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ÄNGie findet großen Anklang: Landkreis unterstützt Gründung des Ärztenetzes Kreis Gießen.

Gießen | „Als ich Gesundheits- und Sozialdezernent wurde, habe ich einen zentralen Ansprechpartner für die Ärzteschaft im Landkreis Gießen gesucht – und keinen gefunden. Bei meiner Suche habe ich festgestellt, dass fast überall in Hessen Ärztenetze bestehen, aber im Landkreis Gießen nur ein weißer Fleck auf der Landkarte der Ärztenetze ist.“ Mit diesen Worten leitete Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald die Gründungsveranstaltung von „ÄNGie“ (Ärtzenetz Kreis Gießen) ein, die dieser Tage im Tagungsraum der Kreisverwaltung stattfand.

Seinen Bemühungen und der Mithilfe von Dr. Cornelia Marck ist es nun zu verdanken, dass ÄNGie neu gegründet ist und seine Arbeit aufnimmt. „Ein letztes Mal habe ich mich bereit erklärt, ein Ärztenetz aufzubauen“, sagte Dr. Cornelia Marck anlässlich der Auftaktveranstaltung, denn bereits mehrmals war die Gründung im Landkreis Gießen gescheitert. Jetzt habe man die Unterstützung des Landkreises sowie der Politik hinter sich und die Bündelung von Kräften sei inzwischen nötiger denn je. Deswegen besteht aus ihrer Sicht berechtigte Hoffnung auf ein lebendiges und funktionierendes Netzwerk.

Das Interesse der niedergelassenen Ärzte war in der Tat sehr groß und so konnte der neue Vorstand von ÄNGie viele Mediziner über Ziele und mögliche Arbeitsschritte informieren. So wollen die Mitglieder gemeinsam dem drohenden Ärztemangel entgegenwirken und die Kommunikation zwischen Hausärzten, Fachärzten und Krankenhäusern verbessern. Auch eine Fortbildungsakademie, die praxisrelevante Schulungen anbietet, ist Teil von ÄNGie. „Das Netz will eine Interessensvertretung der rund 600 niedergelassenen Fach- und Allgemeinmediziner sein und gegenüber
der Politik, der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenversicherungen mit einer Stimme sprechen. ÄNGie ist regional strukturiert und kann deswegen gezielt die Probleme vor Ort und zeitnah bearbeiten“, erklärte Dr. Cornelia Marck.

Neben ihr gehören Dr. Georg Friese und Thomas Heckrodt zum ÄNGie-Vorstand, den Vorsitz hat Dr. Susanne Askevold übernommen. Nach dem ersten öffentlichen Zusammentreffen sind direkt zahlreiche Ärzte ÄNGie-Mitglied geworden. Der medizinische Vorstand wird durch eine Geschäftsstelle mit Geschäftsleitung, Sekretariat und Buchhaltung unterstützt, denn nebenbei ist die Netzwerkarbeit von den Ärzten allein nicht zu leisten. „Wir wollen professionell arbeiten und dazu brauchen wir externe Hilfe“, erklärte Dr. Susanne Askevold die Arbeitsstrukturen von ÄNGie. Dennoch seien Arbeitsgruppen notwendig, die inhaltlich arbeiten. In welchen Feldern ÄNGie demnächst aktiv wird, sollen die Mitglieder selbst entscheiden und sich einbringen.

 
Dr. Georg Friese, Vorsitzende Dr. Susanne Askevold, Thomas Heckrodt und Dr. Cornelia Marck bilden den Vorstand des Gießener Ärztenetzwerks ÄNGie. Gesundheitsdezernent Dirk Oßwald hat die Gründung von ÄNGie angeregt und vorangetrieben.
Dr. Georg Friese,... 

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