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LaGa = Fehlplanungen und mangelhafte Umsetzungen ohne Unterlass

Gießen | Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Stoppt diese Landesgartenschau“ verfolgen die unterschiedlichsten Medien und sprechen mit Besuchern der Laga und stellen Folgendes für die ersten 14 Tage der „163 Tage Wahnsinn“ (Zitat von der Bürgermeisterin Gerda Weigel Greilich) fest:

Letzte Woche war noch der Lokalpresse zu entnehmen, dass für einige aus dem Team der LGS-GmbH 'Hessens größtes Gartenfest' schon die fünfte Veranstaltung ist, welche sie in Organisation, Planung und Umsetzung begleiten. Man dürfte also vermuten, dass erfahrene Mitarbeiter mit dem Procedere vertraut sein sollten.
Wenn man allerdings die Vorkommnisse der letzten Tage und Wochen aus Sicht des Bürgers betrachtet, bekommt man den Eindruck, dass sich hier die Amateur-Liga zusammengefunden hat.


Hier nur einige Beispiele:

Erreichbarkeit der Verantwortlichen

§ Am Eröffnungstag(!!!) war von einem HR-Reporter zu erfahren, dass er morgens vergeblich versuchte, die Pressestelle der LGS-GmbH zu kontaktieren. Es blieb wohl bei einem Versuch - lediglich ein AB teilte ihm mit freundlicher Stimme mit, dass in dringenden Fällen die Feuerwehr unter der Rufnummer XXX zu verständigen sei - toll!!!

Gemeinsamer Fuß-Radweg wird halbiert

§ Wenige Tage vor der Eröffnung wurde entlang des Waldbrunnenweges der Zaun - entgegen vorheriger Zusagen, dass der Weg auch während der Schau uneinge-schränkt nutzbar bleibe - auf der Mittelachse des Weges platziert. Somit wurde der Waldbrunnenweg auf eine nutzbare Breite von max. 1,4 m reduziert. Folglich ist gegenwärtig keine Nutzung durch Rettungsdienste möglich, abgesehen davon, dass ein ungehinderter Begegnungsverkehr von Radfahrern und Fußgängern denkbar sei! Just am Eröffnungstag lagen diese Zaunsegmente schon auf breiter Front um, von einer Windböe dahingerafft. Dies wiederholte sich noch einmal - in lediglich 6 Tagen!!! Es war sicherlich nur einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass beide Zwischenfälle ohne jeglichen Personenschaden abliefen.

Fehlende Wegweiser zur LGS

§ Und dann ein Glanzpunkt schlechthin: Eine Gartenschau, welche sich vor den Besuchern versteckt.
Am Eröffnungstag - und auch an den Tagen bis heute - wurden Ortsfremde dabei beobachtet, wie sie in den an die Wieseckaue angrenzenden Wohngebieten umherirrten - auf der Suche nach den Parkplätzen und Zugängen zum Ausstellungsgelände. Wurden die LGS-Macher etwa von dem Eröffnungstermin so überrascht, dass eine großräumige Ausschilderung nicht mehr möglich war oder hat man gar mit den 150 bundesweit platzierten Großplakaten das Beschilderungs-Budget schon überschritten?

Fehlende Fahrradständer an den Eingängen

§ Am Haupteingang können eigene Ständer genutzt werden, aber am Waldbrunnenweg und auch an der Ringallee müssen die Radfahrer ihre Räder am Zaun festmachen oder in den Rasen legen.

Fehlende Mülleimer vor allen Eingängen

§ Viele Besucher vermissen Mülleimer um Müll entsorgen zu können.

Die Oberlache wird zu einem Schnakenloch

§ Seit Wochen ist die „renaturierte Oberlache“ ein See, der bei zunehmender Wärme weitere Insekten anlocken wird. Da es sich – „wider Erwarten“- um ein stehendes Gewässer zu handeln scheint, darf man mit diversen Gerüchen rechnen.

Besucher suchen (die netten) Toiletten in Gießen

§ Besucher suchen nach frei zugänglichen Toiletten in Gießen. Toilettenhäuschen stehen weder an der Lahn oder in der Stadt. Sehr viele – auch Gießener – wissen nichts von den „netten Toiletten“, die im Übrigen als solche von außen nicht so leicht zu erkennen sind.
http://www.giessen.de/Tourismus_und_Shopping/Nette_Toilette/

Die Oberlache
Die Oberlache
Ausbeutung

§ Über das Jobcenter werden Hartz 4 Empfänger an die LGS GmbH für einen Stundenlohn von 1,30 € vermittelt.

§ Die Firma „Polster Catering“ mit Sitz in Liechtenstein/Sachsen ist bekannt für Ausbeutung. Auf den letzten LaGas hat diese Firma 6,10 €/Stunde brutto bezahlt.
http://www.elbe-wochenblatt.de/wilhelmsburg/lokales/echt-miese-bezahlung-d16391.html

Erlebnisse an der Eintrittskasse

§ Eltern, deren Kinder etwas vorführen, müssen den vollen Eintrittspreis zahlen

§ Jugendliche, wenn sie an einem ausgeschriebenen Wettkampf teilnehmen wollen, (u.a. BMX –und Skaterwettbewerbe) sollten auch den vollen Eintritt zahlen. Einer der Wettkämpfe musste deswegen abgesagt werden, weil die Jugendlichen den Betrag nicht zahlen wollten/konnten.

