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Die Wiederkunft des Messias – Teil III - Die Prophezeiung der Mond- und Sonnenfinsternisse

von AMJ Giessenam 06.03.20146363 mal gelesenkein Kommentar
Der Verheißene Messias und Imam Mahdi - Hazrat Mirza Ghulam Ahmad
Der Verheißene Messias und Imam Mahdi - Hazrat Mirza Ghulam Ahmad
Gießen | Der Heilige Prophet Muhammad (Friede und Segen Gottes seien mit ihm) prophezeite einen Großen Reformer (bekannt als der Mahdi, der während der letzten Tage erscheint, und der eine besondere geistige Verwandtschaft mit Jesus Christus haben wird und deshalb beschrieben wurde als der Verheißene Messias.

Eine herausragende Sammlung auf diesem Gebiet der Ahadith (überlieferte Aussagen des Propheten des Islams), die Sunan Ad-Darqutni (Ad-Darqutni, Hadhrat Ali Bin Umar AI-Baghdadi, "Sunan Ad-dar Qutni") verfasst von dem berühmten Wissenschaftler Hadhrat Ali Bin Umar Al-Baghdadi Ad-Darqutni, der im vierten Jahrhundert nach der Hidschrat lebte (918-995 A. D.), beinhaltet das folgende Hadith, überliefert von Hadhrat Imam Baaqar Muhammad bin Alira, das eine Prophezeiung über den Mahdi der letzten Tage ist.

"Für unseren Mahdi, gibt es zwei Zeichen, die seit der Schöpfung der Himmel und der Erde niemals erschienen sind, nämlich, dass sich der Mond in der ersten Nacht des Ramadan verfinstert, und sich die Sonne am mittleren Tag des Ramadan verfinstert; und diese Zeichen sind, seit Gott die Himmel und die Erde erschaffen hat, nie erschienen.“

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Eine Mondfinsternis tritt bei Vollmond auf und eine Sonnenfinsternis bei Neumond (Encyclopaedia Britannica Vol. 17), wie es in astronomischen Kalendern aufgezeichnet ist. Der neue Mond ist für das nackte Auge unsichtbar. Es gibt den Bereich dreier möglicher Tage eines Mondmonats, an deren jedem eine Mondfinsternis möglich wäre.

Ähnlicherweise gibt es einen dreitägigen Bereich für eine Sonnenfinsternis. Die Monate des islamischen Kalenders sind Mondmonate, beginnen jedoch erst dann, wenn der neue Mond groß genug ist, auch wirklich gesehen zu werden. Dies beinhaltet ein Abweichen von fast 24 Stunden gegenüber dem Neumond der Almanache.

Die Verfinsterung des Mondes gemäß des islamischen (Hidschrat-) Kalenders tritt demzufolge entweder in der 13., 14. oder 15. Nacht, und die Verfinsterung der Sonne entweder am 27., 28. oder 29. Tag des Mondmonats ein. Das vom Heiligen Propheten (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) des Islam erwähnte Zeichen bedeutete deshalb, dass der Mond während der ersten der möglichen Nächte verfinstert würde, also in der 13. Nacht, und dass die Verfinsterung der Sonne stattfände am mittleren der möglichen Tage, also am 28. Tag desselben Mondmonats, der der Monat des Ramadan wäre. Es ist wichtig festzuhalten, dass in Anbetracht des Ausdrucks "Für unseren Mahdi“ in der vorgenannten Prophezeiung, dieses Zeichen zu Lebzeiten desjenigen, der Anspruch nehmen wird, der Mahdi zu sein, erscheint, und zwar nachdem (und nicht bevor) er diesen Anspruch erhob, der Mahdi zu sein.
Demgemäß sagten viele christliche Gelehrte die Wiederkunft Jesu während des 19. Jahrhunderts voraus. Jedoch erschien Christus nicht so, wie sie es erwartet hatten. Es geht aus dem Vernunftdenken hervor, dass, wenn Gott alle diese verschiedenen Reformer gleichzeitig gesandt hätte - jeder von ihnen die Menschheit gemäß ihrer eigenen Philosophie zu Gott einladend -, dieses zu einer weiteren Aufsplitterung der menschlichen Rasse geführt hätte anstatt zu ihrer Vereinigung. Ein einzelner, allumfassender, universaler Reformer war es also, den die Zeit erforderte.

Mirza Ghulam Ahmad aus Qadian: Der einzelne globale Reformator (1835-1908 A. D.)

