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Krieg löst keine Probleme - Ostermarschaktion in Gießen

Rund 150 Teilnehmer nahmen an der von der Gruppe "Nations without flags" musikalisch umrahmten Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen auf dem Kirchenplatz teil
Rund 150 Teilnehmer nahmen an der von der Gruppe "Nations without flags" musikalisch umrahmten Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen auf dem Kirchenplatz teil
Gießen | "Krieg löst keine Probleme - 100 Jahre: 1. Weltkrieg - 75 Jahre: 2. Weltkrieg - 70 Jahre: Bombardierung der Stadt Gießen", so lautete das Motto der diesjährigen Gießener Friedensaktion auf dem Kirchenplatz im Rahmen der schon traditionellen Ostermärsche. Aufgerufen zu der Aktion, an der rund 150 Menschen teilnahmen, hatte das Friedensnetzwerk Gießen.
Als erster Redner sprach der Gießener DGB-Kreisvorsitzende Klaus Zecher, anschließend folgten Eva Berck und Heide Blum von den "Frauen für den Frieden" und Burkhard Staude von der IPPNW (Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung). Für die musikalische Untermalung der von Ilse Staude moderierten Veranstaltung sorgte der amerikanische Musiker Michael Robertson mit seiner Gruppe "Nations without flags", die unter anderem den Antikriegssong "War" von Edwin Starr vortrug. Am Stand der Gießener Friedenaktivisten wurden auch Unterschriften für die Kampagne „Lernen für den Frieden Keine Rüstungsindustrie und kein Militär in Bildungseinrichtungen“ gesammelt.

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In seiner Rede ging der Gießener DGB-Vorsitzende Klaus Zecher auf den aktuellen Konflikt in der Ukraine und die US-amerikanische Politik der letzten Jahrzehnte ein. Er kritisierte auch die EU-Flüchtlingspolitik und den Besuch der Bundeswehr an Schulen.
Wie Zecher zu Recht feststellte, sterbe als erstes immer die Wahrheit, was man auch an der aktuellen Berichterstattung über die Entwicklungen in der Ukraine feststellen könne. So seien Deutschland, die EU und auch die USA in dem Konflikt nicht unparteiisch, sondern ganz klar eine Partei, sie seien parteiische Akteure. Wenn es der EU und der USA gelänge, die Westukraine, die Kornkammer Europas, wirtschaftlich ausbeuten zu können, würde eine große Dominanz dieser beiden Wirtschaftsmächte auf dem Weltmarkt für Weizen entstehen. Bei diesem, wie vielen anderen (militärischen) Konflikten handele es sich um einen Krieg um Nahrungsmittel und Rohstoffe. Es dürfe keinen militärischen Einmarsch geben und es müssten alle paramilitärischen Gruppen in der Ukraine entwaffnet werden, so Zecher.
Was die Aktivitäten der US-Geheimdienste NSA und CIA anbelangt, so sei festzuhalten, dass diese an vielen Aktionen zur Unterdrückung und Beseitigung
Erster Redner war der DGB Kreisvorsitzende Klaus Zecher, links die Moderatorin der Veranstaltung Ilse Staude
Erster Redner war der DGB Kreisvorsitzende Klaus Zecher, links die Moderatorin der Veranstaltung Ilse Staude
fortschrittlicher Bewegungen und Regierungen beteiligt waren. Als Bespiele nannte er die Definierung von Nelson Mandela als Terroristen bei gleichzeitiger Unterstützung des Apartheid-Regimes in Südafrika, den Sturz der demokratisch gewählten Regierung Allende am 11.09.1973 in Chile, die seit Jahrzehnten andauernde Kuba-Blockade oder aktuell die Unterstützung von radikal(-islamisch)en Gruppen in Syrien. Die NSA, so Zecher weiter, seit der Gulag der USA. Nur was den US-Interessen und den großen Konzernen nutze sei gut. Hedgefonds und transnationale Konzerne bestimmten, wie die Welt zu laufen habe, was er an zwei Beispielen verdeutlichte. So würden derzeit ausländische Investoren stark in der Türkei investieren, da es dort um die Stabilisierung einer absolut undemokratischen Regierung gehe, während Gelder aus Brasilien abgezogen würden, da deren Regierung umfangreiche Sozialprogramme durchführe. Die Interessen der Menschen spielten keine Rolle.
Was den Besuch der Bundeswehr an Schulen angehe, sei dies mehr als Gefährlich. Nicht ohne deutliche Kritik dürfe es bleiben, wenn Schüler der Theo-Koch-Schule in Grünberg "Diplomatie" bei der Franken-Akademie der Bundeswehr erlernen würden (hierzu siehe u. a. Drei
Zwischendurch spielte immer wieder die Gruppe "Nations without flags"
Zwischendurch spielte immer wieder die Gruppe "Nations without flags"
Tage Einsatz in Bildungsakademie der Streitkräfte im fränkischen Lichtenfels). Statt militärischem Denken und neuer Aufrüstung bedürfe es der Völkerverständigung und der Abrüstung, so seine klare Botschaft! Positiv sei es daher, wenn eine Gießener Schule in diesen Tagen einen deutsch-russischen Schüleraustausch durchführe. "Frieden beginne bereits hier vor der Haustür!", so Zecher abschießend.

