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Halbzeitbilanz der LaGa in Gießen – aus Sicht der BI

Gießen | Am 26. April wurde die Landesgartenschau – trotz großer Bedenken und Proteste – eröffnet und am 6. Oktober ist der Wahnsinn nach 163 Tagen vorüber. Doch ab wann wird die Wieseckaue wieder für alle Bevölkerungsschichten frei zugänglich sein? Muss man damit rechnen, dass – wegen der umfangreichen Rückbauten und Wiederherstellungsarbeiten – die Bürger schlussendlich ein weiteres Jahr auf das Naherholungsgebiet verzichten müssen?


Nun ziehen selbst die LaGa-Macher eine ernüchternde Bilanz und versuchen dennoch, die sich schon heute abzeichnende Negativ-Bilanz schönzureden.

Im Vorfeld kalkulierte die Stadt Gießen mit 700.000 Besuchern (in der Machbarkeitsstudie von 2006 träumte man sogar noch von 1 Mio. Besuchern) und 6,4 Millionen € Einnahmen. Weit weniger als die angestrebte Hälfte haben bisher ein Ticket erworben. Nach rund 100 Tagen LaGa sind bisher lediglich ca. 280.000 Besucher zu verzeichnen. Es wurden bisher nur ca. 150.000 Tageskarten verkauft. Man hoffe auf eine starke Zunahme der Besucherzahlen noch in den Sommerferien! Schlussendlich wird man sich glücklich schätzen können, wenn man im Oktober eine Gesamtbesucherzahl von 500.000 erreicht hat!

Warum hat z.B. die Stadt Schwäbisch Gmünd im gleichen Zeitraum schon ihr ursprünglich gestecktes Ziel hinsichtlich der Besucherzahlen zur Halbzeit erreicht? Lag dies an der hohen Akzeptanz und umfassenden Bürgerbeteiligung im Vorfeld? Schwäbisch Gmünd (ca. 60.000 Einw.) hat schon während der Vorverkaufsphase 30.000 Dauerkarten veräußert, während in Gießen lediglich 4.500 Exemplare verkauft wurden.

Pleiten, Pech und Pannen nicht nur in der Planungsphase - nein auch während der Durchführung

Alle aufzuführen, würde den Rahmen sprengen, stellvertretend nur eine kleine Auswahl:

§ die erst einen Monat nach der Eröffnung leidlich geeignete Wegweisung zum Ausstellungsgelände (als sei die LaGa über Nacht über Gießen hergefallen!)

§ die schleppende Fertigstellung vieler Begleitmaßnahmen, z.B. das Lahnfenster, die Beleuchtung des Chr.-Rübsamen-Stegs oder der Ausbau der Bootshausstraße

§ die vielen Besucher des Lahnfensters sehen zwar keine Fische, aber dafür ein kleines Hinweisschild, dass die Bootsgasse »aufgrund von Wartungsarbeiten« geschlossen sei. Die Lahn ist einer der am stärksten von Boots-Touristen frequentierten Flüsse
Der Quälgarten
Der Quälgarten
Deutschlands. Aktuell müssen alle Kanufahrer ihre Boote und ihr Reisegepäck unter großen Mühen am Wehr 200 - 300 Meter vorbeischleppen. Dies hat auch Einfluss auf die vielen Betreiber von Bootsverleihen, die finanzielle Einbußen und einen höheren Personalaufwand kompensieren müssen. Eine Behebung dieser Situation vor dem Saisonende darf bezweifelt werden. Am 26.7. wurde in der Lokalpresse der Regierungspräsident Dr. Lars Witteck zitiert »Wir finden das ja auch doof«. Wie dies die vielen Boots-Touristen finden, ist hier aus Gründen des Anstands nicht wiederzugeben.