§ Eine Familie (4 Erwachsene und 2 Kinder) mit kleinem Hund bekam erst nach dem Einscannen ihrer Karte gesagt, dass der Hund draußen bleiben muss und der Preis nicht rückerstattet wird. (Passierte am Eröffnungstag)

Stadtbüro kann keine Informationen und Karten zur LaGa verbreiten

So war der Verlauf der Oberlache geplant
So war der Verlauf der Oberlache geplant
§ Das Stadtbüro verkauft – trotz Anfragen – keine Eintrittskarten mehr. Die Bediensteten kennen den Grund nicht. Gleichzeitig kann im Haus keiner auf Anfragen bezüglich der LaGa antworten. Dort gibt es keine Flyer oder Infobroschüren. Viele kennen auch die Aktion „nette Toilette“ nicht.

Keine Ausgänge zur Eichgärtenallee

§ Der ehemalige Ein- Ausgang zu dem Gelände an der August-Messer-Straße ist nun durch ein Gitter völlig gesperrt. Für die neue große 49m lange Betonbrücke die quer über den Schwanenteich führt und eine Verbindung zur Eichgärtenallee gewährleisten sollte, mussten die kleine Hochzeitsbrücke und ein kleiner Weg mit Bäumchen weichen. Aber diese Brücke ist ebenso durch ein Gitter gesperrt und somit keine Attraktion sondern eine Sackgasse. Schildbürgerstreich, oder was ist der wahre Grund?
http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/hier-gehts-nicht-zu-neuen-ufern_14081402.htm


Die Besucher dieser Schau werden Gießen sicher in bleibender Erinnerung behalten - aber gewiss in negativer Hinsicht. Dies können auch die bunten Blümchen nicht kaschieren.
Auch darf man sicher auf die Erklärungen gespannt sein, die man parat hat, wenn es darum geht, die am Ende anstehenden Gesamtkosten zu erläutern. Es ist jetzt schon voraussehbar, dass das gedeckelte Budget, welches aufgrund der Rettungsschirm-Lage vom Regierungspräsident vorgegeben wurde, nicht zu halten ist. Ob Mühlengärten, Kirchenplatz, Verlegung des Verkehrs-Übungsplatzes, Christoph-Rübsamen-Steg, Verfüllung der Ostanlagen-Unterführung - keines der genannten Projekte blieb bisher im gesteckten Kosten-Rahmen.



Die Fotos haben wir VOR und dann NACH den Fällaktionen aufgenommen

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Die Oberlache
So war der Verlauf der Oberlache geplant
2
Ein "fließendes" Gewässer
1
1
Das ist Vergangenheit
Hier sieht man eine Trauerweide, die "aus Versehen" gefällt wurde!!!
1
Das geliebte Hochzeitsbrückchen- übrigends immer noch verschollen

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Kommentare zum Beitrag

Marcus Link
452
Marcus Link aus Gießen schrieb am 10.05.2014 um 21:57 Uhr
Danke für den Artikel!
Die moderne Art solchen Problemen zu begegnen ist das Schweigen oder im besten Fall Versprechungen deren Einlösung alles andere als sicher sind. Diese Konfliktmanagement Kultur darf sich nicht bewähren, es muss immer wieder berichtet und nachgefragt werden.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 10.05.2014 um 22:00 Uhr
Die Kritiker der "Laga-Nörgler" ( die die grüne Wieseckau meist nicht mal kannten ), können sich hier wieder einmal einen nüchternen Einblick verschaffen, worum es geht / ging.
Können diesen Einblick auch in / von diversen Giessener und Hessischen Medien entnehmen ( Guter Hinweis, Martina )
Ein Beitrag, der Eure gute Arbeit wiederspiegelt - denn die BI gab / gibt es nicht eines Gaudiums oder gar einer Rebellionsfreude wegen.

Vielen Dank für Eure Recherchen, für diesen inhaltsreichen Beitrag !