Eva Berck und Heide Blum von den "Frauen für den Frieden" führten ein Zwiegespräch, in dem sie über die bekannten aber grundfalschen Thesen wie "Kriege gab es schon immer.", "Die deutschen Interessen müssen weltweit, notfalls auch militärisch, vertreten werden." und "Die Rüstungsindustrie sei ein wichtiger Arbeitgeber." diskutierten. Richtig sei jedoch, dass Gewalt immer Gegengewalt erzeuge und man statt anderen Ländern ihre Rohstoffe mit kriegerischen Mitteln zu rauben diese von von ihnen unter fairen Bedingungen wirtschaftlich erwerben solle.
Sie zitierten u. a. den ersten Bundesinnenminister (1949/50) und späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann sowie die erst kürzlich in Afghanistan getötete Kriegsfotografin Anja Niedringhaus.
Eva Berck und Heide Blum von den Gießener "Frauen für den Frieden" im Zwiegespräch
Eva Berck und Heide Blum von den Gießener "Frauen für den Frieden" im Zwiegespräch
Heinemann klagte in den 50er Jahren nach seinem Austritt aus der CDU: „Sieht man denn wirklich nicht, dass die dominierende Weltanschauung (…) aus drei Sätzen besteht: viel verdienen, Soldaten, die das verteidigen, und Kirchen, die beides segnen.“(Quelle: http://www.trend.infopartisan.net/trd0413/t410413.html)
Und Niedringhaus sagte in einem Interview vom 04. April 2014 in der Süddeutschen Zeitung: "Wir glauben im Westen immer noch, dass man Frieden mit Militär und Waffen herstellen kann. Aber damit erreicht man nichts. Ich bin zur größten Pazifistin geworden, seit ich in diesen Gebieten arbeite. Mit Panzern löst man keine Probleme."
"Der Krieg in Afghanistan sei ein sinnloses Unterfangen, Krieg keine Lösung und es bedürfe weltweit mehr Initiativen zu zivilen Konfliktlösung", so das Fazit des Zwiegesprächs von Berck und Blum.

