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Ein Abenteuer der besonderen Art: Mein Besuch im Kletterwald Wetzlar

Gespannt hören die Besucher Trainer Robin bei der Einführung zu.
Gespannt hören die Besucher Trainer Robin bei der Einführung zu.
Gießen | -Anzeige- Einen Kletterwald wollte ich schon immer mal besuchen – nun ergab sich endlich die Gelegenheit. Und dass der Kletterwald in Wetzlar etwas ganz Besonderes ist, merkte ich schnell.
So ging es am Freitag, den 18. Juli, für mich nicht nur hoch hinaus – nein, es ging bei Vollmond hoch hinaus. Jeden dritten Freitag im Monat öffnet der Kletterwald Wetzlar seine Tore nämlich bis 0 Uhr. Ein Erlebnis der besonderen Art.
Als ich gegen Abend bei hochsommerlichen Temperaturen in Wetzlar ankam, war es noch taghell. So schlenderte ich den kurzen Fußmarsch vom Parkplatz in Richtung Wald. Gespannt auf das, was mich erwartet, gepaart mit ein wenig „Muffesausen“. Höhenangst habe ich zwar keine, doch die Kraft in meinen Armen ... naja, sie machte mir, ich würde vorsichtig sagen, Kopfzerbrechen.
Im Kletterwald angekommen, füllte ich ein kurzes Formular aus, ließ mir die Ausrüstung aushändigen und dann konnte es auch schon losgehen mit der Sicherheitseinweisung.
In einer kleinen Gruppe wurden wir von unserem Trainer Robin mit der Ausrüstung vertraut gemacht. Für die Jugendgruppe aus Homberg/Ohm und eine Familie aus Frankenberg ist der Kletterwald in Wetzlar kein Katzensprung. Dennoch ein Tagesausflug, um einmal beim Vollmondklettern mitzumachen, sei es die Strecke wert, wie sie mir später versicherten.
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Klang die Einführung zunächst noch recht kompliziert, fühlte man sich nach einmaligem Austesten auf dem noch sehr niedrigen und einfachen Einweisungsparcour doch sehr sicher.
Nun kam die Qual der Wahl: Sollte ich einen der blauen, leichten Parcours wählen? Einen mittleren bis schweren roten Parcour oder womöglich doch den anspruchsvollen schwarzen?
„Sollten Sie sich für die schwarze 3 entscheiden, sagen Sie uns doch kurz Bescheid. Dort erfolgt der Aufstieg über eine Liane, hier bekommen Sie eine kurze Extraeinweisung“, erklärte der Trainer. „Gut, dachte ich mir – ich probiere es dann mal mit einem blauen Parcour“.
Über schwingende Holzplanken ging es los, sitzend über eine rollende Kiste ging es weiter. Höhepunkt der insgesamt zehn Übungen war ein Balance-Holzstamm.
Am Ende brachte mich die 45 Meter lange Seilrutsche (ein Riesenspaß) wieder auf den Boden – einfach ein tolles Gefühl. Der Parcour hatte eine Gesamtlänge von 107 Metern. Gleichgewichtssinn war hier gefragt, denn die ein oder andere Übung war schon ganz schön wackelig.
Da der
Trainer Robin.
Trainer Robin.
Parcour nur vier bis sechs Meter über dem Boden lag, war die Höhe überhaupt nicht schlimm. Zumal: Je später der Abend – desto dunkler der Wald. Hier und da hängen Strahler im Kletterwald, so dass man die Gehwege gut erkennen kann. Doch oben in den Bäumen ist es schon recht dunkel – einfach spannend.
Meine anfänglichen Befürchtungen, meine Kraft würde nicht ausreichen, hat sich nicht bestätigt – zumindest nicht auf dem blauen Parcour. Das nächste Mal traue ich mich definitiv an die schwereren ran!
Während die Fledermäuse im Wald schon ihre Runde drehten, lernte ich zum Abschluss des Abends noch die Übernachtungsgäste kennen. Ja, im Kletterwald Wetzlar kann man auch übernachten. Drei mutige Geschwister trauten sich in schwindelnder Höhe ein ganz besonderes Abenteuer zu verbringen. In einem sogenannten Portaledge in acht bis neun Metern Höhe verbringen sie die Nacht. Hoch kommt man nur über ein Seil. In der Nacht ist man natürlich gesichert.
Etwas weniger mutig, aber ebenso spannend, wollten andere Besucher die Nacht verbringen – in Zelten auf dem Waldboden. Am Abend Grillen und Beisammensitzen, am Morgen lecker frühstücken, zwischendurch den Kletterwald austesten und eine unvergessliche Nacht erleben – ein richtiges Abenteuer.
Mein Fazit: Es macht einen riesigen Spaß. Einfach austesten. Ein Besuch im Kletterwald Wetzlar lohnt sich auf jeden Fall! Und für mich war es zwar der erste, aber sicherlich nicht der letzte Besuch. Weitere Informationen unter:
www.kletterwald-wetzlar.de

Gespannt hören die Besucher Trainer Robin bei der Einführung zu.
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Trainer Robin.
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Bereits am Mittag konnten die Übernachtungsgäste in schwindelnder Höhe Probeliegen.
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