§ Seit Monaten gibt es Hinweise, dass der Caterer auf dem LaGa-Gelände (die Fa. Polster aus Sachsen - die in der Vergangenheit schon mehrfach mit solchen Anschuldigungen konfrontiert war) nicht nur Personal aus den Baltischen Staaten anwirbt, sondern diese auch noch mit Dumping-Löhnen bezahlt. Außerdem seien Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz vorgefallen. Trotz Anfragen im Magistrat und Nachfrage des DGB ist dazu bis heute wohl keine Stellungnahme durch LGS GmbH oder Magistrat erfolgt. LGS-Geschäftsführer Wierzbitzki hat noch bei der Präsentation der Halbzeit-Bilanz im parlamentarischen Hauptausschuss eine Aufklärung der Vorwürfe zugesagt. Offenbar ist das Interesse an einer Aufklärung aber sehr gering.

§ Der Quellgarten (eines der Highlights!) zeigt nur ein algenreiches Rinnsal. Eine ähnliche Situation bietet sich an der "renaturierten Oberlache".

§ In vielen Zeitungen werden Umfragen gestartet. In der Gießener Allgemeinen Zeitung wurden die Leser nach ihrem Lieblingsprojekt im Zuge der LaGa gefragt. Die meisten Leserinnen und Leser antworteten (rund 73 %): Nichts davon, das Geld habe man sinnvoller investieren könne. Auf dem zweiten Platz stand die Rübsamen-Brücke mit 13 %, THM-Platz, Mühlengarten und Spielplatz sowie der Quellgarten landeten lediglich im einstelligen Prozent-Bereich.

§ Den Anwohnern der Ringallee wurde für 2013 eine erhöhte Straßenreinigungs-Gebühr in Rechnung gestellt, obwohl in diesem Jahr wegen der Großbaustelle die Gehwege nicht vorhanden waren und somit keinerlei Reinigung stattfand.

§ Die Gastronomie um das LaGa-Gelände hat – trotz vorherigen anderslautenden Prognosen – auf Rückfrage keine höheren Umsätze zu verzeichnen. Auch die Zuwächse bei den Übernachtungszahlen im Hotelgewerbe bewegen sich nur im Promille-Bereich.


Darüber hinaus bleiben offene Fragen:

§ Was ist mit den noch ausstehenden Ausgleichsmaßnahmen (bisher wurden von den zugesicherten 194 Neuanpflanzungen von Bäumen lediglich 120 Neupflanzungen ausgeführt)?

§ Reicht das vom Regierungspräsidium aufgrund der Rettungsschirm-Situation der Stadt Gießen "gedeckelte Budget" im Hinblick auf die Minder-Einnahmen aus oder muss dieses aufgestockt werden?

§ Wie werden die Kosten-Steigerungen, die bei vielen Einzelmaßnahmen (Verlegung Verkehrs-Übungsplatz, Unterführung Ostanlage, Mühlengarten etc.) schon ersichtlich sind, aufgefangen?

§ Wann wird das Hochzeitsbrückchen – wie im Februar im Bauausschuss zugesagt – restauriert und einer neuen Verwendung zugeführt?

Der Quälgarten
Lahnfenster ohne Fische
Fallen mit dem Zaun auch die Erwartungen?
Leserumfrage aus der Gießener Allgemeinen Zeitung- Ergebnis wurde am 18.07. 2014 so online veröffentlicht.

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Kommentare zum Beitrag

49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 29.07.2014 um 14:36 Uhr
Zitat:
§ In vielen Zeitungen werden Umfragen gestartet. In der Gießener Allgemeinen Zeitung wurden die Leser nach ihrem Lieblingsprojekt im Zuge der LaGa gefragt. Die meisten Leserinnen und Leser antworteten (rund 73 %): Nichts davon, das Geld habe man sinnvoller investieren könne. Auf dem zweiten Platz stand die Rübsamen-Brücke mit 13 %, THM-Platz, Mühlengarten und Spielplatz sowie der Quellgarten landeten lediglich im einstelligen Prozent-Bereich.