Letzter Redner war Burkhard Staude von der IPPNW, der auf die Zusammenhänge zwischen ziviler und militärischer Nutzung
Zwischendurch spielte immer wieder die Gruppe "Nations without flags"
Zwischendurch spielte immer wieder die Gruppe "Nations without flags"
der Atomkraft und die bestehenden Risiken hinwies. Beide Nutzungsarten der Kernenergie gehörten untrennbar zusammen, da u. a. das in zivilen Kernreaktoren verwendete Uran zu waffenfähigem Plutonium verarbeitet werde. In seinem Wortbeitrag erinnerte er auch an die Atomaktstrophen von Fukushima am 11.03.2011 und Tschernobyl vom 26.04.1986 sowie die Atombombenabwürfe im August 1945 auf Hiroshima und Nagasaki.
Das Reaktorunglück 2011 in Japan sei keine Fukushima-Katastrophe sondern in Wirklichkeit ein Tepco-Unfall, der alleine auf das Versagen und die Fehler der Betreiberfirma zurück gehe. Hunderte Arbeiter wurden dabei verletzt und eigentlich sei die gesamte Region für lange Zeit unbewohnbar geworden. Während man nach dem Super-Gau in Tschernobyl 1986 in Deutschland noch extrem besorgt gewesen sei wegen der möglichen Strahlengefahren, Kinder nicht mehr habe im freien spielen lassen und das Gemüse aus dem eigenen Garten nicht mehr verzehrt habe, sei man heute gut im Verdrängen und glaube alles sei gut. Dies sei jedoch Mitnichten der Fall, da die Energiewende gerade gestoppt werde und sich wieder Stimmen breit machen, die eine Verschiebung bzw. eine völlige Abkehr vom beschlossenen Atomausstieg fordern.
Eine ernste Bedrohung stellten
Burkhard Staude (IPPNW) sprach über die Gefahren der Atomenergie und der Atomwaffen
Burkhard Staude (IPPNW) sprach über die Gefahren der Atomenergie und der Atomwaffen
auch die weltweit rund 17.000 vorhandenen Atomwaffen dar, von denen ca. 2.000 dauerhaft in höchster Alarmbereitschaft gehalten würden. Im ersten Jahr nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima seien über 140.000 Menschen gestorben, dabei hätte die Bombe "nur" eine Sprengkraft von 15.000 t TNT gehabt. Heutige Bomben seien tausendmal so stark und der Abwurf eine 50 Mt-Bombe über Mexiko Stadt würde zum sofortigen Tod von 20 Mio. Menschen führen. US-Präsident Obama habe zu Beginn seiner Amtszeit einmal richtigerweise gesagt, so lange Atomwaffen existieren sei die Welt nicht sicher. Auf dem kürzlich in Den Haag veranstalteten Nukleargipfel mit zahlreichen hochrangigen Vertretern aus 53 Ländern ging es jedoch nicht um atomare Abrüstung, sondern „lediglich“ um die Sicherung des existierenden Nuklearmaterials.
Auf einen an ihn gerichteten Brief der Gießener IPPNW-Regionalgruppe mit der Frage "Brauchen wir Atomwaffen in Deutschland?" antwortete der Gießener CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatsminister im Bundeskanzleramt Dr. med. Helge Braun, dass er die Bedenken hinsichtlich der (vermuteten) Lagerung von mindestens 20 Atomsprengköpfen in Deutschland nachvollziehen könne, die Bundesregierung jedoch bei ihrer Strategie der Geheimhaltung
Rund 150 Teilnehmer nahmen an der von der Gruppe "Nations without flags" musikalisch umrahmten Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen auf dem Kirchenplatz teil
Rund 150 Teilnehmer nahmen an der von der Gruppe "Nations without flags" musikalisch umrahmten Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen auf dem Kirchenplatz teil
in dieser Sache bleibe. Solange Atomwaffen Teil der Abschreckung im Konzept der Nato seien, müsse Deutschland grundsätzlich die Bereitschaft für die Stationierung von A-Waffen zeigen und Trägermittel für diese Bereitstellen, so Braun in seinem Antwortschreiben.
Damit zeige Braun einmal mehr, dass er die Gefahren die von der Kernenergie und den Atomwaffen ausgehe, herunterspiele bzw. negiere. Gerade der Transport von nuklearem Material berge hohe Gefahren und der produzierte Atommüll sein ein Verbrechen an den nachfolgenden Generationen.
Zum Schluss seiner Rede zitierte Staude eine gemeinsame Presseerklärung von IPPNW und ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) Deutschland vom 11.04.2014, in der es heißt: "Die Krim-Krise macht deutlich, wie schnell Aufrüstungsspiralen auch in Europa in Gang kommen können. Umso wichtiger ist es klar zu stellen, dass Atomwaffen keine Sicherheit garantieren. Im Gegenteil: Notwendig ist ein Verbot aller Atomwaffen, damit in zukünftigen Krisen niemand mehr auf die nukleare Karte setzen kann. Die Modernisierung der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen lehnen wir daher entschieden ab und fordern die Bundesregierung dazu auf, darauf zu verzichten. Sie bedroht den unter großen Anstrengungen gestifteten Frieden auf unserem Kontinent."

