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„Tun und Theorie eine Einheit“ - Xenos-Projekt an der Friedrich-Magnus-Gesamtschule in Laubach

Freuen sich über die neuen Arbeitsgeräte: Schülerinnen und Schüler sowie Wolfgang Hölzer, Thorsten Hall, Jens Möll, Dirk Oßwald und Jörg Glasenhardt-Freymann. Bild: Landkreis Gießen
Freuen sich über die neuen Arbeitsgeräte: Schülerinnen und Schüler sowie Wolfgang Hölzer, Thorsten Hall, Jens Möll, Dirk Oßwald und Jörg Glasenhardt-Freymann. Bild: Landkreis Gießen
Gießen | In vorbildlicher Weise werden an der Friedrich-Magnus-Gesamtschule die Schwerpunkte des Xenos-Projektes umgesetzt. Das Bundesprogramm läuft seit 2012 erfolgreich an den Schulen im Landkreis Gießen und im Wetteraukreis und fördert Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Dirk Oßwald ist von dem großen Nutzen überzeugt. Der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises sagte während des Ortstermins: „Dank Xenos können wir in einigen Schulen zusätzliche Angebote sowohl für Schüler, aber auch für Lehrkräfte anbieten.“ Bisher profitierten knapp 4000 Personen von dem Programm, dies sind 1000 Personen mehr als ursprünglich geplant.

Zum einen gibt es in Laubach zahlreiche Einheiten zum Themenschwerpunkt Demokratielernen, um auch zukünftig rechtsradikalen Tendenzen entgegenzuwirken. Vor allem aber werden für die 8. bis 10. Klassen handlungsorientierte Unterrichtseinheiten angeboten. Diese helfen, die Berufsorientierung bei den Schülerinnen und Schülern auf eine professionelle Basis zu stellen.

Diese berufsorientierenden Einheiten haben viele Facetten. Sie beginnen im Deutschunterricht über die Vermittlung der Fachsprache
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Englisch, die im Computerzeitalter eine besondere Rolle spielt, aber auch der Unterricht in Biologie, Chemie, Physik helfen, naturwissenschaftliche Phänomene in den Laboren zu begreifen – alles Wissenseinheiten, die in der Ausbildungs- und Arbeitswelt benötigt werden.

Darüber hinaus spielen die Werkstätten, Labore wie auch die Küche eine besondere Rolle. Darin lernen die Jugendlichen nicht nur die Nahrungszubereitung, sondern auch eine adäquate „Arbeitsvorbereitung“. Ohne diese funktioniert das Kochen nicht. Hier erlangen die Jugendlichen wichtige Fachkompetenzen und lernen etwas über die dafür benötigte Zutaten sowie den Umgang damit. Dabei erwerben sie Kenntnisse über gesunde Ernährung.

In der Holzwerkstatt gehört die Arbeitsorganisation ebenso zum Alltag. Bevor mit den Holzarbeiten begonnen werden kann, werden Skizzen erstellt, die Material-Listen besprochen und benötigte Werkzeuge erläutert, um dann an die Fertigung zu gehen. Die Messerworkshops sind hierfür ein gutes Beispiel. Jeder Schritt muss überlegt sein, zumal verschiedene Edelhölzer zu bearbeiten sind mit jeweils verschiedenen Eigenschaften. Mahagoni beispielsweise ist sehr fetthaltig und setzt sehr schnell das Schleifpapier zu. Zebrano hingegen ist relativ weich und muss mit wenig Druck und nur feinem Schleifzeug bearbeitet werden.

Eine besondere Herausforderung ist die Arbeit im Fotostudio. Dort können Sachaufnahmen mit der neu beschafften Anlage erstellt werden. Außerdem werden Workshops mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt, in denen sie sich gegenseitig portraitieren und darüber sprechen, wie das gerade aufgenommene Bild auf andere wirkt: eine Einheit zur Eigen- und Fremdwahrnehmung als Übung für die Zeit im Ausbildungs- und Arbeitsleben.

Besonders froh ist der Projektkoordinator Aaron Löwenbein, dass es an der Friedrich-Magnus-Gesamtschule sehr viele Lehrkräfte gibt, die sich mit diesen neuen Medien und Methoden beschäftigen und somit sind die Mittel gut angelegt, die die Schule für Kleinmaschinen und Materialien bekommt. Für diese Beschaffungen erhielt die Schule rund 40.000 Euro.

Projektkoordinator Jörg Glasenhardt-Freymann ist zu erreichen unter Telefon: 0641 9390-9468, E-Mail: joerg.glasenhardt-freymann@lkgi.de.

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