Gegen Ende des Jahres 1890 A.D. beanspruchte Mirza Ghulam Ahmadas aus Qadian (Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat), dass Gott ihn zum Mahdi und Verheißenen Messias ernannt habe: eine Rolle vollständiger Unterwerfung unter den Propheten Muhammad (Friede und Segen Gottes seien mit ihm). Er erklärte, dass die Zweite Ankunft Jesu Christi, wie in den früheren Schriften erwähnt, nicht wortwörtlich zu nehmen sei, und dass diese in seiner Person erfüllt sei. Er beanspruchte ebenfalls, die Verkörperung aller lang erwarteten Reformer der verschiedenen Religionen zu sein. Er präsentierte viele göttliche Zeichen, die zu seiner Unterstützung erschienen.

Unter diesen halten die Sonnen- und Mondfinsternisse, die beide im Monat Ramadan 1894 A. D. stattfanden, gemäß der oben stehenden und 13 Jahrhunderte zuvor erwähnten großartigen Prophezeiung des Propheten des Islam eine spezielle Bedeutung. In seinen eigenen Worten:"Und ich schwöre euch bei dem Allmächtigen Gott, dass ich der Verheißene Messias bin, und ich bin dieselbe Person, die vom Propheten versprochen wurde. Mitteilungen über mich und mein Zeitalter gibt es in der Thora und den Evangelien und dem Heiligen Koran. Es steht geschrieben, dass es Verfinsterungen am Himmel und fürchterliche Plagen auf der Erde geben wird.“ (Übersetzung aus dem Urdu: Ahmad, Hadhrat Mirza Ghulam, "Dafi‘ul Bala" (Erstveröffentlichung im April 1902 in Indien), später gedruckt bei Unwin Brothers Ltd., The Gresham Press, Surrey, U. K., in "Roohani Khaza‘in", Bd. 18, Nov. 1984)

In exaktem Gleichklang mit der Prophezeiung des Heiligen Propheten Muhammad (Friede und Segen Gottes seien mit ihm), fand am 13. Tag des Ramadan 1311 Hijrat (islamischer Zeitrechnung), was dem 21. März 1894 A. D. entspricht, eine Mondfinsternis statt, sowie am 28. desselben Monats Ramadan eine Sonnenfinsternis, d. h. am 6. April 1894 A.D.
Dieses Phänomen war in der östlichen Hemisphäre der Erde zu beobachten. Das gleiche Phänomen wiederholte sich im folgenden Jahr in der westlichen Hemisphäre, als am 11. März 1895 A. D. die Mond- und am 26. März 1895 A. D. die Sonnenfinsternis an den benannten identischen Tagen des Monats Ramadan erfolgte.

Die Beobachtung dieser Verfinsterungen wurde in der zeitgenössischen indischen Presse festgehalten, z. B. in den Zeitungen Azad, der Civil and Military Gazette aus Lahore, der Pioneer aus Allahabad, etc.
Details dieser Verfinsterungen können leicht bestätigt werden aus Oppolzer‘s Grundsätze der Verfinsterungen (Oppolzer, T R., Canon of Eclipses, Dover Publications, New York, 1962) und dem Nautischen Almanach (London 1894). Die in den vorgenannten Quellen aufgezeichneten Daten dieser Verfinsterungen entsprechen der christlichen Zeitrechnung. Die Berechnungen (Alladin, Dr. Saleh Muhammad, "Lunar and Solar Eclipses as Signs of the Promised Messiah", The Review of Religions, Bd. 82, Nr. 7, Juli 1987) der Position des Mondes auf den islamischen Kalender umgerechnet, beweisen, dass die Mondtage dieser Verfinsterungen tatsächlich den 13. und 28. Tag des islamischen Monats Ramadan entsprechen.

Mond- und Sonnenfinsternisse treten gemäß den Naturgesetzen auf. Jedoch ist es wichtig, festzuhalten, dass das Erscheinen beider Verfinsterungen zu den vorgegebenen Tagen des Ramadan, sichtbar von einem vorgegebenen Ort aus, ein extrem seltenes Vorkommen ist. Dies wurde von dem Astronomen Dr. Saleh M. Alladin und seinen Mitarbeitern in der Abteilung für Astronomie der Osmania Universität in Hyderabad, Indien untersucht. Er bewies, dass in zwei Jahrhunderten (1800-2000 A. D.) sowohl Mond- als auch Sonnenfinsternisse 17 Mal während des Ramadan auftraten, aber das Jahr 1894 A. D. das einzige Jahr war, in dem beide Verfinsterungen an den in der Prophezeiung festgelegten Tagen von Qadian aus sichtbar waren.

