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Älter werden in Gießen - Zwischenbilanz zum Altenhilfeplan der Universitätsstadt

Gießen | Zwei Jahre haben viele Menschen an der Erstellung des Altenhilfeplans für die Universitätsstadt Gießen gearbeitet, um Gießen auch für Ältere zu einer lebenswerten Stadt zu machen. Im März 2013 wurde er einstimmig im Stadtparlament beschlossen und wartet nun darauf, in den kommenden Jahren umgesetzt zu werden. Einiges wurde bereits umgesetzt, aber es bleibt noch viel zu tun. Inge Bietz, Mitglied der Steuerungsgruppe Altenhilfeplan, Stadtverordnete und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Vorstandsmitglied in den Seniorenbeiräten der Stadt und des Landkreises zog jetzt vor der AG 60 plus ihrer Partei eine Zwischenbilanz.

Einleitend stellte die AG 60 plus-Vorsitzende Elke Immelt fest, dass Gießen auf Grund der vielen Studenten vor allem als eine junge Stadt wahrgenommen werde. Zu begrüßen sei, dass die Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und der Magistrat mit dem Altenhilfeplan verstärkt auch die Lebenssituation von älteren Menschen in unserer Stadt in das Blickfeld rücke und in die Stadtentwicklung einbeziehe. Gießen solle sich auch für Seniorinnen und Senioren zu einer noch lebenswerteren Stadt
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Älter werden in Gießen - Zwischenbilanz zum Altenhilfeplan der S (1)
entwickeln. Dabei gehe es nicht um das Auseinanderdividieren der Generationen. Aber mit zunehmendem Alter ergäben sich nun einmal spezifische Problemlagen, wie Wohnraum, Infrastruktur, Beratungsangebote, Pflege bis hin zur Ermöglichung sozialer Kontakte, um einige Aspekte seniorengerechter Stadtgestaltung zu nennen. Was den Altenhilfeplan in Gießen auszeichnet ist, dass er nicht von oben vorgegeben wurde, sondern von unterschiedlichsten Gruppen erarbeitet und weiterentwickelt wurde, sagte Immelt.

Inge Bietz berichtete von ersten realisierten Schritten, die in einem Runden Tisch von Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen diskutiert und entwickelt wurden. 2013 habe die Stadt Gießen 10.000 € für Projekte, die bei einem Eigenanteil von 400 € mit maximal 600 € bezuschusst würden, zur Verfügung gestellt. Das Freiwilligenzentrum für die Stadt und den Landkreis Gießen, die Caritas und Diakonie sowie die Evangelische Familienbildungsstätte seien für ihre zielgerichtete Projektarbeit in den Genuss der Förderung gekommen. Projektbeispiele sind das internationale Teecafé im Seniorenzentrum Tannenweg, das jeden ersten Dienstag im Monat von 14 bis 17 Uhr stattfindet, das offene Café bei St. Anna, ein Kochkurs für zumeist ältere Diabetiker, eine Kinoreihe zum Thema Demenz oder Angebote zu Themen wie Osteporose, Immunsystem, Ernährung, Verdauung oder mentales Training (fit im Kopf, gut alt werden usw).

Wie Inge Bietz weiter ausführte, laufen zurzeit die Planungen für eine Seniorenmesse am 11. Oktober 2014 im Rahmen des Altennachmittags der Stadt. Anmeldungen von mehr als 30 Ausstellern lägen bereits vor. Die Referentin griff auch ein heißes Eisen auf. Trotz erfreulich intensiver Bautätigkeit in der Bergkaserne, dem Heyligenstädtgelände, der Weststadt und Lahnstraße sowie dem Schlachthofgelände durch private Investoren, die Eigentumswohnungen anbieten, gebe es das Problem preiswerter kleiner Wohnungen. In diesem begehrten Marktsegment konkurrierten ältere Menschen mit Studierenden und Alleinerziehenden.

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von:  Werner Döring

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Werner Döring
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