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NSU Bonzen schlagen zurück

von Ario Zalzadeham 17.02.20141562 mal gelesen2 Kommentare
Gießen | Manchmal mache ich mir auf Grund der Geschehnisse der letzten Zeit Gedanken darüber in welcher Gefahr sich die junge deutsche Republik befindet und ob diejenigen an ihrer Spitze, egal welcher Farbe auch immer, die eigentlich einen schützenden Regenbogen über unser Land spannen sollten, nur durch ihre Farbe zu glänzen versuchen oder ob sie auch die Fähigkeit zu dessen Schutz besitzen.
In einer Demokratie, in der laut Grundgesetz Gedanken in alle Richtungen, ob politisch oder religiös, frei sein dürfen, versuchen verschiedene Kräfte dessen Richtung zu bestimmen und zu verändern um damit ihre eigenen Schwachstellen zu verdecken. Dies dürfte eigentlich eine funktionierende Demokratie nicht zulassen.
Einer dieser Fälle ist die Verbotsaussprechung anders Denkender, in diesem Fall der national Denkenden links wie rechts, die stets als Sündenbock herhalten müssen. Auch sie sollten die Früchte der Freiheit genießen können, genau so wie anders Denkende. Selbstverständlich aber nur solange sie sich im Rahmen der Verfassung des Landes bewegen und handeln.
Aufgrund von Fehlverhalten der etablierten Parteien fühlen sich national denkende Gruppierungen oftmals in eine Ecke gedrängt und da sie dort keinen Raum für ihre Ideologien finden können entartet sich ein radikaler Abwehrmechanismus.
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NSU (12)Demokratie in Deutschland (1)
Ständige Verbote und Drohungen zwingen diesen Teil der Bevölkerung daher nicht nur allein in den Untergrund, sondern sorgen in einer gefährlichen Chamäleonstrategie dafür, die Farben der etablierten Parteien anzunehmen, diese zu unterwandern und aus ihrem Inneren heraus die Politik wie von ihnen gewünscht zu beeinflussen und ihre Ideen durchzusetzen.
Diese ihre Überlebensstrategie ist normal solange es Menschen gibt, die sich über dieses Land, seine Zukunft und die von außen diktierte Politik Gedanken machen bzw. nicht machen. Ein gesunder Nationalismus ist nicht zu beanstanden, aber die neuerlich statt findende NSU Katastrophe ist ein gefährlicher Hinweis in diese besagte Richtung. Die Grundlage dafür wurde 1982 vom damaligen deutschen Kanzler geplant und ohne gesetzliche Grundlage vorgenommen bzw. durchgeführt. Still und leise schlossen sich alle politischen Kräfte bzw. alle Parteien damals bis heute an dessen Beteiligung an. Der verstaubten Rassenideologie wurde zum Glanz verholfen, indem er seinerzeit lautstark ankündigte die Anzahl der Türken in diesem Lande zu halbieren. Wobei für „normale“ Deutsche jeder Türke Ausländer ist und jeder Ausländer Türke. Es ist erstaunlich, aber alle so genannten politischen Kräfte in dieser Demokratie sind dem ohne Widerstand gefolgt. Wie kann es sonst möglich sein, dass 11 Jahre lang in einem sogenannten demokratischen Land gemordet wird und niemand etwas dagegen unternimmt?
Persönlich bin ich sogar der Meinung, wenn nicht zuletzt eine Polizistin erschossen worden wäre, dann wäre das Versagen unseres Rechtstaates weiter gegangen.
Wobei in andere Formen wie die der Diskriminierung und Benachteiligung der sogenannten „Bürger mit Migrationshintergrund“ nach wie vor unvermindert weiter geht, wie ich es persönlich jeden Tag am eigenen Leibe erfahren muss .
