder die Geschehnisse in Ex-Jugoslawien als Völkerrechtswidrig bezeichnet wen interessiert das? Wer Putin für einen lumpenreinen Demokraten hält dem spreche ich jegliche Urteilsfähigkeit ab. Meine angeheiratet Familie in Kroatien und Serbien fühlen sich übrigens sehr wohl in der jetzigen Situation und teilen mir immer wieder mit, dass ihnen der Einsatz und der dadurch bedingte Zerfall von Jugoslawien sehr viel an Freiheit und Wohlstand gebracht hat. Aber das ist sicherlich ein anderes Thema.
Lösungsvorschläge die den Leuten helfen finden sich hier leider nicht. Das Deutschland noch mehr Flüchtlingen aufnehmen soll ist sicherlich nicht verkehrt hilft aber den Menschen vor Ort auch nicht.
Herr Müller muss das auch nicht verstehen. Das wird ihm sowie allen anderen durchaus bekannt sein. Außer er lebt so isoliert vom Weltgeschehen wie einige andere.
Frieden schaffen ohne Waffen wird in diesem Fall nicht funktionieren.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.08.2014 um 13:15 Uhr
In welchem Staat gibt es kein Unrecht? Der Begriff
"Unrechtsstaat" ist nun einmal kein juristischer Begriff, auch nicht für Staaten, die massenhaft Unrecht begehen. (Entsprechende Begriffe sind im Prinzip im GG, In der Hess. Verf. und im StGB definiert).
Herr Müller, es wäre zu einfach, würde ich Ihre Argumentattion umdrehen.
"Dass Ihnen das Wohl der Menschen.....nur richtig ausschlachten kann."
"wenn der Übeltäter wenigstens schön gegen (den Osten) hetzt."
Vor der Beantwortung meiner Fragen drücken Sie sich. Unterschwellige Vorwürfe, "dass Nordkorea eine lupenreine Demokratie" sei, nutzen wenig; denn das habe ich nie behauptet. In welchem Land herrscht lupenreine Demokratie? Ich kenne keines.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.08.2014 um 13:31 Uhr
Herr Büttel, habe ich Putin je als einen "lupenreinen Demokraten" bezeichnet. Ich kann allerdings die russische Regierung in ihrer Haltung verstehen, das Land gegen die Osterweiterung der NATO zu schützen. Sie als informerter Mensch kennen die seinerzeit gegebene Zusage aus dem Westen.

"Es gibt keine positive Gewalt" sagen Sie. Wie sehen Sie das Gewaltmonopol des Staates. Im Notwehrparagrafen des StGB - um ein zweites Beispiel zu nennen - geht es ebenfalls um Gewalt. Meiner Meinung nach zu unterstützen. Lassen wir die Putativnotwehr mal draußen.

Dass Sie für die Aufnahme von Flüchtlingen eintreten, freut mich.
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.08.2014 um 13:39 Uhr
Das war doch auf Herrn Schröder bezogen steht auch im Kommentar Herr Beltz und nicht auf Sie.
Natürlich kann er sein Land (Russland) schützen. Aber nicht ein souveränes Nachbarland. Man kann doch mit diesem Argument auch wenn es ein mögliches Unrecht der Nato beinnhaltet nicht argumentieren. das ist doch viel zu einfach. Lagen ändern die Menschen sollten es auch tun.
Wenn Sie den Gewaltbegriff so auslegen, da haben Sie nicht unrecht. Dann gibt es auch eine Art von "positiver" Gewalt.
Ich bin das wollte ich zum Ausdruck bringen gegen jede Form von Gewalt. Es geht aber manchmal nicht anders.
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.08.2014 um 23:56 Uhr
Ich verstehe schon um was es hier geht: Es geht um Menschenleben, um die ganzen Krisen und Kriege dieser Welt. Aber es geht eben auch darum, was lernt die Menschheit aus Ihrer Geschichte und Ihren Fehlern. Und laufen wir als Bürger, als Fußvolk, als potentiellen Kanonenfutter den Herrschenden immer wieder blindlings hinterher und glauben alles, was sie uns auftischen uns warum wir nun wieder alternativlos in einen neuen Krieg ziehen müssen.