Am Ostermontag findet in Frankfurt ein Stermarsch unter dem Motto "Krieg löst keine Probleme: Die Waffen nieder – 2014 so aktuell wie 1914" zum Römerberg statt, an dem sich auch die Gießener Friedensaktivisten beteiligen werden. Wer teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen. Los geht es um 09.30 Uhr am Gießener Bahnhof, um gemeinsam mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren. Alle weiteren Infos und den Aufruf zum Frankfurter Ostermarsch gibt es hier.

Rund 150 Teilnehmer nahmen an der von der Gruppe "Nations without flags" musikalisch umrahmten Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen auf dem Kirchenplatz teil
Erster Redner war der DGB Kreisvorsitzende Klaus Zecher, links die Moderatorin der Veranstaltung Ilse Staude
Zwischendurch spielte immer wieder die Gruppe "Nations without flags"
Eva Berck und Heide Blum von den Gießener "Frauen für den Frieden" im Zwiegespräch
Zwischendurch spielte immer wieder die Gruppe "Nations without flags"
Burkhard Staude (IPPNW) sprach über die Gefahren der Atomenergie und der Atomwaffen
Rund 150 Teilnehmer nahmen an der von der Gruppe "Nations without flags" musikalisch umrahmten Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen auf dem Kirchenplatz teil
kleine Ausstellung am Rand der diesjährigen Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen
kleine Ausstellung am Rand der diesjährigen Osterfriedensaktion des Friedensnetzwerkes Gießen
Am Stand der Gießener Friedenaktivisten wurden auch Unterschriften für die Kampagne <a href=&#8220; http://www.lernenfuerdenfrieden.de/index.htm&#8220;>&#8222;Lernen für den Frieden Keine Rüstungsindustrie und kein Militär in Bildungseinrichtungen&#8220;<

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Kommentare zum Beitrag

Bernhard Kröger
377
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 09:45 Uhr
Herzlichen Dank für den sehr informativen Beitrag. Bin gespannt, was Anzeiger und Allgemeine berichten. :)
Michael Beltz
7.711
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 11:25 Uhr
Sehr gut Christian. Klaus Zecher hat wohl eine der besten Reden der letzten Jahre auf einer Ostermarschkundgebunbg gehalten.
Die Grünen haben Charakter gezeigt und sind nicht gekommen. Auch die SPD war wenig sichtbar. Woran liegt das wohl???
Michael Beltz
7.711
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 16:57 Uhr
Jetzt muss ich doch noch etwas Kritisches beitragen:

Die Kriegsministerin v.d.Leyen wird aufgefordert, die Bundeswehr aus den Schulen zu halten. Völlig absurd. Dann kann ein Löwe gleichzeitig eine Schafherde betreuen.