Was die kaltblütigen Morde unschuldiger Menschen angeht, so muss ich sagen ist mein Mitleid mit den beiden Tätern keineswegs geringer als mit den Ermordeten und deren Familien.
Stellen Sie sich nur einmal vor in welchem Zustand sich ein Mensch befinden muss, damit er die Pistole in den Mund hält und abdrückt.
Sie sahen als einzige Möglichkeit diese Mordmaschine außer Kraft zu setzen darin sich selber außer Kraft zu setzen.
Aber warum kommt es soweit? Wer sind diese wahren Akteure, die unsere Demokratie in höchster Form in Gefahr bringen und sogar in der Lage sind bis in den tiefsten Winkel der geheimsten Behörden Akten und Spuren zu beseitigen? Was läuft in unserem Land schief? Ein Land, das in der Lage ist seinen Bundespräsidenten, der eine höchste Stelle im Land einnimmt und nicht bereit ist die Souveränität seines Landes aufs Spiel zu setzen, in den Dreck zieht und wie wir heute wissen wegen Null und Nichts von heute auf morgen außer Kraft gesetzt wird. Hier zeigt sich wieder die Macht der Herren im Frack, die es schaffen innerhalb von 3 Monaten eine Hysterie aufzubauen und ihn 33 mal in einer „Bildenden Volkszeitung“ in größten Schriften und auf übelste Art und Weise betiteln.
Ganz zu schweigen von den vom Volke finanzierten Fernsehsendungen, in denen er auf dieselbe Weise 23 Talkshows füllte und all die ähnlichen unzähligen Kommentare bzw. Nachrichten und Abhandlungen in Zeitungen und Magazinen aus Nord bis Süd.
Selbstverständlich ist es für die, die die Macht besitzen bis in den geheimsten Ecken des deutschen Verfassungsschutzes Akten zu vernichten weitaus leichter Akten zu erstellen. Dies wie im Fall von Herrn Edathy, der gewissenhaft wie es sich für einen Perser gehört, seinen Job ernst nimmt und aller Drohungen und Warnungen zum Trotz die Spuren solcher Schandtaten wie NSU verfolgt und die Missstände beim Namen nennt.
Ich bin mir sicher, dass er nicht aus Zufall für diesen Job ausgesucht worden ist und diejenigen, denen dieses Eisen zu heiß bzw. denen bewusst war, dass dort keine Lorbeeren zu holen sind, haben ihn lobend dorthin geführt.
Spätestens als die Akten vernichtet waren, habe ich gehofft, dass er diese Gefahrenquelle ablegt. Aber all die, die die persische Mentalität kennen, wissen, dass sie auf 10.000 Jahren Kultur basiert und diese vermischt mit deutscher Ordnung beinhaltet auch, wer A sagt muss auch B sagen.
So wie man aus neuerlicher Berichten entnehmen kann, hat Herr Edathy mit seinen aufrichtigen Arbeiten auf ein paar krumme Füße getreten und die, denen sie gehören, sind noch immer in der Lage solche Szenarien zu planen und durchzuführen.
Besonders wenn ich im staatlichen Fernsehen höre, dass eine Provinzzeitung bzw. dessen Reporter persönlich von seinem Parteigenossen (Kameraden) über diese Untersuchung, über die bis dahin keiner informiert war, in Kenntnis gesetzt und hingeschickt worden ist.
Hier zeigen sich diese Chamäleoneindringlinge, die sich „Sozialisten“ nennen, deren Gesinnung aber groß in Frage steht.
Damit wird die Trommel gerührt, das Volk beschäftigt und im Hintergrund werden „Ehrenpolitiker“ a la Barschel ihre bittere Suppe im Nachteil Deutschlands und dessen Bevölkerung weiter rühren.