Die Prophezeiung bedeutet nicht, dass das reine Vorkommen von Mond- und Sonnenfinsternissen als solches ein noch nie dagewesenes oder einzigartiges Phänomen ist. Die Einzigartigkeit der Erfüllung dieser Prophezeiung ist, vielmehr, dass niemals zuvor beide Verfinsterungen im selben Monat Ramadan zu den vorgegebenen Tagen auftraten – nachdem schon jemand existierte, der beanspruchte, der Mahdi zu sein, und der sich auf diese Zeichen zu seiner Unterstützung berief. Somit fallen verschiedene großartige Merkmale dieser außerordentlichen Prophezeiung auf. Niemals in der Geschichte der Menschheit geschah es, dass alle der folgenden Bedingungen dieser Prophezeiung gleichzeitig erfüllt wurden.

1. Die bei den Verfinsterungen traten wie in der Prophezeiung beschrieben auf, nachdem jemand schon vorher beansprucht hatte, der Mahdi zu sein, und er, nachdem diese Zeichen in Erscheinung traten, diese Zeichen zu seiner Unterstützung berief.

2. Beide Verfinsterungen ereigneten sich in demselben Monat Ramadan desselben Jahres.

3. Beide Verfinsterungen geschahen genau an den vorausgesagten Tagen des besagten Monats, wie in der Prophezeiung spezifiziert.

4. Die gesamte Prophezeiung wurde zweimal erfüllt, d.h. einmal für die östliche Hemisphäre im Jahr 1894 A.D. und im folgenden Jahr für die westliche Hemisphäre.

5. Es ist faszinierend, festzuhalten, dass, als diese Verfinsterungen für die westliche Hemisphäre im darauffolgenden Jahr wiederholt wurden (die Mondfinsternis am 11. März und die Sonnenfinsternis am 26. März 1895 A.D.), obwohl diese von Qadian aus nicht zu sehen waren, die Zeiten, bezogen auf Qadian immer noch die gleichen waren, nämlich der 13. und 28. Tag des Ramadan.

6. Die Monate des islamischen Kalenders beginnen mit dem tatsächlichen Erblicken des neuen Mondes, was von Ort zu Ort unterschiedlich sein kann. Deshalb wird ein Bezugs Standort benötigt, um die mit der Prophezeiung zusammenhängenden Tage bestätigen zu können. Es ist außerordentlich bemerkenswert, dass Qadian sich für die Finsternisse der beiden Hemisphären als dieser einzigartige Standort erwies. Dies geschah, weil Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, der beanspruchte, der Mahdi zu sein, zu dessen Nutzen die Prophezeiung geschah, in Qadian lebte.

7. Diese Prophezeiung erfüllte sich nicht nur in Bezug auf Tage, sondern auch in Bezug auf die Zeit, zu der diese Verfinsterungen stattfanden. Denn die Mondfinsternis trat nicht nur in der ersten der möglichen Nächte ein, sondern auch ziemlich früh während des ersten Teils jener Nacht (zwischen 19:00 und 2:30 Uhr, Kalkutta Standardzeit), und die Sonnenfinsternis fand nicht nur am mittleren der drei möglichen Tage statt, sondern auch fast zum Mittelteil des Tages hin (zwischen 9:00 und 11:00 Uhr, Kalkutta Standardzeit).

8. Um den bisher beschriebenen ungewöhnlichen Merkmalen dieser Verfinsterungen noch eine weitere hinzuzufügen, war die Sonnenfinsternis durch einen weiteren seltenen Faktor gekennzeichnet, nämlich dadurch, dass diese zu der am seltensten zu beobachtenden Art von Sonnenfinsternis gehörte, nämlich der ringförmigen Totalverfinsterung.

Obwohl die Prophezeiung dieser Verfinsterungen mit bemerkenswerter Genauigkeit eintraf, waren auch bestimmte Gegenstimmen zu hören, die behaupteten, dass die Absicht der Prophezeiung die war, dass die Mondfinsternis während der ersten Nacht des Mondmonats Ramadan auftreten würde. Ein sorgfältiges Lesen der Prophezeiung jedoch wird offenbaren, dass das arabische Wort Hilal (was soviel bedeutet wie der Mond der ersten Nacht eines Mondmonats) hier nicht benutzt wurde. Stattdessen wurde das Wort Qamar benutzt, was sich auf den Mond späterer Nächte bezieht.

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