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Fragezeichen - Claudia Brefeld - pixelio
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Gießen | "Ausstellung zu Anni Malkomesius (1901-1992)
Ein Frauenleben in Gießen - 28.05.2014 bis 29.06.2014
Ort: KiZ - Kultur im Zentrum, Südanlage 3a (Eingang Parkplatz Kongresshalle) Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Montag geschlossen
Die Ausstellung des Stadtarchivs wurde unterstützt vom Büro für Frauen- und Gleichberechtigungsfragen der Universitätsstadt Gießen.
Mancher Gießener mag sich noch an Anni Malkomesius erinnern. Sie wohnte in der Grünberger Straße, führte dort eine Wäscherei und war ein aktives Mitglied der Luthergemeinde. Eine prominente Bürgerin dieser Stadt war Anni Malkomesius indes nicht. Gerade das ist das Besondere einer Ausstellung über ihr Leben, die das Stadtarchiv Gießen zusammengestellt hat. Am kommenden Mittwoch (28. Mai) wird sie in den Räumen des KiZ (Kultur im Zentrum, ehemalige Stadtbibliothek in der Kongresshalle) eröffnet.

Der Titel "Anni Malkomesius (1901-1992) - Ein Frauenleben in Gießen" macht deutlich, worum es geht: Eine weitgehend "ganz normale" Biografie nachzuzeichnen. Das war in diesem Fall besser möglich als in vielen anderen. Denn die Gießenerin, deren
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KiZ Gießen (6)Biographie (1)Ausstellung (280)Anni Malkomesius (2)
Wohnhaus von Weltkriegsbomben weitgehend verschont blieb, hat zahlreiche Dokumente, Briefe und Fotos sorgfältig verwahrt. Darunter befinden sich auch viele Unterlagen ihrer Vorfahren, zurückgehend bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Diese Nachlass-Kisten brachte die Erbin zur Aufbewahrung ins Stadtarchiv. Dort merkte man bald, wie ungewöhnlich detailreich der Nachlass war.

Auf den ersten Blick schien es ein eher unauffälliges Frauenleben gewesen zu sein. Dennoch zeigten sich Facetten im Lebenslauf, die neugierig machten. "Was nicht festgehalten und überliefert wird, gerät in Vergessenheit", erklärt Stadtarchiv-Mitarbeiterin Kornelia Claes, warum sie viel Zeit in zusätzliche Recherchen und Zeitzeugen-Gespräche gesteckt hat. Gerade die Erinnerung an Frauenleben werde oft vernachlässigt.

Entstanden sind 33 Ausstellungstafeln zur Biografie von Anni Malkomesius. Dazu werden ausgewählte Originaldokumente und Fotos gezeigt.

Der Eintritt ist frei.

Das Begleitheft zur Ausstellung ist am Ausstellungsort erhältlich, außerdem im Stadtarchiv (Rathaus, Berliner Platz 1) und im Buchhandel zum Preis von € 4,50."

Quelle: http://www.giessen.de/index.phtml?object=tx|1894.17.1&FID=684.35506.1&mNavID=1894.7&sNavID=1894.29&La=1


Diese eher rein technischen Informationen habe ich der Homepage der Stadt entnommen. Bisher sind die Ausstellungen des KIZ hier in der Onlineausgabe nicht angekündigt worden. Vielleicht kann da ja ein Bürgerreporter einspringen und die Ausstellung besuchen und einen Artikel einstellen.

Da die Ausstellung ja bis 29.6. geht, kann ich mir gut vorstellen, dass ich da mal nach einer ausführlicheren Ankündigung hingehe. Der Eintritt ist ja frei und es spricht doch Nichts dagegen, dass mann / frau dazu lernt.

Also, vielen Dank lieber Bürgerreporter der sich die Mühe macht.

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.092
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 30.05.2014 um 21:37 Uhr
"Da die Ausstellung ja bis 29.6. geht, kann ich mir gut vorstellen, dass ich da mal [...] hingehe."

Nur zu Martin! Dann wissen wir ja wer den Bericht schreiben kann. ;-)
Christiane Pausch
6.097
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 30.05.2014 um 22:51 Uhr
:-)) Christian
Jutta Skroch
13.095
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 30.05.2014 um 23:04 Uhr
Ich hoffe, ich schaffe es, mal hinzugehen, sofern es mir nicht wieder untergeht. Auch wenn ich die Bürgerin nicht kenne.
Christian Momberger
11.092
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 30.05.2014 um 23:35 Uhr
Nein, ich denke nicht, dass ich die Zeit dafür habe. Interessieren würde es mich zwar schon, aber Zeit für einen Artikel habe ich nicht.
Martin Wagner
2.443
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 31.05.2014 um 08:46 Uhr
Bin bei der Suche im Netz nicht so fit. Gestern hatte ich schon einmal gesucht, ob bei dem Veranstalter eine Kontakt-Emaliadresse steht. Heute habe ich eine gefunden und kurz hingeschrieben. Vielleicht kommen wir doch noch zu einem Artikel, wenn der Veranstalter selber einen schreibt.

Danke für die netten Rückmeldungen.
Christian Momberger
11.092
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 31.05.2014 um 18:43 Uhr
Ja, das ist auch ein Weg. Ich dachte Du gehst mal hin und berichtest dann von der Ausstellung oder was es auch immer ist.
Martin Wagner
2.443
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 01.06.2014 um 12:03 Uhr
Nein Christian - Ich gehe zwar keiner bezahlten Arbeit nach, aber ich habe (bis zur Halskrause) andere Arbeiten "an der Backe". Über Langeweile kann ich nicht klagen.