"Kriege sind grundsätzlich überflüssig und schlecht."

Ja, drüber sind wir uns denke ich einige, auch wenn das nicht alle so sehen. Stefan z.B. wird hier nicht so einfach zustimmen können/wollen, so meine Einschätzung.

"Es gibt keine positive Gewalt."

Gewalt erzeugt Gegengewalt, daher sollte man versuchen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, auch wenn das nicht einfach ist.

"Es nützt aber auch nichts ständig zu jammern und von den bösen Amerikanern zu schreiben."

Wie heißt es im Ostermarsch-Lied Unser Marsch ist eine gute Sache
von Hannes Stütz:
"Marschieren wir gegen den Osten? Nein!
Marschieren wir gegen den Westen? Nein!
Wir marschieren für die Welt,
die von Waffen nichts mehr hält,
denn das ist für uns am besten!"


Ebenso ist jede Form des Imperialismus, des (Neo)Kolonialismus abzulehnen, so meine Meinung. Und von daher muss man eben auch ganz deutlich die Amis kritisieren und ihre Politik brandmarken, auch wenn sie natürlich nicht die einzigen Imperialisten sind.

"Es gibt unausweichliche Erfordernisse. Möchte ich die Menschen schützen muss ich militärisch eingreifen. Ob mir das gefällt oder nicht (ich bin auch gegen einen militärischen Einsatz sehe aber keinen anderen Weg)."

Es mag ja sein, dass man aktuell an die Kurden Waffen liefern sollte, damit diese sich selbst verteidigen können.
Aber das entbindet einen nicht von der Pflicht auch an morgen und übermorgen und an die sich aus heutigem Handeln ergebenden Konsequenzen gerade auch vor dem Licht der Vergangenheit und der bisherigen Erfahrungen mit z.B. Waffenlieferungen, etc. zu denken bzw. diese zu bedenken. Und genau darum geht es mir.

Ich will nicht alle paar Jahre wieder vor der Situation stehen und sagen, jetzt geht es leider nicht mehr anders, denn wir haben leider wieder die gleichen Fehler gemacht.

"Das man nichts daraus gelernt ist ohne Zweifel."

Schön, dass Sie das auch so sehen. Und was sind die Konsequenzen? Weiter so wie bisher?

"Ob Herr Schröder die Geschehnisse in Ex-Jugoslawien als Völkerrechtswidrig bezeichnet wen interessiert das?

Ich finde das schon interessant, denn es zeigt doch wieder einmal, dass das Völkerrecht von den Herrschenden je nach Notwendigkeit und Interessenlage zurecht gebogen wird. Warum war bzw. ist die Abspaltung des Kosovo legal, legitim, völkerrechtlich ok und die von der Krim soll es nicht sein? Auch hier wird wieder mit zweierlei Maß gemessen, ganz wie man es braucht.

"Meine angeheiratet Familie in Kroatien und Serbien fühlen sich übrigens sehr wohl in der jetzigen Situation und teilen mir immer wieder mit, dass ihnen der Einsatz und der dadurch bedingte Zerfall von Jugoslawien sehr viel an Freiheit und Wohlstand gebracht hat. Aber das ist sicherlich ein anderes Thema."

Wer weiß wie sich die Welt und auch die Länder entwickelt hätten, wenn es den Krieg nicht gegeben hätte, wenn man nicht die Volksgruppen gegeneinander aufgehetzt bzw. schießen hätte lassen.

"Das Deutschland noch mehr Flüchtlingen aufnehmen soll ist sicherlich nicht verkehrt hilft aber den Menschen vor Ort auch nicht.

Es ist wenn nur ein ganz kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Man muss die Ursachen der Kriege und Krisen bekämpfen und da stehen an vorderster Stelle die ökonomischen und geostrategischen Interessen des Westens und aller anderen imperialistischen, kapitalistischen Staaten, die die verschiedenen Religionen dann als Vorwand/Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen nutzen. Das war während des 30-jährigen Krieges in Europa nicht anders.

"Natürlich kann Putin sein Land (Russland) schützen. Aber nicht ein souveränes Nachbarland."