Gibt es hierzu eine konkrete Quellenangabe/ einen Link? Habe nur diesen gefunden in der G-A: http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Positive-Halbzeitbilanz-zur-Landesgartenschau-_arid,509546_costart,1_regid,1_puid,1_pageid,113.html
144
Brigitte Müller aus Gießen schrieb am 29.07.2014 um 14:59 Uhr
Den Anwohnern wurde eine erhöhte Straßenreinigung aufgebrummt? Was ist das denn für ein perfides Verhalten? Die Balkone konnten für die gesamte Dauer der Bauzeiten nicht genutzt werden. Jeden Tag mußte eine dicke Staubschicht mit sehr viel Wasser vom Balkon entfernt werden, damit man wenigstens in den späten Abendstunden hinaus treten konnte. Wäsche trocknen, Sommersonne genießen? Nicht machbar. Die Straße Ringallee, in Höhe der Theodor-Litt-Schule, wurde zumindest nicht nach Feierabend und bestenfalls ab und zu am WE, nicht regelmäßig, (naß) gereinigt. Es wäre ein feiner Zug von den LGS-Verantwortlichen gewesen, wenn sie eine Freikarte oder eine Autoreinigung oder eine Balkonwäsche gesponsert hätten. Erhöhte Straßenreinigungsgebühren, ich fahre hier gleich aus der Hose. Mann mann mann, eine Frechheit ...
Peter Baier
10.144
Peter Baier aus Gießen schrieb am 29.07.2014 um 20:36 Uhr
Da die LGS GmbH auf das Geld der ehrenwerte Firma Polster angewiesen ist, wird bei den Vorwurf das die Fa. Dumping-Löhne bezahlt nichts heraus kommen.
Wie ich bei Gesprächen erfahren habe hat die Fa. Polster und seinen Lieferanten einige Privilegien gegen über anderen auf dem LGS- Gelände.
So könnte Abhängigkeit aussehen.
Alles wird im Sand verlaufen.
In Schwäbisch Gmünd hat die Firma auf dem Druck der Bevölkerung die Preise gesenkt.( senken müssen)
Es gibt dort viele Ehrenamtliche Helfer an den Eingängen und einen Wachschutz wie in Gießen soll es auch nicht geben.
Die Schwäbisch Gmünder wurden von Anfang an in die Planung mit einbezogen.
Durch die Akzeptanz in Schwäbisch Gmünd lassen sich auch die Besucherzahlen, die vielen verkauften Dauerkarten usw. erklären.

Es wurden 1000 Bäume neu gepflanzt, das sind Fünf mal so viele wie in Gießen gepflanzt werden sollen und acht mal so viele wie hier bis jetzt gepflanzt wurden.

Vielleicht schaffen sie sogar die 1,5 Millionen Besucher und Giessen Ihre 500 000 Besuche.
Die Straßenreinigung von Fiktiven Gehwegen welche durch die Sanierung nicht vorhanden waren hat schon was für sich.
Man könnte doch mal über ein Notopfer für Giessen nachdenken auf jeden Brief zusätzlich zum Porto eine 2 Cent Marke “ Notopfer Giessen”.
Uli Kraft
2.184
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 29.07.2014 um 20:52 Uhr
Das Notopfer ist sicher nicht erforderlich, die LGS-GmbH spart jetzt schon, wo es nur geht. Heute war um 16.30 Uhr die Kasse am Waldbrunnenweg schon nicht mehr besetzt und der Kassen-Container verriegelt und verrammelt.
Der Herr an der Einlasskontrolle hatte seine liebe Mühe, einem älteren Ehepaar plausibel zu machen, dass sie sich einem der beiden anderen Eingänge zuwenden sollten.
Wie sich dies mit den Besucherscharen, die man während der Sommerferien ja so sehnsuchtsvoll erwartet, vereinbaren lässt, bleibt mir ein Rätsel.