"Krieg löst keine Probleme". Probleme, sofern vorhanden, des Kapitals werden mit Kriegen gelöst; alleine der Waffenexport ist dafür ein gutes Beispiel.
Martina Lennartz
6.216
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 18:02 Uhr
Vielen Dank für den sehr informativen Bericht. So konnte ich mir, trotz Verhinderung, ein gutes Bild machen.
Birgit Hofmann-Scharf
10.359
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 18:07 Uhr
Auch von mir einen Dank für diesen informativen Beitrag - nun war auch ich dabei gewesen.
Christian Momberger
11.260
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 20:37 Uhr
Nicht zu danke, freut mich, wenn der Bericht gelesen wird und ankommt. Schön wäre nur, wenn ihn möglichst viele, auch nicht in der Friedensbewegung aktive bzw. dieser nahestehenden Personen ihn lesen und die genannten Gründe und Argumente aufnehmen würden.
Birgit Hofmann-Scharf
10.359
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 21:03 Uhr
Kleiner Nachsatz :
"Frieden beginne bereits hier vor der Haustür!", so Zecher abschießend.

Diese Worte klingen für mich äußerst sinnvoll !
Bernhard Kröger
377
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 20.04.2014 um 22:16 Uhr
Für Nübel die Volksfront auch! :)
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.04.2014 um 22:26 Uhr
Dann will ich auch kurz etwas dazu schreiben = wie immer ein umfassender Beitrag, der alles wiedergibt was auf der Kundgebung gesagt und gemacht wurde, Respekt!
Was mir hier fehlt, das ist die eigene Beurteilung Christian, was du wie einschätzt, das gehört meines Erachtens mit dazu.
Aus meiner Sicht:
- eine hervorragende Band, die zahlreiche Passanten anzog, ein Sänger mit fantastischer Stimme!
- eine sehr gute Rede von Burkhard Staude mit klarer Aussage = Verbot aller Atomwaffen!
- eine gute Rede von Klaus Zecher, die aber auch meiner Ansicht nach kleine Schwächen hatte = es fehlte die Kritik an der Rolle die Russland u.a. in der Ukraine spielt, und eine Stärkung der UNO zu fordern ( also Krieg der "Blauhelme"? ) ist auch nicht im Interesse der Völker!
- das Zwiegespräch der beiden Frauen fand ich schwach mit reichlich pazifistischen Illusionen gespickt, und die "ernste Antwort" = eigentlich ist die NATO ein sinnvolles Bündnis, nur was sie macht ist nicht richtig ( nicht wörtlich, aber sinngemäß ), das war schon fast absurd, die NATO ist ein aggressives militärisches Bündnis!
- ja, die Presse hatte schon Recht = die Teilnehmerzahl war überschaubar, meist die "üblichen Verdächtigen" und einige Neugierige, auch die neuen "Friedenskämpfer der Montagsdemo" habe ich zumindest nicht wahrgenommen. Hier muss auch die Frage der Mobilisierung gestellt werden, gerade im Bereich der abhängig Beschäftigten, der Gewerkschaften ( trotz Redebeitrag vom DGB ), die sich immer auch als Teil der Friedensbewegung sahen muss kritisch beleuchtet werden inwieweit "Krieg und Frieden" heute ein Arbeiterthema, ein Gewerkschaftsthema ist.

Selbstverständlich gehört den Organisatoren Anerkennung und Dank für die Durchführung dieser Osteraktion, trotzdem muss auch Kritik erlaubt sein.
Christian Momberger
11.260
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 27.04.2014 um 23:32 Uhr
Stefan, ich gebe zu die eigene Meinung von mir in dem Beitrag fehlt. Jedoch kann man schon an der Gewichtung, an der Länge der Wiedergabe der einzelnen Wortbeiträge feststellen, dass auch ich die beiden Frauen sehr schwach fand und Deine Kritik bzw. Dein Lob bzgl. aller drei Reden und der Mobilisierung nur teilen kann.
Bernhard Kröger
377
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 28.04.2014 um 00:13 Uhr
Ergänzung zu meinem spöttischen Kurzkommentar: "Frieden beginne bereits hier vor der Haustür!", so Zecher abschießend.´- Für Nübel die Volksfront auch... :)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Christian Momberger

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