Aber die Nato darf das? Die darf sich als alleiniger Sachwalter der ukrainischen Interessen aufspielen?
Putin ist ein Imperialist und verfolgt seine Interessen und die Nato hat dem diametral Entgegengesetzte. Auch wenn man Putin nicht mag, so finde ich sollte man schon auch anerkennen, dass Russland vitale Interessen hat, wenn man sie den Westen und der Nato zubilligt. Auch hier bitte, gleiches Recht für alle!

Hier noch der Link zu einem sehr interessanten Artikel aus der Wirtschaftswoche: Ukraine-Krise. Höchste Zeit für Realpolitik
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 19.08.2014 um 09:15 Uhr
Herr Momberger wenn Sie sich bemühen auf meinen Kommentar einzugehen dann bitte im Zusammenhang. Die Ernsthaftigkeit eines Herrn Schröder habe ich wegen seiner Aussage zu Putin in Frage gestellt. Wer das eine so raushaut, den kann man im anderen auch nicht für ernst nehmen, dass ist damit gemeint. Zum Völkerrechtsanspruch als solchen habe ich mich nicht geäußert.
Die Nato hat sich meiner Meinung nach nicht als Sachverwalter der Ukraine aufgeführt sondern wurde um Hilfe ersucht.
Ich billige dem Westen gar nichts zu, sondern nur der Ukraine und das hat Herr Putin zu berücksichtigen. Macht er aber nicht. Die Mehrheit der Ukrainischen Bevölkerung möchte sich in Richtung Europa orientieren. Das haben sie in Demonstrationen und bei den Wahlen zum Ausdruck gebracht. Ob eine Mehrheit bei 50,01 % liegt oder wie in manchen Ländern mit einer gewissen politischen Ausrichtung bei 99,9 % spielt hierbei keine Rolle. Russland hat das Bestreben nicht respektiert. Die Krim ist ein anderes Thema als die Ukraine. Die Geschichte der Krim spielt hierbei sicherlich eine große Rolle. Auch der hohe Anteil der russischen Bevölkerung. Die Vorgehensweise von Putin ist nicht gerechtfertigt. In Verhandlungen eine Lösung mit Sonderstatus für die Ukraine zu erreichen wäre wohl der bessere Weg gewesen. Die Stationierung der strategisch wichtigen Schwarzmeerflotte nicht außer Acht gelassen. Von daher ist mir der Beweggrund schon klar.
Die Situation mit Ex-Jugoslawien zu vergleichen fällt mir schwer. Sie schreiben wer weiß, was geschehen wäre wenn der Krieg in Jugoslawien nicht stattgefunden hätte. Ich weiß, dass ich dann keine Verwandte von dort in der Familie hätte und nicht schon mehrfach meinen Urlaub dort verbracht hätte. Fakt ist den Menschen geht es jetzt im Allgemeinen besser als zuvor. Was ohne Krieg in der Entwicklung geschehen wäre spielt für mich jetzt keine Rolle mehr da nicht mehr Beweisbar. Das erreichte halte ich nicht für das größere Übel. Das die Auseinandersetzung und der Völkermord nicht zu rechtfertigen ist steht dabei außer Frage.
Zur Aufnahme von noch mehr Flüchtlingen habe ich mich geäußert, das man die Ursachen in den Heimatländern bekämpfen muss, dass scheinen Sie überlesen zu haben.
Die Amis zu kritisieren ist richtig wie sie schreiben, aber bitte nicht so einseitig. Ich erwarte ja von Ihnen auch gar nichts anderes. Die sitzen auf Ihrer Lok und fahren fest auf Ihren Schienen. Sie würden die USA und den Westen immer kritisieren egal zu welchem Thema.
In einem anderen Beitrag beziehen Sie sich auf Konstatin Wecker. Was ist der denn für ein Bezug. Was er von sich gibt ist bekannt, passt gewissen Gruppierungen in ihr Menschenbild und er verdient sein Geld damit und lacht sich innerlich kaputt über seine Anhängerschaft. Er kann ja mal in den Nahen Osten reisen und vor den Terroristen oder in der Ukraine vor den Separatisten eines seiner Lieder zum Besten geben vielleicht hilft es. Wenn er besser Musik gemacht hätte, dann hätte er es nicht nötig gehabt sich als Klischeepolitiker zu verdienen. Das wäre genauso wenn ich zum Thema Waffenlieferung mich auf Franz-Josef Strauß beziehen würde.
Sie wissen, dass ich die Begrifflichkeit der Herrschenden einfach nur für Dämlich halte. Man läuft nicht jemanden hinter her außer man hat irgendwelche Komplexe. Ich laufe beim Fußball dem Ball hinterher aber sicherlich nicht unserer legitim gewählten Regierung. Sich an Gesetze Recht und Ordnung halten ist für mich kein Verdienst der wie Sie es nennen Herrschenden sondern selbstverständlich. Kritisch hinterfragen und mich beschweren wenn mir was nicht gefällt ist glücklicherweise in unserem Land möglich. Ich weiß nicht was bei Ihnen schiefgelaufen ist, dass Sie ein so gespaltenes Verhältnis zu unserer Politik haben. Es ist natürlich Ihr gutes Recht so zu denken. Ich persönlich finde manche Ihrer Aussage äußerst grenzwertig. Besonders dann wenn Sie die von Mehrheiten gewählten Vertreter aus deren Ämter oder außer Landes jagen wollen. Das wiederspricht allem was sie sonst Schreiben und gibt mir bezüglich Ihrer Person zu Denken.
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.08.2014 um 22:14 Uhr
Wenn du mich schon direkt ansprichst Christian, dann bekommst du natürlich auch eine Antwort.