LG
Bernd Zeun
11.140
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 10.05.2014 um 22:17 Uhr
Sehr gut die Gegenüberstellung vorher/nachher. Das sind nicht nur 163 Tage Wahnsinn, der wirkt noch Jahre nach.
Martina Lennartz
5.896
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 10.05.2014 um 22:29 Uhr
Ich befürchte es auch- ökologisch und auch finanziell!!
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.05.2014 um 22:32 Uhr
Ich mag mich dem Lob meiner Vorredner nur anschließen! Ein sehr guter Bericht über die Undinge die hier passieren/passiert sind!
Christoph Schäfer
720
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 10.05.2014 um 22:40 Uhr
Eine Chronik der Peinlichkeiten ... wenn es nicht so traurig wäre ...
Jutta Skroch
13.402
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 10.05.2014 um 23:15 Uhr
@Martina,
du hast nur einen Bruchteil dessen aufgeführt, was die ganze Zeit abläuft. Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass der HR Übertragungswagen im Matsch stecken geblieben ist und von der Feuerwehr herausgezogen werden musste, auch nicht dass die Krake an der THM nach wenigen Tagen schon den Geist aufgegeben hat, angeblich wegen intensiver Nutzung, hat es da tatsächlich jemand gewagt, die Pumpe 2mal am Tag in Betrieb zu setzen? Denn bisher konnte man die Besucher, die sich bis an die THM verirrt haben, fast an zwei Händen abzählen.
Martina Lennartz
5.896
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 10.05.2014 um 23:19 Uhr
Liebe Jutta, du hast vollkommen recht...wenn ich alles aufgeführt hätte, würde es den Rahmen sprengen. Lieben Dank für die Ergänzungen.
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 02:18 Uhr
Mit der Oberlache werden die Anwohner der Eichgärtenallee noch viel Freude haben - nämlich wenn die Mücken so richtig aktiv werden.
Danke für den Artikel.
H. Peter Herold
27.969
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 07:30 Uhr
Gut Martina. Bin gespannt was und wie die Befürworter daraufhin nun argumentieren.
Wolfgang Schwarz
154
Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 09:47 Uhr
Wenn die "Veranstalter" früh genug bei meinem Arbeitgeber gefragt hätten, wären wir bestimmt bereit gewesen, ihnen zwei oder drei unserer Azubis zur Seite zu stellen. Die hätten die Planung und Organisation, obwohl branchenfremd, garantiert besser hinbekommen. Denn wir sind ein wirtschaftlich denkendes und agierendes Unternehmen, was ich bei den für diesen ganzen Murks Verantwortlichen nicht wirklich erkennen kann. Eines hätten die "Branchenfremden" mit absoluter Sicherheit verhindert. Diesen unglaublichen Kahlschlag, der auch noch mit einer zusätzlichen, in der Höhe noch nicht absehbaren Verschuldung der Stadt, einhergeht. Von den Folgekosten für den Rückbau, denn die Pflege ist später gar nicht zu leisten, mal ganz abgesehen.
SETZEN 6 !!!!!
H. Peter Herold
27.969
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 09:52 Uhr
Danke für den Kommentar Wolfgang
Michael Beltz
7.494
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 11:10 Uhr
Die BI hat also noch viel zu tun. Das hier Genannte muss an die Öffentlichkeit, da die meisten Gießener den gesamten Murks nicht mitbekommen haben.
Peter Baier
10.269
Peter Baier aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 12:29 Uhr
Hallo Jutta, für den Gummi Kraken wurde schon ein Fachmann (Techniker) von Beate Uhse beauftragt.
Martina Lennartz
5.896
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 14:34 Uhr
http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Jugend-Angeboten-droht-Schrumpfung-_arid,495494_regid,1_puid,1_pageid,113.html
...und hier fehlt dann das Geld, wobei die OB immer betonte, dass an Kindern und Jugendlichen nicht gespart werden darf.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 19:04 Uhr
Peter - wird der aus Flensburg eingeflogen? Das wird teuer :-)

Jutta, alles aufzulisten, würde den Rahmen sprengen - nur ein Beispiel von vielen, die oben nicht berücksichtigt wurden:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/85563/rueckbau-der-neuen-bruecke-am-schwanenteich/
H. Peter Herold
27.969
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.05.2014 um 23:33 Uhr
Was heißt schon Nörgler Herr Müller, nur weil da einige Tatsachen aufgelistet sind, die so sicher nicht geplant waren und die neben all den Lobreden auf die LaGa doch auch genannt werden sollten
H. Peter Herold
27.969
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.05.2014 um 08:07 Uhr
Leif Müller
174 Leif Müller aus Wettenberg schrieb am 11.05.2014 um 16:04 Uhr

"Die Kritiker der "Laga-Nörgler" ( die die grüne Wieseckau meist nicht mal kannten )"
Thorsten Lux
905
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 12.05.2014 um 16:46 Uhr
"(...) die neben all den Lobreden auf die LaGa doch auch genannt werden sollten."

So siehts nämlich aus. Vielen Dank für diese Auflistung dessen was bisher geschah. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung. :-)

Und niocht die Berichterstattung madig machen lassen, weil manche bloß Lobhudeleien bzgl. der LaGa gelten lassen wollen.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 15.05.2014 um 18:13 Uhr
H. Peter Herold
27.969
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.05.2014 um 16:54 Uhr
Ich weiß warum ich die Allgemeine nicht lese und sie als die Bildzeitung von Gießen bezeichne. Keine Kritik, die steht mir nicht zu, nur meine Meinung.
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 16.05.2014 um 22:47 Uhr
Naja, in der GZ ist das Angebot breiter und man findet alle Seiten ausführlich, da hier ja der Platz nahezu unbegrenzt ist.
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 16.05.2014 um 23:18 Uhr
Naja, es führt zu mehr Ausgewogenheit, zu mehr Objektivität.
Karl-Ludwig Büttel
3.717
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 17.05.2014 um 11:39 Uhr
Das ist wirklich gut.....sehr ausgewogen.
Michael Beltz
7.494
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.05.2014 um 08:19 Uhr
Um welche von den oben genannten Inhalten/Kritiken geht es hier? Wenn jemand schreiben würde, das mit der "Erreichbarkeit der Verantwortlichen" oder "Ausbeutung" stimmt nicht, dann wäre das eine Diskussion.
Mir fehlen die Gegenargumente.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 13:16 Uhr
Vielleicht sollte die Hetzinitiative merken, wann ein Kampf verloren ist?! Vielleicht sollte man auch mal positive Effekte gegenüber stellen?! Nein, dies passt nun ganz und gar nicht in diese pessimistische Grundhaltung, mit der man andere Menschen anstecken möchte. Sicher ist es auch total schlimm, dass sich z.B. Kinder auf der Bühne präsentieren können und Spaß haben, anstatt vor dem TV/ Internet zu sitzen oder gegen irgendetwas zu hetzen, weil man sonst nichts zu tun oder zu melden hat. Sicher sind die kulturellen Beiträge nur rausgeschmissenes Geld. Es reicht ja, wenn man Justin Bieber auf MTV gucken kann. Vielleicht sollte man bei all seinem Frust auch die positiven Fakten beachten, die so eine Veranstaltung mitbringt, aber dazu scheint diese kleine Gruppe zu verbittert. Das Problem, das diese Initiative hat, ist, dass sie in erster Linie GEGEN etwas ist. Das merken die Leute und das macht auch keinen guten Eindruck. Daher wird sie auch nicht größer und das ist auch gut so! Einen schönen Tag wünsche ich noch. Allerdings bin ich mir sicher, dass man bei so einer negativen Attitüde nur noch schlechte Tage hat. Denkt mal drüber nach...
Michael Beltz
7.494
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 13:17 Uhr
Also, liebe Frau Back, verhaspeln kann man (für Feministen: frau) sich nur beim Verzehr einer Haspel. Nur mal zur Klarstellung!

