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Christoph-Rübsamen-Steg eröffnet

Die Gießener Bevölkerung "erobert" den neuen Christoph-Rübsamen-Steg
Die Gießener Bevölkerung "erobert" den neuen Christoph-Rübsamen-Steg
Gießen | Genau hundert Jahre nach der ersten Idee einer Brücke über die Lahn in Verlängerung der Sudetenlandstraße und nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit wurde heute der Christoph-Rübsamen-Steg eröffnet. Zum Festakt waren neben geladenen Gästen - darunter Nachfahren des Namenspatrons und Vertreter der Gießener Wassersportvereine - auch viele Gießener Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus der Nord- und Weststadt, auf den neu geschaffenen Platz vor der Brücke in der Gießener Nordstadt gekommen. Die Eröffnung nahmen gemeinsam der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), Gießens Oberbürgermeisterin (OB) Dietlind Grabe-Bolz (SPD), Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne), das Ehrenmitglied des Regatta-Verein Gießen e.V. und Hauptinitiator des Namensvorschlages Rolf Beck sowie Vertreter der beteiligten Baufirmen und städtischen Ämter vor. Für die musikalische Untermalung sorgte zum einen ein Projektchor der Jugendwerkstatt Gießen, welche auf die Melodie des Liedes "Über sieben Brücken musst Du gehen" einen eigenen Text gedichtet hatte und der Fanfarenzug Zauberklang Gießen. Gleichzeitig mit der Brückeneröffnung wurde auch das Anrudern als gemeinsame Saisonauftaktveranstaltung der drei Gießener Rudervereine durchgeführt. Ebenso fand im Anschluss das 3. Suppenfest in der Nordstadt statt. Am Rande der Veranstaltung gab es stillen Protest einiger Kleingartenanlieger wegen der neuen Verkehrsführung.

In ihrer kurzen Rede begrüßte OB Grabe-Bolz alle Anwesenden und bezeichnete die Brücke als einen der Höhepunkte der 5. Hessischen Landesgartenschau, welche dieses Jahr in Gießen stattfindet. Sie verwies auf die lange Planungszeit und zeigte sich erfreut, dass Alle in der Stadt für diese neue Brücke seien. Sie sei ein neues Wahrzeichen für Gießen und verbinde zwei große, nicht gerade privilegierte Gießener Stadtteile - die Nord- und die Weststadt. Bereits jetzt gebe es konkrete Planungen zu gemeinsamen Projekten der Grundschule Gießen West (Weststadt) und der Georg-Büchner-Schule (Grundschule in der Nordstadt), welche sich nun dank der Brücke einfacher und schneller besuchen könnten.
In ihrer Rede ging Grabe-Bolz auch auf die Namensfindung und den Namenspatron der Brücke näher ein. So habe man Ende 2012 einen öffentlichen Aufruf an die Bevölkerung gestartet, woraufhin 152 Namensvorschläge eingegangen seien, darunter auch der jetzige Name
Der Projektchor des Jugendwerks Gießen
Der Projektchor des Jugendwerks Gießen
Christoph-Rübsamen-Steg. Rübsamen war ein engagierter Demokrat und Patriot, Mitkämpfer in der Revolution von 1848 sowie Sportpionier und Unternehmer in Gießen. Er war Gründer der Gießener Rudergesellschaft 1877 e.V., städtischer Turnlehrer, Mitbegründer der freiwilligen Feuerwehr und Betrieb eine Badeanstalt sowie ein Kieswerk in der Lahn. Bezüglich des Namensvorschlages dankte die Oberbürgermeisterin auch Rolf Beck, Ehrenmitglied des Regatta-Verein-Gießen und seit Jahrzehnten aktiver Ruderer, welcher seit 1996 immer wieder diesen Vorschlag für die Benennung eines Ortes an der Lahn gemacht habe und überreichte ihm ein Präsent.
Abschließend dankte OB Grabe-Bolz in ihrer Rede dem Land Hessen für die rund 1,7 Mio. € Zuschuss zur Baumaßnahme sowie allen beteiligten Planern, Ämtern und ausführenden Firmen.

Zweiter Redner war Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, der die Brücke als einen für ihn symbolträchtigen Ort bezeichnete; hier werde Stadtgeschichte lebendig. Das vielseitige Engagement des Namensgebers der Brücke für die Gesellschaft und das Allgemeinwohl sei wegweisend auch für die heutige Zeit so Bouffier. Wichtig sei der gelebte Zusammenhalt. Auch er überreichte dem Initiator des heutigen Brückennamens, Rolf Beck, ein Präsent.

Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz bei ihrer Eröffnungsrede
Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz bei ihrer Eröffnungsrede
Bevor das rote Band Durchschnitten und die Brücke offiziell für alle freigegeben wurde, sprach noch Gießen Bürgermeisterin und Dezernentin für die Landesgartenschau Gerda Weigel-Greilich. Sie ging vor allem auf die Historie seit der ersten Idee eine Lahnbrücke an dieser Stelle zu errichten ein. So habe der damalige Gießener Stadtverordnete Prof. Dr. Robert Sommer in einem Vortag am 11.06.1914 gefordert, Gießen näher an die Lahn zu bringen und in Verlängerung der heutigen Sudentenlandstraße eine Brücke über die Lahn zu errichten. Bereits 1935 sei diese Idee in einem Plan des städtischen Hoch- und Tiefbauamtes zu finden gewesen. Der Generalverkehrsplan von 1967 habe im Rahmen der damaligen Planungen für eine autogerechte Stadt an dieser Stelle eine vierspurige Nordtangente vorgesehen, welche vom Ursulum über die Sudentenlandstraße bis zum Gleiberger Weg führen sollte. Zum Glück sei dieser Plan jedoch nie realisiert worden. Erstmals konkret wurde die Idee einer dritten Lahnbrücke dann 1996, als in der Stadtverordnetenversammlung ein einstimmiger Projektbeschluss gefasst wurde. Die im Jahre 2000 beschlossene Umsetzung sollte damals 2 Mio. DM kosten, wurde jedoch nicht realisiert. Erst mit dem Zuschlag für die Landesgartenschau wurde die Idee wieder aufgegriffen und nun endlich in die Tat umgesetzt, so Weigel-Greilich abschließend in ihrem kurzen historischen Überblick.

OB Grabe-Bolz überreicht dem Ehrenmitglied des Regatta-Verein Gießen und Hauptinitiator des gewählten Brückennamens Rolf Beck ein Präsent
OB Grabe-Bolz überreicht dem Ehrenmitglied des Regatta-Verein Gießen und Hauptinitiator des gewählten Brückennamens Rolf Beck ein Präsent
Nach der symbolischen Freigabe mittels Band durchschneiden marschierte der Fanfarenzug Zauberklang gefolgt von den vielen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern über die Brücke. Auf dem Wasser begrüßten die verschiedenen Lahanliegervereine die Festgäste mit einem großen Bootscorso, so z.B. der Marine-Verein Gießen mit seinem neuen Eventboot oder der Ski- und Kanu-Club mit einigen Kanuten. Das traditionelle Anrudern - die alljährliche Saisoneröffnung der drei Gießener Rudervereine - hatte der diesjährige Ausrichter, die Gießener Rudergesellschaft 1877, auf das heutige Datum gelegt, so dass auch zahlreiche Ruderboote vom Einer bis zum Achter unter der Brücke hindurch ruderten. Auf dem Wasser waren u.a. ein Teil der Mannschaft des Gießener Bundesliga-Achters sowie ein Altherrenachter, in dem über 700 Lebensjahre versammelt waren. Vor Ort vertreten war auch die DLRG Kreisgruppe Gießen mit einer Abordnung und einem Motorrettungsboot.
Im Anschluss an die Einweihung der neuen Rad- und Fußgängerbrücke über die Lahn fand das 3. Gießener Suppenfest in der Nordstadt statt.

Auch wenn Oberbürgermeisterin
Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bei seiner Festrede
Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bei seiner Festrede
Grabe-Bolz in ihrer Rede meinte, alle Gießener seien für die Brücke (gewesen), so wurde sie am Rande der Veranstaltung eines Besseren belehrt. Einige Anlieger der umliegenden Kleingärten hatten auf der Nordstadtseite auf einem der Poller neben der Brückenrampe ein Protestschild angebracht, um gegen die neue Verkehrsführung im Bereich der Kleingärten beidseits der Brücke zu protestieren. Bereits bei einer Infoveranstaltung der Stadt zur neuen Brücke am 11.02.2012 im Nordstadtzentrum hatte es massiven Unmut darüber gegeben, dass der Anliegerweg zwischen den Kleingärten, der nun unter der Rampe zur Brücke durchführt, zukünftig mit Pollern in zwei Teile geteilt wird und daher nicht mehr wie bisher als Rundweg befahren werden kann. Gleichlautende Beschwerden gab es Ende 2013 auch von Gartenbesitzern auf der Weststadtseite.