Dein Zitat:

"Kriege sind grundsätzlich überflüssig und schlecht."

Ja, drüber sind wir uns denke ich einige, auch wenn das nicht alle so sehen. Stefan z.B. wird hier nicht so einfach zustimmen können/wollen, so meine Einschätzung.

"Es gibt keine positive Gewalt."

Gewalt erzeugt Gegengewalt, daher sollte man versuchen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, auch wenn das nicht einfach ist."

= richtig, da gehe ich so ohne weiteres nicht mit, das ist die Illusion der Pazifisten, die ich nicht teile. Es gibt gerechte und ungerechte Kriege: jeder imperialistische Krieg war / ist ein ungerechter Krieg, ob es die beiden Weltkriege waren ( der 1. Weltkrieg von allen beteiligten Staaten! ) oder auch aktuell der Krieg um die Ukraine ( ja, so sehe ich das, von Seiten der EU / USA und von Russland ein ungerechter Krieg ). Nur, sind / waren denn die Befreiungskriege unterdrückter Völker und Nationen keine gerechten Kriege? Die Menschen in den ehemaligen Kolonien würden das schon bejaen... und ich denke die Kurden oder auch die Palästinenser werden zurecht von "positiver Gewalt" sprechen. Und wer wollte ihnen das verwehren und ihnen empfehlen "seid friedlich, Gewalt erzeugt nur Gegengewalt"?
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 19.08.2014 um 22:21 Uhr
"Herr Momberger wenn Sie sich bemühen auf meinen Kommentar einzugehen dann bitte im Zusammenhang. Die Ernsthaftigkeit eines Herrn Schröder habe ich wegen seiner Aussage zu Putin in Frage gestellt."

Schon klar, aber dennoch ist es auch so, dass man die beiden Sachen (Kosovo und Krim) m. E. völkerrechtlich miteinander vergleichen kann und muss. Und dass die Herrschenden sich immer das Recht so biegen, wie es ihnen gerade passt, ebenso wie dass es einige Politiker gibt, die nach ihrem Ausscheiden aus allen Ämtern dann einige ihrer Handlungen bedauern und als Fehler bezeichnen. Natürlich könnte man sagen, hinterher ist man immer schlauer, aber daran liegt es meist nicht.

"Zum Völkerrechtsanspruch als solchen habe ich mich nicht geäußert."

Aber ich!

"Die Nato hat sich meiner Meinung nach nicht als Sachverwalter der Ukraine aufgeführt sondern wurde um Hilfe ersucht."