Aber nun doch mal die langweilige Frage: welcher der o.g. Punkte erscheint Ihnen falsch?

Schöne Feiertage!!
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 14:26 Uhr
P.S. "§ Eltern, deren Kinder etwas vorführen, müssen den vollen Eintrittspreis zahlen"

Oh mein Goooooootttttt: Mein Kind ist in einer Tanzgruppe, hat Spaß dabei, sich auf einer Bühne zu präsentieren (Die Hetzinitiative wird es Ausbeutung nennen), kann damit das Selbstbewusstsein stärken und tut was sinnvolles für Geist und Körper und tut dabei der Laga noch ein Gefallen (verdammte Synergie). Wie kann man da nur erwarten, dass ich da noch Eintritt bezahle?! Wer ist daran Schuld? Die Laga? Die Betreuer? Am besten ist, ich versage dem Kind in diesem Fall die Vereinstätigkeit, damit es nicht ausgenutzt wird! (Ironie Ende)

"§ Über das Jobcenter werden Hartz 4 Empfänger an die LGS GmbH für einen Stundenlohn von 1,30 € vermittelt."

Na Mensch, das gibt es wohl nur bei der Laga. Dann verdienen die Leute also ca. 200 € im Monat und bekommen vom Staat sicher überhaupt nichts. Das ist ja n Ding!!! Die werden dann wohl verhungern. Oder bekommen die trotzdem noch Geld vom Staat? Oder fühlen sich vielleicht sogar wertvoller, weil sie einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten??? Neeeein, das kann gar nicht sein!
Martina Lennartz
5.896
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 16:43 Uhr
Herr Hille, wenn Ihre Tochter Spaß an dem Verein und den Bewegungen hat, dann ist das wunderbar und gilt zu unterstützen. Und wenn Sie den Eintritt gerne zahlen, um Ihre Tochter als stolzer Vater sehen zu wollen, dann ist das auch schön.
Das Problem ist nur, dass sich das nicht alle Familienmitglieder mal so eben leisten können und es schön wäre, wenn es da in irgendeiner Form Unterstützung/Entgegenkommen gäbe.
Martina Lennartz
5.896
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 16:48 Uhr
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-betroffene-vom-mindestlohn-ausgeschlossen-90016025.php

Zum Thema Hartz 4 und Mindestlohn hier ein Artikel, der beschreibt, was das für die Hartz 4 Empfänger bedeutet.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 17:11 Uhr
1. Was hat das mit dem Mindestlohn zu tun, den es noch gar nicht gibt bzw. während der Laga nicht geben wird??? Das ist ziemlich zusammenhangslos. Bitte suchen Sie einen passenden Link, der mich überzeugt! Das Problem liegt nicht an der Laga, sondern am Staat und unserer Repräsentanten, die wir alle vier Jahre demokratisch wählen und die unsere Interessen repräsentieren. :) Wir wissen alle, dass die das nicht tun...

2. Ist es ein logistischer, zeitlicher und personeller Aufwand, wenn Mutti und Papi kostenfrei aufs Gelände kämen. Ausweis abgleichen, Listen etc. Des Weiteren gibt es Millionen andere Menschen in Deutschland, die sich den Eintritt nicht leisten können. Dies ist für mich kein Argument. Den Vereinen und Kitas wird die Gelegenheit geboten sich und Ihre Region kulturell zu präsentieren. Die Laga-Besucher erfreuen sich an den Tänzen der Gruppen und die Kinder freuen sich auf der Bühne zu stehen. Deshalb ist es nicht verwerflich, dass die Eltern keinen freien Eintritt bekommen...
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 17:28 Uhr
Anhand der Kommentare von Herrn Momberger, Herrn Kraft, Herrn Lux etc. (so ziemlich alle, außer einiger Außnahmen), merkt man das eigentliche Problem. Sie essen alles auf, was man Ihnen serviert (damit meine ich den Bericht). Hinzu kommt der totale Frust auf alles, was mit Laga zu tun hat und somit ist eine innerliche objektive Auseinandersetzung mit der Sache überhaupt nicht mehr möglich. Ich zB. sage nicht, dass Ihre ganzen Behauptungen falsch sind, aber ich informiere mich, bevor ich jeden Blödsinn widerspruchslos hinnehme, weil dann kann man genauso gut die BILD lesen...
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 19:04 Uhr
Danke für die pauschale Verurteilung von Leuten, die sie überhaupt nicht kennen. Vielleicht haben wir uns ja auch ein wenig informiert bzw. sind schon deutlich länger an den Thema dran wie sie. ;-)

