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Altkanzler Schröder zur Ukraine

Gießen | Altkanzler Gerhard Schröder kritisiert die Rolle der EU in der Auseinandersetzung. Die Europäische Kommission sei qualitativ in einem desolaten Zustand und habe »nicht im entferntesten kapiert (…), daß das ein kulturell gespaltenes Land ist, und daß man mit einem solchen Land so nicht umgehen kann«, sagte Schröder am Sonntag auf einer Matinee der Wochenzeitung Die Zeit in Hamburg. Schröder wolle Putin nicht verurteilen. Er selbst habe als Kanzler im Jugosla­wienkonflikt gegen das Völkerrecht verstoßen. »Da haben wir unsere Flugzeuge (…) nach Serbien geschickt, und die haben zusammen mit der NATO einen souveränen Staat gebombt – ohne daß es einen Sicherheitsratsbeschluß gegeben hätte.« Insofern sei er vorsichtig mit dem erhobenen Zeigefinger.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.306
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.03.2014 um 12:57 Uhr
Die Aussage von Schmidt zu Jugoslawien dürften unter der Rubrik "späte Einsichten eines alten Mannes" fallen.

Bin mir sicher - diese Sätze werden in keinem Geschichtsbuch stehen.
Michael Beltz
6.892
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.03.2014 um 13:18 Uhr
Nicht Schmidt sondern Schröder ist es, der nun öffentlich zugibt, gegen Völkerrecht verstoßen zu haben. Die Heuchelei wird offenkundig.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 12.03.2014 um 13:38 Uhr
Putin Gspusi Gazprom Schröder ist sicher der letzte, welcher die Situation in und um die Ukraine objektiv bewerten kann.
Martin Wagner
2.306
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.03.2014 um 15:31 Uhr
Michael (B.) - Entschuldigung ein kleiner Flüchtigkeitsfehler .......
Stefan Walther
4.190
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.03.2014 um 00:35 Uhr
Mag sein Herr Schäfer, dass Schröder mit Sicherheit kein "neutraler Beobachter" ist, und Heuchelei ist auch der richtige Ausdruck.
Genauso heuchlerisch ist aber auch die große Aufregung der EU über das Auftreten des imperialistischen Russlands! Wen stützt denn die EU in der Ukraine und um was geht es ihr? Um das ukrainische Volk? Schauen Sie sich an wer die neuen Machthaber in Kiew sind = alte und neue Oligarchen, keinen Deut besser als die ehemaligen korrupten Janukowitschs, nur dass sie westlich orientiert sind, und schon kann man hierzulande kein Wort mehr der Kritik hören... Heuchelei hier wir dort!
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 13.03.2014 um 09:45 Uhr
Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, Herr Walther. Das undiplomatische Verhalten der EU zur Ukraine ohne Einbeziehung Russlands hat Putins Reaktion provoziert und nicht umgekehrt.
333
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 13.03.2014 um 12:11 Uhr
Richtig, Herr Walther; es sind aber nicht nur die Oligarchen in der Ukraine, die jetzt die Macht ausüben, sondern ausgemachte Faschisten die offen Juden, Russen und Kommunisten verfolgen. Mit ihnen haben auch die deutschen Regierungsvertreter von Beginn der Maidan-Besetzung an gemeinsame Sache gemacht.
Stefan Walther
4.190
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.03.2014 um 17:51 Uhr
Das streite ich auch nicht ab Frau Weber, entscheidend ist jedoch immer welche Klasse, welche Klasseninteressen hinter z.B. Faschisten stehen, und das sind nunmal die bürgerlichen Kräfte...
Verteidigen darf man aber trotzdem nicht - und auch nicht "vergessen" zu erwähnen - das aggressive Vorgehen Russlands, das die Kriegsgefahr zusätzlich anheizt und auch keineswegs im Interesse sowohl des ukrainischen oder auch russischen Volkes ist, auch hier werden nur eigene Interessen vertreten und eigener russischer Chauvinismus unter die Menschen gebracht.
Michael Beltz
6.892
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.03.2014 um 10:34 Uhr
"Das aggressive Vorgehen Russlands", das gerne in den bürgerlichen Medien dargstellt wird, kann ich so nicht erkennen. Russland befindet sich in der Defensive und versucht, das Beste daraus zu machen. Die Ergebnisse werden uns nicht erfreuen.
Das hinter beiden Seiten die Klasseninteressen der bürgerlichen Kräfte stehen, ist sicher nicht zu bezweifeln.
Stefan Walther
4.190
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.03.2014 um 16:58 Uhr
na ja, gerade habe ich unter einem anderen Beitrag die Sichtweise / den Kommentar von dir "gelobt" Michael und nun leugnest du das aggressive Vorgehen Russlands? Hier geht es um die Auseinandersetzung zwischen imperialistischen Kräften, da haben wir weder die eine noch die andere Seite zu verteidigen, ob nun der oder der gerade in der "Defensive" ist, was spielt das für das Volk eine Rolle? Also besser Unterordnung unter ein imperialistisches Russland als ein Vasall der EU?
Michael Beltz
6.892
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.03.2014 um 19:03 Uhr
Was hier besser sein soll, kann ich nicht beurteilen. Russland muss nicht verteidigt werden, es hat gar keine Luft in der heutigen Situation aggressiv zu sein. Das ist keine moralische Kategorie.
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