Das ist eine mögliche Interpretation, die ich so nicht ganz teile. Wer hat den den Konflikt vom Zaun gebrochen, wer wollte denn schon vor Jahren die Ukraine als Mitglied in die Nato aufnehmen und hat eine sogenannte "Organgene Revolution" angezettelt? Die Nato bzw. der Westen ist nicht so unschuldig, wie viele uns glauben machen wollen!
Wenn alle Beteiligten sich an das im Februar in Kiew vereinbarte Abkommen zu einem geordneten Machtübergang gehalten hätte, wären wir jetzt nicht in dieser Situation, gebe es jetzt keinen Krieg. Es war aber die vom Westen, maßgeblich von den USA unterstützte Opposition, die sich nicht dran gehalten hat.

"Ich billige dem Westen gar nichts zu, sondern nur der Ukraine und das hat Herr Putin zu berücksichtigen. Macht er aber nicht."

Naja, die USA billigt vielen anderen Ländern, die nicht nach dessen Pfeife tanzen wollen, auch nichts zu und überzieht diese mit Sanktionen,unterstützt Rebellengruppen in diesen Staaten oder marschiert direkt in diese ein. Es gibt mehr wie genug Beispiele dafür. Gerne nenne ich welche, wenn nicht bekannt.

"Die Mehrheit der Ukrainischen Bevölkerung möchte sich in Richtung Europa orientieren. Das haben sie in Demonstrationen und bei den Wahlen zum Ausdruck gebracht."

Ist das wirklich so klar, will wirklich eine (große) Mehrheit der Ukrainer in die NATO und die EU? Ich bin mir da nicht so sicher! Ich denke die meisten Leute dort hätten gerne, wenn sie die Vorteile von beiden Handelsblöcken, von guten Beziehungen zum Westen und zu Russland haben könnten. Gerade im Osten der Ukraine waren sehr viele gegen eine enge Westbindung, auch weil sie nur gegen Russland möglich wäre.
Außerdem stelle ich mal die Frage: Worum ging es den Menschen auf dem Maidan? Und haben die wirklich die Mehrheit des Volkes vertreten? Und wurde nicht bestimmte Gruppen auf dem Maidan von ausländischen Staaten gekauft/instrumentalisiert, so z.B. die Faschisten?
Zu Anfang Protestieren die Menschen auf dem Maidan wegen der sozialen Lage, gegen Korruption, Misswirtschaft, die Herrschaft der Oligarchen, egen Armut und dergleichen mehr. Schnell wurden die Proteste jedoch vom Westen instrumentalisiert und gewisse Kräfte gezielt unterstützt und gefördert, damit andere ja nicht zum Zuge kommen. Auf dem Maidan waren nämlich nicht nur pro westliche Kräfte vertreten, sondern auch linke Gruppen. Aber die durften auf keinen Fall zum Zuge kommen, daher hat man auch massiv die rechten Kräfte gefördert und ihnen Geld und Waffen zukommen lassen.

"Russland hat das Bestreben nicht respektiert."

Ja, es stimmt Russland wollte die ukrainische Regierung nicht ziehen lassen. Aber wie gesagt, nach allem was ich weiß und kenne, wollte eben die große Masse des Volkes nicht in die Nato bzw. eine einseitige Westintegration.

"Die Krim ist ein anderes Thema als die Ukraine. Die Geschichte der Krim spielt hierbei sicherlich eine große Rolle. Auch der hohe Anteil der russischen Bevölkerung. Die Vorgehensweise von Putin ist nicht gerechtfertigt. In Verhandlungen eine Lösung mit Sonderstatus für die Ukraine zu erreichen wäre wohl der bessere Weg gewesen. Die Stationierung der strategisch wichtigen Schwarzmeerflotte nicht außer Acht gelassen. Von daher ist mir der Beweggrund schon klar."

Sicherlich es hätte anders laufen können/sollen. Aber wenn die Nato einfach so mal den Kosovo von Serbien abspaltet, dann ist das hier nicht wirklich was anderes. Nicht das ich Putin verteidige, ich verurteilte auch damals shon das Vorgehen der Nato und den Kosovo-Krieg!

"Die Situation mit Ex-Jugoslawien zu vergleichen fällt mir schwer."

Ich denke Kosovo und Krim, das geht schon!