Zu meiner Person: Ich bin ein waschechter Schlammbeiser und kenne das Gelände schon als Kind und verfolge den Prozess der LaGa mindestens seit 2009/2010 sehr intensiv. Ich bin kein absoluter Gegner einer LaGa bzw. einer Großveranstaltung als solches, sehe aber die LaGa wie sie jetzt durchgeführt wird sehr kritisch bis negativ, da sie m.E. unsozial, unökologisch, nicht wirklich nachhaltig und finanziell für Gießen so nicht leistbar ist. Das erste Konzept "Auf zu neuen Ufern", wo als Hauptbereich die Lahnaue vorgesehen war, das hatte noch was. Aber fast alle Maßnahmen die die dort geplant wurden, sind gestrichen worden und es blieb mehr oder weniger noch eine Blümchenschau in der Wieseckau mit größeren Begleitprogramm. Wirklich neues, was die Stadt langfristig finanziell auch unterhalten kann und was langfristig neue, zusätzliche Touristen oder Einwohner nach Gießen bringt sehe ich nicht realisiert. Und was die Kritik bzw. der Eintrittspreise anbelangt, so finde ich 15,- € schon recht happig. Diese können sich viele Bürger, nicht nur in bzw. aus Gießen leisten, aber wirklich Ermäßigungen für sozial Schwache gibt es nicht. Und das die Eltern der Kinder die da was aufführen nicht kostengünstiger oder umsonst reinkommen, zeigt eben auch, dass der soziale Aspekt keine große Rolle spielt. Und auch später werden die Vereine, Schulen, sozial Schwachen die Folgekosten der LaGa zu tragen haben, welche durch die neuen Schulden, die für die LaGa aufgenommen werden mussten, entstehen. Das Geld für die Zinszahlungen fehlt an anderer Stelle.
Und auch wenn sicherlich die große Politik für die Thema fehlender Mindestlohn und Hartz IV verantwortlich ist, so fängt er Kampf gegen diese sozialen Ungerechtigkeiten im kleinen an. Hinter der LaGa stehen auch politische Parteien, die diese in der jetzigen Form durchgedrückt haben und Politiker, die Aufsicht über die Landesgartenschau Gießen GmbH als Durchführungsgesellschaft führen. Die Politik könnte also schon Einfluss nehmen, welcher Lohn den Mitarbeitern und Helfern auf das LaGa gezahlt wird. Und 1,30 € sind m.E. eindeutig sittenwidrig und unmenschlich, d.h. gehen gar nicht, egal wie viel der Staat noch als Hartz-Aufstockung dazu gibt. Warum zahlt er nicht gleich ordentliche Löhne und spart dann so die Ausgaben für die Aufstockung. LGS Gießen GmbH gehört doch m. W. zu 100% der Stadt Gießen.

Die o.g. Kritikpunkte haben schon alle ihre Berechtigung.
Karl-Ludwig Büttel
3.717
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 20.05.2014 um 21:54 Uhr
Ich bin seit vielen Jahren in Vereinen aktiv.Auch bei uns ist es üblich obwohl ich im Programm mitwirke und Thekendienst mache, bei Auf-und Abbau mithelfe dass ich und meine Familie den Eintritt bezahlen muss.Obwohl wir keine LGS haben. Und glauben Sie mir das Geld wächst auch bei mir nicht von selbst nach.
Warum soll sich jemand zu seiner Grundsicherung nicht etwas hinzu verdienen dürfen. Dieses Jobs sind, als eigenständige Jobs doch alle nicht geeignet. Sittenwidrig einem eine Chance zu geben sich gebraucht zu fühlen? Ich respektiere Ihre Sichtweise die Sie immer seher sachlich und an der Sache orientiert vertreten nur teile ich diese nicht sowie sicherlich die Meinige nicht teilen. Das ist o.k. so.Ich will auch niemand überzeugen sondern einfach darstellen, dass man dass gelesene nicht einfach so hinnimmt oder nach schreibt. Kommentare dienen einem Meinungsbild der Bevölkerung in all seinen Facetten. Das ist doch das interessante daran.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 22:53 Uhr
Sie meinen, dass die Laga keine Touristen nach Gießen bringt. Ich denke, die offiziellen Zahlen sagen was anderes, aber vielleicht haben Sie mitgezählt und andere Zahlen?! 15 € für eine Gartenschau ist ein normaler Durchschnitt und wird in der Regel auch gut angenommen. Bzw. falls Sie es nicht bemerkt haben, wird alles teurer in Deutschland seit Jahren. Also kostet eine Gartenschau auch 2 € mehr Eintritt als vor 6 Jahren (Ost-West-Vergleiche bitte berücksichtigen). Was denken Sie denn, wie die Leute bezahlt werden, die das alles ermöglichen? Die Arbeiter, Firmen, Blumen, Erneuerungen... Solch ein Projekt muss auch refinanziert werden und es gibt entgegen Ihrer Meinung genug Leute, die diese Gartenschau annehmen und sich auch dieser erfreuen, auch wenn Sie das nicht möchten und immer noch dagegen sind. Diese Leute sind der Meinung 15 € Eintritt zu zahlen und die jahrelange Arbeit zu honorieren, auch wenn nicht alles richtig war. Bzw. kaufen sich eine Dauerkarte, um z.B. kulturelle Punkte zu erleben, die man sonst für viel mehr Geld bezahlen müsste. Wenn es Ihnen wichtig wäre, ob die Stadt Schulden macht oder nicht, dann würden Sie jetzt nicht so dagegen hetzen und nur negativen Fakten aufzählen, die teilweise gar keine sind. Das macht Sie unglaubwürdig. Ob die Gartenschau wirtschaftlich positiv war, sieht man unmittelbar und in den Jahren danach. Aber dies versuchen Sie ja mit allen Mitteln zu verhindern. Oder haben Sie schon konkrete Zahlen??? Was müssen denn die Vereine, Schulen und sozial Schwachen an Folgekosten der Laga bezahlen??? Bitte, bitte, bitte nennen Sie mir doch ein konkretes Beispiel. Ich meine, Sie wissen ja sicher schon genau, wie hoch die Schulden sein werden. In meinen Augen nur Spekulationen. Dass Politiker die Laga teils durchgedrückt haben mag richtig sein, aber sollte man auch nicht diese dafür verantwortlich machen? Sie, Ihre Familie, Ihre Nachbarn, Freunde habt Sie doch gewählt? Vielleicht solltet Ihr mal für wichtige Dinge auf die Straße gehen und nicht gegen eine Sache über die man in ein paar Jahren nicht mehr spricht. Außerdem, was macht es für einen Unterschied, ob jemand monatlich ca. 200 € (40 Stundenwoche, bei 1,30 € die Stunde) verdient und dazu etliche soziale Leistungen für Miete etc. erhält, was am Ende des Monats netto locker 1.000 € sein können oder ob man den Lohn erhöht und keine sozialen Leistungen erhält? Das ist doch absoluter Schwachsinn. Es gibt genug Arbeiter in ganz Deutschland die deutlich weniger in einem Monat mit ihrem Job verdienen. Aber Sie argumentieren und stellen es so dar, dass der LGS-Mitarbeiter nur 1,30 verdient, was kompletter Blödsinn ist. Ich bin der Meinung, dass Leute, die Sozialleistungen erhalten, auch etwas sinnvolles dafür tun sollten/ können, sobald sie die Möglichkeit dazu haben und damit meine ich nicht irgendwelche unzumutbare Arbeit. Mein Fazit: Gehen Sie für eine vernünftige Sache auf die Straße und mobilisieren Leute und zeigen wahre Fakten auf. Informieren Sie sich und verbreiten nicht irgendwelchen Quatsch, den Sie irgendwo aufgegabelt haben. Sei es hier im Forum oder in der BILD ;)
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 23:11 Uhr
@ Herrn Büttel
Ich gebe Ihnen da vollkommen recht.
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 23:20 Uhr
Dann will ich Ihnen mal antworten, Herr Hille:

1. Klar weiß ich, dass zur LaGa viele Besucher nach Gießen kommen - ob es die anvisierten 700.000 werden wird man sehen. Aber ich sprach von zusätzlichen Touristen und/oder Bewohnern nach der Gartenschau, d.h. in den Jahren 2015 ff.

2. Der RP Mittelhessen hat der Stadt Gießen 2009 in einer Verfügung grundsätzlich untersagt, weitere Schulden zu machen, da sonst die Haushaltspläne nicht mehr genehmigt werden. Diesbezüglich hat er jedoch eine Ausnahme gemacht und der Stadt eine Nettoneuverschuldung von 17,4 Millionen Euro einzig für die Landesgartenschau zugebilligt.
Und diese 17,4 Mio. € müssen ja irgendwie abbezahlt werden. Die Tilgung und v. a. auch die Zinsen kosten Geld, welches die Stadt dann nicht für andere Projekte und Leistungen wie z.B. Schulsanierungen, Sportförderung und dergleichen mehr ausgeben kann. Das meinte ich mit, dass Schüler, Vereine, Jugendlichen und sozial Schwache die Folgekosten werden tragen können. Fraglich ist auch, ob nach 2014 noch Geld da ist für die Pflege des LaGa-Geländes.

3. Ich habe keinen der Politiker oder Parteien gewählt, die derzeit für die LaGa sind und/oder den hauptamtlichen Magistrat bilden. Wenn ich im Juni 2009 in Gießen hätte wählen dürfen (damals war ich in Kassel gemeldet), hätte ich sicherlich unserer OB meine Stimme gegeben. Aber es ist gut, dass ich es nicht getan habe, denn ich bin in vielem maßlos enttäuscht von ihr und ihrer Politik.

4. Ich und auch viele andere aus der BI "Stoppt diese Landesgartenschau" engagieren sich auch in anderen gesellschaftlichen und politischen Bereichen, sei es in Sportvereinen, in diversen Parteien, in den Gewerkschaften, in der Friedensbewegung, bei den Ostermärschen, bei den Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV und vielem mehr.

5. Nur weil es Leute gibt, die weniger verdienen als ein Hartz IVler heißt, das noch lange nicht, dass Hartz IV und die sog. 1 €-Jobs gut bzw. richtig sind. Kann es nicht eher sein, dass wenn jemand weniger verdient, dessen Lohn zu niedrig ist? Sollte man nicht eher den Niedriglohnsektor abschaffen anstatt Leute zu 1,30 € anzuheuern.