Die Gießener Bevölkerung "erobert" den neuen Christoph-Rübsamen-Steg
Der Projektchor des Jugendwerks Gießen
Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz bei ihrer Eröffnungsrede
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OB Grabe-Bolz überreicht dem Ehrenmitglied des Regatta-Verein Gießen und Hauptinitiator des gewählten Brückennamens Rolf Beck ein Präsent
Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bei seiner Festrede
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Auch Ministerpräsident Bouffier überreichte Rolf Beck ein Geschenk
Bürgermeisterin Weigel-Greilich (l.) ging auf die lange Planungshistorie der neuen Lahnbrücke ein
Zur Eröffnung marschierte der Fanfarenzug Zauberklang Gießen über die Brücke
Viele Menschen auf der neuen Lahn-Brücke
Einige der "Prominenten" (v.r.: Bürgermeisterin Weigel-Greilich, ehrenamtl. Stadtrat Burkhard Schirmer, Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz, Landtagsabgeordneter und SPD-Fraktionsvors. im Stadtparlament Gerhard Merz, Hess. Ministerpräsident Volker Bouffier)
Bootscorso zur Brückeneinweihung auf der Lahn
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Die Mannschaft des neuen Eventbootes des Marine-Verein Gießen grüßt die Leute auf dem Christoph-Rübsamen-Steg
Bootscorso zur Brückeneinweihung auf der Lahn
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Das Gießener Ruderurgestein und Ehrenmitglied des Regatta-Verein Gießen Rolf Beck (r.) im Gespräch mit Nachfahren des Namensgebers der Brücke Christoph Rübsamen
Zeitgleich zur Brückeneröffnung fand das Anrudern, die traditionelle Saisoneröffnung der drei Gießener Rudervereine statt
In diesem Altherrenachter sitzen über 700 Lebensjahre
"Träume geben Hoffnung"
"stiller Protest" einiger Anlieger gegen die neue Verkehrsführung
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Im Anschluss an die Brückeneröffnung fand das 3. Suppenfest in der Nordstadt statt
Erläuterungen zum neuen Christoph-Rübsamen-Steg
Impressionen von der Eröffnung der neuen Lahnbrücke
Impressionen von der Eröffnung der neuen Lahnbrücke
Die neue Lahnbrücke "Christoph-Rübsamen-Steg"
Der Platz vor der neuen Brücke auf der Nordstadtseite vor Beginn der Eröffnungsfeierlichkeiten