"Sie schreiben wer weiß, was geschehen wäre wenn der Krieg in Jugoslawien nicht stattgefunden hätte. Fakt ist den Menschen geht es jetzt im Allgemeinen besser als zuvor."

Das mag sein.

"Das erreichte halte ich nicht für das größere Übel. Das die Auseinandersetzung und der Völkermord nicht zu rechtfertigen ist steht dabei außer Frage."

Aber ist es nicht legitim oder gar notwendig darüber nachzudenken, wie es auch anders gegangen wäre um für die Zukunft zu lernen. Muss es immer auf diese Weise passieren? Auch in Syrien, dem Irak und der Ukraine finden ja aktuell wieder Kriege statt, die durchaus auch ethnisch motiviert sind und Anzeichen eines Völkermordes haben.

"Zur Aufnahme von noch mehr Flüchtlingen habe ich mich geäußert, das man die Ursachen in den Heimatländern bekämpfen muss, dass scheinen Sie überlesen zu haben."

Tut mir leid, wenn ich den zweiten Aspekt so nicht deutlich genug gesehen und als gut in Ihrer Antwort herausgestellt habe.

"Die Amis zu kritisieren ist richtig wie sie schreiben, aber bitte nicht so einseitig."

Mag sein, dass ich da etwas einseitig bin. Aber die Kritik am Osten/an Russland, an den vermeintlichen "Gegnern" der USA üben doch schon sehr viele andere und teilweise eben auch sehr überzogen und einseitig.

"Sie würden die USA und den Westen immer kritisieren egal zu welchem Thema."

Naja, es kommt immer darauf an welche Politik ein Land/eine Regierung betreibt. Ob sie den Interessen der breiten Volksmassen oder aber eben nur keine kleinen Kaste dient.

"In einem anderen Beitrag beziehen Sie sich auf Konstatin Wecker. Was ist der denn für ein Bezug. Was er von sich gibt ist bekannt,"

Waren Sie mal auf einem seiner Konzerte? Haben Sie mal erlebt, was er für ein großartiger Musiker ist, was er so alles drauf hat und wie gut er mit andern Künstlern zusammenarbeiten kann.

"passt gewissen Gruppierungen in ihr Menschenbild und er verdient sein Geld damit und lacht sich innerlich kaputt über seine Anhängerschaft."

Diese m. E. haltlose Unterstellung verbitte ich mir. Klar muss er sein Geld verdienen und tut es auch v.a. mit seiner Musik - aber nicht nur (er schreibt auch Bücher, spiele in Filmen mit, etc.). Jedoch bin ich sicher, er meint und denkt das auch, was er sagt und schreibt! Er tut es nicht um anderen zu gefallen, sondern weil es seine Meinung ist!

"Er kann ja mal in den Nahen Osten reisen und vor den Terroristen oder in der Ukraine vor den Separatisten eines seiner Lieder zum Besten geben vielleicht hilft es."

Also 2003 z. B. ist er kurz vor Beginn des Irak-Krieges dorthin gereist, im Rahmen seines Engagements für die Friedensbewegung und weil er eben wie viele andere in Deutschland und der Welt eben jeden Irak-Krieg verhindern wollte. Er war und ist kein Freund von Saddam oder andern Diktatoren, aber er wollte ein Zeichen setzen gegen den drohenden Krieg.

"Wenn er besser Musik gemacht hätte, dann hätte er es nicht nötig gehabt sich als Klischeepolitiker zu verdienen."

Auch das ist wieder so eine diffamierende Aussage, die völlig falsch ist! Klar wenn er solche "seichte, Herz-Schmerz-Partymusik wie z.B. Helene Fischer oder andere Schlagersänger gemacht hätte, dann würde er wohl häufiger im Radio gespielt, wäre bekannter und würde mehr Geld mit der Musik verdienen. Aber hat sich eben nie angepasst, sich nie vereinnahmen lassen, egal von wem. Er ist auch keiner (linken) Partei beigetreten oder hat für diese Kandidiert. Er ist m.E. ein begnadeter Musiker, der auch von vielen Kollegen sehr geschätzt wird. Aber viele seine Lieder - kennen sie überhaupt welche - sind eben kritisch und unbequem, passen den Herrschenden nicht.