6. Wie lange leben Sie denn schon in Gießen bzw. wie intensiv haben Sie sich denn bislang mit der Stadt, der Stadtentwicklung, der Stadtpolitik, den Stadtfinanzen und der LaGa 2014 befasst, dass sie glauben es wäre alle Humbug, war wir hier erzählen? Und welche "Qualitätsmedien" lesen sie denn, außer der von ihnen genannten Blöd-Zeitung?
Wenn es sie nicht interessiert, was Kritiker und Gegner der LaGa 2014 so schreiben, dann müssen sie es ja nicht lesen. Die Auswahl und Themenvielfalt der Beiträge bei der GZ ist doch sehr groß, so dass es bestimmt was findet, was ihnen mehr zusagt, oder? ;-)
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.05.2014 um 23:25 Uhr
Ja Herr Büttel, jeder hat so seine Meinung Und wenn alle die gleiche hätten, bräuchte es keine Diskussionen mehr bzw. gäbe es diese nicht mehr. Deswegen ist es ja auch gut, dass hier in der GZ alle mitdiskutieren oder eigene Beiträge verfassen können.

Natürlich unterstützt man den eigenen Verein gerne und zahlt z.B. auch was für die Getränke auf dem Sommerfest des Vereins oder die - sagen wir 5,- € - Startgebühr für einen Vereinswettkampf, wenn man weiß, das Geld kommt dem eigenen Verein zu Gute.
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 00:08 Uhr
Gute Idee Frau Keiner.
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 00:10 Uhr
Was? Das die Veranstaltung sehr teuer ist, und dass man da durchaus sinnvolleres und Nachhaltigeres mit dem Geld hätte anfangen können. Doch, dem ist so!
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 00:19 Uhr
Ja stimmt. Ich vergaß. Aber ohne LaGa keine neuen Schulden und keine zusätzlichen Zinsen. ;-)
Christoph Schäfer
720
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 09:06 Uhr
Ja Frau Keiner, das mit den "Töpfen" ist leider so, traurig und pervers, aber wahr!
Ich kam in"grauer Vorzeit" als junger Student in Gießen erstmals mit dem Thema in Berührung. Damals musste unser Fachbereichsbibliothek aus Kostengründen geschlossen werden, da kein Verwaltungspersonal mehr zu finanzieren war. Parallel wurde die Fassade des Uni-Hauptgebäudes renoviert. Wir hatten tatsächlich damals eine Demo mit selbstgemalten Transparenten auf die Beine gebracht. Wir wiesen dabei auf diese Schizophrenie hin, dass auf der einen Seite eine Fassade aufgehübscht wird, während andererseits eine Bibliothek geschlossen werden muss. "Ihr Narren, dass sind doch ganz verschiedene Töpfe" wurden wir daraufhin von den erfahrenen Studies und komunalpolitisch Bewanderten eines Besseren belehrt!

Aber wer sagt eigentlich, dass dies mit den "Töpfen" Naturgesetz ist, und nicht bei entsprechendem politischen Willen im Interesse der Vernunft geändert werden könnte?
Karl-Ludwig Büttel
3.717
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 21.05.2014 um 09:24 Uhr
Das spricht leider in vielen Fällen die Gesetzgebung so. Ein kommunaler Haushalt ist meist ein Buch mit sieben Siegeln. In mehreren Lehrgängen aus als Personalvertreter habe ich versucht das mit den Töpfen zu verstehen. Ein wenig wurde es Licht. Wichtigste Erkenntnis die Politik kann auch nur wie es ihr vorgegeben wird aus der gültigen Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht. Da kann man nicht einfach mit politischem Willen Geld von A nach B verschieben. Grundsätzlich besteht aber die Möglichkeit die Töpfe unterschiedlich auszugestalten. Aber auch das obliegt der Genehmigung durch die kommunalen Aufsichtsbehörden. Anosnten hat Frau Bach das schon beantwortet.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 09:35 Uhr
@Frau Keiner
Sie meinen, dass Ihnen die Sache zu kompliziert ist. Das liegt daran, weil Sie nicht wissen, woher das Geld kommt und diesbezüglich steuerrechtlich keine Ahnung haben, was auch völlig normal ist. Sie schnappen nur irgendwelche Brocken auf und geben diese weiter, ohne entsprechendes Hintergrundwissen. Das ist der Fehler. Frau Back hat recht, vieles von diesem Geld wäre sonst gar nicht in Gießen gelandet, teils nicht mal in Deutschland.

@Herrn Momberger
Der komplette Punkt 6. zeigt genau, dass Sie überhaupt nicht verstanden haben, was ich meine und dies auch gar nicht wollen. Hier nochmal der komplette Punkt von Ihnen:

"Wie lange leben Sie denn schon in Gießen bzw. wie intensiv haben Sie sich denn bislang mit der Stadt, der Stadtentwicklung, der Stadtpolitik, den Stadtfinanzen und der LaGa 2014 befasst, dass sie glauben es wäre alle Humbug, war wir hier erzählen? Und welche "Qualitätsmedien" lesen sie denn, außer der von ihnen genannten Blöd-Zeitung?
Wenn es sie nicht interessiert, was Kritiker und Gegner der LaGa 2014 so schreiben, dann müssen sie es ja nicht lesen. Die Auswahl und Themenvielfalt der Beiträge bei der GZ ist doch sehr groß, so dass es bestimmt was findet, was ihnen mehr zusagt, oder? ;-) "

In meinen Kommentaren zuvor haben Sie wahrscheinlich überlesen, dass ich erwähnte, dass Ihre ganzen Behauptungen eben NICHT alle falsch sind. Das unterstellen Sie mir gerade in dem Sie meinen, ich halte alles für Humbug. Das stimmt nicht und ist somit eine Lüge Ihrerseits. Genauso wie der Satz von Ihnen "Wenn es sie nicht interessiert, was Kritiker und Gegner der LaGa 2014 so schreiben". Der bringt das Fass echt zum überlaufen! Wenn dem so wäre, hätte ich mich nicht zu den Kommentaren geäußert. Dies ist schon wieder eine haltlose Behauptung von Ihnen, die keinen Sinn macht. Sie sind frustriert, das ist das Problem und argumentieren teils, wie ein 8 Jähriger, der sein Spielzeug nicht bekommen hat.
Also hier nochmal für Sie, worum es mir geht: Objektivität und Informationen! Es gibt richtige Thesen in dem Beitrag, aber man sollte diese auch sachlich analysieren. Pro und Contra. Nicht nur Contra, weil man frustriert ist^^