Auch in Deggendorf wurde der Caterer auf Druck der Öffentlichkeit 'genötigt', einen Teil seiner Ware den örtlichen Gepflogenheiten anzupassen.
H. Peter Herold
26.995
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 08:49 Uhr
Das mit dem Caterer war aus dem Internet schon vor Vergabe zu lesen, denn wo er bisher tätig war, hat er (negative?) Spuren hinterlassen. Erstaunlich immer wieder, dass im Vorfeld die jeweiligen Städte total begeistert waren! In Bad Nauheim scheint es nicht so zu sein. Hat Pachtvertrag verlassen mitten in der Saison!!! ;-( Ja es ist ja auch auf 3 anderen Hochzeiten tätig. Hat er sich übernommen?
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 09:40 Uhr
@ Herrn Herold
Auf Ihre letzte Frage: Das glaube ich wohl weniger! Das Unternehmen hat etliche Projekte. Wenn sich davon ein Projekt finanziell nicht mehr lohnt, wird es abgeschmettert. Die Auflösung des Pachtvertrages wurde übrigens von beiden Seiten befürwortet.

Ich warte immer noch auf eine konkrete Quellenangabe des Verfassers. Ansonsten gehe ich davon aus, dass die einzelnen Punkte zum Teil der Fantasie des Verfassers entspringen, welche allerdings von den BI-Befürwortern als Fakten/ Wahrheit aufgenommen werden. ^^
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 09:41 Uhr
...oder Satire?! ;)
H. Peter Herold
26.995
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 10:00 Uhr
Warum wohl hat B.N. zugestimmt? Da war doch von Seiten Polsters kein Interesse mehr und einen Leerstand wollte sich die Stadt wohl nicht leisten. Also lieber ein Ende mit Schrecken?
Warum sollten die Ausführungen im Beitrag nicht stimmen? Ich bin kein Befürworter weder so noch so, ich vertrete meine Meinung und die ist: Die Stadt Gießen ist sehenden Auges in ein Minus marschiert. Kein Wunder. Keiner der politisch Verantwortlich, trägt wirklich eine Verantwortung. Da kommt nicht mal ein eventueller Rücktritt in Frage ;-( Satire? - Wie es Euch gefällt!
Martina Lennartz
5.473
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 11:10 Uhr
Die oben genannte Zeitung startet regelmäßig online Umfragen zu bestimmten aktuellen Themen. Die Umfrage bezüglich der LaGa stand 2-3 Wochen im Juli online in dieser Zeitung. Das Ergebnis selbst wurde nicht in der Printausgabe der Allgemeinen veröffentlicht.
Ich habe für Sie die Auswertung der Umfrage als Foto, welches in der GAZ abgebildet war, gerne beigefügt, so dass Sie sich selbst ein Bild machen können.
Martina Lennartz
5.473
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 11:26 Uhr
Thema "Caterer Polster" und LaGa:
http://www.elbe-wochenblatt.de/wilhelmsburg/lokales/echt-miese-bezahlung-d16391.html
....und wenn man googelt findet man noch mehr- wenn man es möchte.

Im Übrigen erinnere ich mich dunkel daran, dass man sämtliche Arbeiten, die ganze LaGa angehen, dazu den heimischen Betrieben, Gastronomien und Firmen den Vorrang geben wollte, um eben die heimische Wirtschaft zu fördern und zu unterstützen.
Die Steine für den Platz gegenüber der THM stammen jedenfalls aus China.
Uli Kraft
2.184
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 12:07 Uhr
Herr Hille schrieb am 30.07.2014 um 09:40 Uhr:
...Die Auflösung des Pachtvertrages wurde übrigens von beiden Seiten befürwortet.

Dies aber lediglich aufgrund der Situation, dass der Caterer die in der Branche üblichen Ruhetage eigenmächtig auf 3 Tage in der Woche ausgedehnt hatte und wohl häufiger Bewirtungen von Festveranstaltungen ausgeschlagen hat.
Daraufhin hat Bad Nauheim wohl die Not-Bremse gezogen, denn augenscheinlich war der Pächter nicht imstande, seinen Vertragsbestandteil zu erfüllen und Bad Nauheim wollte/musste einen längeren Leerstand des Gastronomiebetriebes verhindern.