Mich würde ja echt mal interessieren, waren Sie schon mal auf einem Konzert bei von ihm oder kennen einige seiner Titel?

"Das wäre genauso wenn ich zum Thema Waffenlieferung mich auf Franz-Josef Strauß beziehen würde."

Wieso? Er mag ein Befürworter gewesen sein und das eben aber auch aus Überzeugung und eben nicht aus Opportunismus, wie sie ihn Konstantin Wecker unterstellen.

"Sie wissen, dass ich die Begrifflichkeit der Herrschenden einfach nur für Dämlich halte."

Wie würden Sie denn dann diejenigen Bezeichnen, die in unserem Land/in der Welt das sagen haben und bestimmen wo es lang geht?

"Man läuft nicht jemanden hinter her außer man hat irgendwelche Komplexe. Ich laufe beim Fußball dem Ball hinterher aber sicherlich nicht unserer legitim gewählten Regierung."

Aber sie schwimmen auch nie gegen den Strom, oder? Üben nur selten bis gar nicht Kritik an den Zuständen, an den Entscheidungen von denen da oben?
Was sagen Sie denn wenn z.B. der hessische Innenminister den Kommunen sagt, ihr müsst mehr und um jeden Preis sparen. Schließt doch eine Bibliotheken, DGH'S und Schwimmbäder, wenn ihr kein Geld mehr dafür habt? Schlucken Sie das klaglos oder organisieren sie Gegenwehr? Fordern Sie nicht auch, dass es endlich eine bessere kommunale Finanzausstattung geben muss, dass die seit Jahrzehnten bestehende chronische Unterfinanzierung der Kommunen ein Ende haben muss? Sie sind doch Kommunalpolitiker.

"Sich an Gesetze Recht und Ordnung halten ist für mich kein Verdienst der wie Sie es nennen Herrschenden sondern selbstverständlich."

Wo habe ich gesagt, dass das ein Verdienst der Herrschenden ist?

"Kritisch hinterfragen und mich beschweren wenn mir was nicht gefällt ist glücklicherweise in unserem Land möglich."

Ja, zum Glück noch! Aber die Freiheit wird auch in unserem Land immer mehr eingeschränkt, je mehr sich die gesellschaftlichen und sozialen Widersprüche zuspitzen und die Gefahr von Unruhen größer wird. Genau aus diesem Grunde wird doch der Überwachungsstaat immer weiter ausgebaut.

"Ich weiß nicht was bei Ihnen schiefgelaufen ist, dass Sie ein so gespaltenes Verhältnis zu unserer Politik haben."

Demokratie heißt für mich Volksherrschaft. Ich hätte nicht gegen deutlich mehr direkte Demokratie und auch einem imperativen Mandat könnte ich u. U. was abgewinnen. Ich will einfach, dass "die da oben" Politik - auch oder in erster Linie - für die kleinen Leute machen und nicht nur für die transnationalen Konzerne. Ich will gute Schulen und kostenlose Bildung für alle und eben keine neuen Waffen und Truppenübungsplätze, wie aktuell in der Altmark mit der Übungsstadt "Schnöggersburg" geplant. Vielleicht habt sie davon schon mal gehört.

"Ich persönlich finde manche Ihrer Aussage äußerst grenzwertig. Besonders dann wenn Sie die von Mehrheiten gewählten Vertreter aus deren Ämter oder außer Landes jagen wollen."

Hierzu siehe meine obige Antwort, warum ich so denke.

"Das widerspricht allem was sie sonst Schreiben"

Wieso tut es das?

"und gibt mir bezüglich Ihrer Person zu Denken."