P.S. Ich ziehe meine Infos aus verschiedenen Medien und mache mir dann ein Bild bzw. informiere ich mich. Die BILD vermeide ich dabei übrigens ;)
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 10:46 Uhr
@ Herrn Schäfer
Die Antwort auf Ihre Frage ist ganz einfach:
Der Staat und die EU sagt das. Das ist kein Naturgesetz, sondern von unseren "Volksvertreter" so entschieden, die wir wählen. ;) Und das nicht auf kommunaler Basis.
Christoph Schäfer
720
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 13:01 Uhr
Die Frage war eigentlich mehr rhetorischer Natur, Herr Hille..
Der Wahnsinn geht ja noch viel weiter. So werden z.B. häufig die Mittel aus einem Topf sinnlos verpulvert, weil diese sonst verfallen oder der Topf fürs nächste Jahr kleiner würde.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 21.05.2014 um 13:08 Uhr
Das stimmt!
Thorsten Lux
905
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 22.05.2014 um 07:22 Uhr
Sehr geehrter Michael Hille, besten Dank dass Sie sich weiter oben (u.a.) um mein Wohlbefinden besorgen. Ich kann Ihnen jedoch versichern dass hierzu kein außergewöhnlicher Anlass besteht.

Natürlich freue ich mich, dass Sie scheinbar zu den Menschen gehören, die sich bemühen ihre persönliche Ansicht zu ergumentieren und auf das Gegenüber einzugehen. Gerade in letzter Zeit habe ich bei der GZ den deutlichen Eindruck, dass diese in belästigendem Ausmaß als Werkzeug der Selbstdarstellung benutzt wird. In diesem Fall gilt für mich selbstverständlich der Leitsatz "Don't feed the Trolls!" Schön dass es auch Gegenbeispiele gibt.

Zu meinen Kritiken: Die ökologischen Themen die die BI thematisieren sind nicht die meinen, denn dazu bin ich zu wenig in dem Thema drin. Die finanzielle Seite des Ganzen ist auch nicht mein Thema, denn obwohl das zum Teil auch mein Geld (Steuern) ist, habe ich da zu wenig überblick wer wo in welchenund aus welchem "Topf" Geld bekommt oder einzahlt. Dass Landesgartenschauen grundsätzlich nicht die finanziellen Hoffnungen und Wünsche erfüllten, die in sie gesetzt wurden, konnte man kürzlich in der Hessenschau erfahren. Ich habe wenig Hoffnung, dass das in Gießen anders ist.

Dass es mich persönlich sehr nervt nicht mehr unkompliziert von einer Ecke Gießens an die andere Ecke zu gelangen, weil der kurze und schöne Weg jetzt eingezäunt ist, ist sicherlich etwas, dass Menschen nicht so auf den Keks geht, die weniger zu Fuß und in der Natur (eben auch ohne Straßenverkehr) unterwegs sind, sicherlich nicht so fuchsig macht. Mich schon!

Dass dort viele Ort der Erinnerung an meine früheste Kindheit und an meine Jugend nicht mehr frei zugänglich sind und nach den Umgestealtungsmaßnahmen vermutlich auch garnicht mehr existent sind, ist sicherlich etwas dass nicht bloß mich alleine belastet.

Das aber sind meine persönlichen Kritikpunkte, die legitim sind. Dazu kann sich jeder natürlich in der Art verhalten die er für angemessen hält und eventuell auch versuchen eigene Perspektiven auf das aufzuzeigen was gerade im Rahmen dieser Schau, oder auch darüber hinaus geschieht.

Ich habe für mich selbst versucht mir eine bessere, für mich passende Schau zu definieren und habe sie auch hier im Online-Angebot der GZ formuliert, damit sich jeder den das interessiert dazu verhalten kann, oder gar seine eigene Vorstellung entwickeln kann. Das schien mir angemessen und die Einladung an jeden anderen Menschen sich Gedanken zu machen was für ihn eine begrüßenswerte Schau wäre, erschein mir auch als wünschens- und begrüßenswert.
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 22.05.2014 um 08:36 Uhr
Hallo Herr Lux,
sicher habe ich das in dem oberen Kommentar etwas pauschilisiert, was nicht korrekt war. Ihre Argumentation erschließt sich mir voll und ganz.
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 22.05.2014 um 23:40 Uhr
Herr Hille, sorry wenn meine Antwort an Sie etwas überspitzt und pauschalierend war. Ich möchte nichts unterstellen, aber so kam es bei mir eben an bzw. rüber.

Und wie sie richtig Schreiben, nichts ist ein Naturgesetz, sondern alles kann geändert werden, wenn man denn will. Vielleicht sollten wir einfach mal unsere sog. "Volksvertreter" von Dannen jagen. ;-)
49
Michael Hille aus Gießen schrieb am 26.05.2014 um 13:18 Uhr
Das ist wohl wahr!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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Interessensgebiet: Gießen
Martina Lennartz
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