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Das Römerkastell Saalburg ist nicht nur für Schulklassen ein lohnenswerter Ausflug

Salve
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Gießen | Der Besuch des Römerkastells Saalburg am Limes mit dem 6. Jahrgang wurde inzwischen fest in die Planung des Geschichtsunterrichtes der Brüder Grimm Schule in Gießen Kleinlinden aufgenommen und aus diesem Grund in die Unterrichtseinheit „Die Römer“ integriert.

Die Saalburg ist übrigends seit 2005 ein Unesco Weltkulturerbe.

So waren die 6.Klassen am 24.07.2014 gemeinsam in dem von Kaiser Wilhelm I vor 100 Jahren nachgebauten Römerkastell unterwegs.

Zuerst bekamen wir klassenweise kleine Einführungen durch die Anlage. Diese zeigten die archäologischen Ausstellungen mit Funden, die das Alltagsleben der Soldaten und der zivilen Bevölkerung veranschaulichen. Anlaufpunkte der Führungen waren z.B. die Mannschaftsstube, das Fahnenheiligtum, die Geschützsammlung, ein Speisezimmer mit Originalwandmalerei und den Steinsaal. In diesem Kastell waren rund 600 Mann, Fußsoldaten und Reiter stationiert.

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren auf lebendige Art und Weise von den vielen Göttern, die die Römer verehrten und diese teilweise von den Griechen übernommen wurden. Es gibt oft zwei Namen für einen Gott. So hieß
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Unesco Weltkulturerbe (2)Taunus (42)Saalburg (3)Römerkastell (1)Römer (130)Hessen (455)Brüder-Grimm-Schule (50)
der oberste Gott bei den Griechen Zeus, bei den Römern Jupiter. Die Kinder sahen Abbildungen der Götter, die wie bei den Griechen in Menschengestalt dargestellt wurden. Ursprünglich entwickelte sich die Religion aus dem Glauben, dass die Natur von Geistern beseelt sei. Die Menschen konnten sich auch Naturgewalten nicht erklären. So gab es einen Gott für das Wetter, die Sonne, für die Felder oder das Meer.

Den Gruppen wurde gezeigt wie die Mannschaftsstuben aufgebaut waren. Den Kindern wurde bewusst, dass Zusammenhalt und Teamgeist selbst in den kleinen Stuben nötig waren und das arbeitsreiche und kräftezehrende Leben erleichterten.

Nach den Führungen durchstöberten die Klassen in kleinen Gruppen das große Gelände und konnten sich ein lebendiges Bild von der Geschichte, Kultur und Lebensart einer Epoche machen, die nahezu 2000 Jahre zurückliegt, deren Erbe aber heute noch gegenwärtig ist. Vor dem Haupttor der Wehrmauer lagen ein Badegebäude und ein Gästehaus. Ein Dorf mit Handwerker-, Händler- und Wirtshäusern schloss sich an. Gräber und kleinere Heiligtümer säumten die Römerstraße nach Nida, dem heutigen Frankfurt-Heddernheim. Bis zu 2000 Menschen dürften im Kastell und im Dorf zusammen gelebt haben.

Im Anschluss konnten die Kinder den 2,4 km langen Rundweg um das Kastell mit einem gesonderten Ralleybogen untersuchen, an welchem der Limes, die Jupitersäule und die dazu sehr anschaulichen Tafeln die Antworten erleichterten.

Ein gemeinsames Abschlussfoto rahmte den Ausflug ab und die Fahrt ging zurück zur Schule.

Salve
Eine Gruppenleiterin begrüßt eine Klasse
Das Haupttor

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.016
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.07.2014 um 17:33 Uhr
Vor einigen Jahren mal dort gwesen. Sollte wiederholt werden. Danke für den Tipp
Florian Schmidt
4.879
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 28.07.2014 um 18:05 Uhr
Auch gut mit einem Besuch des Hessenparks kombinierbar.
Martina Lennartz
6.284
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 28.07.2014 um 18:08 Uhr
Stimmt, Florian. Es gibt einen wunderschönen Wanderweg zwischen Saalburg und dem Hessenpark von etwa 60 Minuten ohne großartige Höhenunterschiede, je nach Lauftempo.
Der Feldberg ist auch nicht weit. Man kann auch in den Opel Zoo oder in die Lochmühle gehen. Das sind alles nette Möglichkeiten auch mit den Kindern dort was zu machen.
Nicole Freeman
10.752
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2014 um 18:22 Uhr
sehr tolles ausflugsziel. meine damalige austauschschuelerin war auch sehr begeistert. vor allem weil da gerade brot gebacken wurde das man auch probieren konnte. grob auf steinplatten gemahlenes mehl und im lehmofen gebacken gibt dem brot einen besonderen geschmack. ps in der saalburg gibt es immer wieder themenbezogene veranstaltungen. fuer geschichtsfreunde sehr interessant.
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von:  Martina Lennartz

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