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Dumpinglöhne bei Landesgartenschau?

Gießen | DGB: Stadt muss Vorwürfen zügig nachgehen

Pressemitteilung des DGB-Mittelhessen:

Mit Verärgerung hat sich der DGB zu den Niedriglohngerüchten bei der Landesgartenschau geäußert. Geschäftsführer Matthias Körner nannte diese eine »unerträgliche Situation« und forderte Stadt und Landesgartenschau GmbH zu schnellem Handeln auf.


Im Verlaufe der Woche war das Gerücht aufgetaucht, dass ein mit dem Catering der Landesgartenschau beauftragtes Unternehmen 15 Beschäftigte aus Lettland und Litauen zu Dumpinglöhnen angestellt hat. Außerdem soll es zu Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz gekommen sein. Genauere Fakten sind bisher nicht bekannt.

Körner verwies darauf, dass bei früheren Landesgartenschauveranstaltungen in anderen Bundesländern Arbeitszeit und Bezahlung mitunter pauschal mit den Beschäftigten vereinbart wurden. Über Mehrarbeit waren dann Niedriglohnsituationen entstanden. »Stadt und GmbH sollten jetzt klarstellen, dass diese Konstellation hier nicht vorliegt«, so Körner.

»Wir halten es für eine empörende und unerträgliche Situation, dass es bei einer Veranstaltung wie der Landesgartenschau,
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unbezahlte Mehrarbeit (1)Niedriglohn (4)NGG (3)Landesgartenschau (386)Klaus Zecher (5)Dumpinglöhne (2)DGB-Mittelhessen (107)DGB (127)Catering (2)
die einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren gefolgt ist und zudem aus Steuermitteln finanziert wird, Gerüchte nach Dumpinglohnbezahlung gibt«, ärgerte sich Körner und forderte die Stadt Gießen und die Landesgartenschau GmbH auf, den Gerüchten zügig nachzugehen.

Auch der DGB-Kreisvorsitzende Klaus Zecher forderte die Stadt auf, schnell die Fakten auf den Tisch zu legen: »Die Caterer haben eine Tariftreueerklärung unterschrieben und damit die Einhaltung der Tariflöhne zugesichert. Die GmbH muss jetzt auf ihrem Recht bestehen, die Unterlagen einzusehen und die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten zu überprüfen. Bei Vertragsbruch muss gehandelt werden.«

Für Zecher ist die Anlehnung an den Tarifvertrag mehr, als lediglich die dort geregelten Stundenlöhne zu zahlen, auch geleistete Mehrarbeit muss nach den Regeln des Tarifvertrages abgegolten werden. Für den Fall, dass die GmbH bei der Überprüfung der Beschäftigungsverhältnisse fachliche Unterstützung benötigen sollte, helfen die zuständige Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) und natürlich auch der DGB gern weiter, versprachen Zecher und Körner.

Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 12:33 Uhr
Wenn hier wirklich der nicht unbegründete Verdacht besteht, das hier gegen Tarifverträge, Mindestlohnregelungen und ähnlichem mehr verstoßen wurde, warum hat man dann nicht sofort mal die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zoll auf die Arbeitsstätten und in die Firmenzentrale des Unternehmens entsendet. Wochen Später sind doch bestimmt alle Unterlagen bereinigt und alle Spuren verwischt, wenn es da wirklich Verstöße gegeben hat.

Allerdings wussten die Stadt und die LGS Gießen GmbH im Vorfeld von den Machenschaften, Vorwürfen und amtlich festgestellten Verstößen des ausgewählten Unternehmens auf früheren Landesgartenschauen und hätte somit dieses als Betreiber ablehnen können, wenn sie denn gewollt hätte.
Martina Lennartz
6.285
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 12:43 Uhr
§ Die Firma „Polster Catering“ mit Sitz in Liechtenstein/Sachsen ist bekannt für Ausbeutung. Auf den letzten LaGas hat diese Firma 6,10 €/Stunde brutto bezahlt.
http://www.elbe-wochenblatt.de/wilhelmsburg/lokales/echt-miese-bezahlung-d16391.html


Dies ist ein Auszug einer PM der BI vom 10.05.2014.

