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KHG-Symposium über Konflikte und Misstrauen

Gießen | Angesichts der gegenwärtigen Konflikte und Krisen in der Welt ist vertrauensfördernder Dialog dringend von Nöten. Das nehmen die Katholische Hochschulgemeinde Gießen (KHG) gemeinsam mit der Martin Buber-Gesellschaft (mit Sitz in Heppenheim) und der Abteilung Familienpsychosomatik am Klinikum der Universität Gießen zum Anlass für ein besonderes Symposium. Erstmals stehen der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber, der zweite UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld aus Schweden und der 2011 verstorbene Gießener Psychotherapeut und Ehrenbürger Horst-Eberhard Richter gemeinsam im Mittelpunkt einer Veranstaltung. Das Symposium findet am kommenden Sonnabend ab 10.00 Uhr im Konzertsaal des Rathauses Gießen statt.

Hat Dialog heute in den Krisen und Konflikten eine Chance, fragen sich der Studentenpfarrer der KHG Gießen Siegfried Karl, der Vorsitzender der Martin Buber-Gesellschaft Prof. Hans-Joachim Werner und Prof. Dr. Burkhard Brosig, der Leiter der Kinder- und Familienpsycho-somatik an der Kinderklinik der Universität Gießen, in der Einladung zum Symposium. Martin Buber, Dag Hammarskjöld und Horst-Eberhard Richter
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Symposium (5)Richter (2)Misstrauen (1)Konflikte (1)Hammarskjöld (1)Buber (1)
stehen für eine friedliche Welt, für eine Kultur des Friedens und der Versöhnung. Dialog und Beziehung fördern, Misstrauen und Feindbilder abbauen sowie Vertrauen und Solidarität aufbauen, das verbinden diese drei Persönlichkeiten miteinander. Können sie heute als Vorbilder für den vertrauensfördernden Umgang mit Konflikten fungieren? Welches sind ihre Botschaften für uns heute und morgen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Symposiums, zu dem alle Interessenten eingeladen sind.

Hocherfreut über die Initiative zu dieser Veranstaltung ist Bergrun Richter, die Witwe des renommierten Gründers der Psychosomatik am Klinikum der Justus-Liebig-Universität und Vertreters der Friedensbewegung. „Ich begrüße das ausdrücklich“, betonte sie im Gespräch mit den Organisatoren der KHG Gießen. Sie unterstütze die Idee der Initiatoren, weil sie den Grundanliegen dieser drei beeindruckenden Persönlichkeiten neue Aktualität und Aufmerk-samkeit verleihen. „Brücken schlagen und Eintreten für einen konstruktiven Dialog zwischen Menschen, Kulturen und Völkern gehörte mit zu den Grundanliegen meines Mannes wie auch von Martin Buber und Dag Hammarskjöld“, so Frau Bergrun Richter in einer Grußadresse an den Veranstalter Katholische Hochschulgemeinde. Vertrauensfördernder Dialog müsse eine neue Chance erhalten, schreibt sie abschließend.

Eröffnet wird das Symposium vom Schwedischen Botschafter in Berlin Staffan Carlsson und von Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. Das unterstreicht, welche Bedeutung Dag Hammarskjöld mit seinem Denken und seinem politischen Wirken in Schweden weiter-hin einnimmt.

Ausgewiesene Experten werden zusammen mit den Teilnehmern des Symposiums in Vor-trägen, Arbeitskreisen und einer Podiumsdiskussion die neue Aktualität der gestellten Fragen behandeln. Zu den Referenten gehören der langjährige Mitarbeiter von Horst-Eberhard Richter Prof. Dr. Hans-Jürgen Wirth (Gießen), der Düsseldorfer Psychotherapeut und Frie-densforscher Dr. Robert F. Antoch, Prof. Dr. Burkhard Brosig, der vor seiner heutigen Tätig-keit Oberarzt an der Klinik für Psychosomatik am Gießener Klinikum war, und der Politikwis-senschaftler Dr. Jodok Troy von der Universität Innsbruck, dessen Schwerpunkt Sicherheits-politik sowie die Frage von Religion und Ethik in der Politik ist.

Ausführliche Informationen mit dem Programm sind in der KHG, Wilhelmstraße 28 und im Kirchenladen am Stadtkirchenturm erhältlich sowie im Internet abrufbar unter www.khg-giessen.de/symposium.

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von:  Siegfried Karl

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Interessensgebiet: Gießen
Siegfried Karl
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