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Kommentare zum Beitrag

Walter Döring
571
Walter Döring aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 21:05 Uhr
Unsre OB "zeigte sich erfreut, dass Alle in der Stadt für diese neue Brücke seien."
Von wegen ALLE, mich hat sie nicht gefragt.
Christian Momberger
10.939
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 21:19 Uhr
Ja, Walter. So mancher war nicht einverstanden. Wobei ich die Brücke gut finde.
Birgit Hofmann-Scharf
10.030
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 21:29 Uhr
Ich finde auch, dass diese Brücke die einzige (!) gute Investition unserer Steuergelder ist, die der jetzige Magistrat umgesetzt hat - dazu aber hätte es keiner LaGa bedurft.
Den Unmut der Kleingärtner teile ich !
Christian, was ist / wird aus dem gut beleuchtetem Platz vor der Brücke ?
Christian Momberger
10.939
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 21:56 Uhr
Ich mag Dir nur zustimmen Birgit. Und was den Platz anbelangt, so meine ich zu wissen, dass er so bleibt wie er ist.
Jutta Skroch
12.643
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 01.05.2014 um 22:48 Uhr
@Christian, danke für deinen umfassenden Bericht, wir kamen erst, als der große Ansturm vorbei war. Die Brücke finde ich auch gut, blöderweise haben wir (Walter Döring und ich) dabei bloß das Gartengrundstück eingebüßt, da darf man von uns nicht uneingeschränkte Begeisterung erwarten.
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 22:49 Uhr
Liebe Frau Hofmann-Scharf, ich bin ganz Ihrer Meinung.
Birgit Hofmann-Scharf
10.030
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 22:56 Uhr
@Jutta,
danke für die absolut verständliche Aufklärung -
zumal von " nicht gefallen" keine Rede war, Herr Müller.
Christian Momberger
10.939
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 23:12 Uhr
Die beiden durch die Brücke miteinander verbundenen Stadtteile sind, da hat unsere OB leider recht, nicht gerade privilegiert, aber sie mitnichten Ghettos Herr Müller!
Christian Momberger
10.939
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.05.2014 um 23:46 Uhr
Ja, ich weiß woher die Aussage stammt. Aber kann es nicht sein, dass Herr Schäfer das nicht ganz ernst meint mit dem Ghetto, sondern eher satirisch verwendet um zu zeigen, wie mit den beiden benachteiligten Stadtteilen zuweilen umgegangen wird.
Andrea Mey
10.396
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 02.05.2014 um 00:05 Uhr
Für mich als passionierte Radlerin ist diese Brücke als sehr positiv zu bewerten.
Ich kann aber auch die Gartenbesitzer wie z.B. Walter Doering gut verstehen, die ihren schönen Garten an der Lahn unfreiwillig aufgeben mussten.
Walter Döring
571
Walter Döring aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 05:20 Uhr
@ Herr Müller, ich habe mich, wie sie sagten, in diesem "Ghetto" 30Jahre recht wohl gefühlt.
Peter Herold
26.157
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 08:23 Uhr
Auch ich möchte mich zur Brücke äußern. Schön es gibt sie nun, aber wer bezahlt es? Dazu die Sperrung mittel Poller. Da wird doch die angebotenen Bürgerbeteiligung in Frage gestellt;-(
Aber immer wieder erfrischend die Kommentare von Müller und Back. Wäre ganz schön öde hier ohne die;-))
Peter Herold
26.157
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 10:05 Uhr
Sie schreiben aber auch so, als würden Sie einer Randgruppe angehören. Wohnen Sie etwa auch in einem Ghetto?
Ilse Toth
34.759
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.05.2014 um 11:15 Uhr
Es ist schon einzigartig, dass aus einem schönen und informativen Bericht mit passenden Fotos wieder eine solche sinnlose Diskussion entseht. Man kann auch eine Sache tot reden.
Wir haben in Giessen , wie überall auf der Welt, soziale Brennpunkte- und wer die nicht wahrhaben will, der sollte sich informieren. Ich bin seit Jahrzehnten immer wieder dort und komme prima mit den Menschen klar.
Die Brücke ist sehr gut gelungen! Seit meiner Kindheit war immer wieder davon die Rede, an dieser Stelle eine Brücke zu bauen.
Ein sinnvolles Vorhaben wurde realisiert, was für die Bürgerinnen und Bürger eine gute Sache ist.
Jutta, haben denn die Gartenbesitzer keine Alternative angeboten bekommen?
Christian Momberger
10.939
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 11:43 Uhr
Danke für Deinen Kommentar Ilse, insbesondere die ersten beiden Absätze.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 13:12 Uhr
Frau Back, als Hüterin der Wahrheit wundert es mich schon, dass Sie mit keinen Wort auf die Aüßerung der OB "alle Gießener seien für die Brücke" eingehen.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 14:07 Uhr
Meine Wenigkeit spielt hier keine Rolle, aber ... "Einige Anlieger der umliegenden Kleingärten hatten auf der Nordstadtseite auf einem der Poller neben der Brückenrampe ein Protestschild angebracht, um gegen die neue Verkehrsführung im Bereich der Kleingärten beidseits der Brücke zu protestieren. Bereits bei einer Infoveranstaltung der Stadt zur neuen Brücke am 11.02.2012 im Nordstadtzentrum hatte es massiven Unmut darüber gegeben, dass der Anliegerweg zwischen den Kleingärten, der nun unter der Rampe zur Brücke durchführt, zukünftig mit Pollern in zwei Teile geteilt wird und daher nicht mehr wie bisher als Rundweg befahren werden kann. Gleichlautende Beschwerden gab es Ende 2013 auch von Gartenbesitzern auf der Weststadtseite."
Ilse Toth
34.759
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.05.2014 um 14:24 Uhr
Es Recht zu machen jedermann
ist eine Wunsch, den niemand erfüllen kann.
Niemals sind alle für oder gegen eine Sache.
Es wird immer Menschen geben, die jeglicher Erneuerung negativ gegenüber stehen.
Wo soll denn das hinführen, wenn bei allen Baumaßnahmen eine Volksbefragung statt finden soll?
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 14:44 Uhr
Vielleicht muss man bei einer gut bezahlten Kommunalpolitikerin ja auch andere moralische Ansprüche anlegen als bei einer ehrenamtlichen Vorsitzenden einer Bürgerinitiative.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 14:47 Uhr
@Frau Toth: Es geht hier nicht um eine die Notwendigkeit einer Volksbefragung sondern vielmehr um den Wahrheitsgehalt einer Aussage der OB.
Walter Döring
571
Walter Döring aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 15:25 Uhr
@ Herr Leif Müller, mir kommen die Tränen!!!!!!!!!
Thorsten Lux
903
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 16:10 Uhr
Ich versuche noch immer die Fotos dahingehend zu befragen wo denn nun die neue Brücke sein soll.