Diese Tatsache war der Stadt selbstverständlich bekannt. Vielelicht hoffte man, dass es nicht rauskommt???
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.07.2014 um 12:44 Uhr
...und warum reagiert der DGB erst nachdem der Stadtverordnete des Linken Bündnisses - Michael Janitzki - an die Öffentlichkeit gegangen ist?
Nun, Hauptsache es wird hier nichts vertuscht, nicht in Hinterzimmern ausgehandelt... alles muss transparent gemacht werden, keine Rücksichtnahme auf irgendwelche Parteiinteressen oder LGS-Interessen!
Martina Lennartz
6.285
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 12:45 Uhr
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/92502/laga-fehlplanungen-und-mangelhafte-umsetzungen-ohne-unterlass/
Das war der Artikel der BI.
So ist es, Stefan, das darf man sich fragen. Bin gespannt welche Reaktionen folgen werden!!
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 12:46 Uhr
Eben Stefan und Martina. Es war bekannt und es ist mir auch nicht klar, warum der DGB erst jetzt und "nur" auf diese Weise reagiert.
Christiane Pausch
6.489
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 15:42 Uhr
Ich gebe Dir vollkommen Recht Christian, da hätte sofort eine Überprüfung wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung stattfinden sollen.
Noch ein schwarzer Fleck auf der LGA..
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 15:43 Uhr
Wie hätte die Stadt oder die LGS GmbH darauf kommen sollen das die Firma Polsterer Catering möglicherweise den Mindestlohn unterläuft? ( ein Scherz)
Was man nicht sehen will sieht man nicht, deswegen war
der Geschäftsführer der LGS Herr Detlef Wierzbitzki über
diese Meldung so überrascht.
Da die Firma Polsterer Catering schon mehrfach aufgefallen war ist eine sofortige Kontrolle nötig.
Nach dem ich von der IGS in Hamburg gehört habe wo die Firma schon unangenehm aufgefallen war, kann an mir das Unternehmen nichts verdienen, lieber benutze ich einen Ausgang um außerhalb etwas zu Essen und zu Trinken.
Aber woher kommt so ein verhalten?
Liegt das vielleicht an den hohen Mieten, Standgebühren Abgaben usw. welche von der LGS GmbH erhoben wird?
Wer neben der Bühne ein Bier Trinken will muss dort
4,5 € auf den Tisch legen.
Was aber kein Grund ist den Mindestlohn zu unterlaufen.

Auch bin ich der Meinung, das sobald ein verdacht aufkommt der Zoll sofort auf der Matte stehen müsste.
Nicole Freeman
10.761
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.07.2014 um 19:11 Uhr
soll hier wirklich dieser firma genug zeit gegeben werden? Warum erst jetzt ? Warum reagiert die Gewerkschaft so spaet ? Mein Unmut gegen Gewerkschaftsoberen wird durch diese fragen nur noch geschuehrt. Schnell sollte gehandelt werden . Jede Baustelle wird besser Kontrolliert !!
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 20:46 Uhr
Die Stadt war/ist nicht fähig die einfachsten Dinge zu regeln. Ein Blick ins Internet und es wäre aufgefallen was das für eine Fa. ist. Da hätte keine Verbindung aufgenommen erden dürfen, allemfalls unter strengsten Kontrollen. Fällt das nicht in die Inkompetenz von der BM? ;-))
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 14.07.2014 um 19:15 Uhr
Warum muss es auf einer LGS ein Monopol für einen
Catering geben.
Es gibt 2 Festzelte und das Cafe, warum gibt es nicht drei Betreiber für die Gastronomie auf dem Gelände.
Die LGS GmbH musste wahrscheinlich froh sein das es die Fa. Polsterer gemacht hat, wie viele Eingeständnisse musste die LGS GmbH machen damit die Fa. Polsterer das Catering übernommen hat.

Warum sind von den vielen Interessierten für das Palmencafe einer nach dem anderen abgesprungen?
Zu hohe Forderungen seitens der Stadt oder LGS GmbH?

