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Tremosine am Gardasee

Essen ohne Boden. Restaurant des Hotels Miralago.
Essen ohne Boden. Restaurant des Hotels Miralago.
Gießen | Der Ortsteil Pieve der Gemeinde Tremosine liegt an der westlichen und damit an der weniger von Touristen überfluteten Küste, ca. 150 Meter über dem Wasserspiegel.

Die Felswand ragt bis an das Seeufer heran, sodass der Eindruck entsteht, man könne direkt von einem der Häuserdächer direkt ins Wasser springen. Wird der Ort über Kartendienste erkundet, wird der Eindruck verstärkt, Tremosine liegt direkt am Wasser.

Das ist solange richtig, solange man sich in der zweidimensionalen Ebene bewegt. Alleine die Auffahrt von der Uferstraße hinauf ist ein gewagtes Abenteuer, das an der einen oder anderen Stelle zu reflexartigem Luftanhalten führt. Hupen vor Kurven und einspurigen Tunneln ist Pflicht. Die Straße ist nachts und für Wohnmobile gesperrt, da es sonst zu gefährlich ist. Dafür wird man mit einer Fahrt durch enge, grüne Schluchten belohnt, entlang an Wasserfällen und 270°-Kurven.

Oben angekommen, erwartet einen ein pittoreskes Dörfchen, das durchaus touristisch vermarktet wird, aber seinen Charme ohne Schandbauten wie Hotelklötze oder große Ferienanlagen beibehalten hat. Der Marktplatz, versteckte italienische Restaurants und Aussichtspunkte unter Pinien mit magischem Blick auf den Gardasee verklären die touristische Verkommenheit 150 Meter unter einem. Uralte Tankstellen mit dreirädrigen Lieferautos, die beide ihre besten Tage bereits hinter sich zu haben scheinen, tun ihr Übriges, um sich wahrhafte Gedanken darüber zu machen, wie hoch hier wohl die Grundstückspreise sind.

Wer dann noch den Mut hat, sich in den aus dem Fels ragenden Speisesaal des Hotels Miralago zu setzen und bei einem roten Tropfen die Segelschüler auf dem azurblauen Wasser zu beobachten, vergisst auch ganz schnell, dass die Fahrt hinab zur Uferstraße irgendwann noch bevorsteht.

Essen ohne Boden. Restaurant des Hotels Miralago.
Blick von der ersten Serpentine auf den Ferienpark in Brescia.
Blick nach unten, gefühlte 100 Serpentinen weiter.
Enge Tunneldurchfahrten.
Ein Wasserfall.
Hinweis auf Hupen vor engen Kurven.
Dorfkirche mit interessantem Glockenstuhl.
1
Blick von Tremosine-Pieve auf den Gardasee.
Segelschüler am frühen Morgen.
Blick auf die Uferstraße.
Enge Gassen prägen den historischen Ortskern von Pieve.

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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
20.937
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 26.08.2014 um 18:28 Uhr
Ach ja, am Gardasee. Lang, lang ist's her.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 26.08.2014 um 19:03 Uhr
Ich war schon einige Male am schönen Gardasee, kenne diesen Ort aber leider nicht.
Danke für den nett bebilderten Reisebericht !
Bernd Zeun
11.649
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 26.08.2014 um 21:02 Uhr
Tolle Gegend, war ich leider noch nicht.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.08.2014 um 08:37 Uhr
Eine wunderschöne Ecke lieber Herr Engelhart. Ich war bisher immer am anderen Ufer. Muss aber sagen der Ort den Sie besuchten ist sehr reizvoll.
Mathias von Kutzleben
5.327
Mathias von Kutzleben aus Gießen schrieb am 27.08.2014 um 14:45 Uhr
Ääh, was ist denn auf einmal mit Frau Kluge passiert?
Ingrid Wittich
20.937
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 27.08.2014 um 18:11 Uhr
Ja, komisch, da wundern sich noch mehr Leute.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.08.2014 um 18:21 Uhr
Jetzt wo Sie es sagen, sie ist tatsächlich weg. Wer weiß welche Gründe sie dazu bewogen haben.
Mathias von Kutzleben
5.327
Mathias von Kutzleben aus Gießen schrieb am 28.08.2014 um 00:24 Uhr
Das hatten Sie schon.
Mathias von Kutzleben
5.327
Mathias von Kutzleben aus Gießen schrieb am 28.08.2014 um 10:53 Uhr
Man muss nicht immer reagieren, um Dinge zur Kenntnis zu nehmen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Mathias von Kutzleben

von:  Mathias von Kutzleben

offline
Interessensgebiet: Gießen
Mathias von Kutzleben
5.327
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