Ist das in einer gedachten Verlängerung der Sudetenlandstraße, oder wo ist das?
Ilse Toth
34.759
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.05.2014 um 16:28 Uhr
Thorsten am Ende der Sudenlandstrasse unter der Eisenbahnunterführung durch , dann sieht man die Brücke schon.
Wissen Sie Herr Schäfer, wenn man einem Menschen kritisch gegenüber steht, dann legt man natürlich dessen Worte auf "die Goldwaage"!
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 17:01 Uhr
Liebe Frau Toth, ich teile Ihre Ansicht, daß hier keine Diskussion geführt wurde, sondern man sich nur gegenseitig beharken wollte.
Und natürlich haben wir in Gießen soziale Brennpunkte - wer das ableugnet, verfälscht einfach die Wahrheit. Ob man das nun als Ghetto bezeichnen muß? Ich finde nicht - aber andererseits fühlen sich wohl manche Leute nur von dieser Bezeichnung auf den Schlips getreten.
Sich daran aufzuhängen, finde ich reichlich billig.
Ilse Toth
34.759
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.05.2014 um 17:38 Uhr
In jeder Stadt gibt es soziale Brennpunkte. Unsere Aufgabe ist es, sich um die Menschen zu kümmern, besonders um die Kinder, damit diese eine Chance auf Schulbildung und Beruf bekommen. Es gibt ja zum Glück mittlerweile Sozialarbeiter/Innen und viele Angebote.
Ich bin in meiner Tätigkeit im Tierschutz viel auf der Gummiinsel (das ist absolut kein abwertendes Wort) gewesen und war immer gerne gesehen und bin es noch heute.
Das mit dem Ausgrenzungsfaktor versteht ich nicht.
Von hier nach da oder von da nach hier ist die Brücke Klasse. Viele Menschen möchten von Giessen aus über die Lahn spazieren gehen oder Fahrrad fahren. Was konnte da besseres passieren als die Brücke.
Ich habe lange auf der Brücke gestanden und die schöne Lahn angeschaut- ohne störenden Autoverkehr.
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 17:50 Uhr
Wissen Sie, Frau Back, ich habe in meinem Kommentar mich überhaupt nicht dazu geäußert, wie ich den Steg finde - Sie unterstellen schon wieder.
Ich wäre wirklich dankbar, wenn Sie sich das abgewöhnen könnten.
Christian Momberger
10.939
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 21:16 Uhr
Ein guter Kommentar Ilse. Gerade dem mittleren Satz des 1. Absatzes kann ich nur zustimmen bzw. erachte ich auch als sehr wichtig.
Thorsten Lux
903
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 02.05.2014 um 23:44 Uhr
Sie haben Recht: "(...) ich teile Ihre Ansicht, daß hier keine Diskussion geführt wurde, sondern man sich nur gegenseitig beharken wollte."

Wie in so vielen Artikeln hier: "Es blühen die Profilneurosen". Und das macht die Sache traurig: Wenn es hier bloß noch darum geht, wer denn gerne mal etwas mehr Aufmerksamkeit hätte, als es scheinbar im "normalen" Alltag der Fall ist, dann kommt eine Diskussion zum jeweiligen Thema nicht zustande.

Andererseits: Muss wirklich Jeder jeden Unfug beantworten?
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 03.05.2014 um 05:02 Uhr
Lieber Herr Büttel, eine Frage stellt man gewöhnlich mit einem Fragezeichen - das ist hier nicht der Fall.

'Dann auch noch zu behaupten, eine neu gebaute Brücke dazwischen wäre ein Ausgrenzungsfaktor für "Ghetto"bewohner und gleichzeitig von Ausgangssperre und Schranken zu faseln - wenn Sie das ok finden, ist das Ihre Sache. Ich finde es nicht.'

Frau Back bezieht sich aber auf meinen Kommentar, wie man dem Eingangssatz entnehmen kann - er beginnt nämlich mit der Argumentation, die ich in meinem letzten Satz benutzt habe (ihr Kommentar steht auch direkt darunter).