Für die Zukunft weiterer LGS wäre ein Gerichtsurteil gut, aber nicht nur eine Geldstrafe.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 15.07.2014 um 14:33 Uhr
Also soweit ich den Artikel verstehe, handelt es sich momentan um ein Gerücht oder liege ich da falsch? Weiß auch nicht, was der Zoll da jetzt suchen sollte und warum hier einige von Schwarzarbeit sprechen.
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.07.2014 um 23:16 Uhr
Was wollen Sie damit sagen Herr Hille? So lange es ein Gerücht ist braucht sich ja keiner damit zu beschäftigen? Hm, an anderer Stelle ist der Zoll nicht so zurückhaltend, da wird vor Ort geklärt ob es nun Gerüchte sind oder Tatsachen, fertig!
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.07.2014 um 00:35 Uhr
Mich interessieren Ihre ständigen Verteidigungskommentare bei allem was mit der LGS zusammenhängt genauso wenig wie das Aufbauschen jeder Kleinigkeit von Kritikern ( denn da vergisst man schnell die tatsächlichen Probleme ), beides kommt für mich wenig objektiv rüber, bringt mir persönlich gar nichts.
Hier geht es um einen begründeten Verdacht ( die Quelle ist bekannt ), dazu kommen die Hinweise der BI ( siehe den Kommentar von Frau Lennartz ), also wenn das nicht Grund genug ist diesen "Gerüchten" nachzugehen, dann weiss ich nicht wann man aktiv werden sollte. Worauf soll denn wer jetzt warten, Transparenz habe nicht nur ich gefordert, wenn sich das "Gerücht" nicht bestätigen sollte, umso besser, und wer welche Stärken und Schwächen hat ( diesen Privatkrieg können Sie gern mit bestimmten Leuten führen Frau Back, aber auch das ist hier nicht das Thema ), keine Ahnung was das jetzt mit der Forderung nach Einsicht und Offenlegung aller Verträge zu tun haben soll.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 18.07.2014 um 10:43 Uhr
So sieht es aus Frau Back!

Zitat von Herrn Walther: "Mich interessieren Ihre ständigen Verteidigungskommentare bei allem was mit der LGS zusammenhängt genauso wenig wie das Aufbauschen jeder Kleinigkeit von Kritikern ( denn da vergisst man schnell die tatsächlichen Probleme ), beides kommt für mich wenig objektiv rüber, bringt mir persönlich gar nichts."

Genau, weil anderer Leute Meinungen/ Ansichten zu hören, der komplett falsche Weg ist. Weil meine Meinung die einzige wahre ist!!!! So ist es richtig Herr Walther! -Ironie Ende-

Aber wenn es sooo uninteressant für Sie ist, was die Leute hier schreiben, warum geben Sie denn Ihren Senf dazu oder reagieren überhaupt darauf?
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.07.2014 um 22:38 Uhr
Klar, ich kann es auch machen wie Sie ( oder auch Frau Back ) - mal abgesehen von dem "auf die Schulter klopfen" - ich gehe gar nicht auf den Inhalt ein, greife lieber die Leute persönlich an... stimmt, das ist ziemlich uninteressant, hat aber sehr wenig damit zu tun, dass man ( oder ich ) angeblich nur die eigene Meinung als die "wahre" ansieht. Gerne Gegenargumente, nie ein Problem, aber Hauptsache dagegen, nur weil es wieder mal um Kritik bezüglich LGS geht? = Gääääähn!
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.07.2014 um 11:04 Uhr
Och Frau Back, wer schreibt denn so gern ( was glauben Sie warum ich das jetzt "übernommen" habe ) gääähn. Oder sind Sie doch nicht so jung wie ich dachte, dass ich in meinem Alter schonmal was vergesse, das ist wahrscheinlich normal...
Natürlich ist die Empörung berechtigt, natürlich beruht dieses "Gerücht" auf Informationen, die nicht einfach von der Hand zu weisen sind ( wurde auch hier von verschiedenen begründet, einfach nachlesen ).
Sie scheinen irgendwie Scheuklappen zu haben sobald irgendetwas auch nur im entferntesten mit der LGS in Verbindung stehen könnte, au wei, da muss ich gleich dagegen halten, kann doch nicht sein, dass "meine" LGS auch nur durch irgendetwas in Verruf geraten könnte...
Richtig, Sie schreiben es an verschiedenen anderen Stellen, ich schreibe es hier = gääääähn!
Deshalb, wie Herr Hille schon anmerkte, das war Senf genug von mir... und wenn`s dann aufgeklärt wird was dran ist an der Sache, dann werde ich selbstverständlich nicht schweigen ( habe ich auch bisher nie getan wenn ich daneben lag, auch damit habe ich kein Problem! ) egal wie die Sache ausgeht, die Hauptsache ist = Transparenz und ( endlich ) rangehen an die Angelegenheit!
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.07.2014 um 22:12 Uhr
da sind wir uns ja einig, kommt nix neues, und das ist einfach nur zum gääääähnen.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 21.07.2014 um 10:01 Uhr
Dreifach-Gäääähhhhhnnnnn!
Stefan Walther
4.849
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.07.2014 um 19:59 Uhr
genau Herr Müller und nie das Schulterklopfen mit Frau Back vergessen, ansonsten weiterhin ein 3-4faches "gääähn".
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Christian Momberger

von:  Christian Momberger

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Christian Momberger
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