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Nahverkehr muss "bürgernah" sein, doch nicht um jeden Preis!

Mit solch überlangen Fahrzeugen werden kleine Nebenstraßen ruiniert
Mit solch überlangen Fahrzeugen werden kleine Nebenstraßen ruiniert
Gießen | In einem Leserbrief heute in einer hiesigen Tageszeitung konnte man eine Stellungnahme zu den geplanten Linienführungen der Buslinien 1 und 11 in Kleinlinden lesen, wie sie dieser Tag veröffentlicht wurden. Da stand nämlich die Buslinie 11 solle wie seit 12/2008 bleiben und dafür die seit langen Jahren dort fahrende Linie 1 solle dann nur noch über Frankfurter und Allendorfer Straße verkehren. Natürlich hat die die Schreiberin recht. Die Linie 1 sollte bleiben wie sie bisher war. Woran sich die Anwohner in Kleinlinden gestört haben, das sind die zusätzlichen Belastungen durch die Busse der Linie 11. Diese entsprechen keinesfalls der von der Schreiberin des Leserbriefes wahrgenommenen sehr geräuscharmen Ausführung, wie sie die Busse der Stadtwerke aufweisen. Es sind alte Busse eines privaten Betreibers mit sehr lauten Dieselmotoren, die vermutlich noch keinen Russpartikelfilter haben. Dazu kommt, dass jedes Mal wenn so ein Bus bei uns am Haus vorbeifährt, das Geschirr im Schrank klirrt! Diese Busse stellen dadurch eine immense Geräusch- und Geruchsbelästigung dar.

Wie die Leserin schreibt und auch von den
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Russfilter (0)Lärm (6)Luftverschmutzung (1)Kleinlinden (99)Buslinie 11 (0)Buslinie 1 (0)Abgase (2)
Betroffenen Bürgern so sicher unterstützt wird, die Linie 1 hat bisher keinen gestört und es hätte damit alles so bleiben können wie seit 2002 erkämpft. Hier wollte Partei, die mit allem Elan erreichen will, dass der Individualverkehr aus den Orten herausgehalten wird quasi ei Exempel statuieren, ohne sich richtig abzustimmen. Dies wohl unter dem Mäntelchen der Bürger Nähe vor der Landtagswahl, um dadurch eventuell Stimmen zu erhalten.

Was dabei herauskam ist nur eine einseitige Belastung der Anwohner, ohne Vorteil für die Gesamtheit der Bürger. Denn wie die Schreiberin richtig feststellt, fährt die Linie 11 nicht so oft, als dass sich dadurch ein Vorteil ergeben würde. Sie fährt ohnehin nur ein paar Minuten versetzt zur Linie 1. Die Mehrzahl der Mitfahrenden fährt von Wetzlar kommend ohnehin nur nach Gießen zur Arbeit und wieder zurück. An der einzigen Haltestelle in der Lützellindener Straße steigt keiner davon aus oder ein. Ein Vorteil ist hier nicht erkennbar.

Wo der Vorteil läge und was wir Kleinlindener Bürger durch unseren Protest erreichen wollten, ist die Rückführung zur alten Strecke über Frankfurter und Allendorfer Straße. Dafür aber die Ansteuerung der Haltestelle Brüder-Grimm-Schule Süd durch diese Linie.
Begegnungsverkehr
Begegnungsverkehr
Diese war ja vom ehemaligen Leiter der Schule von der Stadt als sichere Ein- und Aussteigmöglichkeit für seine Schüler gefordert worden. Damit würde aber auch eine Verbesserung für die Bewohner im Riehlweg erreicht und auch das neue Gewerbegebiet am Heerweg mit dem neuen Gesundheitszentrum Berno Pelikan könnte auf kurzem Weg über die beampelte Kreuzung sicher und bequem erreicht werden. Dies insbesondere von alten und kranken Menschen, die sich dort in Behandlung begeben.

Was wir begrüßen und was von der Schreiberin der Leserzuschrift gar nicht angesprochen wurde. Die Stadt lässt prüfen, ob nicht der Wendepunkt Waldweide um eine Haltestelle zur Haltestelle Brüder-Grimm-Schule Süd verlegt werden kann. Dadurch wäre der 15-minütige Takt bis dorthin gegeben und damit ein weiterer Vorteil für Schüler, Besucher von Rewe und Gesundheitszentrum sowie die Bewohner des südöstlichen Neubaugebiets von Kleinlinden.

Was auffällt ist, dass bisher in allen Stellungnahmen und Berichten die so genannten „Geisterbusse“, das sind Gliederbusse, die zusätzlich zum Linienverkehr als Sonderfahrzeuge für die Beförderung der Schulkinder eingesetzt werden und ebenfalls durch die Heide fahren, nicht erwähnt werden. Diese sind mit fast 40 Tonnen einfach zu schwer für eine Straße, die anfangs nur bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht freigegeben worden war. Dieser Aspekt wird gar nicht gewürdigt, wird aber sicher zum erheblichen Verschleiß der Heide beitragen. Wenn dann die Straße gerichtet werden muss, wird sicher auf längere Zeit kein Verkehr mehr in der Heide stattfinden können. Da fragt man sich natürlich, wie kommen all die Anwohner aus ihren Häusern und Garagen heraus. Letztendlich sind sie dann die von der Schreiberin angeführten „Schwächsten der Gesellschaft“, wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum.

Was nun am Schluss entschieden wird, darauf haben wir als Bürger keinen Einfluss, hoffen jedoch auf eine für alle tragfähige Lösung.

Mit solch überlangen Fahrzeugen werden kleine Nebenstraßen ruiniert
Mit solch überlangen... 
Begegnungsverkehr
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Jetzt wird es aber eng
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von:  Peter Herold

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