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„Wohnen für Mithilfe“ bringt Generationen zusammen

Frau Diana Wanke ist vom Projekt begeistert! Sie freut sich zusammen mit den Zuständigen Ralph Vogtmann (l.), Johannes Kühn (2. v. l.) und Andreas Schaper (r.) auf ihre zukünftige Wohnpartnerschaft.
Frau Diana Wanke ist vom Projekt begeistert! Sie freut sich zusammen mit den Zuständigen Ralph Vogtmann (l.), Johannes Kühn (2. v. l.) und Andreas Schaper (r.) auf ihre zukünftige Wohnpartnerschaft.
Gießen | Gießener Studierende, die ein Zimmer oder eine Wohnung suchen, können sich jetzt auch für eine weitere Alternative neben den üblichen Studentenwohnheimen und WGs entscheiden. Das neue Projekt „Wohnen für Mithilfe“, das von dem AStA der JLU initiiert wurde und in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Gießen realisiert wird, bietet Studentinnen und Studenten ein neues Konzept von Unterkunft an: Wie wäre es, günstiger zu wohnen und als Gegenleistung dem Vermieter im Haushalt ein bisschen mitzuhelfen?
Die Idee ist so erfolgreich, dass das Projekt erst vor zwei Wochen gestartet wurde und die erste Vermittlung schon zustande gekommen ist. Die Resonanz sei schon sehr gut, freut sich Andreas Schaper, Student und AStA-Referent für Wohnen und Soziales, der die Initiative vorgeschlagen hat. Ein ähnliches Projekt gab es schon in der Vergangenheit, es war aber nur an internationale Studierende und Senioren gerichtet und nur für einen Zeitraum von zwei Jahren geplant. Dieses Mal werden alle Studenten angesprochen, und alle Bürger, die eine Wohnung oder ein Zimmer zur Verfügung stellen möchten, können teilnehmen. Zum Beispiel
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Wohnen für Mithilfe (1)Wohnen (46)Studentenwerk (6)Studenten (90)AStA (77)
Senioren, die Hilfe beim Einkaufen brauchen; oder Familien, die eine Babysitter für ein paar Stunden pro Woche suchen; oder Menschen mit Behinderung, die ohne Unterstützung die Gartenarbeit nicht erledigen können; oder einfach Leute, die alleine leben und sich über Gesellschaft freuen würden. Die neue Internetplatform http://www.wohnen-fuer-mithilfe.de sei jetzt ein dauerhaftes Angebot, erklärt der Abteilungsleiter Studentisches Wohnen und Qualitätsmanagement des Studentenwerks Gießen Ralph Vogtmann. Übers Internet können sich die Vermieter in der Wohnpartnerbörse anmelden und die interessierten Studenten können die anonymisierten Angebote sehen; bei Interesse werden die Kontaktdaten des Vermieters mitgeteilt, damit beide Parteien sich persönlich treffen und Wünsche und Erwartungen absprechen können. Das ist sehr wichtig und auch Grundlage des Projekts. Denn es geht nicht nur um die Vermittlung einer Wohnung, sondern hauptsächlich um die Begegnung zweier Welten. Die Zuständigen für „Wohnen für Mithilfe“, Ralph Vogtmann, Andreas Schaper und Johannes Kühn sind einig: Sinn und Zweck des Projekts ist es, Menschen zusammenzubringen und Generationsgrenzen zu überwinden. Es werden sich Leute kennen lernen, die sich ansonsten nie kennen lernen würden. Eher als ein trockenes Vermieter-Mieter-Verhältnis werden Freundschaften entstehen.
Ralph Vogtmann (l.) und Johannes Kühn (r.) vom Studentenwerk Gießen informieren Interessenten über das Projekt "Wohnen für Mithilfe".
Ralph Vogtmann (l.) und Johannes Kühn (r.) vom Studentenwerk Gießen informieren Interessenten über das Projekt "Wohnen für Mithilfe".
Natürlich werden AStA und Studentenwerk versichern, dass alles gut läuft. Die Mitarbeiter werden prüfen, dass es sich bei den Mietern ausschließlich um Studierende handelt, und Tipps darüber geben, was beim persönlichen Gespräch genau geklärt werden soll. Mieter und Vermieter unterschreiben sowieso einen normalen Mietvertrag.
Im Moment werden vor allem Menschen angesprochen, die Zimmer oder Wohnungen im Rahmen dieses Projekts vermieten möchten, und viele sind schon überzeugt. Die Interessenten, die sich am Stand über „Wohnen für Mithilfe“ in der Galerie Neustädter Tor am Donnerstag, 12. Dezember 2013, informierten, waren positiv beeindruckt. „Ich bin begeistert!“ sagte Diana Wanke, die mit ihrer Mutter in zwei Familienhäusern wohnt. Sie will eine 50-Quadratmeter-Wohnung vermieten und freut sich schon auf den netten Studenten oder Studentin, der oder die einziehen wird. Sie sei immer Hausbesitzerin gewesen und kenne das Gefühl, die Arbeit im Haus zu erledigen, wenn sie sehe, dass etwas zu tun sei. Sie hofft, dass ihr zukünftiger junger Mieter dieses Gefühl auch kennen lernt. „Es ist wichtig, dass junge Leute Verantwortung nehmen.“ Bei ihr sollte beispielweise die Straße gekehrt oder Rasen gemäht werden. Sie begrüßt die Initiative so sehr, dass sie einige Flyer mitnahm und auch ihre Nachbarn überzeugen will. Wie Frau Wanke loben auch die anderen Besucher des Infostands die Initiative als ein tolles und sinnvolles Konzept.
Alles verspricht also, dass in den nächsten Monaten viele Wohnpartnerschaften zustande kommen und neue generationsübergreifende Freundschaften entstehen, die Vermietern und Studierenden den Horizont erweitern.

Frau Diana Wanke ist vom Projekt begeistert! Sie freut sich zusammen mit den Zuständigen Ralph Vogtmann (l.), Johannes Kühn (2. v. l.) und Andreas Schaper (r.) auf ihre zukünftige Wohnpartnerschaft.
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Kommentare zum Beitrag

Christine Stapf
7.495
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 13.12.2013 um 00:17 Uhr
Eine wirklich tolle Sache, die es in Marburg schon länger gibt.
Nicole Freeman
10.199
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.12.2013 um 07:29 Uhr
oh Giessen wird wach. Ja die Idee ist klasse und bringt beiden Seiten etwas. Der Studi hat kaum Geld und die Familien in die sie kommen geben einem auchnoch das Gefuehl einer echten Zusammengehoerigkeit. Nur Partymaeuschen haben da ein Problem ;-) Der echte Student der was lernen will macht da gerne mit. Bei diesem Projekt koennen tolle Freundschaften entstehen.
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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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Interessensgebiet: Gießen
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
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