Kommentare zum Beitrag

Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 06.03.2014 um 15:18 Uhr
Sehr geehrter Herr Zalzadeh,

vielen Dank für Ihre ausführliches Schreiben.

Wir sind sehr entsetzt und bestürzt über die schrecklichen Gewalttaten der rechtsextremistischen Terrorzelle aus Zwickau. Sie sind eine Schande für unser Land. Sie haben großes Leid über die Familien der Opfer gebracht und zudem die jahrelange Ungewissheit darüber, wer und was hinter diesen Morden steckte. Wir fühlen uns den Angehörigen verpflichtet.

Die Aufklärung der menschenverachtenden Taten dauert immer noch an. Bereits jetzt sind allerdings Mängel in der Arbeit der Sicherheitsbehörden und in ihrer Zusammenarbeit deutlich geworden. Diese müssen nun in den verschiedenen Untersuchungsausschüssen und der Bund-Länder-Kommission detailliert aufgearbeitet werden.

Wir sollten uns aber davor hüten, die Arbeit des Verfassungsschutzes auf verantwortungslose Weise zu skandalisieren. Bei allen möglichen Fehlern, die im Zusammenhang mit der Aufklärung der Morde gemacht wurden, müssen am Ende ein gestärkter Verfassungsschutz und besser arbeitende Sicherheitsbehörden stehen. Eine deutlich verbesserte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern hat Bundesinnenminister Peter Friedrich mit dem Gemeinsamen Abwehrzentrum Rechts und der Gemeinsamen Rechtsextremismusdatei bereits in die Wege geleitet.
Dagegen ist ein Verzicht auf die Arbeit von V-Leuten oder gar des Verfassungsschutzes, wie sie manche fordern, abwegig. Seit 1990 ist es gelungen, zehn rechtsextremistische Vereine zu verbieten. Das wäre in fast keinem Fall ohne den Einsatz von V-Leuten möglich gewesen.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach einem Verbot der NPD. Für uns steht außer Zweifel, dass die NPD eine antidemokratische, fremdenfeindliche, antisemitische und verfassungsfeindliche Partei ist. Ein neues NPD-Verbotsverfahren darf jedoch kein zweites Mal beim Bundesverfassungsgericht scheitern. Die CDU-geführte Bundesregierung hat entschieden, keinen Antrag auf ein Verbot der NPD beim Bundesverfassungsgericht zu stellen. Wir unterstützen aber die Bemühungen der Länder um ein Verbot der rechtsextremistischen Partei. Der Bundesrat hat Mitte Dezember 2012 beschlossen, selbst ein Verbotsverfahren zu beantragen.

Wir dürfen nicht erwarten, dass der Kampf gegen den Rechtsextremismus durch ein Verbot der NPD beendet sei. Vielmehr ist das eine Aufgabe, die uns allen tagtäglich gestellt ist.
Mit freundlichen Grüßen
CDU / Redaktion
Ende der Chat-Unterhaltung
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 06.03.2014 um 15:18 Uhr
Sehr geehrter Herr Zalzadeh,

vielen Dank für Ihre ausführliches Schreiben.

Wir sind sehr entsetzt und bestürzt über die schrecklichen Gewalttaten der rechtsextremistischen Terrorzelle aus Zwickau. Sie sind eine Schande für unser Land. Sie haben großes Leid über die Familien der Opfer gebracht und zudem die jahrelange Ungewissheit darüber, wer und was hinter diesen Morden steckte. Wir fühlen uns den Angehörigen verpflichtet.

Die Aufklärung der menschenverachtenden Taten dauert immer noch an. Bereits jetzt sind allerdings Mängel in der Arbeit der Sicherheitsbehörden und in ihrer Zusammenarbeit deutlich geworden. Diese müssen nun in den verschiedenen Untersuchungsausschüssen und der Bund-Länder-Kommission detailliert aufgearbeitet werden.

Wir sollten uns aber davor hüten, die Arbeit des Verfassungsschutzes auf verantwortungslose Weise zu skandalisieren. Bei allen möglichen Fehlern, die im Zusammenhang mit der Aufklärung der Morde gemacht wurden, müssen am Ende ein gestärkter Verfassungsschutz und besser arbeitende Sicherheitsbehörden stehen. Eine deutlich verbesserte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern hat Bundesinnenminister Peter Friedrich mit dem Gemeinsamen Abwehrzentrum Rechts und der Gemeinsamen Rechtsextremismusdatei bereits in die Wege geleitet.
Dagegen ist ein Verzicht auf die Arbeit von V-Leuten oder gar des Verfassungsschutzes, wie sie manche fordern, abwegig. Seit 1990 ist es gelungen, zehn rechtsextremistische Vereine zu verbieten. Das wäre in fast keinem Fall ohne den Einsatz von V-Leuten möglich gewesen.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach einem Verbot der NPD. Für uns steht außer Zweifel, dass die NPD eine antidemokratische, fremdenfeindliche, antisemitische und verfassungsfeindliche Partei ist. Ein neues NPD-Verbotsverfahren darf jedoch kein zweites Mal beim Bundesverfassungsgericht scheitern. Die CDU-geführte Bundesregierung hat entschieden, keinen Antrag auf ein Verbot der NPD beim Bundesverfassungsgericht zu stellen. Wir unterstützen aber die Bemühungen der Länder um ein Verbot der rechtsextremistischen Partei. Der Bundesrat hat Mitte Dezember 2012 beschlossen, selbst ein Verbotsverfahren zu beantragen.

Wir dürfen nicht erwarten, dass der Kampf gegen den Rechtsextremismus durch ein Verbot der NPD beendet sei. Vielmehr ist das eine Aufgabe, die uns allen tagtäglich gestellt ist.
Mit freundlichen Grüßen
CDU / Redaktion
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