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Was ist draus geworden.......

Gießen | Vor ein paar Tagen, ich war mal in einem Rathaus in einer Stadt in Deutschland, fand ich in einem Inforegal eine Broschüre.
"Leitbild für eine nachhaltige Stadtentwicklung"
Ich zitiere hier einfach einmal ein paar Stellen, die mich nachdenklich gemacht haben.

"Wir, die Bürger und Bürgerinnen, die Mitglieder der politischen Gremien und der Verwaltung der Stadt XXX verpflichten uns, die soziale, ökonomische, ökologische und kulturelle Entwicklung der Stadt nachhaltig im Sinne der Agenda 21 voranzubringen."

Ich komme später noch auf den Punkt "ökologisch" zurück.

"Zur Umsetzung demokratischer Prinzipien und Verfahrensweisen ist es unabdingbar, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt XXX als Betroffene über das vom Gesetzgeber bestimmte Maß hinaus mit einzubeziehen. Hierbei sind die Mitwirkungsmöglichkeiten auf Planungs-, Entscheidungs- und Durchführungsebenen zu erweitern und durch gezieltes Informationsmanagment transparenter zu machen"

Tja, das habe ich in den letzten Jahren immer wieder sehr "intensiv erleben" dürfen.

"wir streben eine breitere Beteiligung an der Schulentwicklungsplanung an; der Dialog über die Schulentwicklung (mit Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen, Schulträgern,Schulverwaltung usw.) ist zu führen"

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Über die Umsetzung können Betroffene bestimmt ein lauteres Lied als ich singen.

"Vorhandene Biotope (Lebensräume) sind zu erhalten, zu sichern und zu schützen. Für neue Biotope sind Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen"

Tja, auch das hat man gründlich hinbekommen. Daher war es schon "extrem ökologisch" was in XXX veranstaltet wurde und wird.

"Die Gestaltung der innerstädtischen Erholungssräume, Ruhezonen, Parks und Parkanlagen sowie die Erweiterung der Möglichkeit zur Begehung von Grünstreifen, z.B. entlang der xxx und der xxx, soll fortgeführt werden, sofern sie naturschutzrechtlichen Belangen und dem Schutz von Lebensräumen nicht entgegensteht"

Da haben meiner Meinung nach, einige "Macher" etwas ganz, ganz falsch verstanden.


So sind noch viele Punkte aufgelistet, die sicher spannend sind einmal auf ihre Umsetzung zu überprüfen.

Ach ja, das ganze wurde von den Giessener Agendagruppen erarbeitet und am 15. Februar 2001 von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet.

Noch etwas.... sollte jemand Rechtschreibfehler finden.... die können Sie behalten, ich brauch sie nicht mehr.

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.473
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.07.2014 um 17:04 Uhr
Danke Herr Schwarz für diese sicher sehr aufschlussreichen Informationen. Ich bin schon ganz gespannt auf die jetzt kommenden Kommentare der Bürgerreporter.
Birgit Hofmann-Scharf
10.267
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 12.07.2014 um 21:46 Uhr
XXX ist nicht etwa Gießen, oder etwa doch ??

Die Echtheit, Datierung vom Papier sowie Druckerschwärze sollten analysiert werden, denn es ist ja wahrhaftig nicht zu glauben, dass solch wertvolle Punkte von einer Gießener Stadtverordnetenversammlung vor gut 10 Jahren verabschiedet wurde.
( Gehörten die amtierenden Frau OB und Frau BM Anfang des 21. Jahrhunderts nicht auch schon zu den Stadtverordneten ? ! )
Dietmar Jürgens
1.252
Dietmar Jürgens aus Gießen schrieb am 12.07.2014 um 22:00 Uhr
'Papier ist geduldig' und 'Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern', diese beiden Sprichwörter passen wohl treffend auf das Zitierte, sollte die Broschüre tatsächlich Gießen zuzordnen sein. Auch wenn ich mir sicher bin, dass derartige 'Demenz' kein Privileg der Gießener Stadtpolitik ist.
Birgit Hofmann-Scharf
10.267
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 12.07.2014 um 22:05 Uhr
'Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern'
ja Dietmar, dieser berühmte Deutsche Satz passt !
Wolfgang Schwarz
154
Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 12.07.2014 um 23:31 Uhr
Ja, das "Papier" liegt immer noch in Giessen im Rathaus aus. Wie bereits geschrieben, es nennt sich "LEITBILD für eine nachhaltige Stadtentwicklung". Mit einem Vorwort von Karin Hagemann.
Im Impressum ist immer noch die Erstauflage (2500 Stück) angegeben.
Irgendwie konnte ich es erst auch nicht glauben.