Schon im Oktober 2013 wurde hier auf die Missstände hingewiesen:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/85166/palmencafe-ist-nur-noch-ein-zelt/

Ein wenig Netz-Recherche fördert den sächsischen Großveranstaltungs- und Cateringservice Polster Catering zutage, der seit 1996 bereits auf 22 Landes-, Bundes- und internationalen Gartenschauen exklusiv (als Generalcaterer) die Massen beköstigt hat und auch 2014 neben der LaGa in Gießen zwei weitere Gartenshows kulinarisch betreut.
Und quasi als Andenken behält Polster Catering übrigens von jeder Gartenschau eine Restauration für sich zurück.
Ein Schelm, wer hier an Kungeleien denkt…
H. Peter Herold
26.995
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 15:39 Uhr
da kann ich nur wiederholen: Erstaunlich immer wieder, dass im Vorfeld die jeweiligen Städte total begeistert waren!
Ich bin gern ein Schelm, in wessen Hand auch quasi etwas verblieb, oder war da was anderes?
Uli Kraft
2.184
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 16:02 Uhr
Laut dem Ausschreibungstext zum Interessenbekundungsverfahren im Frühjahr 2012 wurde ein "eingeschossiger, transparenter und leichter Pavillonbau" mit "der Landschaft angepasstem Erscheinungsbild" und dezenter Farbgebung vorgegeben.

Innen sollten 70 und draußen nochmals 140 Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Obwohl neben den Naturschutzverbänden schon viele andere im Vorfeld die Befürchtungen äußerten, dass durch das Café "das ökologische Gleichgewicht des Teich-Systems" intensiv gestört werde, werden nun von der Fa. Polster (lt. eigenem Catering-Guide) im "Bistro am Neuen Teich" 60 Sitzplätze innen und 160 Sitzplätze(!!!) in der Außenbewirtschaftung angepriesen.
Da die Container-Bauweise des Pavillons wohl nur 60 Sitzplätze hergibt, wurden die fehlenden 10 Plätze offensichtlich spontan nach außen verlegt und auch gleich noch um weitere 10 Sitzplätze aufgestockt.

Auch hier muss man sich fragen, wer hat wem Zugeständnisse gemacht oder wer hat sich hier über die Vorgaben hinweggesetzt und wer duldet es?
H. Peter Herold
26.995
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 18:29 Uhr
einer/eine die sicher dafür keine Verantwortung übernimmt
Uli Kraft
2.184
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 19:45 Uhr
Brigitte Müller schrieb am 29.07.2014 um 14:59 Uhr:
...Es wäre ein feiner Zug von den LGS-Verantwortlichen gewesen, wenn sie eine Freikarte oder eine Autoreinigung oder eine Balkonwäsche gesponsert hätten. ...
Diese Frage bewegte am Eröffnungstag schon einen Reporter des HR, dieser war sogar davon ausgegangen, dass dies der Fall gewesen sei und die direkten Anlieger in Ring- und Eichgärtenallee eine kleine Entschädigung in Form einer Tageskarte o.ä. für die Beschränkungen aufgrund der Baumaßnahmen erhalten hätten.
Da ich ihm diese Frage nicht beantworten konnte, verwies ich ihn mit seinem Ansinnen an die Pressestelle der LGS-GmbH.
Die dortige Antwort ist leider nicht überliefert.
Und im Übrigen musste man mit den Freikarten sicher etwas zurückhaltend sein, damit die Mitglieder des Landtages und sonstige VIP-Gäste nicht zu kurz kommen.
Christian Momberger
11.092
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 30.07.2014 um 23:21 Uhr
Ich kann mich alles in allem der Kritik und der vernichtenden Halbzeitbilanz nur anschließen.