Wenn ich dorthin gehe kostet mich das locker 2 bis 3 Stunden. Sich korrekt anziehen, hin laufen und dann durch die Ausstellung .... das Ganze dann rückwärts. Und da ist noch keine Zeile geschrieben. Nee, die Zeit will ich mir nicht nehmen um dann festzustellen die Veranstaltungsankündigung war doch etwas "zu vollmundig". (Will das nicht behaupten - kann aber doch sein.)

Für mich angenehmer ist es, wenn (neben den eher technischen Angaben des Veranstalters) ich vorher hier in der Online-Ausgabe eine Einschätzung der Ausstellung lesen kann. Denn was nützen mir Angaben wer da wo auf dem Dachboden etwas entdeckt hat oder auf wieviel Tafeln die Ausstellung präsentiert wird oder wer die Ausstellung zusammen gestellt hat oder ..... für mich entscheident ist vorher zu erfahren, ob der selbstgesteckte Anspruch "Eine weitgehend "ganz normale" Biografie nachzuzeichnen." eingehalten worden ist.

Denn - und da gebe ich den Veranstaltern voll recht - unsere Geschichte (zumindest die in staatlichen Institutionen vermittelte) ist viel zu sehr (manchmal ausschliesslich) auf irgendwelche Großkopferten ausgerichtet.
Diese sind in der Regel aber nur Marionetten von gesellschaftlich mächtigen Kreisen/Kräften/Klassen/Schichten(Wirtschaftssystemen ... (sucht es euch aus welchen Begriff ihr da sehen wollt ...). Egal welche Fraktion der Großkopferten gerade "dran ist", Otto Normalverbraucher bzw. Lieschen Müller haben die angerichteten Suppe auszulöffeln. Und genau bei diesen Personengruppen sollte unser Interesse ansetzen.

Ich bin der Meinung: Geschichte ist (fern der Marionetten) machbar - dazu müssen sich nur die "kleine Leuten" einig sein.

Oder, um es mit einer bekannten Textzeile aus einem Song der Gruppe "Fehlfarbe" zu sagen.

"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!"
Christian Momberger
11.092
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.06.2014 um 12:31 Uhr
Ja Martin. Ich verstehe was Du meinst und Du hast sicherlich nicht völlig unrecht.
Martin Wagner
2.443
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.06.2014 um 16:49 Uhr
Au Backe - das war knapp. Bin also erst heute dazu gekommen in die oben angekündigte Ausstellung zu gehen. Ja in drei Tagen macht die zu.

Auf zumeist großen Wandflächen wird das Leben von Frau Malkomesius recht detailiert "erzählt". Dazu kommen noch zwei Vitrinen mit einigen Gegenständen aus dem Nachlass.

Auf dem Fußboden ist mit Pfeilen der zeitlich geordnete Rundgang angedeutet. Das ist sehr behilflich.

Nach einigen Flächen mit Anmerkungen zu dem für die Ausstellung vorhandenen Materialien (umfangreicher Nachlass aus dem geschöpft werden konnte - aber mit Lücken für ein Jahrzehnt) und dem Schwerpunkt der Darstellung (Frauenleben in Gießen) geht es dann los mit Wänden zu ihren Eltern, zu ihrer Jugend, zu .... eben bis zu ihrem Tod.

Die biographischen Daten sind in einen zeitgeschichtlichen Rahmen (recht "schmalen" - für mich aber ausreichend) eingebunden. So entsteht ein lebendiges Bild von Frau Malkomesius. Nur wenige Dinge im Leben von Frau Malkomesius weichen wohl vom "Üblichen" ab. Wie z.B. die lebenslange Ehelosigkeit (ob die Verstorbenen einen Freund /Freundin hatte bleibt ungeklärt), die Anmeldung eines eigenen Geschäftes bei den Nazis und ihre aktive Mitgliedschaft in der Lutherkirche (diese Gemeinde bekannte sich zur Bekennenden Kirche).

Anderes damals "Übliche", wie z.B. das "hinten anstehen" bei der Wahrnehmung ihrer Interessen hinter dem gehbehinderten älteren Bruder bleibt uns in der heutigen Zeit schwer verständlich.

Es war - von außen betrachtet - sicher ein eher unspektaktuläres Leben. Eben wie es weit über 99% einer Stadtbevölkerung eben führen. Hätte nicht eine Mitbürgerin den Nachlass gesichert und dem Stadtarchiv vermacht wäre diese Ausstellung nicht möglich gewesen.

"Was nicht festgehalten und überliefert wird, gerät in Vergessenheit" heisst es in der Ankündigung. Dem kann ich voll zustimmen. Ich finde die nachfolgende Generationen haben ein Anrecht darauf auch in Biographien von "ganz normalen" Bürgern "stöbern" zu können.

Also, wer die Möglichkeit hat, sollte aus seinem Umfeld Biographisches festhalten. Eine Aufarbeitung kann ja dann - wie im vorliegenden Fall - ja eventuell noch Jahre später erfolgen.

Vielleicht kann die oder der Eine oder Andere bei dem Besuch der Stände des Kunstspektakels "Flair mit Fluss" am nächsten Sonntag im Karree Bismarckstr./Löberstr./Bleichstr./Lonystr. die paar Meter zum KIZ zu laufen (von der Wieseckbrücke in der Bismarckstr. auf der linken Seite zur Kongresshalle - dort nach 50 m der Hintereingang zum Komplex - ein paar Stufen hoch) um zu schauen, ob die Ausstellung am Sonntag noch auf ist.
Christian Momberger
11.092
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 26.06.2014 um 22:48 Uhr
Danke Martin für Deinen Bericht.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martin Wagner

von:  Martin Wagner

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Interessensgebiet: Gießen
Martin Wagner
2.443
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