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Kuscheltiere für Flüchtlingskinder

Gießen | Studentischer Förderverein sammelt Spielzeug für Weihnachtsfeier in Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge


Die medizinische Versorgung vieler in Deutschland lebender Flüchtlinge und besonders von Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus ist gar nicht oder nur unzureichend geregelt. Zu diesem Zweck gibt es in vielen deutschen Städten, auch in Gießen, sogenannte Medinetze.
Das Medinetz dient als Anlaufs- und Beratungsstelle für Menschen ohne Papiere, die medizinische Hilfe benötigen. Dabei leistet die ehrenamtlich Tätigen selbst keine medizinische Hilfe. Sie vermitteln die Hilfesuchenden an geeignete Ärzte, Hebammen und bieten sie einen 24-stündigen Telefonservice.

Die Studenten der Justus-Liebig-Universität, die in Gießen ehrenamtlich für das Medinetz arbeiten, veranstalten zudem jedes Jahr eine Weihnachtsfeier für die Bewohner der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Meisenbornweg in Gießen. Dazu sammeln sie im Vorfeld Sachspenden in Form von Gebäck und Kinderspielzeug. Der studentische Förderverein der Human-, Zahn- und Veterinärmediziner FHZV Gießen e.V. unterstütze Sie in diesem Jahr dabei und rief seine 200 Mitglieder zum Spendensammeln auf.

Am 12. Dezember konnten so 7 große Kisten mit Spielzeug an das Medinetz Gießen übergeben werden. Darin befanden sich über 80 Kuscheltiere und Puppen, 45 Gesellschaftsspiele, 25 Puzzle, 30 Spielzeugautos, knapp 50 Bücher für alle Altersstufen, außerdem Stifte und Malblöcke, Musikinstrumente und Fußbälle und vieles andere. Der Förderverein spendete außerdem zwei große Beutel voller Tüten mit Süßigkeiten.

Susann Kallenbach, Mitglied des Fördervereins, übergab die Sachspenden im Namen des Vereins am Donnerstagabend an die Vertreter des Medinetzes und wünschte ihnen viel Erfolg bei der Durchführung der Weihnachtsfeier. Für sie war es „eine tolle Aktion, die der Förderverein gern auch im nächsten Jahr wieder unterstützt.“

Weitere Informationen auf: www.fhzv-giessen.de oder www.medinetz-giessen.de

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.12.2013 um 19:48 Uhr
Sorry, aber nehmen die Hilfsbedürftigen im Meisenbornweg denn überhaupt eine Weihnachtsfeier an, ist den meisten doch fremd, oder irre ich mich ?

Leider habe ich von dieser Sammelaktion nicht gehört, hätte gerne ebenfalls etwas gegeben - Für Kinder !
Martin Wagner
2.745
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 15.12.2013 um 20:36 Uhr
Der Artikeleinsteller schrieb in seinem Artikel:

"Das Medinetz dient als Anlaufs- und Beratungsstelle für Menschen ohne Papiere, die medizinische Hilfe benötigen."

War mit bisher nicht bekannt, dass es so eine Einrichtung in Giessen gibt.

Logischerweise ist die Anzahl der so genannten Illegalen (Menschen ohne gültige Papiere, welche sich in irgendeiner Form in einem fremden Land "durchschlagen") nicht bekannt. Die Schätzungen von - die sind wohl am Nähesten dran - humanitären Hilforganisationen gehen da weit auseinander.

Egal, sicher gibt es auch in Giessen solche Menschen. Zumeist wohl Menschen, welche in ihrem Heimatland ihren Lebensunterhalt nicht sichern konnten, auf irgendwelchen Wegen in die BRD gekommen sind (also offiziell keine Arbeitserlaubnis erhalten können) und hier in illegalen Arbeitsverhältnissens unter gekommen sind .

Was sollen diese Menschen machen, wenn sie erkranken? Sie haben keine Krankenversicherungskarte und wenn sie sich an irgendeine Behörde zwecks Hilfsstellungen wenden, begeben sie sich in die Gefahr, dass ihr "illegaler Status" erkannt wird und sie - über kurz oder lang - ausgewiesen werden.

Deswegen finde ich die studentische Initiative nicht nur notwendig, sondern auch richtig.

Ich hoffe es spricht sich in der Bevölkerung rum, dass da ein Anlaufpunkt (ohne dass bei deren Nutzung die Gefahr einer "Amtshilfe" greift) existiert. Wird dann ein "Illegaler" in einer Situation angetroffen, welche eine medizinische Behandlung bedarf, so besteht dann für informierte Mitmenschen (wenn es sich nicht gerade um einen Notfall handelt) die Betreffenden an diese Beratungsstelle zu verweisen.

Langfristig kann aber nur die Aufnahme von medizinischem Personal in die Verschwiegenheitspflicht (heisst offiziel etwas anders ......) da Abhilfe schaffen. Es kann und darf einfach nicht sein, dass dieser Staat Hilfeleistende als Handlanger und Informanten (miss)braucht.

Sanitäter und Mediziner sind den hilfebedürftigen Mitmenschen verpflichtet und nicht irgendeiner Behörde.
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