Ganz interessant ist noch folgender Absatz. Ich zitiere wieder:

"Die Stadt Giessen verfolgt das Ziel einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung, die Arbeit und Ausbildung für alle schafft und sichert. Dabei gilt es zu beachten, dass Wachstum und Wohlstand nicht zu Lasten der Umwelt und auf Kosten zukünftiger Generationen erwirtschaftet werden (Bsp. Schulden, Umweltschäden) " Zitat Ende

Da hat man wieder bis über die Ellenbogen ins Klo gegriffen, ist meine Meinung.

Ich bin gespannt, wie lang diese Broschüre noch ausliegen wird.
Wolfgang Schwarz
154
Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 08:27 Uhr
@ Frau Back, weil ich mir gewünscht hatte, daß mein Geschreibsel bis zum Schluß gelesen wird. Dort löst es sich auf. Scheint leider nicht geklappt zu haben.
Martin Wagner
2.473
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 09:17 Uhr
"Karin Hagemann" - was wurde diese Frau von ihren politischen Gegnern damals hart angegangen .........

Bekanntermassen habe ich keinerlei Sympatien für irgendwelche Parteien, aber - so rein nostalgisch gesehen - wie stände heute Gießen da, wenn diese Frau noch "im politschen Ring stehen würde"?

Sicher hat sie auch Fehler gemacht, aber im Vergleich zu ihr sind die jetzigen Frauen in der Teppichetage des Giessener Rathauses in meinen Augen nur 3. Wahl.
Christian Momberger
11.116
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.07.2014 um 10:48 Uhr
Sehr interessant Wolfgang! Und Martin Du hast recht, das war noch eine andere Stadtregierung mit OB Mutz (SPD), Bürgermeisterin Hagemann (Grüne) und Sozialdezernent Schüler (SPD). Wobei Schüler war glaube ich kurz vor Hagemann. Zu Politischen Vita in Gießen von der aktuellen Bürgermeisterin GWG siehe: http://www.parlamentsinfo.giessen.de/kp0050.php?__chist=1&__kpenr=684&grnr=21&__cgrname=3Magistrat
Christian Momberger
11.116
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 15.07.2014 um 20:58 Uhr
Es geht hier nicht um Stadtpläne (Karten), sondern um Stadtplanung, um Bürgerbeteiligung, um Nachhaltigkeit, um Beschlüssen und Leitbildern der Stadt dazu, denen diametral widersprochen wurde im Zuge der LaGa 2014. Sicherlich, es gibt auch noch andere Kommunen, wo solches ebenfalls passiert (ist), aber deswegen kann, darf und muss man trotzdem darauf hinweisen, was in Gießen geschehen ist und geschieht und wie ach so grün doch unsere "grüne" Bürgermeisterin ist.
H. Peter Herold
27.226
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.09.2014 um 14:25 Uhr
Papier ist geduldig.
Karl-Ludwig Büttel
3.603
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 29.09.2014 um 14:58 Uhr
Das stimmt und muss manchmal doch soviel ertragen das gute Papier.
H. Peter Herold
27.226
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.09.2014 um 18:15 Uhr
Ja auch von uns allen. Gut, dass aber nicht alles gedruckt wird, also doch kein Papier.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Wolfgang Schwarz

von:  Wolfgang Schwarz

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Wolfgang Schwarz
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