Inwiefern? Bin ja immer auch sehr neugierig. ;-)
Christian Momberger
10.759
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 19.08.2014 um 22:24 Uhr
Danke für die Antwort Stefan. Ja, das ist sicherlich ein Punkt. Auch ich halte die Selbstbefreiung der Völker für gut und richtig, sofern Sie zu echter Befreiung führen. Und das es dabei auch zu Gewalt kommt ist ein Punkt der sich nicht immer vermeiden lässt bzw. manchmal wohl notwendig ist. Aber auch hier stellt sich wieder die Frage, gegen wen richtet sich die Gewalt.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.08.2014 um 11:47 Uhr
Befreiungskämpfe halte ich für gerechtfertigt, ebenso die dafür notwendige Gegengewalt.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.08.2014 um 09:27 Uhr
Nicht nur Todenhöfer sondern auch Gauweiler und zuletzt Wimmer kritisieren Kriegspolitik. Alle drei Herren sind Mitglied der CDU und bisher weder als links noch sonstwie in der Nähe der DKP aufgetaucht. Gauweiler hatte im "stern" mal die Äußerungen eines Regierungsmenschen diese mit Goebbels verglichen.
Wieso hört man derartige Kritik nicht aus den Reihen der SPD? Von den GRÜNEN muss hier nicht gesprochen werden.
Ich will mal versuchen, die Rede Wimmers hier einzustellen.
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.08.2014 um 15:26 Uhr
In einer offenen Partei ist so etwas durchaus möglich, dass man eine andere Meinung als die Mehrheit vertreten darf. Herr Gauweiler gehört übrigens zur CSU und fällt immer etwas polarisierend innerhalb der eigenen Partei auf. Herr Wimmer hat sich schon im Jugoslawien Konflikt und im Irakkrieg gegen die eigene Partei aber damals besonders gegen J. Fischer und den VM Scharping gestellt. Die Einstellung dieser Herren und die Art wie sie ihre Antikriegsmeinung vertreten mit der DKP oder den Linken zu vergleichen ist wie Bayern München und der TSV Utphe. Die spielen auch beide Fußball. Vergleichen kann man die sicher nicht.
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.08.2014 um 16:30 Uhr
Wenn der TSV Utphe mit Millionen gesponsert würde, könnte der Vergleich gezogen werden. Gab es nicht einmal einen Verein in unserem Kreis, der kurzfristig mit einer Finanzspritze eines Prokuristen empor gekommen ist? Sie werden sich erinnern.
Mit Ihren übrigen Präzisierungen haben Sie recht. Man kann auch
sicher nicht die o.g. Herren mit der DKP oder anderen Linken vergleichen.
Karl-Ludwig Büttel
3.096
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.08.2014 um 16:40 Uhr
Ja gab es...
Stefan Walther
3.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.08.2014 um 18:05 Uhr
Stimmt Herr Büttel, das ist sicher nicht vergleichbar: während z.B. Herr Wimmer ausgesprochen gute Analysen macht, zieht er jedoch völlig andere Schlüsse aus diesen Analysen als Linke. Herr Wimmer appelliert an die Vernunft und Einsicht der Kriegstreiber ( ja er nennt sie so und kann es beweisen ) während Linke sagen, dass diese nie zur "Vernunft" kommen werden und nie "Friedenskämpfer" sein werden, denn sie handeln so wie sie es nunmal müssen im ständigen Streben nach (Welt-)Herrschaft und Maximalprofit, da ist die Konkurrenz gnadenlos, da gilt nur "fressen oder gefressen werden"...
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 27.08.2014 um 13:25 Uhr
Wenn nämlich im Aufsichtsrat oder einem ähnlichen Gremium über die "Freisetzung" von Arbeitern beschlossen werden soll und einer stimmt nicht mit, dann ist er draußen. Niemand wird als Gauner geboren, das kapitalistische System macht Menschen erst dazu.

Die Einschätzung von Stefan Walther betr. Herrn Wimmer teil ich. Ich sehe aber auch postive Entwicklungen bei manchen Leuten
Martin Wagner
2.098
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 31.08.2014 um 18:17 Uhr
Erstaunlich, erstaunlich ... in dieser Kommentarkolonne ging "ja der Punk ab".

Bei Artikeleinstellung war ich schon im Urlaub und beim letzten Eintrag noch ....! Naja - beim nächsten mal diskutiere ich gerne mit.
Linkes Bündnis Gießen
504
Linkes Bündnis Gießen aus Gießen schrieb am 31.08.2014 um 22:50 Uhr
-
Michael Beltz
6.334
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 01.09.2014 um 19:54 Uhr
Was will uns das Linke Büdnis sagen?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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