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Solidarität zeigen, am 06.08.2014 um 17:00 Uhr, Berliner Platz

Gießen | Dringender Aufruf
Seit dem 02.08.2014 hat die Terrorgruppe ISIS die hauptsächlich von Eziden bewohnte Region in Sinjar eingenommen und Zehntausende Eziden sind seit dem auf der Flucht. Die Terroristen töten jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Sie richten ezidische Zivilisten hin und entführen und vergewaltigen ezidische Frauen.

Aus bislang ungeklärten Gründen haben sich die kurdischen Peshmerga-Einheiten aus der Grenzregion zurückgezogen und damit die Eziden ihrem Schicksal überlassen. Das Oberhaupt der Eziden, Mir Tahsim Said Beg appelliert in einem Aufruf an die Weltgemeinschaft, die Eziden vor dem Terror der ISIS zu schützen und dringend humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge bereit zu stellen.

Irfan Ortac, Vorsitzender der Chritslich-Ezidischen-Gesellschaft bittet die deutsche Öffentlichkeit, dringend um Solidarität mit den dortigen Christen und Eziden. „Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Christen und Eziden vor dem Auge der Öffentlichkeit erbarmungslos getötet und vertrieben werden, mit dem Ziel diese Religionen aus dem Irak auszurotten.“, so Irfan Ortac. Er appelliert insbesondere an die muslimischen Verbände in Deutschland, das sie die Taten, die in Namen des Islam verübt werden, scharf zu verurteilen und Solidarität mit Christen und Eziden bekunden.

Dem fügt Nevaf Celik, Vertreter der Ezidischen Gemeinde Hessen e.V. noch hinzu, dass zur aktuellen Stunde vor allem das Leid der vielen Zehntausend Flüchtlingen durch sofortige humanitäre Hilfe zu lindern gilt. Unsere Gedanken sind bei den Familien unserer Mitglieder in Shingal.

Text: Irfan Ortac, Nevaf Celik

Durch Zufall kam ich mit einer jungen Frau ins Gespräch, die mir diese Zeilen gab.

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.879
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 05.08.2014 um 16:35 Uhr
Auf einmal finden die Christen solche Massenmorde nicht mehr so cool. Kommt wohl immer auf die Seite an auf der man an sowas beteiligt ist.
Stefan Walther
4.845
Stefan Walther aus Linden schrieb am 05.08.2014 um 22:54 Uhr
Vielen Dank für den Beitrag Christine!
Warum sich die Peshmerga-Einheiten zurückgezogen haben? = sie mussten sich zurückziehen um nicht vollständig vernichtet zu werden. Es sind jedoch Kämpferinnen und Kämpfer der YPG (Volksverteidigungseinheiten) aus Rojava (Nordsyrien) in die Region ^engal verlegt worden, um gegen die Islamisten zu kämpfen. Die Kämpfe zwischen beiden Gruppen konzentrieren sich seither im Norden von Sengal auf den Ort Sinunê.
Die kurdischen Gebiete sind das einzig mögliche Fluchtziel für die Menschen, denn den Kurden ist es egal welcher Religionsgemeinschaft die Flüchtlinge angehören.
Stefan Walther
4.845
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.08.2014 um 10:32 Uhr
Religiöse Gründe sind nur vorgeschobene Gründe, gerade das von Kurden kontrollierte Gebiet ist reich an Rohstoffen... es geht immer um Macht und Einfluss, um Profit und Absatzmärkte... wenn man dafür Menschen durch religiösen Wahnsinn für seine Interessen einspannen kann, dann wird dies natürlich auch ausgenutzt... und es geht auch um`s persönliche Geld, Söldnerheere, die von reichen - z.B. islamischen - Staaten finanziert werden sind für viele ein "Ausweg" aus Unterdrückung, Armut....
Florian Schmidt
4.879
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 07.08.2014 um 11:49 Uhr
Aber religiöse Gründe werden eher akzeptiert. Was nicht unbedingt für sie spricht.
Stefan Walther
4.845
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.08.2014 um 22:19 Uhr
Stimmt, das sollte einem zu denken geben wenn es einfacher für die Profiteure ist mit religiösen Gründen zu argumentieren um damit die wahren Gründe zu verschleiern.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 09.08.2014 um 10:57 Uhr
Eben, die Religion ist nur vorgeschoben, es um Macht, Einfluss und vor allem um ökonomische Interessen, Ressourcen und Bodenschätze. Und wir als Westen liefern weiter fleißig Waffen in die Region, z.B. nach Katar oder Saudi Arabien.
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von:  Christine Stapf

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Christine Stapf
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