Gießen | Der Judo Club Grünberg und der Alternative Tanzclub Bad Nauheim sind mit dem „Großen Stern des Sports“ in Bronze ausgezeichnet worden.
Volker Remmele, Vorstand der Volksbank Mittelhessen, überreichte den Vereinsvorständen die Auszeichnung.
2008 beteiligte sich die Volksbank Mittelhessen erstmals an der Initiative des Deutschen Olympischen Sportbunds. Der Wettbewerb hat sich zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, dessen alljährlicher Höhepunkt die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold auf Bundesebene ist. Diese Veranstaltung wird dann von höchster politischer Ebene begleitet: In den vergangenen Jahren haben Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bundessieger persönlich ausgezeichnet.
Um die Chance auf einen Goldenen Stern zu haben ist die Eingangsvoraussetzung, von einer Genossenschaftsbank mit einem Bronzenen Stern ausgezeichnet zu werden. Die Auszeichnung „Großer Stern des Sports in Bronze“ ist mit 2000 Euro dotiert, und ist zugleich die Eintrittskarte für die nächste Runde im Wettbewerb um die „Sterne des Sports“.
Aufgrund ihres umfangreichen Geschäftsgebiets hatte sich die Volksbank Mittelhessen entschieden, die ersten drei Plätze zweimal zu vergeben: Einmal für den Bereich Marburg/Gießen, einmal für den Bereich Wetterau.
Mit dem Goldenen Stern der Volksbank Mittelhessen haben sich die Erstplatzierten, der Judo Club Grünberg und der Alternative Tanzclub Bad Nauheim, für die Auszeichnung „Sterne des Sports in Silber“ auf Landesebene qualifiziert.
Die Plätze zwei belegten die Vereine Box Club Marburg und die Turngemeinde Ober-Rosbach. Beide Vereine erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro.
Über den dritten Platz freuten sich die Vereine Grün Weiß Gießen (Tauchabteilung) und der TSV Bellershem. Der dritte Platz war mit einem Preisgeld von jeweils 1000 Euro dotiert. Auch die Zweit- und Drittplatzierten erhielten neben dem Preisgeld „Sterne des Sports“ in Bronze.
Mit 43 Bewerbungen wurde bei der Volksbank Mittelhessen ein breites Spektrum an Projekten aus verschiedensten Sparten eingereicht, zum Beispiel zur Jugendarbeit, zur Integration, zu Gesundheit und Prävention.
„Gute Projekte gewinnen immer, auch wenn es heute Abend vielleicht nicht der Hauptpreis ist. Und auf jeden Fall gewinnen die Region und die Menschen dort durch das Engagement des Vereins.“, hob Remmele hervor. Eine Jury, die durch Vertreter der Sportkreise, der Presse und aktiver Sportler und Trainer gestellt wurde, hatte ihr Urteil über die eingereichten Projekte gefällt und die Preise vergeben. „Um auch das besondere Engagement der Vereine zu honorieren, die nicht zu den drei Erstplatzierten gehören, haben wir jedem Verein, der ein Projekt eingereicht hatte, eine Spende zukommen lassen.“, so Remmele. Insgesamt wurden Spendengelder in Höhe von 14800 Euro vergeben.
Die Siegerprojekt:
Bereich Marburg/Gießen
1. Platz: Judo Club Grünberg e.V. mit dem Projekt „Judo für pfundige Kids“
Das Projekt wurde für die Kategorie Gesundheit und Prävention eingereicht. Es beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung von übergewichtigen Kindern und der Sensibilisierung der Eltern für das Thema Bewegung und Ernährung. Ziel ist die Integration und Förderung der Gesundheit von übergewichtigen Kindern. Neben der Verbesserung der körperlichen Konstitution sind eine bessere Körperwahrnehmung, ein Herantasten an die körperlichen Grenzen und die Stärkung des Wir-Gefühls wichtige Bestandteile des pädagogischen Programms.
2. Platz: Box Club Marburg 1947 e.V. mit dem Projekt „Kontaktprobleme? Nicht mit uns!“
Das Projekt wurde für die Kategorie Integration eingereicht. Es beschäftigt sich mit der Integration von Aussiedlern und Ausländern durch Sport sowie der Gewalt- und Drogenprävention an Schulen. In Zusammenarbeit mit Jugendamt, Integrationszentrum und anderen Einrichtungen werden Boxcamps für Jugendliche in der Stadtregion Richtsberg (besonders hoher Ausländeranteil) als gewaltfreie Alternative zur Bewältigung der schwierigen sozialen Situation angeboten.
3. Platz: Grün Weiß Gießen e.V. ( Tauchabteilung) mit dem Projekt „Kinder für Kinder – Einander helfen macht Spaß!“
Das Projekt wurde für die Kategorie Jugend eingereicht. Die jugendlichen Vereinsmitglieder übernehmen im Verein selber Verantwortung und bringen während der Ferienzeiten vereinsfremden Kindern die Grundzüge des Tauchens in Theorie und Praxis bei. So werden die jungen Vereinsmitglieder automatisch und nachhaltig an die ehrenamtliche Tätigkeit im Verein herangeführt. Mit der Aktion engagiert sich der Verein nicht nur für die Ferienbeschäftigung der Kinder in der Region, sondern sichert gleichzeitig das Fortbestehen des Vereins durch Einbindung des eigenen Nachwuchses in aktive Posten.
Alle Platzierungen der Region Marburg-Gießen auf einen Blick (Platz 1 bis 28): Judo Club Grünberg, Box Club Marburg 1947, Grün Weiß Gießen, Verein für Gesundheitssport, Sporttherapie und Rehabilitation Gießen, Toi mori-Judo Gemeinschaft Fernwald (TSG Steinbach + SV Annerod), "Ohne Norm in Form" Integrativer Sportverei, TSV Krofdorf-Gleiberg, Förderverein Pestalozzischule Gießen, TSG Blau-Gold Gießen, Radsportverein Teutonia 1910 Krofdorf Gleiberg, TV 1860 Lich, Turn- und Sportverein 1898 Marburg Ockershausen, Förderverein Deutsche Behinderte Sportreiter und Fahrer, American Football Verein Marburg, TSV Eintracht Stadtallendorf, TSV 06 Cappel, Sportfreunde 1910 Oppenrod, Pferdesportfreunde Wettenberg, TV 05 Wetter, TV 1905 Mainzlar, TSV Eintracht Stadtallendorf, Treiser Lauf- und Walkingtreff 2007, Tennisabteilung TV 07 Watzenborn-Steinberg, HSG Wettenberg, Tennisabteilung des TV 07 Watzenborn Steinberg, Tennisclub Rot-Weiß Laasphe, JSG Groß-Eichen/Sellnrod/Lardenbach/Weickartshain und Marburger Tennisclub