Was den Caterer betrifft, so hätte man vorher wissen können wenn man wollte. Und ich hätte ja, direkt wie die Gerüchte hier für Gießen aufkamen sofort die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls entsandt und die Firma man an allen Standorten auf Herz und Nieren geprüft.

Ebenso ein absolutes Unding finde den Umgang mit den Anwohnern in der Ringallee und die Sache mit der nach wie vor gesperrten Bootsrutsche am Lahnwehr Klinkel'sche Mühle. Ich hoffe, dass diese wenigstens zur Saison 2015 wieder benutzbar ist, aber ich habe da so meine Zweifel.
Uli Kraft
2.184
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 31.07.2014 um 20:04 Uhr
Richtig, Christian - wenn man wollte!
Wollte man? Wenn ich mir die Ausführungen des (vom Land Hessen eingesetzten) Geschäftsführers im HFA anläßlich der Präsentation der Halbzeitbilanz in Erinnerung rufe, so hatte ich den Eindruck, dies sei das erste, was er hinsichtlich der Entlohnung bzw. Arbeitsbedingungen des Caterers erfahre, als man ihn dort mit den Vorwürfen konfrontierte.
Und dabei haben diese Personen in der Vergangenheit schon so manche LaGa 'gemeinsam' bestritten. Und auch die aktuell diskutierten Vorwürfe waren dort schon mehrfach Thema.
H. Peter Herold
26.995
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.07.2014 um 21:51 Uhr
Krähen schonen die Augen der anderen;-(
Meine Frau sagte immer: Eine Krähe wäscht der anderen kein Auge aus
H. Peter Herold
26.995
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.08.2014 um 15:33 Uhr
Sie sind anscheinend nicht ausreichend belesen genug, um den Spruch zu verstehen. Ist ja auch klar. Meine Frau hatte ihr Studium ja mit Erfolg abgeschlossen.
Aber hier die Lösung:
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus
und
Eine Hand wäscht die andere

Nun verstanden?
H. Peter Herold
26.995
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.08.2014 um 08:29 Uhr
Machen Sie doch einmal einen .
Peter Baier
10.144
Peter Baier aus Gießen schrieb am 02.08.2014 um 20:27 Uhr
Ein Cafe wie es mal geplant war mit 60 Plätzen innen und 140 Plätzen außen, wer will so ein Cafe Bauen und dann 20 Jahre bewirtschaften nach der LGS.
Erst wird die Stelle gerodet dann eine Spundwand in den Teich getrieben und dann erst fragt die Stadt ob es Interessenten für dieses Cafe gibt.
Wahrscheinlich hatte man damit gerechnet das sich die Interessenten gegenseitig die Köpfe einschlagen, um das Cafe zu betreiben.
Hier wurde für nichts in die Natur eingegriffen und eine Brutstätte von Teichhühnern zerstört.

Der Sichtschutz hinter dem Cafe ist genau so ein Witz
da er so hoch angebracht wurde.
Für welche großen Tiere wurde er eigentlich etwa 1 Meter über dem Wasser moniert?
Ein Sichtschutz für Wasservögel müsste eigentlich wesentlich tiefer sein als einen Meter.
Möglicherweise hätte ein Naturschutzbund gerne eine Auskunft darüber geben können wenn man ihn gefragt hätte.
Der Witz ist hier wurden große Doppel- T- Träger 12 Meter in den Boden gerammt, um dann so einen Vorhang daran zu binden.

Das Holzdeck beim Cafe ist nicht mehr fertig geworden, Herr Wiemer Geschäftsführer der LGS GmbH sagte nur dazu ich soll mich überraschen lassen.
Die Überraschung wird sein das hier nichts mehr passiert.
Michael Beltz
7.209
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.08.2014 um 18:17 Uhr
Wo ist welches Zelt?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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Interessensgebiet: Gießen
Martina Lennartz
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