'Sich daran aufzuhängen, finde ich reichlich billig.'

Frau Back: 'Und ich find's billig, ..... etc. etc.'

Wenn Frau Back meine Meinung über den Steg hätte hören wollen, hätte sie nämlich einfach fragen können 'Was halten Sie denn von dem Steg' und hätte auf meine Antwort warten können. Sie unterstellt also sehr wohl und arbeitet dabei auch noch mit Aussagen, die ich nie getroffen habe (Ghetto, Schranken, Ausgangssperre).

Ich empfinde das als Unterstellung und als unsauber - Sie nicht? Ich lege Ihnen doch auch keine Aussagen in den Mund, die andere getroffen haben. Wenn Frau Back Aussagen zur Meinung anderer Mitforisten treffen möchte, dann sollte sie sich doch direkt an diese wenden. Aber zitieren muß ja gelernt sein - das kann nicht jeder; Beispiele dafür gibts in der Politik genug.

Im Übrigen: ich persönlich finde es gut, daß dieser Steg gebaut wurde, das habe ich auch in Kommentaren zu anderen Beiträgen zum Ausdruck gebracht. Da ich den Steg selbst nicht besichtigt habe, kann ich zu Beleuchtung, Sicherheit etc. noch gar nichts sagen.

Um es noch einmal klar zu sagen: obiger Absatz ist meine Meinung - alles andere (Ghetto, Ausgangssperre, Schranken etc.) habe ich nie angesprochen und mich dazu überhaupt nicht geäußert. Also kann sich dazu auch niemand äußern - außer, er oder sie unterstellt.

Im Übrigen empfinde ich den Ton von Frau Back als sehr gewöhnungsbedürftig. Was würden Sie davon halten, Herr Büttel:

'So ist es, habe ich nie unterstellt. Deswegen wäre ich meinerseits dankbar, Herr Büttel, wenn Sie einfach mal gründlicher lesen würden, bevor Sie so flink "Frau Back, Sie unterstellen schon wieder!" copypasten. '

(Ein leicht verfremdetes Zitat) - Sie dürfen mir gerne Ihre Meinung dazu sagen.
Jutta Skroch
12.643
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 03.05.2014 um 11:17 Uhr
@Frau Back,
um nochmal auf das Schild bei den Kleingärten einzugehen. In der heutigen Tageszeitung beschweren sich vor allem Radfahrer über den schlechten Zustand des Weges, der unter der Brücke hindurchführt.

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/neben-freude-auch-protest_14105291.htm
Christian Momberger
10.939
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.05.2014 um 14:11 Uhr
Danke für die Ergänzung Jutta. Hatte ich auch gerade gesehen/gelesen.
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 03.05.2014 um 22:02 Uhr
Danke für die Entschuldigung, Frau Beck - ich nehme sie an. Und ich fühle mich nicht flink Unterstellungen ausgesetzt, sondern möchte Sie bitten, sich in Ihren Beiträgen auf den jeweiligen Mitforisten zu beziehen, wenn Sie deren Argumente kritisieren.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 03.05.2014 um 23:34 Uhr
Das sollte man der OB in Ihrer Selbstverliebtheit schon zeihen, dass sie Ihre Ansicht geschwind mal als die aller Gießener ausgibt, frei nach Louis Quatorze "La ville? C'est moi!"
Gelle, Frau Back.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 04.05.2014 um 10:01 Uhr
Wie kommen Sie darauf, dass ich etwas gegen die Brücke einzuwenden hätte?
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 04.05.2014 um 10:25 Uhr
Ich habe lediglich bemängelt, dass eine ungeprüfte Behauptung als Tatsache ausgegeben wird. Ein kleiner aber feiner Unterschied.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 04.05.2014 um 16:12 Uhr
Nein, nur für sich sprechen statt im Namen anderer reicht vollkommen.
Frank Ihle
477
Frank Ihle aus Gießen schrieb am 04.05.2014 um 19:27 Uhr
Ich finde die Brücke gut, weil sie etwas verbindet, nämlich zwei Stadtteile Gießens. Im Übrigen ist die Brücke architektonisch sehr gut gelungen und auch die Sudentenlandstraße ist in diesem Bereich gewonnen.
Ilse Toth
34.759
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.05.2014 um 11:40 Uhr
Damit haben Sie alles gesagt Herr Ihle!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Christian Momberger

von:  Christian Momberger

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