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Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr ausbauen statt zerstören

S21-Protest: Banner gegen Brückenabriss, 30.3.2014, Bad Cannstatt
S21-Protest: Banner gegen Brückenabriss, 30.3.2014, Bad Cannstatt
Gießen | S21-Protest: Kletteraktion gegen Brückenabriss

KletteraktivistInnen von ROBIN WOOD haben heute in Stuttgart gegen den Abriss von drei Fußgängerbrücken und gegen das Bahnprojekt S21 demonstriert. Am Mittag spannten sie an der Holzbrücke über den Neckar zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt und dem Rosensteinpark ein 35 Meter langes Transparent mit der Forderung: „Die Brücken für Fußgänger & Radfahrer erhalten S21 stoppen!“ An SpaziergängerInnen verteilten sie Flyer gegen den geplanten Brückenabriss.

Außer der Holzbrücke, an der aktuell die Protestaktion stattfindet, sind der Elefantensteg und der kleine Leuzesteg vom Abriss bedroht. Alle drei Fußgängerbrücken zum Rosensteinpark sollen in den kommenden Monaten für den Bau einer Eisenbahnbrücke und geänderte Straßenführungen im Rahmen des Bahnprojektes Stuttgart21 zerstört werden.



Während der veranschlagten rund vierjährigen ist kein Ersatz für die abgerissenen Brücken geplant. Ob sie danach ersetzt werden, muss – angesichts der ungesicherten Finanzierung von Stuttgart 21 sowie zahlreicher planungsrechtlicher Unwägbarkeiten – bezweifelt werden. Die Ausweichstrecken über die viel befahrenen Autobrücken König-Karls-Brücke und Rosensteinbrücke aber sind für Fußgänger und Radfahrer unzumutbar.

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„Wir brauchen die Brücken und wollen, dass sie erhalten werden“, sagt der Stuttgarter ROBIN WOOD-Aktivist Matthias Roth. „Außerdem wollen wir mit unserer Aktion zeigen, dass die Verkehrspolitik in Stuttgart in die völlig falsche Richtung geht. Unter dem grünen Oberbürgermeister Fritz Kuhn wird viel über schadstoffarme Mobilität geredet, bisher wurden aber keine nennenswerten Projekte umgesetzt. Stattdessen wirkt die Stadt daran mit, dass für das sinnlose Prestigeprojekt Stuttgart 21 weitere autofreie Wegeverbindungen gekappt werden."



ROBIN WOOD fordert weiterhin einen Bau-Stopp für S21. „Wie im Brennglas zeigt Stuttgart 21 die massive Fehlsteuerung in der Bahnpolitik. Denn dieses unterirdische Projekt baut für das Zehnfache des diesjährigen DB-Gewinns nachweislich Bahnkapazitäten ab – und zwar 30 Prozent im Vergleich zu einem optimierten Kopfbahnhof“, sagt ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin Monika Lege. „Diesen Irrweg muss die Bahn endlich verlassen.“

Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
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Michael Beltz aus Gießen schrieb am 31.03.2014 um 13:00 Uhr
ROBIN WOOD hat sicher nicht erst jetzt bemerkt, dass es egal ist, ob er Oberbürgermeister grün, schwarz oder rosa ist. Die Marionetten des Kapitals tanzen nach der Pfeife der Brötchengeber.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Antje Amstein

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Interessensgebiet: Gießen
Antje Amstein
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