Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

"Individuelles Familienglück fördern" - Kristina Schröder und Helge Braun in Grünberg

von Team Helgeam 20.09.20131751 mal gelesen3 Kommentare
Gießen | Gleich zwei Termine nahm Bundesfamilienministerin Kristina Schröder auf Einladung ihres Bundestagskollegen Helge Braun in Grünberg wahr.
Zuerst besuchten beiden den Kindergarten am Rondell, der sich an der naturwissenschaftlichen Frühförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt, in dem Braun als Staatssekretär fungiert. Das "Haus der kleinen Forscher" führt Kindergartenkinder an das Experimentieren und naturwissenschaftliche Zusammenhänge heran.
Nach einem herbstlichen Willkommenslied über den Apfel präsentierenten die Kinder stolz ihre selbstgebackenen Apfelkuchen. Im Gespräch erzählte Ministerin Schröder den Kindern, dass Sie in ihrer Kindheit auch oft in Grünberg war, weil sie ihre hier lebende Großmutter Anna-Katherina Köhler besuchte. Damals sei ihr immer aufgefallen, dass es in Grünberg so viele Schnecken gibt. "Ist das denn immer noch so?" fragte sie die Rondell-Kinder. Diese nickten eifrig.
Anschließend diskutieren Schröder und Braun vor rund sechzig Zuhörern im Café Lukasch über die aktuelle Politik.
Schröder betonte, ein moderne Politik gebe Familien die Freiheit, selber
Mehr über...
Kindergarten am Rondell (1)Familienpolitik (9)Dr. Kristina Schröder (2)Dr. Helge Braun (155)Birgit Otto (37)
zu bestimmen, wie man leben wolle. "Es ist furchtbar, wenn Frauen, egal wie sie leben, dafür kritisiert werden: Die Frau ohne Familie ist eine selbstsüchtige Karrierefrau. Eine Frau, die für ihre Kinder zu Haus bleibt, ist ein Heimchen am Herd und eine Frau, die berufstätig ist und ihre Kinder in Betreuung gibt, ist eine Rabenmutter. Richtig ist dagegen: Jede Familie hat ein Recht, sich individuell für ihren Weg zum Familienglück zu entscheiden." sagte Schröder. Deshalb müsse der Staat auch alle Wege begleiten und unterstützen.
Scharf kritisierte Schröder die von SPD und Grünen stufenweise geplante Abschaffung des Ehegattensplittings: Dies treffe auch kleine und mittlere Einkommen finanziell hart und führe zu einer finanziellen Bestrafung dafür, dass man Verantwortung füreinander übernehme. Der richtige Weg sei das Ehegattensplitting zu erhalten und um ein Familiensplitting zu ergänzen, das Familien mit Kindern zusätzlich entlaste.
In der anschließenden Diskussion um Demenz und Pflege erläuterte Schröder die neue Möglichkeit, eine Familienpflegezeit zu nehmen und Braun informierte über die Anstrengungen in der Gesundheitsforschung, Demenz besser behandeln zu können.
Abschließend warb Schröder um beide Stimmen für die CDU und lobte ihren Bundestagskollegen Helge Braun wegen seiner Kompetenz und seines Einflussreichtums. Euroskeptiker warnte Schröder von der Wahl von Splitterparteien: Wenn CDU und FDP am Sonntag keine Mehrheit bekämen, führe das im Ergebnis zu einer Regierungsbeteilung von Parteien, die für gemeinsame Schuldenhaftung in Europa einträten.

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Gießen erhält eine Niederlassung des Fernstraßen-Bundesamtes
Wie das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat, wird eine von...

Kommentare zum Beitrag

Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 20.09.2013 um 10:03 Uhr
Oho, "Das "Haus der kleinen Forscher", das sich an der naturwissenschaftlichen Frühförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt, in dem Braun als Staatssekretär fungiert, führt Kindergartenkinder an das Experimentieren und naturwissenschaftliche Zusammenhänge heran?"

Sehr schön, aber was ist mit der sonstigen Förderung, die seit Jahren überfällig ist?

"Frau Bundesfamilienministerin" und "Herr Bundesbildungsstaatsekretär" sollten sich vielleicht mal vor Augen halten, dass die Bundesregierung sich gerade sogar offiziell ihrem eigenen selbstgestellten Förderauftrag widersetzt! Kein Wunder - er verlangt ja auch eine Förderung von Jungen. Und wie wir alle wissen, ist dieses Geschlecht unserer Politik herzlich egal!

Pressemitteilung: Bundesregierung widersetzt sich eigenem Jungenförderauftrag
Christoph Schäfer
704
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 20.09.2013 um 13:46 Uhr
Wenn Frau Schröder der Splitterpartei FDP so die Zweitstimmen abgräbt, seh' ich schwarz für SchwarzGelb! ;-)
Christoph Schäfer
704
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 20.09.2013 um 15:10 Uhr
Oder nach Modell Bouffier vielleicht die Zweitstimme an die AfD, wie hätten Sie es denn gerne, Frau Schröder?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Team Helge

von:  Team Helge

offline
Interessensgebiet: Gießen
Team Helge
697
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Gießen erhält eine Niederlassung des Fernstraßen-Bundesamtes
Wie das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat, wird eine von...
Die Kanzlerin kommt nach Gießen! Brandplatz, Do. 21.9. ab 15.30 Uhr!
Wie bereits im Rahmen des letzten Bundestagswahlkampfes wird auch...

Weitere Beiträge aus der Region

Ich mache Urlaub
Eine Fahrt im Auto ist für mich schlimm, jedoch im Wohnmobil geht es...
EILT- Ayka sucht dringend ihre Menschen
Die fast blinde Ayka ist eine ca. 10 Jahre junge...
Bauplan Südanlage 13- von so viel Grünfläche träumt Südanlage 10.
Diese Bauvoranfrage wurde von der Stadt mit Merkwürdigen Begründungen abgelehnt!
Um was geht es hier? Ich hatte mich am 15 September am Infostand des...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.